Lady Detective

von Ryu-hime
GeschichteAllgemein / P6
Kaito Kuroba OC (Own Character)
30.12.2018
12.06.2019
8
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„Warte, bleib!“ Langsam drehe ich mich um, ohne die Hand von der Türklinke zu nehmen. Natürlich, der Professor. „Bleib hier...“, wiederholt er nun leise. Unschlüssig blicke ich zurück zu der Türklinke. Natürlich, ich verstehe... Ich erinnere ihn an sie, diese ganze Situation tut das... Beide ohnmächtig vor dem Haus gefunden, beide auf der Flucht vor den Mistkerlen und beide hat Hudo angeschrien... Einziger Unterschied: Einer hat er dann doch vertraut! Und ohne Vertrauen hat das Ganze keinen Sinn, ich habe keine Zeit dafür, mich permanent verdächtigen zu lassen! Er muss seine Entscheidung treffen, wenn ich bleiben soll! Ansonsten...

Andererseits.... will ich nicht sagen, dass ich nicht gehofft hätte, dass jemand versucht mich aufzuhalten. Alleine schaffe ich das nicht mehr... so sehr mein Stolz auch darunter leidet! Daran darf ich jetzt nicht mal denken, das ist nun vollkommen irrelevant... Es geht darum, die Organisation zu Fall zu bringen, nicht mehr und nicht weniger, und da kann ich mir solche Selbstsüchtigkeiten nicht leisten!
„Darf ich wirklich...?“ Unvollendet lasse ich meine Frage im Raum stehen. Ich werde das Angebot annehmen, für eine kurze Weile zumindest. Ein wütender Zischlaut aus der Ecke, in der Kudo steht, zieht meine Aufmerksamkeit auf sich, prompt fällt mein Blick wieder auf die Klinke, die immer noch von meiner Hand umschlossen wird. Die Knöchel treten bereits weiß hervor.... Schnell lockere ich meinen Griff etwas und sehe nun den Professor an, der nun erst die Frage verarbeitet zu haben scheint: „Ja doch, bitte! Bitte bleib! Shinichi, vielleicht ist sie wirklich nicht böse! Diese Ähnlichkeit....“ Also doch... Eine angespannte Stille setzt ein. Kudo scheint etwas erwidern zu wollen, doch als er den flehenden Blick des immer noch am Boden knienden, alten Mannes sieht, bleiben ihm die Worte augenscheinlich im Hals stecken. Verdient, wenn man mich fragen würde...

Zerknirscht ballte er die Fäuste und wendet sein Gesicht ab: „Eine Nacht!“ Jede Faser seines Körpers strahlt das aus, was er mir mitteilen will. „Ich tue das für den Professor, nicht für dich“, schreien sie förmlich. Eine Nacht ist aber mehr als ausreichend für meine weitere Vorgehensweise... Was leider nicht bedeutet, dass mir viele Optionen einfallen würden, jetzt, wo es nur noch zwei Möglichkeiten geben wird.... Abwarten... Das ist alles, was mir noch bleibt, aber für den Fall, dass es so kommt, wie es augenscheinlich enden wird, sollte ich... vorsichtig sein... „Es gibt da eine Sache, die ich morgen noch klären müsste... Sobald das geschehen ist, werde ich euch alles sagen, was ich weiß und natürlich auch mehr zu meiner eigenen Person preisgeben, aber ich wäre wirklich dankbar, wenn ihr mir noch diese Nacht geben würdet. Ihr werdet das nicht bereuen...“ Professor Agasa richtet sich langsam auf und nickt müde lächelnd. Dieser Mann wird es schaffen über ihren Tod hinwegzukommen... Er ist wohl stärker, als er aussieht... Dann deutet er auf einen kleinen Schrank neben dem Bett: „Da ist die ganze Kleidung von ihr drin... Ich denke, du hast Verwendung dafür?“ Wieder lächelt er traurig... „Vielen Dank!“ In einem Anfall von Respekt und Dankbarkeit verbeuge ich mich: „In diesem Fall würde mich nun hinlegen. Meine körperliche Verfassung ist noch nicht die Beste, da wird mir etwas Schlaf gut tun.“ Ein verächtliches Schnauben von der Seite, das geflissentlich übergangen wird, stattdessen mache ich Anstalten den Schrank zu öffnen. Die beiden fassen es als Bitte auf, dass Zimmer nun zu verlassen, also genau das, was das ausdrücken sollte.
Als ich mich jedoch daran mache nach einem Schlafanzug oder sowas in Art zu suchen, bemerke ich noch aus dem Augenwinkel, wie Kudo fast zu auffällig über die Kommode „streicht“ und sich dann aus dem Zimmer stiehlt. Eine unnätürliche Geste... Ein zweiter Blick bestätigt meine Vermutung: Eine kleine Wanze!
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