Where the wild wolfes have gone

GeschichteDrama, Romanze / P16 Slash
Derek Hale Mieczyslaw "Stiles" Stilinksi
29.12.2018
05.11.2019
12
19053
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Let there be night
god bless the father, the son
let there be night
and day be gone
Let there be night
the mass of dark has begun
Let there be night
and damn the sun

{ Powerwolf - Let there be Night }



Stiles war wütend. Nein Korrektur – wütend war definitiv der falsche Ausdruck.

Außer sich vor Wut, angepisst, Fuchsteufelswild, Tollwut, tollwütiger Hund!

Okay, okay er war der einzige Mensch in einem Rudel voller ausgewachsener Werwölfe, aber verdammt auch er hatte Rechte!

Und da besaß dieser vollkommene hirnverbrannte ... ja tollwütige Köter doch tatsächlich die Dreistigkeit zu beschließen ihn vor die Tür zu setzen!

Bei helllichtem Tag und strahlendem Sonnenschein wäre es Stiles dieses Verhalten immer noch Sauer aufgestoßen, aber in finsterer Nacht!?

Hallo?! Mensch und so, yay! I’m only human!

Und der Rest dieses Haufens von Weicheiern (Rudel) hatte noch nicht mal den Schneid gehabt ihn zu verteidigen!

Scott, sein so genannter bester Freund, seit dem Eintritt in Dereks Rudel, seinem neuen Alpha mit Haut und Haaren verfallen, Jackson nach dessen Gesichtsausdruck zu urteilen, der am liebsten Beifall geklatscht hätte, Isaac und Boyd, beide mit Ausdruckslosen Gesichtern, Peter, (was auch immer er hier zu suchen hatte!) der ihn mal wieder mit den Augen auszog!

Die einzige die Ansatzweise betroffen aussah war Erica. Ihre großen braunen Augen waren für eine Sekunde wirklich anklagend zu Ihrem Alpha hinüber geblitzt, doch die Zähne hatte sie auch nicht auseinander bekommen.

Eigentlich völlig ironisch, wenn er genau darüber nachdachte war Erica immer eine der Ersten, die ihre Zähne zeigte.

Ein verdammtes Alpharudel hatte sich in ihrer Stadt breit gemacht. Also wirklich mal, Hallo?! Glaubte dieser wild zusammengewürfelte Haufen von Streunern wirklich, von denen die Hälfte wahrscheinlich auch noch Flöhe hatte, dass sie ohne ihn klar kommen würden?

Ohne ihn?!

Verdammt wenn in Gotham City mal wieder die Hölle los brach, dann konnte man ja Batman wohl auch schlecht nach Hause schicken! Den widerspenstigen Rebellen, den Antihelden, den brillanten Kopf des ganzen Unternehmens!

Nein! Sie kreischten 'Hilfe Batman!‘

Oh und Stiles hoffte inständig dass Derek kreischen würde und zwar wie ein kleines Mädchen!

Mit diesen missmutigen Gedanken, sich und der ganzen Welt in Unreinen stapfte Stiles durch den Wald.
Weil Karma so eine verdammte Bitch ist, hatte sich natürlich auch sein Jeep ausgerechnet heute gegen ihn verschworen! Und natürlich hatte Pluto in dieser Nacht auch noch im 3. Haus an den Hydranten gepisst, weil ihm auch noch das sonst so heilbringende Panzertape ausgegangen war.

Unweigerlich wanderten seine Gedanken erneut zu dem Alpha. Dabei hatten sie in den letzten Wochen so große Fortschritte gemacht. Nein, ja wirklich! Die Todesdrohungen hatte Derek auf ein Minimum reduziert und mittlerweile hatte er ihn so weit, dass er nur noch selten gegen Wände oder Türen geschubst wurde.

Hallo? Menschliche Knautsch-Kugel, es tat immerhin mehr als nur ein paar Sekunden weh!




Mit einem leisen Ächzen schob er die schwere eiserne Tür des Lofts bei Seite.

Er war zwar etwas zu früh dran, aber 'Hey! Who cares?' Oder? Es regnete in Strömen und er hatte nun wirklich keine Lust sich da draußen bei dem Sauwetter die Beine in den Bauch zu stehen und auf die anderen zu warten.

"Derek?" rief er überflüssiger weise in das vor ihm liegende Halbdunkel des großen Raumes. Der Werwolf musste ihn schon längst bemerkt haben, dessen war er sich sicher.

Vorsichtig trat er weiter in den Raum hinein, blieb neben der Couch stehen.

Etwas unsicher ließ er seinen Rucksack von seiner rechten Schulter auf den Boden gleiten, ließ den Blick schweifen.

Zu seiner linken öffnete sich eine Tür, das Bad wie Stiles wusste.

Sein nächster Gedanke wurde buchstäblich aus seinem Kopf gefegt als ein lediglich mit einem Handtuch bekleideter Derek das Zimmer betrat.

Ohne dass Stiles es verhindern konnte rauschte seine Kinnlade abwärts.

