Where the wild wolfes have gone

GeschichteDrama, Romanze / P16 Slash
Derek Hale Mieczyslaw "Stiles" Stilinksi
29.12.2018
05.11.2019
12
19053
30
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Tonight alone you're riding
Onto the other side
Your might untold and waiting
Boy you'll be the final light
Your mother fought the demons
Your brother saw the light
And now we pray the unborn
You and I can't stay alive

Son of a wolf
When the fight is calling
Son of a wolf
And the night has come
Son of a wolf
Can you hear me calling
Haleluja

[Son of a Wolf - Powerwolf]



Er konnte den Aufschrei nicht unterdrücken. Er würde ihn später leugnen, keine Frage! Ein Stiles Stilinski schrie schließlich nicht wie ein kleines Mädchen um Hilfe.

Holy Shit!

Stolpernd kam er auf die Füße, nur um gleich danach wieder über diese zu stolpern. Er schlug erneut der Länge nach hin. Die Luft entwich seiner Lunge mit einem leisen Keuchen, die Innenflächen seiner Hände fuhren unangenehm über den körnigen Schotter, fingen an zu bluten, als er sie sich an dem scharfen Split aufriss.

„Scheiße verdammt!“

Dann zum ersten Mal hörte er die Schritte hinter sich. Es war kein dumpfes Geräusch, sondern ein leises Klicken auf dem Asphalt. Mit bebenden Nasenflügeln schloss Stiles die Augen.
Seine Arme zitterten heftig als er sich in die Höhe stemmte und sich auf die Knie aufrichtete.  
Er hielt den Kopf und seinen Blick krampfhaft gesenkt um Demut zu suggerieren.

Sein Adamsapfel hüpfte unangenehm, als er geräuschvoll schluckte. In seinem Blickfeld tauchten zwei nackte Füße auf, an dessen Enden zehn lange und messerscharfe Krallen wuchsen, alle fein säuberlich mit schwarzem Lack überzogen.  

„Steh auf!“ knurrte eine tiefe Stimme über ihm, doch Stiles zwang sich krampfhaft dazu still zu halten.
„Ich habe gesagt du sollst aufstehen!“ die Stimme war nun verzerrt und der Mensch konnte deutlich die ausgefahrenen Reißzähne heraushören.
Mit einem trockenen Schniefen konnte er sich schließlich dazu durchringen tatsächlich aufzublicken.

Hätte er es bloß nicht getan!



„Scheiße Derek, war das jetzt wirklich nötig?!“ fragte Scott scharf und wandte sich zu seinem Alpha. Der Angesprochene verschränkte die Arme vor der Brust und zog die Schultern hoch.
„Scott, es befindet sich ein ganzes Alpharudel in der Stadt!“ fauchte der Ältere zurück, presste die Lippen zu einer schmalen Linie zusammen.

Auch ihm machte die ganze Sache hier keinen Spaß.
Sein Wolf tobte ungehalten in seiner Brust.
Er hatte das liebste Wesen, das sie hatten auf dieser Welt, einfach fortgeschickt.
Konzentriert schloss der Schwarzhaarige die Augen, stütze sich schwer auf dem Tisch vor sich ab.

Schon lange nicht mehr hatte er sich innerlich so zerrissen gefühlt wie jetzt. Der Kampf den sein Wolf und er in diesem Moment ausfochten konnte nicht zu Lasten seines Rudels gehen.
Das konnte und durfte er nicht zulassen! Seine Kräfte waren nicht mehr im Einklang, er fühlte sich seltsam gespalten.
Verzweifelt drängte er die uralte Macht in sich weiter zurück, er durfte die Kontrolle nicht verlieren!

Mein! Gib ihn uns! Wir wollen ihn! Sag du Dummkopf, siehst du es denn nicht!?

