Geständnisse an einen blonden Engel

KurzgeschichteRomanze / P16
29.12.2018
29.12.2018
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Mein süßer Tristan,

mit raschen Schritten neigt sich das Jahr dem Ende zu – und noch immer lassen die Gedanken an Dich mich nicht los. Seit Februar kennen wir uns jetzt, sehen uns mehr oder weniger sporadisch beim Stammtisch – und noch immer bin ich restlos und über alle Maßen verzaubert von Dir, genau wie bei unserer ersten Begegnung.
Und erneut veranlassen meine Gedanken mich dazu, Dir einen Brief zu schreiben und damit auszudrücken, was sich kaum in Worte fassen lässt, nachdem ich dies bereits eine gefühlte Million Mal zuvor getan habe.
Dieses Mal jedoch möchte ich Dir nicht schreiben, was Du ohnehin längst weißt und meine Gefühle für Dich breittreten, sowie irgendwelche seltsam anmutenden Vergleiche ziehen, sondern stattdessen Dir gegenüber alle Karten offen auf den Tisch legen und ein paar Bekenntnisse machen, mit denen Du sicherlich nicht gerechnet hättest.
Ich möchte Dir sagen, was nur wenige wissen, Dir Geheimnisse aus meinen unergründlichen Gedanken offenlegen und alles, was mir im Bezug auf unsere (nicht existente) Beziehung zueinander durch den Sinn geht, erläutern.
Ich möchte ehrlich sein, Dir ungeschminkt alles erzählen, worüber ich nachdenke, was ich mir vorstelle und welche Dinge sich in meiner Fantasie so abspielen. Dir erzählen, welche Sehnsüchte ich habe, welche Wünsche und Träume mich (fast) jeden Tag begleiten und still darauf hoffen, erfüllt zu werden.
Es soll eine Offenbarung sein, ein klarer, tiefer Einblick in meine Gefühlswelt, den ich Dir hiermit gewähren möchte, um Dir deutlich zu machen, was für ein besonderer Mensch du für mich bist. Der einzigartigste, den ich jemals getroffen habe.

Bevor ich nun beginne und alles offenlege, was ich offenlegen will, möchte ich vorab noch eine Sache loswerden: An meinen Gefühlen für Dich hat sich nichts verändert. Sie sind über all die Zeit hinweg stets die gleichen geblieben. Ich habe Dich immer noch gern, Tristan. Offen gesagt sogar noch mehr als je zuvor.
Deshalb bitte ich Dich aufrichtig, es mir nachzusehen, falls ich in den nachfolgenden Zeilen zu ausführlich werde, unter die Gürtellinie gehe oder Dinge schreibe, die Dich erschrecken. Das liegt keineswegs in meiner Absicht.
Ich versuche nur, einen allumfassenden Eindruck dessen wiederzugeben, was Du mir bedeutest und für mich bist. Deshalb führe ich nun nacheinander alle Dinge auf, die ich bisher verschwiegen habe, die sonst niemand weiß und die ich im Vertrauen mit Dir teilen möchte.
Der Grund, warum ich das tue, dürfte auf der Hand liegen. Aber ich möchte es trotzdem gern noch einmal betonen: Weil ich Dich liebe, schöner Tristan. Und weil Du mein Herz berührt hast. So tief wie niemals irgendjemand zuvor.

