Wiedersehen?

GeschichteRomanze, Freundschaft / P12 Slash
Kathryn Janeway Seven of Nine
27.12.2018
12.01.2019
17
21982
2
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Kathryn saß allein auf ihrer Couch in ihrem Haus in San Francisco. Vor ein paar Tagen, war das noch etwas angenehmes, doch seit Beth in ihr Leben getreten war, hatte sich das geändert. Sicher die letzten 2,5 Tage waren voller Überraschungen, Aufregungen und kleinen Kämpfen, aber es hatte auch ihr langweiliges Leben, wieder belebt. Kathryn seufzte tief. Nun war sie wieder allein und Beth war fort. Ihr Zuhause kam Kathryn nun sehr still vor und sie selbst fühlte sich einsam. In Gedanken kehrte sie zurück  zu den heutigen Geschehnissen.

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Nachdem Beth fast 2 Stunden beim Admiral der Sicherheit war, kam sie endlich wieder zurück in Kathryns Büro.

„Puh, geschafft.“ Entkam es Beth, als sie sich in den Stuhl vor Kathryns Schreibtisch niederlies.

Kathryn schaute von ihren Berichten auf und sah Beth an.

„Wie lief es?“ fragte sie.

„Ganz gut, ich konnte den Admiral davon überzeugen, dass ich niemanden und schon gar nicht die Förderration schaden wollte. Der IT Spezialist war ehrlich gesagt geschockt, wie leicht es für mich war, in den Zentralcomputer zu gelangen und wie viele Sicherheitslücken das Sicherheitssystem aufweist. Er wird eine Menge Arbeit damit zu tun haben, mit seinen Team, die Sicherheitslücken zu schließen.“ Erwiderte Beth.

Kathryn lächelte Beth erleichtert an, sie war froh das Beth das Gespräch mit den Admiral gut gemeistert hatte.

„Sehr gut, wollen wir dann zum Mittagessen gehen?“ fragte sie Beth.

„Ja, gern, das ist eine gute Idee.“ Beth strahlte Kathryn an und beide machten sich kurz danach auf in die Kantine des Sternflottenhauptquartiers.

Nachdem Essen hatte Kathryn noch weitere Berichte durchgelesen, mehrere Anträge stattgegeben und andere abgelehnt, dann hatte sie noch einige kurze Gespräche mit anderen  verschiedenen Leute geführt, während Beth mit Laura Büroarbeit erledigte.

Pünktlich um 16 Uhr hatte sie sich dann an ihren Arbeitsterminal ausgeloggt und war mit Beth nach Hause gefahren. Während der Fahrt hatten sie beide überlegt heute Abend auswärts essen zu gehen und Kathryn wollte Beth noch einige ihrer Lieblingsplätze zeigen.

Doch wie immer, kam alles ganz anders, als sie beiden es geplant hatten.

Kaum waren die beiden zu Hause angekommen, erklang die Türklingel von Kathryns Haustür. Beth die gerade in der Nähe war, ging sofort hin und öffnete die Tür. Ihr Lächeln gefror an Ort und Stelle und sie starrte den Besucher, der vor der Tür stand fassungslos an.

Kathryn kam gerade die Treppe herunter und ging zu Beth und sah sich ebenfalls den Besucher genauer an.

„Hallo, ich bin Kathryn Janeway, wer sind Sie?“ fragte sie neugierig den großgewachsenen  Mann, der vor ihr auf der Haustreppe stand.

Der Mann lächelte sie freundlich an und streckte ihr seine Hand entgegen.

„Guten Tag Mrs. Janeway, ich bin Nikolai Andrejew. Hallo Elisabeth.“ Sagte er freundlich.

„Nikolai, was machst du hier?“ fragte Beth, die aus ihrer Starre erwachte.

„Es ist schön zu sehen, dass es dir gut geht. Ich bin hier um dich mit nach Hause zu nehmen.“ Antwortete Nikolai ganz selbstverständlich.

Beth sah ihn verwirrt an.

„Wo ist Mom, ich dachte sie holt mich ab?“ Fragte Beth aufgebracht.

Kathryn sah Nikolai genauer an und sie beschloss, ihn nicht zu mögen. Er war viel zu glatt und zu freundlich, um echt zu sein.

„Wollen wir kurz reingehen und dort alles besprechen?“ versuchte Kathryn die angespannte Situation zu lösen.

„Sehr gern.“ Erwiderte Nikolai und trat in das Haus und ging in den Wohnbereich vor. Dort blieb er im Wohnzimmer stehen und ließ seinen Blick durch Zimmer wandern, bis Kathryn und Beth zu ihm getreten waren.

