Wings of Return

von Celia1695
GeschichteAbenteuer, Romanze / P18
Draco Malfoy Ginevra Molly "Ginny" Weasley Harry Potter Hermine Granger Lucius Malfoy
28.12.2018
03.11.2019
25
53209
21
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Vorwort:


Herzlich willkommen zu dieser kleinen Dramione-FF.
Ich beginne dieses Projekt ohne zu wissen, ob es gut wird oder wie es sich entwickeln wird. Zum jetzigen Zeitpunkt bin ich nicht mal sicher, ob das hier jemals einer lesen wird, aber da du das ja gerade tust, scheine ich mit dem Ergebnis wohl doch zufrieden zu sein.
Einzig und allein eine kleine, abstruse Situation, die hier vorkommen soll, habe ich im Kopf. Aber erst im späteren Verlauf.
Außerdem wird meine Geschichte in manchen Kapiteln Lyrics enthalten von verschiedenen Liedern. Welche das sind, steht immer am Anfang des betroffenen Kapitels und ich packe euch auch einen Link dazu. Ich würde euch empfehlen das Lied zu hören, da es zumeist die Atmosphäre des Kapitels unterstreichen soll.
Bevor es losgeht, natürlich noch der Disclaimer: Alle Personen, die hier vorkommen (außer ich markiere sie vorher als OC), gehören einzig und allein der wunderbaren J.K. Rolling und nur die Idee und die Handlung der Geschichte sind von mir.

Jetzt aber genug gelabert und los geht's. Ich wünsche euch ganz viel Spaß :*
LG Celia

PS: ->von meinem heutigen Ich: Ich dachte eigentlich, ich würde die Geschichte erst hochladen, wenn ich sie komplett fertig habe. Aus zwei Gründen habe ich mich doch entschieden, jetzt schon damit anzufangen. Erstens habe ich mittlerweile ein Grundgerüst der Handlung dieser Geschichte stehen (sonst hätte ich ja keine Kurzzusammenfassung schreiben können) und zweitens motiviert es mich mehr, an einer Geschichte weiterzuschreiben, wenn sie schon zum Teil online ist. Dann habe ich nämlich einen Anstoß weiterzuschreiben. So, jetzt geht es aber wirklich, wirklich los. Viel Spaß mit dem ersten Kapitel.

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Kapitel 1: "Ein neuer Partner"



"Ich kann's nicht glauben." Kopfschüttelnd sah Ginny Hermine an. Ihre Augen hatte sie ungläubig aufgerissen, als es ihr gerade klar geworden war. Hermines Mundwinkel zuckten.
"Ja, Ginny, nur noch drei Wochen", bestätigte sie ihr. Immer noch fassungslos riss Hermines beste Freundin ihre Arme in die Luft.
"Wo ist die Zeit nur hin?", fragte sie verzweifelt. Die kluge Gryffindor neben ihr musste lächeln. Sie konnte ja selbst kaum glauben, dass es nur noch drei Wochen bis zu den UTZ waren und somit auch nicht mehr lange bis zum Ende ihrer Zeit in Hogwarts. Was Hermine aber erst Recht nicht glauben konnte, war, dass sie die Prüfungen tatsächlich vergessen hatte. Zumindest, dass sie schon so bald sein würden. Bis es ihr aufgefallen war und sie es natürlich gleich überrascht auch Ginny mitteilen musste, die wohl ebenso wenig daran gedacht hatte wie sie. Wie hatte das nur geschehen können? In Gedanken hatte Hermine sich schon am Anfang des Schuljahres vorgenommen früh anzufangen für die UTZ zu lernen. Das konnte sie jetzt vergessen. Hermine seufzte. Wie hatte sie nur die wichtigsten Prüfungen ihrer schulischen Laufbahn vergessen können?!
Insgeheim wusste sie es natürlich. Es lag an allem, was sie zurzeit um die Ohren hatten, aber diesen Gedanken ließ Hermine nicht zu. Kein Liebeskummer der Welt war eine Entschuldigung dafür nicht zu lernen und die Bildung schleifen zu lassen!