Nummer 1: Als ich erfuhr, dass Du (wieder) Single bist, bin ich ausgeflippt
Inzwischen ist es schon über einen Monat her, dass diese Neuigkeit Einzug in mein Leben gehalten hat. Am 11. November war es, als ich mich aus einer spontanen Laune heraus dazu entschied, meine beste Freundin anzurufen und mal nachzuhören, wie es ihr so geht.
Zwar hatte sie im Augenblick meines Anrufs gerade zu tun, rief mich aber nur wenige Minuten später zurück – und wir begannen wie üblich ein Gespräch über Gott und die Welt. Doch plötzlich änderte sich ihr Tonfall und sie schien fast amüsiert, woraufhin ich natürlich nachfragte, was denn los sei.
„Rate doch mal...“, antwortete sie heiter und hielt ein Lachen zurück. „...wer seit kurzem wieder Single ist“. Angestrengt dachte ich nach und überlegte hin und her, doch ich hatte keine Idee, worauf sie hinauswollte.
Dass DU damit gemeint bist, das hielt ich für völlig ausgeschlossen und gänzlich unmöglich. Das war einfach viel zu absurd. Und irgendwie auch zu naheliegend.
„Keine Ahnung“, gab ich ihr schließlich zur Antwort. „Sag's mir“. Sie steigerte die Spannung noch zusätzlich, indem sie ein paar Momente zögerte, ehe sie die Bombe schließlich platzen ließ. „Tristan“, verkündete sie – und im gleichen Augenblick spürte ich, dass mein Herz einen Schlag lang aussetzte.
„Was...?“, stotterte ich völlig perplex und hätte um ein Haar den Telefonhörer fallen lassen. „Halt, warte. Sag das noch einmal. Ganz langsam“. „Tristan ist Single“, wiederholte sie heiter die Neuigkeit. „Er hat sich von seiner Freundin getrennt“.
Zack. Genau das war der Moment, indem mir irgendwie die Pferde durchgegangen sind und ich keinen einzigen, vernünftigen Ton mehr herausgebracht habe. Ich war viel zu sehr damit beschäftigt, wie eine Verrückte zu kreischen.
Das war immer meine heimliche Hoffnung gewesen. Darauf hatte ich seit unserer ersten Begegnung Tag für Tag hingefiebert. Dass du eines Tages frei sein würdest, dass es eine tatsächliche, reelle Chance für uns beide geben würde. Und nun war dieser Moment gekommen. Er war echt. Absolut echt. YAY!
Noch während ich telefonierte und meine Freundin vergeblich versuchte, mich wieder zu beruhigen, fing ich damit an, wie ein aufgedrehtes Kind im Zimmer herumzutanzen und machte innerlich tausend Luftsprünge.
Single, dachte ich immer wieder und strahlte wie ein Honigkuchenpferd. Mein blonder Märchenprinz ist tatsächlich wieder Single. Ich könnte tatsächlich eine Chance bei ihm haben. Es könnte tatsächlich passieren, dass wir uns irgendwann ein bisschen näherkommen. Und vielleicht sogar zusammenfinden. Meine leise, heimliche Hoffnung ist gerade Realität geworden. HALLELUJA!
Ich glaube, in diesem Moment habe ich mich so gut gefühlt wie schon lange nicht mehr. Freilich wusste und weiß ich, dass allein der Umstand, dass Du jetzt frei bist, nicht automatisch bedeuten muss, dass sich zwischen uns beiden etwas ergibt. Aber immerhin, so überlegte ich in meiner Verliebtheit, besteht jetzt eine echte Möglichkeit dazu. Und zwar eine, die vorher eben nicht bestand.
Meine beste Freundin und ich unterhielten uns noch eine Weile und sie gab mir die Empfehlung, Dich beim nächsten Treffen ein bisschen anzuflirten und mal zu schauen, wie die Dinge stehen.
Danach legte sie schließlich auf und überließ mich meinen abenteuerlichen Fantasien, sowie der gedanklichen Party, die ich die ganze Zeit schon feierte. Und ich setzte sie auch tatsächlich um, denn um diese unglaubliche Neuigkeit gebührend zu feiern, lud ich zwei Bekannte ins Café ein und stieß mit ihnen auf diese atemberaubende Veränderung an.
Und genau das ist es, Tristan, was ich Dir eigentlich gestehen möchte: Ich habe mich über deine Trennung mehr als gefreut und sie nicht einen einzigen Augenblick lang bedauert. Vielmehr war ich erleichtert und glücklich darüber, dass meine lang gehegte Hoffnung sich endlich erfüllt hatte. Und offen gestanden war ich auch leicht schadenfroh und hatte (mal wieder) den Gedanken, dass Deine – jetzt – Ex-Freundin Dich ohnehin nicht verdient hat. Bitte entschuldige, Tristan. Ich weiß, dass das missgünstig ist und ich mich nicht daran freuen sollte, dass Du Dich getrennt hast und die Gefühle zu Deiner Ex-Freundin erkaltet sind.
Und noch weniger sollte ich bei dem Gedanken, dass Du deshalb möglicherweise Liebeskummer hattest oder hast, still in mich reingegrinst haben. Schließlich weiß ich aus eigener Erfahrung, dass das alles andere als ein Zuckerschlecken ist und Herzschmerz mitunter zu den grausigsten Qualen zählt, die man gefühlsmäßig durchmachen kann.
Und trotzdem habe ich es mir kurz gewünscht und mir vorgestellt, dass Du aus Liebeskummer aufgelöst und gefrustet bist und Dich alles um Dich herum einfach nur noch nervt. Und natürlich ging dabei auch wieder meine Fantasie mit mir durch, denn ich malte mir aus, dass ich in dieser Situation die Schulter bin, an der Du Dich einfach anlehnen kannst.
Auch wenn das nun sicher merkwürdig erscheint und ich noch nicht einmal weiß, wie Du es empfunden hast, beziehungsweise empfindest, ob Du überhaupt Liebeskummer hattest oder nicht – ich hätte Dich in dieser Situation wirklich unfassbar gerne getröstet. Um ehrlich zu sein, auch noch viel mehr als das.
Es tut mir ehrlich Leid, Tristan. Ich wünsche Dir wirklich nichts schlechtes. Niemals möchte ich, dass Du leidest oder unglücklich bist. Das musst Du mir glauben.
Aber als ich hörte, dass Du getrennt bist, konnte ich darüber nicht bestürzt sein. Ich konnte nicht heucheln und so tun, als fände ich das schade, weil ich innerlich vor Freude fast zerplatzt bin. Und ich gebe es auch offen zu: Ich freue mich, dass Du wieder Single bist. Und ich hoffe immer noch, dass Du mich eines Tages siehst. Mit den gleichen Augen wie ich Dich sehe. Und diese Hoffnung werde ich erst dann aufgeben, wenn der letzte Stern vom Himmel fällt.

Nummer 2: Der Gedanke an unsere Umarmung lässt mich nicht los
Kannst Du Dich erinnern, Tristan, als ich Dir meine Gefühle gestanden habe? Denkst Du auch noch so oft an diesen Abend wie ich und lässt ihn gedanklich Revue passieren? Weißt Du noch, wie Du mich fast schüchtern gefragt hast, ob Du mich in den Arm nehmen darfst?
Vermutlich nicht. Vermutlich beschäftigt Dich diese Sache nicht so sehr wie mich – oder Du hast die ganze Angelegenheit womöglich schon längst vergessen. Und ich bin mir auch relativ sicher, dass es lediglich reine Höflichkeit war, die Dich zu dieser Geste veranlasst hat – und dass der tiefere Sinn, den ich darin zu erkennen glaube, überhaupt nicht existiert.
Du warst nett zu mir, hattest vielleicht ein wenig Mitleid – das war's dann aber auch. Jedenfalls gehe ich davon jetzt mal aus. Ich glaube nicht, dass Du heute, über ein halbes Jahr später, immer noch an diesen Abend denkst und ihn in Deiner Fantasie immer wieder von Neuem ablaufen lässt. Wahrscheinlich hast Du die ganze Sache längst vergessen.
Aber ich nicht. Ich sehe diesen Moment noch immer so klar und deutlich vor mir, als würde er erst heute passieren, als wäre es nicht schon über ein halbes Jahr her, dass ich Dir für ein paar wenige Sekunden ganz nah sein durfte.
Ich spüre immer noch Deine Nähe, habe noch immer Deinen Duft in der Nase und fühle Dich ganz eng an mir. Alles, was ich tun muss, ist meine Augen zu schließen – und schon ist dieser Augenblick wieder da und das Gefühl, Dir ganz nah zu sein, kehrt unweigerlich zurück.
Genauso flüchtig es gewesen sein mag, genauso intensiv habe ich es auch wahrgenommen und mir nichts sehnlicher gewünscht als die Zeit anzuhalten und Dich noch länger so eng an mir zu spüren.
Und mit Sicherheit denkst Du jetzt so etwas wie „War doch nur ne Umarmung“. Aber genau das war es eben nicht. Zumindest nicht für mich. Es war mehr. Viel mehr als Du Dir vielleicht vorstellen magst.
Denn ich muss Dir gestehen, dass ich noch nie jemandem so nah war wie Dir in diesem Augenblick. Zumindest niemandem, für den ich mehr empfand als bloße Sympathie oder Freundschaft.
Du warst, bist und bleibst der allererste Mensch, bei dem das anders war. Der erste Mann, der mich jemals in die Arme genommen hat.
Klingt kitschig, meinst Du? Ist es vermutlich auch. Aber das ist mir gleich. Ich stehe dazu. Du bist der erste Mann, der mich so berührt hat. Und der erste, für den ich diese tiefen, starken Gefühle habe.
Du bist einmalig. Und egal, was passiert – das wirst Du auch immer sein.

