Grenze des Feuers

GeschichteFantasy / P18
27.12.2018
10.06.2019
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Es war ein sonniger Tag in Himmelsrand, es wehte nur etwas kalter Wind durch die Gegend , was aber in dieser Provinz nichts besonderes war, denn es herrschte immer mildes und kaltes Wetter. Da wo die Berge waren hatten die anderen Einwohner es schwerer wegen den vielen Schnee und den frostigen Temperaturen. Doch Ragol zerbrach sich nicht darüber den Kopf, denn er war nämlich auf der Jagd, nicht nach Menschen sondern nach Hirsche, dessen Fleisch er für Orgnar benötigte, dem Wirt des „Schlafenden Riesen“. Normalerweise wäre er mit Faendal zusammen unterwegs gewesen, doch Hod brauchte ihn in der Sägemühle. So durchstreifte Ragol den Wald, bis er endlich einen Hirsch erblickte, der aus dem Fluss etwas Wasser trank, um wohl seinen Durst zu stillen. Langsam schlich der Jäger heran, spannte den Bogen und schoss den Pfeil ab, der das Tier traf und aus Schock rannte es weg. Doch Ragol wusste, das es nach wenigen Augenblicken vor Erschöpfung zusammen brach. So brauchte der Dunkelelf nicht lange, bis er es auf dem Boden liegend vor fand und mit den Kurzschwert von seinen Leiden erlöste. Gerade als er anfangen wollte, das Fell aufzuschneiden, hörte er in der Nähe das Brüllen eines Bären und dann einen Schrei, das von einer Frau stammte. Ragol war sich wohl oder übel gezwungen, die Frau zu helfen, wenn es nicht zu spät war und der Bär die Frau in Stücke gerissen hatte. So ein Bär war nämlich kein angenehmer Zeitgenosse hier in der Wildnis, denn so mancher ahnungsloser Reisender endete als dessen Mittagsessen, außer man hatte die richtige Ausrüstung an und passende Waffe parat. Nur ungern lies er von seiner erlegten Beute ab und folgte mit schnellen Schritten der Richtung, aus der er den Schrei vernommen hatte.

Als er den Ort des Geschehen erreicht hatte, sah er die Frau, die am Bein blutete und am Boden lag, sowie den Bären, der über sie auf zwei Beinen stand und wahrscheinlich seine Krallen nach ihr greifen wollte, doch Ragol handelte schnell, spannte den Bogen und schoss einen Pfeil auf den Bären. Ehe der Bär wusste was mit ihn geschah, schoss ihn Ragol schon den nächsten Pfeil in den Kopf, wodurch dieser zusammen brach und keinen Laut mehr von sich gab. Ragol ging auf die Frau zu, die versuchen wollte aufzustehen, jedoch war sie auf Grund der Verletzung am Bein dazu nicht in der Lage. Vor Schmerz stöhnte sie. „Der Bär hat euch übel erwischt, wartet, ich sehe mir es mal an.“ Sprach Ragol beruhigend auf die Frau ein und sah sich das Bein genauer an. Wirklich eine schlimme Wunde, wenn es sich entzündet, sähe es nicht gut aus für die Frau, die er als eine Kaiserliche einordnen konnte. Ragol legte seine beiden flachen Hände auf die Wunde und setzte seinen Heilungszauber ein, dessen Wirkung sich zeigte. Die Wunde schloss sich und es war dann so, als ob es dort nie eine Wunde gegeben hatte. „Ich sollte euch wohl danken, nicht nur, das ich euch mein Leben zu verdanken habe sondern auch, das ihr mich von der Wunde geheilt habt.“ meinte dann die dunkelhaarige Frau. „Hier im Wald waren schon viele Reisende durch einen Bären umgekommen, ihr hattet wahrlich Glück, das ich euch haben Schreien hören und rechtzeitig euch helfen konnte. Wieso seid ihr alleine im Wald unterwegs?“ fragte Ragol mit Neugier nach, während er nach der Frau griff und sie hoch half. „Ich bin eine Kriegerin der Gefährten aus Jorrvaskr und hatte den Auftrag, einen Rudel Wölfe zu töten, da diese Hühner von Bauern fraßen. Irgendwie hatte ich die Spur im Wald verloren und bin umher geirrt, bis ich auf den Bären traf und den Rest kennt ihr.“ erklärte die Kaiserliche. „Jorrvaskr? Wo liegt das?“ noch nie hatte Ragol etwas von diesen Ort gehört, weswegen er sich keinen Reim machte, ob es in der Nähe war. „Ihr habt ihr was von Jorrvaskr gehört?“ fragte die Kriegerin nach und Ragol schüttelte den Kopf. „Jorrvaskr ist die Halle der Gefährten in Weißlauf. Unser Herold Kodlak ist sowas wie unser Anführer, er trifft die Entscheidungen und teilt uns mit, wer welchen Auftrag übernimmt, auch potenzielle neue Mitglieder sieht er sich genau an. Wenn er jemanden für geeignet findet, sagt er es uns und bittet einen von uns zu einen kleinen Test, bei den der neue Welpe, so nennen wir die neuen Rekruten, sein Können unter Beweis stellt und bei Erfolg bleibt er bei uns und erledigt zunächst einfache Botengänge oder Aufträge, bis er einer Prüfung untergezogen wird und danach ein vollwertiges Mitglied wird.“ erklärte die junge Frau den Dunkelelfen. „Also sind die Gefährten eine Art Söldnertruppe?“ fragte Ragol nach, als er alles Verstanden hatte. Weißlauf war zu Fuß so um die drei bis vier Stunden von Flusswald entfernt. Nur Alvor, Hod und Lucan waren hin und wieder dort, um neue Werkzeuge oder Waren zu kaufen und verkaufen, Ragol selbst war noch nie im Weißlauf gewesen, er kannte jedoch aus dem Erzählungen Jarl Bagruuf und das Flusswald im Fürstentum Weißlauf lag. Gelegentlich sprach Alvor von den Bürgerkrieg, der stattfand. Aber so wie er hoffte auch Ragol, das es nicht bis nach Flusswald kam. „Ja, das sind wir und stolz darauf, denn wir genießen auch ein hohes Ansehen sowohl bei den Jarl als auch den Bewohner.“ meinte die Frau, dessen Stimme genauso sich anhörte. „Oh, wir hatten uns nicht vorgestellt, ich bin Ria und ihr seid?“ Stimmte auch, da war ja noch was. „Ich bin Ragol aus Flusswald, nichts weiter als ein Jäger.“ warf der Dunkelelf ein. „Flusswald… das ist nicht weit von hier, oder?“ fragte Ria skeptisch nach, als sie begann, sich in Bewegung zu setzen. „Nein, aber ich muss kurz was zu erledigen, sonst wird der Wirt der Taverne sauer sein und dann wird er selbst zum Bär.“ Ein Schmunzeln konnte sich Ragol nicht verkneifen, auch Ria nicht, die nickte. Zusammen gingen beide dann zur der Stelle, wo Ragol den Hirsch erlegt hatte, mit Rias Hilfe trug er dann den Hirsch über die Schulter und beide machten sich auf den Weg nach Flusswald
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