Das laute Knurren in seinem inneren hallte schmerzhaft in seinen Ohren wieder. Verzweifelt schüttelte Derek seinen Kopf, die Augen fest zusammengepresst.
„Ich kann nicht und das weißt du!“ fauchte er leise, aber dennoch laut genug für das sensible Gehör der Werwölfe in seiner direkten Umgebung. Schlagartig fühlte er die Gesamte Aufmerksamkeit auf sich ruhen.

Manchmal war es lästig!

„Stiles ist ein Mensch, er kann sich nicht-“ weiter kam der Alpha nicht, er wurde ausgerechnet von Peter unterbrochen.
„Komm schon Derek, die kleine stachelige Sarkasmuskugel hat mehr drauf als du denkst.“
Er guckte scheinbar gleichgültig mit den Schultern, doch seine Augen verrieten ihn.

Mit einer fließenden Bewegung war Derek herumgefahren, Fangzähne und Klauen ausgefahren und auf seinen Onkel zugeschossen. Mit einem animalischen Knurren schlossen sich seine krallenbesetze Hand um die Kehle seines Gegenübers.

„Du! Wagst! Es!?“ stieß er keuchend hervor, die Augen geweitet und blutrot.


Houston, sie hatten ein Problem!



Wäre die ganze Situation nicht so verdammt abgefucked dann hätte Stiles mit Sicherheit gelacht. Manchmal konnte er es selbst nicht mehr glauben wie er es immer wieder schaffte sich in solche Situationen zu bringen. Sich selbst, kniend auf dem Waldboden, völlig allein und einem ausgewachsenen Werwolf gegenüber.

Er fragte sich wirklich was er in seinem letzten Leben verbrochen haben musste.
Okay er war nun wirklich kein besonders netter Mensch, aber ob er DAS nun wirklich verdient hatte, nein echt nicht.

„So kleiner Mensch, lass mich doch mal genauer sehen…“ eine feingliedrige Hand legte sich um seinen Kiefer und riss seinen Kopf erneut nach oben.
Verzweifelt kniff Stiles die Augen zusammen, den Mund zu einer schmalen Linie zusammengepresst.

In Gedanken schickte er mehr als ein Stoßgebet zum Himmel, der Boden möge sich doch bitte unter ihm auftun.

„Naja, viel dran ist an dir ja nicht gerade…“ fachmännisch wurde sein Gesicht einmal von links nach rechts und wieder zurück gedreht.
Stiles folgte den Bewegungen bedingungslos aus Angst um die Unversehrtheit seines Genickes.

Innerlich bis Zehn zählend zwang er sich die Augen zu öffnen und blickte in die seines Gegenübers.
Es war eine Frau! Eine wirklich attraktive Frau, er konnte es nicht glauben. Die langen schwarzen Haare fielen ihr in Wellen über die Schultern, ihr Teint hatte etwas schokoladiges an sich.

Gefangen von Ihrem Blick vergaß er für ein paar Sekunden zu atmen.
„Wer bist du?“ schaffte er es mit brüchiger Stimme hervorzubringen und merkte jetzt erst wie ihm der Schweiß ausbrach.
So wie sie ihn ansah, so sah der Jäger seine Beute an und er wollte nicht schon wieder die Beute sein, bitte.
Eine Hand fuhr ja fast schon zärtlich über seinen Kopf, er gefror augenblicklich zur Salzsäule, spürte ganz genau die Krallen über seine Kopfhaut gleiten.

Jetzt bloß keine falsche Bewegung!

Sonst könnte er sich von seinem Skalp verabschieden, so viel stand fest.
„Du bist ganz schön vorlaut Herzchen.“ das höhnische Lächeln um ihren Mund ließ Stiles einen eiskalten Schauer über den Rücken laufen.
Die in der Dunkelheit fast schwarzen Iriden färbten sich in einem leuchtenden Rot und Stiles riss die Augen auf.

„Du bist … Alpha!“ keuchte er atemlos, versuchte sich gegen den Griff zu wehren.