Nummer 3: Du hängst an meiner Wand
Das klingt zunächst einmal ziemlich seltsam, stimmt's? Nun, das ist es vermutlich auch. Aber im Grunde genommen wirst Du Dir vielleicht schon denken können, was dahintersteckt, oder? Wenn nicht, gebe ich Dir einen Tipp: Profilbild. Na – erraten?
Genau. Dieses Foto von Dir ist es, welches seit inzwischen über einem halben Jahr die Wand direkt neben meinem Bett ziert.
Als ich es gefunden habe, konnte ich einfach nicht anders als es rahmen zu lassen und aufzuhängen. Denn auch wenn es schon eine ältere Aufnahme ist, bist Du trotzdem wunderschön darauf und ich kann Stunden damit verbringen, das Bild einfach nur zu betrachten.
Bitte verzeih mir, Tristan, dass ich es kopiert habe. Ich habe keinerlei böse Absichten. Ich möchte Dich nur bewundern können – wenn schon nicht aus der Nähe, dann wenigstens aus der Ferne.
Und ich verspreche Dir auch, dass niemand etwas davon erfahren wird. Dass Du an meiner Wand hängst, bleibt einfach unser kleines Geheimnis.
Übrigens: In meinem Kalender schmückst Du sogar einen ganzen Monat mit Deinem strahlenden Lächeln. Aber auch das verrate ich keinem.
Ehrenwort.

Nummer 4: Du hängst mir auch am Hals
Dass es auch ein Medaillon von Dir gibt, mit genau demselben Bild, hatte ich Dir glaube ich schon einmal in einem Brief erzählt. Es hat einen Ehrenplatz in meiner Schmuckschatulle und ist immer griffbereit, sodass ich es zu jeder Gelegenheit finde und nicht lange danach kramen muss.
Wann und zu welchen Gelegenheiten ich es trage? Eigentlich zu fast jeder. Egal, ob ich schnell zum Bäcker gehe oder eine Freundin im Nachbarort besuche. Dein Medaillon ist immer dabei. Es bringt mir Glück.
Nun ja, jedenfalls bilde ich mir das felsenfest ein. Aber seien wir mal ehrlich: Wie soll man da noch Pech haben können, wenn man den atemberaubendsten, außergewöhnlichsten, hübschesten und empathischsten Mann der Welt am Hals hat – und das im wahrsten Sinne des Wortes?
Verzeih mir bitte, Tristan. Aber ich brauche einfach Deine Nähe. Wenn sie auch nur auf mentaler Ebene vorhanden ist.

Nummer 5: Es gibt noch einen Anderen
So unglaublich das jetzt auch scheinen mag, ganz besonders, nachdem ich nun schon so lange auf Dich warte, aber Du, Tristan, bist nicht der einzige Mann, an den ich regelmäßig denke. Da ist auch noch ein anderer, an den ich schon so einige Gedanken und Tagträume verloren und mir ein paar reizvolle Dinge ausgemalt habe.
Ich denke, Du kennst ihn, hast Dich sogar schon mit ihm unterhalten und ausgetauscht. Beim letzten Treffen, als Du nicht da warst, hat er sogar nach Dir gefragt und wohl gehofft, dass Du noch kommst – er war also witzigerweise in derselben Situation wie ich.
Falls Du jetzt noch immer nicht weißt, um wen es geht, gebe ich Dir noch einen letzten Hinweis: Sein Name beginnt mit einem A. Jetzt erraten?
Natürlich bin ich mir vollstens darüber bewusst, dass ich Dir keine Rechenschaft ablegen müsste – immerhin sind wir ja (noch) nicht zusammen. Daher wäre es eigentlich meine Sache, wer mir gefällt und wer nicht und ginge nur mich etwas an.
Aber trotzdem möchte ich offen zu Dir sein, Tristan. Zum einen, weil ich einfach ein aufrichtiger Mensch bin – zum anderen aber auch, um die Dinge klarzustellen und keinen falschen Eindruck bei Dir zu hinterlassen.
Genau deshalb gleich vorneweg: Meine Nummer eins bist immer noch Du. Und nur für Dich allein habe ich tiefe, aufrichtige Gefühle.
Der Andere gefällt mir, das gebe ich ehrlich zu. Und er reizt mich auch, sowohl mit seiner Art und seinem Auftreten, also auch durch den Umstand, dass er alles andere als unattraktiv ist. Und ich gebe ganz offen zu, dass er hin und wieder meine Fantasie anregt, in der dann Dinge passieren, die bisher eigentlich nur mit Dir passiert sind.
Und ich glaube, wenn ich die Gelegenheit hätte, mit ihm zu schlafen und zu diesem Zeitpunkt noch ungebunden wäre, dann würde ich es ohne großes Wenn und Aber tun. Das wär's dann jedoch auch.
Eine Beziehung würde ich mit ihm nicht beginnen oder beginnen können, denn auch wenn ich ihn sehr anziehend finde – tiefe Gefühle, so wie ich sie für Dich habe, sind dabei in keiner Form im Spiel. Er reizt mich, ja. Aber nicht so wie Du das tust. Das könnte er gar nicht, denn er ist in keiner Weise wie Du. Wenn überhaupt, würde ich mir von ihm etwas Kurzes, Belangloses und Distanziertes erwarten. Rein körperlich und ohne Verpflichtungen.
Aber von Dir, Tristan – von Dir wünsche ich mir viel, viel mehr. Dich möchte ich nicht nur eine Nacht, sondern mein ganzes Leben lang um mich haben. Jeden Tag, jede Stunde und jeden Augenblick.
Das bedeutet natürlich nicht, dass Du keine (sexuellen) Reize auf mich hast – ganz im Gegenteil. Du bist unsagbar attraktiv und sexy. Und ihr habt alle beide die Fähigkeit dazu, meine Fantasie auf intensive Weise zu beflügeln.
Der Unterschied ist jedoch: Während mein Feuer bei dem Anderen maximal für ein paar belanglose Male reichen würde, ehe es erlischt, würde es bei Dir stetig stärker und heißer werden, aber niemals ausgehen. Da bin ich mir ganz sicher.
Auch wenn ich den anderen Jungen nicht unattraktiv finde – einen Platz in meinem Herzen hast nur Du, Tristan. Nur Du hast die Fähigkeit, mich mit deinem Lächeln zu berühren und jedes einzelne Wort, das Du sprichst, wie eine Melodie klingen zu lassen. Nur Du allein machst mich mit jeder neuen Begegnung völlig wehr- und willenlos.
Deshalb mach Dir keine Sorgen, dass der Andere Dich vom Thron stoßen könnte. Das wird nie passieren. Du warst, bist und bleibst der unerreichte, außergewöhnliche König meiner Welt. Der allerhellste Stern an meinem trüben Himmel. Und der schönste noch dazu.