Bei dem Gedanken an Ron seufzte sie erneut, was ihre beste Freundin neben ihr zum Anlass nahm, sie missbilligend anzublicken. "Hermine", sagte sie warnend, "nicht schon wieder! Wir haben darüber geredet. Du musst damit aufhören ständig wegen ihm Trübsal zu blasen."
Ja, sie hatten zu genüge darüber geredet, musste Hermine gestehen. Sie konnte gar nicht mehr zählen, wie oft sie das Thema Ron mit Ginny bereits durchgekaut hatte. Kein Wunder, dass ihre beste Freundin schon völlig genervt davon war.
"Ich weiß, tut mir leid", sagte Hermine ehrlich bedauernd.
Jetzt war es an Ginny zu seufzen. "Ich habe das zwar schon oft genug gesagt, aber du wirst Ron nicht ändern können. Niemand kann das. Nicht einmal du und ich weiß, dass du sonst fast alles kannst. Aber Ron zu verändern ist so, als würdest du versuchen..." Sie brach ab und legte überlegend ihre Stirn in Falten. Offenbar fiel ihr kein Vergleich ein. Bis ihr Blick auf eine hochgewachsene, blonde Gestalt am anderen Ende des Ganges traf. Ihr Gesicht hellte sich auf. "Es wäre so, als würdest du versuchen aus Draco Malfoy ein mitfühlendes, liebevolles und fürsorgliches Wesen zu machen!"
Sie kicherte kurz bei dem Gedanken und auch Hermines Mundwinkel zuckten bei dieser absurden Vorstellung. "Es ist einfach unmöglich!", beendete Ginny ihren kleinen Vortrag. Hermine wusste ja, dass sie recht hatte. Ron Weasley änderte sich für niemanden, das wusste sie. Aber trotzdem blieb da dieser winzig kleine Hoffnungsfunke, dass sie vielleicht doch die Eine sein würde, für die er sich ändern würde. Sie wusste, dass der Gedanke einfach nur naiv und abwegig war, aber sie konnte nichts dagegen tun.

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"Och komm schon, Hermine. Ist doch nichts dabei!" Empört war Hermine aufgesprungen. Ihre Haare waren verwuschelt und ihre Wangen errötet von der heftigen Knutscherei, die vor wenigen Sekunden geendet hatte, als Ron seine Hand völlig unverblümt zwischen ihre Beine gelegt hatte. Fassungslos blickte sie ihn an. Nichts dabei?!
"Das entscheide ja wohl immer noch ich, wann etwas dabei ist und wann nicht", rief sie aufgebracht. Langsam stand jetzt auch Ron auf. "Komm schon, Hermine. Wir sind doch keine Kinder mehr. Das ist doch ganz normal!" Er verstand es wirklich nicht. Oder er wollte es nicht verstehen. Er wollte nicht verstehen, warum sie es eben nicht konnte. Warum es für sie nicht normal war nach gerade mal einem Monat ernsthafter Beziehung mit ihm zu schlafen. Oder auch nur rumzumachen. Konnte ihm denn das Küssen nicht reichen? Es war doch schön und gut so wie es war.
"Nein, Ron." Wie üblich bei ihren Streitereien blieb Hermine ruhig. Es brachte nichts, wenn sie ihn anschrie. Das wusste sie aus Erfahrung.
"Für mich ist das nicht normal", versuchte sie ihm klarzumachen. "Ich will, dass es etwas Besonderes ist und ich will mich bereit dafür fühlen!"
"Ist es denn nicht besonders genug, es mit mir zu tun?!" Hatte er das gerade ernsthaft gefragt? War er wirklich so dreist?!
Es kostete sie alle Mühe ruhig zu bleiben, als sie zwischen zusammengebissenen Zähnen hervorzischte: "Nein, das reicht nicht! Es sollte ein besonderer Moment an einem besonderen Ort sein und nicht irgendein x-beliebiges Klassenzimmer mitten in Hogwarts."
"Also Lavender hatte keine Probleme damit, hier mit mir zu schlafen", platze Ron heraus. Hermine verlor die Beherrschung. Ihre Hand schnellte vor und traf Rons Wange mit voller Wucht. Perplex starrte der Rotschopf sie an und hielt sich die schmerzende, rote Stelle.
"Raus", zischte Hermine mühsam um Fassung ringend und Ron verstand, dass sein letzter Kommentar zu weit gegangen war. Er setzte zu einer Entschuldigung an, doch Hermine wollte nichts hören.
"Raus, habe ich gesagt!", knurrte sie erneut.
"Aber, Hermine...", begann er erneut, wurde jedoch unterbrochen.
"Verschwinde, Ronald Weasley!" Hermine schrie es mit aller Kraft heraus, sodass Ron erschrocken zusammenzuckte. Heiße Tränen stiegen in Hermines Augen und sie ärgerte sich, sie nicht hatte unterdrücken zu können. Ron hatte sie auch gesehen und er war von diesem Anblick mindestens so geschockt wie von dem lauten Schreien Hermines, das so überhaupt nicht zu ihr passte. Vielleicht waren es diese beiden Faktoren oder aber er tat zur Abwechslung tatsächlich mal das, was Hermine wollte. Jedenfalls stolperte er im nächsten Moment hastig aus dem Klassenzimmer und die Tür fiel hinter ihm ins Schloss.
Hermine war alleine. Alleine mit ihren Tränen. Alleine mit der Tatsache, dass Ronald Weasley ein taktloser und einfältiger Idiot war. Alleine mit der Wahrheit, die ihr in diesem Moment das erste Mal bitter klar wurde: Sie und Ron passten einfach nicht und es würde niemals mit ihnen funktionieren.