Nikolai holte aus seiner Aktentasche, die er in seiner Hand gehalten hatte, ein Datenpadd heraus und übergab es Kathryn. Kathryn nahm es sofort und klickte sich durch das Padd und las, was darin stand.

„Elisabeth es wäre gut, wenn du deine Sachen holst. In 2 Stunden geht ein Transportschiff, das ich sehr gerne nehmen möchte. Es wäre ärgerlich, wenn wir das Transportschiff verpassen.“ Sagte Nikolai mit einer gewissen Strenge, die durchblicken ließ, das Beth sich besser beeilen sollte.

Beth sah Kathryn hoffnungsvoll an. Doch Kathryn schaute immer noch in das Datenpadd und lass das Dokument was sich darin befand.

„Kathryn?“ fragte Beth, um ihre Aufmerksamkeit zu bekommen.

„Ja, Mr. Andrejew hat Recht, durch solltest hoch gehen und deine Sachen packen. Ich werde gleich nach kommen und dir helfen.“ Versprach Kathryn und lass dann weiter.

Beth sah sie fassungslos an.

„Aber ich will nicht mit Nikolai gehen, ich will hier bleiben und warten bis Mom mich abholt!“  brach es aus Beth heraus.

Kathryn gab Nikolai das Datenpadd zurück und sah Beth an.

„Tut mir leid Beth, das Datenpadd sagt aus, das Mr. Andrejew dich mitnehmen darf. Es ist autorisiert von deiner Mom. Er hat dazu auch vom Sicherheitszentrum die Genehmigung erwirkt, das du mit ihm zusammen, die Erde verlassen darfst und in die Tendara Kolonie zurückkehren kannst.“ Erklärte Kathryn sachlich.

Doch in ihren Inneren tobte ein Sturm der Gefühle.  Nur ihre jahrelange Erfahrung  als Captain und Admiral halfen ihr gerade es sich nicht ansehen zu lassen und ihre Fassung zu behalten.

Beth jedoch gab noch nicht auf.

„Warum bist du hier und nicht Mom?“ fragte sie noch einmal.

„Dein Mom bat mich dich abzuholen, da ich schon vor Ort war und sie selbst gerade eine Menge zu tun hat. Doch das wird sie dir alles erklären, wenn wir zurück sind. Würdest du jetzt bitte deine Sachen packen.“ Sprach Nikolai und Beth zuckte bei der Anfrage, die schon praktisch ein Befehl war, zusammen.

Kathryn hatte es bemerkt und legt sanft eine Hand auf ihre Schulter.

„Komm, wir werden jetzt deine Sachen holen. Mr. Andrejew, wollen Sie solange Platz nehmen und auf uns warten?“ fragte sie an Nikolai gerichtet.

„Nicht nötig, ich werde im Stehen auf Elisabeth warten.“ Sagte er und bliebt weiterhin steif stehen und lächelte beide freundlich an. Doch sein Lächeln erreichte nicht seine Augen. Und Kathryn jagte ein kleiner Schauer ihren Rücken hinunter.

„Sehr gut.“ Antwortete Kathryn und nickte Nikolai zu.

Beth ließ ihr Schultern hängen und ließ sich von Kathryn nach oben ins Gästezimmer führen. Oben angekommen, kullerten kleine Tränen über ihre Wangen und sie versuchte sie wütend wegzuwischen.

„Das ist nicht fair.“ Brach es aus ihr heraus und Kathryn nahm sie kurz in die Arme und drückte sie sanft.

„Ich weiß, aber ich hatte es dir schon gestern erklärt, es läuft nie so, wie man sich das wünscht oder sich vorgestellt hat. Oft kommt es anders als man denkt. Komm lass uns deine Sachen packen. Ich Wette unser Besucher würde nicht sehr erfreut sein, wenn er sein Transportschiff verpasst.“ Gab Kathryn zu bedenken.

Beth seufzte schwer und setzte sich aufs Bett. Sie mochte Nikolai nicht und hatte absolut keine Lust mit ihm mitzugehen und schon gar nicht wollte sie dieses dumme Transportschiff rechtzeitig erreichen. Sie wollte hier bei Kathryn bleiben und auf ihre Mom warten.

„Beth!“ ermahnte sie Kathryn und sah sie streng an. „Pack endlich deinen Koffer.“ Ordnete sie an.

„Ich will nicht!“ gab Beth stur von sich.

Kathryn seufzte nun ebenfalls schwer und setzte sich neben Beth auf das Bett und legte ihre Hand auf Beth Knie.