Nummer 6: Du bist der einzige Mann, den ich küssen würde
Ja, Tristan, das meine ich tatsächlich so wie es hier steht. Du warst und bist der einzige Mann, mit dem ich mir einen Kuss vorstellen könnte und den ich auch küssen würde. Ob es sich in der Realität so anfühlen würde wie in meiner Fantasie, vermag ich nicht zu beurteilen – doch ich bin mir relativ sicher, dass es in jedem Fall besonders sein würde. Bei einem Jungen wie Dir geht das einfach gar nicht anders.
Übrigens: Du ahnst es bestimmt, aber in meinen Gedanken haben wir diesen Schritt schon gewagt. Ob wir uns in echt auch einmal so nahe kommen werden, das weiß ich nicht. Die Hoffnung danach habe ich aber noch immer nicht aufgegeben.
Ich glaube immer noch, dass irgendwann unsere Zeit kommt. Dass Du mich irgendwann siehst. Dass Du auf mich zukommst. Und dann auch noch viel, viel mehr.
Hope dies last – das gilt auch in diesem Fall.

Nummer 7: Das größte Geschenk für mich ist ein Lächeln von Dir
Mag sich komisch anhören, doch ich meine es ganz im Ernst: Dein Lächeln gehört zu den schönsten Dingen, die es für mich auf dieser Welt gibt. Und die Vorstellung, es wäre einmal nur für mich bestimmt, Du würdest ein einziges Mal nur für mich alleine lächeln – das wäre eines der schönsten Geschenke, die Du mir machen kannst.
Mich dadurch wissen zu lassen, dass Du mich meinst – sonst niemanden – und dieses Lächeln ausschließlich mir gilt. Damit, Tristan, würdest Du mich unfassbar glücklich machen. Ganz getreu dem Zitat von Helene Fischer: Wenn Du lachst, machst Du mein Leben heller...

Nummer 8: Der Gedanke, Deine Hand zu halten, hat etwas Beflügelndes
Mag sein, dass Du der Ansicht bist, wir wären beide aus dem Alter raus, in dem man seine Zuneigung durch Händchen halten symbolisiert. Und mag sein, dass Du das für kindisch hältst. Damit hast Du im Grunde genommen ja auch Recht.
Trotzdem ist das für mich nach wie vor eine klare, zärtliche Geste geblieben, die ganz ohne jedes Wort vermittelt, was man ausdrücken möchte und dass der Mensch, dessen Hand man hält, einem alles bedeutet.
Um ganz ehrlich zu sein, habe ich selbst diese Geste bis heute noch nicht erlebt – zumindest nicht mit einem Menschen, zu dem ich ein romantisches Verhältnis habe. Daher fehlt mir auch ein wenig die Erfahrung, um beurteilen zu können, wie sich das anfühlt und ob es im Endeffekt nicht doch nur eine kindische Spielerei ist, die keine wirklich tiefgründige Bedeutung hat.
Für mich hatte es das jedenfalls immer. Mag sein, dass ich naiv und kitschig bin, aber meine Zuneigung auf diese Weise zum Ausdruck zu bringen, hat für mich etwas Besonderes – und der Gedanke daran, es mit Dir zu tun, beflügelt mich noch mehr.
Dabei bin ich längst kein verliebtes Schulmädchen mehr – doch immer, wenn ich daran denke, dann fühle ich mich wieder so. Und Du kannst mir glauben: Wenn Du mir Deine Hand einmal reichen würdest, würde ich sie so schnell garantiert nicht mehr loslassen.
Aber das hast Du Dir vermutlich schon gedacht, stimmt's?

Nummer 9: Was mit den Händen geht, geht auch mit den Füßen
Du und ich beim Gruppentreffen – jeder von uns den anderen anlächelnd und unter dem Tisch intensiv damit zugange, verspielten Körperkontakt herzustellen. Das ist so eine weitere Fantasie von mir, die ich nur allzu gerne einmal in die Tat umsetzen würde.
Einmal richtig ungeniert sein und verspielt mit Dir füßeln – ja, das wär's. Das wäre mitunter der schönste Flirt, den ich mir überhaupt vorstellen könnte.
Warum ausgerechnet auf diese Art? Das verrate ich Dir noch. Aber vielleicht kannst Du es Dir auch so schon denken. Spätestens dann, wenn Du erfährst, welchen heimlichen Wunsch, beziehungsweise, welche leise Hoffnung ich sonst noch mit mir herumtrage. Das wird zwar dann überaus intim und wir kommen langsam – wie oben angekündigt – zu den Dingen, die kaum wer von mir weiß. Aber ich sagte ja auch, dass ich ungeschminkt und ehrlich sein möchte.
Genau deshalb werde ich Dir auch verraten, warum diese Form des Flirts mit Dir mir am besten zusagen würde und am schönsten für mich wäre. Ich habe ganz einfach eine kleine Schwäche dafür.
Für's Füßeln, denkst Du? Ja, auch. Aber noch deutlicher für das damit verbundene Körperteil.