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"Das wichtigste, nachdem sie die Florfliegen hinzugegeben haben, ist ganz exakt 123 mal nach rechts und 58 mal nach links zu rühren", erläuterte Horace Slughorn, gerade als er in den Raum stürmte. Er wusste selbst nicht wie es hatte geschehen können. Er verspätete sich sonst nie! Und normalerweise verschlief er auch nicht. Aber dieses Jahr war nicht „normalerweise“.
"Ah, Mr. Malfoy. Wie schön, dass sie uns mit Ihrer Anwesenheit beehren", begrüßte der Professor ihn wenig freundlich, wie gewohnt. Horace Slughorn war nicht dafür bekannt ihn, Draco Malfoy, besonders zu mögen. Vielleicht hasste er ihn sogar aufgrund des vergangen Jahres. Er konnte es nicht mit Bestimmtheit sagen, doch zumindest hatte es nicht dabei geholfen die Meinung des Professors über ihn zu verbessern. Aber das war ihm egal. Wen kümmerte es schon, was ein schrulliger, alter Professor von ihm dachte.
"Verzeihen Sie, Sir", entschuldigte er sich trotzdem höflich. Niemand sollte ihm nachsagen können, er sei unhöflich und hätte keine Manieren.
"Nun gut", der Professor klang nachsichtig und Draco wollte gerade zu seinem Platz im hinteren Teil des Raumes gehen, wo er alleine an einem Zweierplatz saß und immer für sich gearbeitet hatte. Am Anfang des Schuljahres hatte sich keiner zu ihm gesetzt - er vermutete aus Angst - und das hatte sich auch nicht geändert. Wenn er das so dachte, hörte es sich an, als würde er sich selbst bemitleiden, doch das tat er nicht. Ein Malfoy bemitleidete sich nicht. Außerdem war es ihm sowieso lieber. Er hasste Gruppen- oder Partnerarbeiten und verließ sich am liebsten nur auf sich selbst.
Doch ihm wurde ein Strich durch seinen Plan gemacht, sich in seine Ecke zu verkrümeln, denn der Professor sprach ihn erneut an.
"Sie können sich zu Miss Granger setzen. Mr. Weasley hat den Kurs verlassen und dann haben Sie beide wenigstens wieder einen Partner." Und damit begrub er seine letzte Hoffnung, dass es vielleicht noch ein angenehmer Tag werden konnte.