„Ich weiß und bitte glaub mir, die momentane Situation gefällt mir genauso wenig, wie dir. Doch er hat die Erlaubnis deiner Mom, das er dich mitnehmen darf. Deine Mom würde bestimmt niemanden diese Erlaubnis geben, wenn sie diesen jemanden nicht vertrauen würde. Oder?“ fragte Kathryn.

„Nein“ antwortete Beth leise.

„Gut. Dann komm lass uns das hinter uns bringen.“ Forderte Kathryn Beth noch einmal ein wenig sanfter auf.

„Aber ich wollte, dass du und Mom, die Gelegenheit bekommt euch auszusprechen und auch das ihr vielleicht zu einander findet.“ Gab Beth verzweifelt an.

Kathryn lächelte Beth sanft an.

„Nun, jetzt wo ich weiß, wo deine Mom zu finden ist, werde ich euch in meinen  nächsten Urlaub besuchen kommen. Und dann können wir uns aussprechen und sehen, was daraus wird. Zudem gibt es ja auch noch einige Fragen, die ich beantwortet haben möchte. Also keine Sorge, es ist noch nichts verloren. Kopf hoch und setz ein Lächeln auf. Wir sehen uns ganz schnell wieder. Und dann musst du ja auch noch das eine Jahr auf der Sternflottenakademie absolvieren, vergess das nicht.“ Erzählte Kathryn Beth.

„Du kommst uns wirklich besuchen?“ fragte Beth Kathryn aufgeregt.

„Ja, sicherlich. Admirals Ehrenwort.“

Beth schlang vor Begeisterung ihre Arme um Kathryns Hals und drückte die ältere Frau an sich. Schnell war der Kummer von eben vergessen und in ihren Kopf entstanden neue Ideen, wie sie ihre Mom und Kathryn zusammen bringen konnten.

Kathryn löste sich aus der Innigen Umarmung nach einigen Sekunden.

„Wir müssen deine Sachen zusammenpacken, komm hilf mir.“ Bat Kathryn.

Beth suchte schnell ihre Sachen zusammen und stopfte sie in ihren Koffer, ohne darauf zu achten, wie sie später aussehen würden. Es war ihr egal, außerdem gab es auf jeden Transportschiff Replikatoren, wo sie ihre Sachen recyceln konnte.

Kathryn zog  eine Augenbraue hoch und stemmte ihre Hände in ihre Hüfte und sah Beth vorwurfsvoll an.

„Was denn?“ fragte Beth verwirrt.

„Nun, man kann die Kleidung auch ordentlich zusammenfalten.“ Erinnerte Kathryn sie daran.

„Ja, kann man, aber ich dachte, wir hätten es eilig.“

Kathryn schüttelte ihren Kopf und murmelte leise vor sich hin „Freches Gör“

„Das habe ich gehört“ erwiderte Beth und grinste Kathryn frech an.

„Gut“ sagte Kathryn nur und ging ins Badezimmer, um dort Beth Sache zu holen.

Nachdem die Sachen von Beth zusammen gepackt waren, trug Beth ihren Koffer hinunter und holte anschließend ihre Reisetasche. Kathryn holte währenddessen Zoras Sachen aus dem Wandschrank im Flur und stellte alles an die Tür.

Nikolai belud dann die Koffer und die Reisetaschen in das Personenshuttle und verabschiedete sich freundlich von Kathryn.  

„Du musst los“ sagte Kathryn mit rauer heiserer Stimme und Beth nickte mit ihren Kopf.

„Vergiss nicht, wir werden uns bald wieder sehen. Also mach nicht so ein trauriger Gesicht.“ Versuchte Kathryn Beth aufzumuntern.

Beth versuchte ein wenig zu lächeln, doch es sah mehr als traurig aus. Dann schlag sie ihre Arme um Kathryn und zog sie in einer herzlichen Umarmung. Leise flüsterte sie in ihr Ohr „Danke. Ich freu mich schon sehr auf deinen Besuch. Komm bitte bald. Ja?“

„Ja, ich werde bald kommen.“ Versprach Kathryn und drückte Beth noch ein wenig fester an sich. Dann löste sie sich von Beth. „Du musst gehen, das Transportschiff legt bald ab. Lass Nikolai nicht warten.“

Beth lächelte Kathryn traurig an, drehte sich dann um und ging eilig zum Personenshuttle. Im Shuttle setzte sie sich ans Fenster und winkte Kathryn noch ein letztes Mal zu. Kathryn winkte zurück und sah den Personenshuttle noch lange hinter her.

„Bis Bald“ sagte Kathryn leise.


Dann ging sie traurig in ihr Haus zurück.

Ende



Anmerkung: Fortsetzung folgt in einer neuen Geschichte.
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