Nummer 10: Am attraktivsten fände ich Dich barfuß
Na, Tristan, hat's schon geklickt? Hast Du schon begriffen, was ich mit der Andeutung sagen will? Ich denke doch, oder?
Wenn nicht, findest Du hier die – vermutlich wenig überraschende – Auflösung. Ich habe eine kleine Schwäche für süße Füße. Und das ehrlich gesagt schon ziemlich lang. Als direkten „Fetisch“ im engeren Sinne würde ich das allerdings nicht bezeichnen. Viel eher so als kleine Schwäche oder einen Tick, den ich nun einmal habe und der mich – verständlicherweise – ein wenig (neu)gierig macht.
Worauf, das kannst Du bestimmt schon erahnen, oder? Ganz genau: Auf Deine Füßchen natürlich. Bislang hast Du sie ja stetig vor mir versteckt, selbst in den Sommermonaten, als ich gehofft hatte, wenigstens einen kleinen, verstohlenen Blick erhaschen zu können.
Daher sollte es Dich nicht verwundern, dass dieser Wunsch weit oben auf meiner Liste rangiert und ich die Hoffnung, dass er mir irgendwann erfüllt wird, noch immer nicht aufgegeben habe.
Seltsam, denkst Du? Und ein wenig lächerlich? Ja, das mag sein. Aber Vorlieben sucht man sich nun einmal nicht aus. Darüber hinaus, denke ich, dass es wesentlich ausgefallenere und ungewöhnlichere gibt als diese hier. Und ich glaube auch, dass es ist wie mit allen Dingen: Man kann nicht erklären, warum. Man steht halt drauf.
Findest Du witzig? Darfst Du auch. Aber ich vermute mal, Du hast auch irgendeine Vorliebe oder etwas, das Du in dem Zusammenhang gerne magst oder tust, nicht? Und mach mir jetzt nicht weis, Du hättest überhaupt keine Präferenzen für gar nichts. Das nehme ich Dir nicht ab. Auch nicht bei aller Liebe.
Und was meinen heimlichen Wunsch angeht: Zu dem stehe ich. Deine Füße zu sehen – Deine nackten Füße wohlgemerkt – empfände ich als ziemlich anregend und attraktiv. Besonders deshalb, weil sie, genau wie Du, einzigartig sind.
Quatsch, denkst Du jetzt sicher. Füße sind Füße. Das macht keinen Unterschied. Meine sind auch nicht anders als die von jemand anderem.
Nun, eben doch, Tristan. Denn Füße sind nicht gleich Füße. Weil es erstens schon einmal einen riesengroßen Unterschied macht, zu wem sie gehören. Und je nachdem ist auch die Wahrnehmung eine völlig andere.
Ich glaube, am ehesten verstehen kann man das, wenn man selbst eine solche Schwäche hat – wofür auch immer. Und es spielt eben sehr wohl eine Rolle, ob es jetzt der unbekannte Zeitungsjunge ist – oder Du. Die Situation wäre zwar in beiden Fällen dieselbe, das stimmt. Aber in meiner Wahrnehmung wäre das ein Unterschied wie Tag und Nacht.
Nein, Tristan, das musst Du jetzt nicht verstehen. Und Du kannst auch gerne darüber schmunzeln. Zu meinem Wunsch stehe ich trotzdem. Denn ich bin mir ganz sicher, dass Du attraktiv bist – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes bis zum kleinen Zeh.
Übrigens, nur um es am Rande zu erwähnen: Davon geträumt habe ich schon einmal. Wir unternahmen zusammen einen Museumsbesuch – und Du hattest lediglich ein Paar Sandalen über Deine Füße gestreift. Wenig verwunderlich also, dass ich den Traum nicht vergessen kann. Ich habe gleich zwei gute Gründe dafür.
Seitdem beschäftigt mich natürlich die Frage: Sind Deine Füßchen in echt auch so niedlich? Das kannst nur Du mir beantworten. Oder ein glücklicher Zufall. Danach fragen werde ich Dich aber besser nicht. Ich glaube, das käme nicht so gut. Schon gar nicht jetzt mitten im Winter.
Daher lautet die Devise: Abwarten und geduldig sein. Vielleicht geht mein ausgefallener Wunsch ja in Erfüllung. Und selbst wenn nicht – wie sagt man so schön?
Die Gedanken sind frei...