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Unverhohlene Abscheu war auf Malfoys Gesicht geschrieben, als er geradewegs auf ihren Tisch zukam. Hermine war natürlich nicht minder wenig begeistert von seiner Gesellschaft und doch... wenn sie sich in diesem Moment entscheiden müsste zwischen der Kollaboration mit dem ehemaligen Todesser oder mit ihrem Exfreund Ronald Weasley wusste sie, wie ihre Wahl ausfallen würde. Nichts konnte schlimmer sein als jede Zaubertrankstunde neben Ron zu stehen und sogar mit ihm zusammenarbeiten zu müssen, während sie sich beide anstrengten so zu tun, als wäre niemals etwas zwischen ihnen gewesen. Nichts als Freundschaft. Und natürlich gelang es ihnen absolut nicht, sodass sie sich die meiste Zeit nur anschwiegen und den Blicken des anderen auswichen. Dagegen konnte die Gesellschaft von Draco Malfoy doch nur das reinste Vergnügen sein. Oder... vielleicht doch eher... erträglich.

Horace Slughorn beendete soeben seine Erklärungen über den äußerst kompliziert zu brauenden Trank, der heute dran kam.
"Und denken Sie daran: Der Trank darf nicht länger als 163 Sekunden ziehen bevor die nächste Zutat hinzukommt. Das könnte fatale Folgen haben", schärfte er den Schülern ein und Hermine nickte ernsthaft. Dieser Trank verlangte noch mehr Genauigkeit als es gewöhnliche Zaubertränke sowieso schon taten. Darüber hatte sie ausführlich in dem Buch "Zaubertränke für Fortgeschrittene" gelesen. Sie drehte sich gerade, ihr Schicksal annehmend, dass sie nun wohl oder übel zu einer Art Zusammenarbeit gezwungen worden waren, zu Malfoy um, als sie gerade noch wahrnahm, dass er die Augen verdrehte.
Sie kniff die ihren zusammen. "Gibt es ein Problem, Malfoy?", fragte sie spitz. Doch der Slytherin unterließ es darauf zu antworten und blickte stattdessen auf das aufgeschlagene Rezept vor ihm. Sie schwiegen. Hermine wollte gerade vorschlagen, dass sie die Florfliegen hacken würde, während er schonmal die Aalaugen zubereiten sollte, da begann Malfoy doch zu sprechen.
"Kein Wunder, dass du seine Lieblingsschülerin bist." Ein einfacher Satz, der seine abgrundtiefe Abneigung ihr gegenüber zum Ausdruck brachte. Okay, vielleicht nicht unbedingt der Inhalt, aber die Art wie er es sagte, tat es dafür umso mehr.
"Kein Wunder, dass du der Schüler bist, den er am wenigsten in dieser Klasse leiden kann", äffte sie seinen Wortlaut nach.
"Wenigstens werfe ich mich ihm nicht gerade zu an den Hals, nur, um gute Noten zu bekommen", lautete die spöttische Antwort. Sich ihm an den Hals werfen? Hermine runzelte verwirrt die Stirn.
"Jetzt guck doch nicht so, Granger. Es ist ja schon fast peinlich wie du zu so ziemlich allem, was er sagt, nur mit 'Ja und Amen' antworten kannst!" Malfoy grinste. Er grinste über sie. Lachte sie quasi aus. Hermine verzog den Mund.
"Ich weiß nicht, Malfoy, ob es dir aufgefallen ist. Aber Professor Slughorn ist ein sehr kluger Zauberer und du solltest vielleicht in Erwägung ziehen, dass ich ihm einfach nur zustimme", erklärte Hermine hochnäsig. Malfoy schnaubte, was Hermine zum Anlass nahm, fortzufahren.
"Aber ich erwarte nicht, dass ein einfacher Slytherin wie du dazu imstande ist Überlegungen zu verstehen, die zwei so intelligente Zauberer, wie Slughorn und ich, anstellen." Hermine wusste ganz genau, wie das klang. Und normalerweise war sie nie so hochnäsig und selbstverliebt. Doch einer Person wie Draco Malfoy durfte man nicht die geringste Angriffsfläche bieten und wie schaffte man das am besten, außer, indem man es so rüberkommen ließ, komplett von sich selbst überzeugt zu sein?
Und bevor Malfoy irgendetwas erwidern konnte, sagte Hermine: "So und jetzt entschuldige mich, ich hole mir ein paar Florfliegen und du könntest auch mal so langsam mit deinem Teil der Aufgabe anfangen. Ich denke, du weißt, wo du die Aalaugen findest, oder?" Und mit einem süffisanten Grinsen rauschte sie in Richtung Zaubertrankvorräte davon.
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