Die Unbekannte warf den Kopf in den Nacken und lachte auf.
„Naja im Köpfen scheint ja doch etwas zu sein.“ Ihr Blick kehrte gelassen zu ihm zurück, während sie es locker schaffte ihn weiter in Schwach zu halten.
„Aber lass uns doch nicht nur deine kognitiven Fähigkeiten testen…“ fast schon sanft löste sie ihre Finger von dem Menschen und wich einige Zentimeter zurück.

„Lauf Rotkäppchen, lauf um dein armseliges Leben!“ erneut brachen die Reißzähne aus ihrem Mund hervor.

Und Stiles rannte!


Boyd und Isaac konnten gerade noch rechtzeitig zur Seite ausweichen, bevor Peter geradewegs durch ihre Mitte hindurch flog und hart gegen die Wand schlug.
Mit einem lauten Keuchen rutschte der Ältere am rauen Putz hinab und blieb in sich zusammengesunken liegen.

Den rechten Arm immer noch ausgestreckt sah Derek seinem Onkel hinterher.
Alle Blicke richteten sich augenblicklich auf den Alpha, Scott war es, der als erstes seine Stimme wiederfand.

„Alter, was stimmt denn nicht mit dir?!“ fauchte der Jüngere außer sich, während Erica sich neben Peter gekniet hatte.
Behutsam half sie dem Älteren dabei sich aufzusetzen, stützte ihn mit einem Arm um ihn aufrecht zu halten.
„Neffe, es ist immer wieder schön mit dir zu diskutieren.“ Ein leicht feuchtes Husten erfüllte den Raum.

Derek entließ ein warnendes Knurren in seine Richtung und wandte sich ab. Frustriert schlug der Alpha mit der Faust auf den Tisch, ließ das dumpfe Geräusch im Loft widerhallen.  
Um Selbstbeherrschung ringend schloss Derek die Augen und atmete tief durch.

Sein Wolf war jetzt so nahe an der Oberfläche wie noch niemals zuvor. Derek wusste in diesem Moment nicht mehr wohin mit sich. Dunkle Schatten zogen sich über seinen Körper, bis hinauf in sein Gesicht.

Stiles Geruch war immer noch allgegenwärtig, doch es beruhigte seinen Wolf nicht im geringsten. Wann immer sich der Mensch nicht in unmittelbarer Nähe befand zerrte das mächtige Tier an seinen Ketten.
Die Schultern des Alphas bebten als er sich weiter nach vorne beugte und versuchte die Kotrolle wiederzuerlangen.  

„Derek, was zur Hölle ist los mit dir?“ fragte Scott, näherte sich behutsam dem Älteren, streckte sogar zögerlich seine Hand nach seinem Alpha aus.

„Sieht ganz danach aus, als würde da wer sein Spielzeug vermissen!“

Peter hatte sich in der Zwischenzeit wieder aufgerappelt und blickte vorwurfsvoll in die Richtung seines Neffen.
„Oh Peter, halt doch den Mund!“ fauchte Scott über seine Schulter, die Augen zwei leuchtende Punkte in Halbdunkeln des riesigen Raumes.
Derek setzte gerade zu einer Erwiderung an, als ein markerschütterndes Heulen die nächtliche Stille um das abgelegene Gebäude zerriss.

Das Heulen eines Wolfes!

Dereks Körper versteifte sich augenblicklich, versetze ebenfalls seine Betas aus der Schockstarre in Alarmbereitschaft.

Mit einer fließenden Bewegung warf der Alpha den Kopf in den Nacken und antwortete.

Stiles!


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Leute!
24 Favoriteneinträge, 4 Empfehlungen und 2 Kommentare!!!
Vielen herzlichen Dank dafür :-)
Wie immer seid ihr herzlich eingeladen auch zu diesem Kapitel eure Meinung dazulassen ;-)
Ach ja und bitte nicht für diesen erneuten cliffhanger steinigen ok? Ich verspreche im nächsten Kapitel geht es Rund mit der Paula! :-D

Lg

Euer Flummi
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