Nummer 11: Dir näherzukommen ist mein Herzenswunsch
Auch wenn ich Dir bereits zweimal sehr nahe kommen durfte bei unseren Umarmungen, so regt sich in mir trotzdem immer wieder der Wunsch, es noch intensiver zu machen, noch mehr Nähe mit Dir auszutauschen, sowie auch ein paar kleine, deutliche Berührungen, die ganz ihre eigene Sprache sprechen und uns beiden gut gefallen.
Wobei ich ja streng genommen überhaupt nicht weiß, was Dir diesbezüglich gefällt, worauf Du stehst oder nicht und ob diese Form von Nähe überhaupt etwas für Dich ist. Ich vermute es jetzt mal, weil ich selbst so bin – aber das ist natürlich keine Garantie dafür, dass Du auch drauf stehst, wenn man Dich beispielsweise im Nacken krault. Oder hinter den Ohren. Oder am Hals.
Möglicherweise findest Du solche schmusigen Gesten gar nicht geil – und würdest meine Versuche diesbezüglich sofort zurückweisen oder abblocken. Vielleicht gefällt Dir ganz was anderes oder Du bist eher der distanzierte Typ, der mit solch romantischen Attitüden gar nicht klarkommt und zu viel Nähe lieber meidet.
Vorstellen kann ich mir das zwar nicht – immerhin hast Du mich in die Arme genommen – aber natürlich auch nicht ausschließen, dass Du eher ein Kopfmensch bist, der sich aus solch kitschbehaftetem Firlefanz nichts macht und es eher peinlich als romantisch findet, herumzuturteln.
Nichtsdestotrotz beflügelt mich die Vorstellung, Dir durch solch kleine Gesten, wie etwa ein Kraulen unter dem Kinn, ein Tätscheln an der Wange oder einen Stupser mit der Nasenspitze näherzukommen und mich mal so richtig schmalzig an Dir auszutoben.
In meiner Fantasie bist Du nämlich ein absolut verspielter Schmuser. Ob das nun in der Realität auch so ist, werde ich – im besten Fall – mit der Zeit herausfinden, falls wir tatsächlich mal zusammenkommen.
Sollte sich dann herausstellen, dass Du es nicht bist, wäre das schon ein bisschen schade. Aber es würde natürlich nichts an der Tatsache ändern, dass ich Dich will. Auch dann, wenn Du mit Zuneigung eher sparsam umgehst.
Solange ich das aber nicht objektiv beurteilen kann, bleibst Du auf jeden Fall das, was Du in meiner Fantasie schon immer warst: Ein Kuscheltiger. Und ein kleiner, frecher Schmuser.
Na, Tristan, was meinst Du? Hört sich doch gar nicht so schlecht an, oder? Mir jedenfalls gefällt's ganz gut. Dir auch?

Nummer 12: Du übst eine starke Anziehung auf mich aus
Zwar bin ich mir relativ sicher, dass sich das automatisch erschließen sollte, aber trotzdem möchte ich es noch einmal separat betonen: Du ziehst mich an, Tristan. Und zwar in jeglicher Hinsicht und auf allen Ebenen. Zwischenmenschlich, charakterlich – und natürlich auch sexuell. Diese (unbewusste) Anziehung, die von Dir ausgeht, lässt mich einfach nicht los und ist viel zu stark, als dass es mir gelingen würde, ihr zu entgehen.
Egal, wie oft ich mir auch vornehme, nicht mehr an Dich zu denken und mich nicht mehr von Deinen Reizen verführen zu lassen – irgendwann segelt der Vorsatz immer wieder aufs Neue über Bord.
Immer wenn ich denke, dass ich stark sein kann, dass es mir endlich gelungen ist, Dich zu überwinden, passiert irgendetwas, das mich erneut rückfällig werden lässt.
Meist gelingt es mir den ganzen Monat hindurch ganz gut, Dich auszublenden – und ich nehme mir fest vor, dass das auch so bleibt und ich mich nicht mehr von Dir verrückt machen lasse. Mit diesem Vorsatz gehe ich dann am Monatsende auch zum Stammtisch, fest entschlossen, es diesmal durchzuziehen und mir selbst zu beweisen, dass Du nicht der tollste Typ auf Erden bist.
Und jedes Mal hält der Vorsatz genau so lange an, bis wir uns sehen. Du kommst herein, gehst an mir vorüber und lächelst mir kurz zu – und schwupp – geht der ganze Spuk wieder von vorne los.
Ich kriege Herzflattern und werde nervös, versuche möglichst cool zu tun – und hoffe, dass Du meine Aufregung nicht bemerkst. Ohne ein Wort über meine Lippen zu bringen sitze ich dann da und höre Dir zu, als wären all die anderen Leute um uns herum überhaupt nicht vorhanden.
Gelegentlich schaust Du in meine Richtung und lächelst kurz – und mir wird ein weiteres Mal klar, dass es nichts bringt, mir etwas vorzumachen.
Du bist doch der tollste Typ auf Erden. Und der schönste. Der attraktivste. Der empathischste. Und der süßeste.
Und wie immer hoffe ich dann darauf, dass Du mich siehst, mich ansprichst oder einen Schritt auf mich zugehst. Dabei mustere ich Dich sorgfältig und stelle jedes Mal wieder fest, was für schöne Augen Du hast. So tief. Klar. Und unschuldig. Die Augen eines Engels eben.
Ach Tristan, entschuldige bitte. Ich weiß, wie kitschig sich das alles anhört – aber anders kann ich es einfach nicht beschreiben. Jedes Mal, wenn ich Dich sehe, geht mir das Herz auf und meine ganze Welt dreht sich auf einmal schneller. Und es wird mir jedes Mal aufs Neue deutlich, dass ich gegen Deine starke Anziehung nicht einmal den Hauch einer Chance habe. Du weißt einfach, wie man jemandem den Kopf verdreht. Auch wenn Du es völlig unterbewusst machst.
Vom allerersten Moment an hast Du mich fasziniert. Und mit der Zeit ist daraus ebendiese Anziehung entstanden, gegen die ich mich nicht verteidigen kann. Also muss ich mich ihr ergeben.
Und ehrlich gesagt tue ich das immer wieder gern.