Derek fucking Hale nur mit einem verdammt tief sitzendenden Handtuch um die Hüften, die Haare noch feucht vom duschen, vereinzelte Wassertropfen über seine breite Brust perlend.

Als der Ältere ihn schließlich fixierte, verdrehte er die Augen. "Was zur Hölle suchst du hier Stilinksi?" fragte er schroff, verschränkte die Arme mit einer fließenden Bewegung vor der Brust.
"Ich ähm..." stotterte der Jüngere, unfähig einen ganzen Satz auf die Reihe zu bekommen.

Yeah, eindeutig Punkt Team Stilinksi!

Da lohnte sich der IQ von 137!

High Five!

Erneut sah er das Weiße in den Augen des Alphas, als dieser abermals seine Augen rollen ließ. Irgendwann würden ihm diese nochmal aus dem Kopf fallen, da war er sich ganz sicher.

Mit 3 großen Schritten hatte der Werwolf die Distanz zu seinem Gegenüber überbrückt und sich vor ihm aufgebaut.

Ein leises Knurren verließ seine Kehle und etwas Rot floss in die ausdrucksstarken Augen.

"Ich habe dir eine Frage gestellt Stiles." setzte er erneut an und musterte den Jüngeren weiterhin abwartend.

"Kannst du dir vielleicht erstmal was anziehen? Dann können wir gerne über die nackten Tatsachen sprechen, Alter!" brachte der Mensch mit leicht heiserer Stimme hervor, versuchte nicht unter dem bohrenden Blick zusammen zu schrumpfen.

Dereks Kopf schoss ruckartig nach vorne und Stiles konnte gerade noch so einen Aufschrei unterdrücken. "Ich kann es an dir riechen Stiles." murmelte er leise, den Mund nur Zentimeter von Stiles Haut entfernt.

Ein abgehacktes Gurgeln verließ die Kehle des Menschen, ließ seinen Adamsapfel leicht hüpfen, als er geräuschvoll schluckte.

"Die frage ist nur ... ob du dafür bereit bist?" die Stimme des Alphas war zu einem heiseren Flüstern geworden, welches einen Schauer über Stiles Rücken jagte.

Zwei große Hände legten sich auf seine Brust, stießen ihn mit Schwung von dem Alpha weg.

Mit rudernden Gliedmaßen und völlig verdreht landete der Jüngere auf der Couch. Eher er sich versah hatte Derek sich über ihn gebracht, die Hände rechts und links von seinem Kopf in das Polster vergraben.

Sein Gesicht schwebte direkt über seinem eigenen, doch immer noch war Stiles nicht der Lage zu reagieren.

"Genau das habe ich auch vermutet!" die Stimme des Werwolfes klang leicht höhnisch, ein zartes Grinsen zehrte an seinen Lippen.

Das Blut rauschte in Stiles Ohren und er kniff die Augen zusammen, dann hob er trotzig das Kinn und legte seine Lippen auf die des Älteren.





Ein lautes Knacken durchbrach die nächtliche Stille. Abrupt blieb Stiles stehen und verharrte in seiner Bewegung.

Er war tatsächlich so in seine Erinnerung vertieft gewesen, dass er seine Umgebung völlig außer Acht gelassen hatte.

Er ballte die Hände leicht zu Fäusten, schloss die rechte instinktiv fester um den Baseballschläger in seiner Rechten.

Für eine Sekunde erlaubte er sich, sich selbst dafür zu loben wenigstens daran gedacht zu haben seinen doch eher lächerlichen Versuch der Selbstverteidigung aus Holz mit aus dem Wagen genommen zu haben.

Hey, wer gaukelte sich denn nicht gerne etwas was vor?

Pft – also wirklich!

Die Illusion sich damit gegen einen Werwolf oder schlimmer, zu verteidigen war doch eigentlich ein netter Gedanke.

Wieder zwang er seine Sinne ins Hier- und Jetzt zurückzukehren. Was oder Wer auch immer dieses Geräusch verursachte hatte, hatte es darauf angelegt.

Mit bebenden Lippen hielt er den Atem an und lauschte in die Dunkelheit hinein. Die Stille um ihn herum lastete tonnenschwer auf seinem Gehör.

Alle Geräusche der Nacht waren verstummt.

Stiles schluckte geräuschvoll und wand sich nach allen Seiten um.

Hektisch ließ er seinen Atem entweichen und setzte sich wieder in Bewegung. Immer lauter hallten seine Schritte über den feuchten Seitenstreifen der dahinfließenden Straße wieder.

An einer besonders feuchten Stelle verlor Stiles den Halt und seine Sohlen glitten ungehindert über die nassen Blätter.

Mit rudernden Armen kam er zu Fall und rollte sich ab.

Baseballschläger entglitt seinen klammen Fingern und entfernte sich noch weiter von ihm.

Mir einem leisen Keuchen rappelte sich auf die Knie und hob den Kopf.

Rote Augen leuchteten in der Dunkelheit vor ihm auf.


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So das war Kapitel 1 - seid doch so lieb und lasst mir eure Meinung da :-)
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