Nummer 13: Dein Körper zieht mich mindestens genauso an wie Du
Aus dem oben genannten Kontext sollte es sich eigentlich von selbst verstehen, dass Du mich nicht nur in zwischenmenschlicher, sondern auch sexueller Hinsicht sehr stark anziehst – und dass ich meinen Gedanken und Fantasien so manches Mal einfach freien Lauf lasse und mir Dinge ausmale, die in jeglicher Hinsicht einzigartig sind und sich mit Sicherheit berauschend anfühlen würden.
Du bist attraktiv, Tristan. Und ich denke, das weißt Du auch ganz genau. Solche Männer wie Dich findet man nur sehr selten, weshalb Dich all Deine Eigenschaften nur umso besonderer und außergewöhnlicher für mich machen.
Du bist sexy. Und genau das strahlst Du auch aus. Ist es da wirklich so verwunderlich, dass ab und zu meine Fantasie mit mir durchgeht und in ein paar sündhaft-schöne Gedanken abrutscht? Wundert es Dich, dass Du auch einen sehr starken, sexuellen Reiz auf mich hast? Vermutlich nicht. Vermutlich hast Du Dir das schon gedacht, oder?
Ich stehe auch offen dazu. Du gefällst mir in jeglicher Hinsicht – auch in erotischer – und ich würde lügen, wenn ich nicht zugäbe, dass ich schon des öfteren mit dem Gedanken gespielt habe, Dich zu entdecken.
Deinen Körper zu entdecken, welcher Dich ebenso außergewöhnlich macht und Reize ausstrahlt, die man sonst nur selten findet. Selbstverständlich ist das nur meine Wahrnehmung – es kann auch sein, dass Du selbst Deinen Körper total ablehnst und Dich viele Dinge daran stören oder belasten.
Ich kann nur sagen, wie ich ihn – und damit auch Dich – wahrnehme und welche Ausstrahlung er auf mich hat. Und ich gebe offen zu, dass ich ihn gerne erkunden würde, ihn gern berühren und jede einzelne Facette davon entdecken möchte.
Denn für mich ist er schön, für mich bist Du schön – und ich würde alles bedenkenlos so annehmen wie es ist. Und auch gebe ich zu, dass gerade die Eigenschaften, die man eben nur bei besonderen Männern wie Dir vorfindet, mich auch besonders interessieren und reizen würden.
Aber natürlich würde ich niemals etwas tun, was für Dich unangenehm wäre. Schließlich habe ich keine Ahnung, wie Du selbst dazu stehst und ob Du die Dinge, die ich als besonders anziehend empfinde, nicht total ablehnst und sie so schnell wie möglich anpassen möchtest.
Und es steht natürlich vollkommen außer Frage, dass das allein Deine Entscheidung ist, bei der ich Dich in jedem Fall begleiten würde – welche Schritte Du auch immer gehen möchtest. Zwar gebe ich offen zu, dass ich einige Dinge sicherlich missen würde und es schade fände, wenn sie nicht mehr da sind – aber das ändert nichts daran, dass ich Dich als den Menschen liebe, der Du bist und Dich unterstützen würde – auch wenn sich für mich daraus ein minimaler Nachteil ergibt.
Dein Wohlbefinden ist mir wesentlich wichtiger als meine eigenen (sexuellen) Präferenzen – und deshalb würde es mir auch überhaupt nicht schwerfallen, Dich in Deinem Vorhaben zu unterstützen.
Schließlich wünsche ich mir, dass Du glücklich bist – und zufrieden mit Dir selbst. Wenn ich dafür auf ein paar (sexuelle) Erfahrungen und Spielmöglichkeiten verzichten muss, naja – dann ist das eben so. Oder wenn ich warten muss, bis Du Deine Angleichungen abgeschlossen hast. Ist auch überhaupt kein Problem. Hauptsache, Dir geht es gut und Du bist mit Dir und Deinem Körper zufrieden. An meiner Wahrnehmung verändert das gar nichts. Du bist und bleibst attraktiv, Tristan. Und genau so werde ich Dich auch immer sehen.
Wie es auf rein körperlicher Ebene zwischen uns funktionieren würde, das weiß ich nicht. Aber offen gestanden mache ich mir da auch keine großen Gedanken drüber. Ich bin sicher: Wenn wir beide es wollen würden und die Bereitschaft dazu hätten, gäbe es da immer einen Weg – egal, mit welchen Körperlichkeiten und auf welche Art.
Daher musst Du nicht fragen, ob ich mir das überhaupt vorstellen könnte oder ein Problem damit hätte, Dir körperlich näherzukommen. Denn das hätte ich ganz und gar nicht. Wenn Du bereit dazu wärst – ich wäre es jederzeit. Und glaub mir, ich würde immer mit Dir schlafen – egal wann, wie und wo.
Das Wichtigste dabei wäre doch, dass wir beide uns gut dabei fühlen und uns auch gegenseitig gut tun. Und ich würde Dich weder zu etwas drängen, noch zögern, sondern mich einfach ganz nach Dir richten.
Und ich bin davon überzeugt, dass wir zwei gut miteinander harmonieren würden – auch auf körperlicher Ebene.

Nummer 14: Noch nie war ich so verliebt wie in Dich
Auch wenn es schon den ein oder anderen Menschen in meinem Leben gab, der mir sympathisch war – und auch jemanden, für den ich Gefühle hatte – so stark wie bei Dir waren sie noch nie. So tief und klar habe ich noch nie zuvor für jemanden empfunden.
Noch nie hat mich einer so berührt und mein Herz erreicht wie Du. Noch nie war ich so aufgedreht, so euphorisch und mit Leidenschaft dabei wie bei Dir.
Nie vorher waren meine Emotionen so ergreifend, nie zuvor brannte mein Verlangen so heiß wie jetzt nach Dir. Nie vorher habe ich so stark einem Wiedersehen entgegengefiebert und vor lauter Aufregung fast kein Wort herausgebracht.
Nie zuvor tat mein Herz beim Abschied so weh wie jedes Mal, wenn wir auseinandergehen und ich wieder einen langen, quälenden Monat oder mehr warten muss, bis ich Dich wiedersehen kann.
So viel Liebe, so viel Zuneigung habe ich in dieser Intensität noch nie für einen Menschen empfunden. Du, Tristan, bist der Erste, bei dem das so ist, bei dem ich nicht mehr zwischen Verstand und Gefühl trennen kann. Der erste Mann in meinem Leben, der mich umgehauen hat – und zwar gnadenlos.
Du hast nicht gefragt, sondern warst an diesem einen Abend ganz plötzlich da – und seitdem gehst Du mir nicht mehr aus dem Kopf, geschweige denn, aus dem Herzen. Du hängst dort fest. Fast so, als hättest Du Dich mit Deinem unschuldigen und doch so sexy Lächeln für alle Zeit dort eingraviert.
Du bist so schön, Tristan. Und du verzauberst mich bei jedem einzelnen Wiedersehen vollends aufs Neue. Seit über einem halben Jahr bin ich jetzt in Dich verliebt – und seitdem hat sich an meinen Gefühlen für Dich nicht das Geringste verändert. Im Gegenteil: Sie sind mit der Zeit noch stärker geworden und meine Sehnsucht nach Dir noch größer.
Und inzwischen bin ich mir auch sicher, dass sich das nie mehr ändern wird. Ob es für uns beide nun eine Zukunft geben wird oder nicht – in dieser einen Sache bin ich mir sicher: Du warst, bist und bleibst die große Liebe meines Lebens.
Und auch wenn es vielleicht irgendwann einen Menschen nach Dir gibt, so wirst Du trotzdem immer mein unangefochtener Märchenprinz sein. Denn ich glaube kaum, dass mich noch einmal jemand so umhauen kann wie Du das getan hast.
Vielleicht, Tristan, gibt es für mich irgendwann eine neue Liebe und ein Leben nach Dir. Aber niemals – und da bin ich mir sicher – ein Leben ohne Dich.

Nummer 15: In manchen Situationen halten mich nur die Gedanken an Dich aufrecht
In meinem Leben habe ich schon einige verflixte Phasen durchgemacht, in denen ich mich selbst nicht leiden konnte, in denen ich unzufrieden oder unglücklich war. Doch besonders innerhalb dieses Jahres sind so einige Dinge und Veränderungen passiert, die Unsicherheit, Zweifel, Angst und noch andere Gefühle in mir wachgerufen haben und mich manchmal bisherige Selbstverständlichkeiten in Frage stellen ließen.
Man könnte es als eine Art „depressiv anmutende“ Episode beschreiben, aus der ich zwar im Endeffekt viel mitnehmen konnte, die mich jedoch ebenso viel Kraft und auch Zeit gekostet hat und während der ich immer versucht habe, meinen „Platz“ zu finden und mich mit mir selbst auseinanderzusetzen.
Es war eine Zeit, in der irgendwie der Sinn fehlte, der Antrieb und die Motivation – und in der mich kreisende Gedanken und Unsicherheiten, gerade aufgrund einiger privater Veränderungen, immerzu beschäftigt haben. Eine Zeit, in der ich mich gefragt habe, ob dieser Weg, den ich da gehe, auch wirklich mein Weg ist, ob ich mein Leben tatsächlich so lebe wie ich mir das wünsche.
Zwar liegt das nun schon länger zurück – doch die damit verbundenen Gedanken, Fragen und oft auch Zweifel sind in manchen Situationen immer noch da. Es gab und gibt Momente, in denen ich nicht mehr weiß, wie und was, in denen ich mich selbst nicht mehr kenne und aus den Augen verloren habe. Momente, in denen es mir einfach nicht gut geht und mich bestimmte Unsicherheits- und Angstgedanken wieder einholen. In denen ich auch nicht mehr glauben oder hoffen kann, sondern diese Zweifel und die Niedergeschlagenheit meinen ganzen Tag ausfüllen.
Und genau in diesen Augenblicken gibt es nur eine Sache, die mich trotz allem nicht den Mut und die Kraft verlieren lässt, auch wenn ich mal heftig angeschlagen bin: Nämlich der Gedanke an Dich. Der Gedanke an Dein schönes Lächeln, an Dein blondes, dichtes Haar – und an unsere Umarmungen, die mir niemals mehr irgendwer nehmen kann.
Wenn ich wirklich mal ganz unten bin – aus welchem Grund auch immer – dann muss ich mir nur diese Situation in Erinnerung rufen und mir Dich vorstellen. Mir vorstellen, wie Du lachst, wie Du sprichst, wie wir uns nahe sind.
Zwar verschwinden dadurch meine Sorgen auch nicht einfach, aber sie werden erträglicher. Und ich bekomme wieder neuen Mut und neue Stärke, die mich weitergehen und weiterkämpfen lässt.
Und das alles nur, weil es Dich gibt, weil ich Dich kennenlernen durfte und Du für mich der wunderbarste, einzigartigste Mensch bist, den es gibt.
Ohne diese Gedanken, ohne diesen kleinen Hoffnungsschimmer, dass uns zwei irgendwann ein Weg zusammenführt, wäre ich an manchen Dingen, die in diesem Jahr passiert sind, schon längst verzweifelt.
Nur Du, Tristan – nur die Gedanken an Dich haben mich nicht aufgeben lassen und mich immer aufrecht gehalten, egal mit welcher Wucht die Realität des Lebens auch auf mich eingescheppert ist.
Und auch wenn Du im Grunde nichts gemacht hast und einzig und allein meine Fantasie dafür verantwortlich ist, möchte ich Dir trotzdem danken. Einfach nur dafür, dass es Dich gibt und ich das unverschämte Glück haben durfte, Dich an jenem Abend kennenzulernen.
Seitdem ich Dich gesehen habe, ist meine ganze Welt heller geworden, mein Leben hat eine ganz neue Richtung bekommen und ich durfte erfahren, wie es ist, wenn man wirklich aus vollem Herzen und mit ganzer Kraft liebt.
Und ich gebe den Glauben daran nicht auf, dass der Traum, mit Dir zusammen glücklich zu sein, vielleicht doch eines Tages Wahrheit wird. Vielleicht, Tristan – vielleicht wirst Du mich irgendwann so sehen wie ich Dich sehe. Und vielleicht wirst Du mich dann auch lieben.
Die Hoffnung darauf lebt nach wie vor. Und ich glaube fest daran, dass sie wahr wird – irgendwo und irgendwann. Bis dahin warte ich einfach auf Dich. Egal, wie lange es dauert.
Denn Du bist es wert. Du bist mein Leben. Und das wirst du auch für alle Zeiten bleiben.
Darauf gebe ich Dir mein Wort, schöner Tristan. Mein absolutes Ehrenwort.

Nun, damit habe ich alle Beichten abgelegt. Jetzt kennst Du die Geheimnisse und Fantasien, die ich habe und in denen es nur um Dich geht.
Ich hoffe, ich trete Dir damit nicht zu nahe und Du nimmst es mir nicht übel. Aber ich wollte einfach ganz ungeschminkt ehrlich zu Dir sein und Dir alles anvertrauen.
Denn ich weiß, dass Du es wert bist. Das – und noch so viel mehr, mein strohblonder Herzensbrecher.

In tiefer Liebe,
Deine R.
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