Long live the Queen

von Dacolea
GeschichteRomanze, Übernatürlich / P16
26.12.2018
15.01.2019
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Auffordernd sah ich den jungen Earl an. "Wäre es nicht besser wir würden diskreter über gewisse Dinge sprechen?", schmunzelte ich hinter vorgehaltener Hand.

"Ihr habt recht. Eine Frau die versucht ihr Geheimnis zu halten, dass sie tot ist. Ihr erscheinen mit einem talentierten Butler? Das macht misstrauisch", meinte er trocken und bot mir seine Hand an, "also wer ist die mysteriöse Frau und Cousine der Königin? Und warum will sie wissen, dass ein Attentat auf sie geplant wird?"

Ich nahm seine Hand und lächelte charmant. "Findet es heraus, werter Earl, ein Tanz könnte vielleicht wirklich helfen...", "Hier kann keiner unangenehme Fragen stellen und vor allem wird keiner Stören", "Ihr sorgt euch noch immer um meine Identität? Diese Sorge will ich euch nehmen. Mein wahrer Name ist...", ich biss mir auf die Lippe, "Prinzessin Feodora zu Leiningen. Gestorben 1872. Mehr oder weniger."

Er verlor kurz seine Fassung und trat mir auf die Füße. Er räusperte ein Verzeihung und sah mich prüfend an. "Für eine 60 jährige Frau seht ihr noch erstaunlich jugendlich aus", bemerkte er trocken und drehte mich einmal.
"Ich dachte Ihr seid vertraut mit der Macht des Teufels...Ich ließ mich schon früh auf meinen geliebten Lestat ein...und wie es kommen musste konnte er meine Seele nicht mehr verspeisen und der Vertrag bestand weiter. Kein Teufel kann einem anderen Teufel die Seele rauben", grinste ich und wirbelte weiter mit ihm über die Tanzfläche, "zu dem schien es meinem Mann über alle Maßen zu gefallen dass ich so jung blieb"

"Wir sollten vielleicht doch einen diskreteren Ort suchen...meint ihr nicht auch?", meinte er mit einem Mal und zerrte mich beinahe von der Tanzfläche.
"Wenn es Ihr Wunsch ist, Earl, doch denkt daran...Ich bin Joan Ashbury, verstanden?"
"Ich werde Schweigen, gewiss Lady Joan", murrte er ungläubig und führte mich in eines der Arbeitszimmer des Marquis Midford.
"Ihr wollt gewiss Beweise sehen? Da ich nicht mehr so dunkles Haar habe...und Ich meiner vorherigen Gestalt nur noch wenig ähnele?", mutmaßte ich und rief meinen Butler her, "Sieh zu dass keiner hier herein kommen kann und alles was über gesprochen wird auch wirklich nur hier gehört wird."
"Zu Befehl My Lady", grinste er diabolisch und verschwand.

Langsam zog ich meinen Handschuh aus und spürte den misstrauischen Blick von Ciel auf mir, während mein Äußeres spürbar zu meiner ursprünglichen Gestalt wandelte. Mein Haar wurde zu geschmolzener Schockolade. Meine Augen wurden dunkler, ich ähnelte im Gesicht immer stärker der Königin und zeigte mich ihm so wie ich war, bevor ich Teufel wurde. Eine junge Frau von 20 Jahren. Bildschöne und reich beschenkt an Reizen.

"Mein Lieber Earl. Glaubt ihr mir nun?", fragte ich und trat auf ihn zu um ihm meine Hand zu zeigen. Ich war noch immer von Lestat in Besitz genommen, und das Zeichen lag auf meiner rechten Handflächen. Wohingegen mein eigenes Zeichen auf meinem rechten Handrücken schwach zu erkennen war. Ich hatte noch keinen Vertrag gemacht, somit war es kaum zu erkennen, doch man sah es. Auf meiner blassen Haut zog sich eine Art verworrener Kompass der mit feinen Linien einen Weg nach Westen suchte...zum Sonnenuntergang...dem Ende...

"Junger Herr. Sie spricht die Wahrheit", mischte sich sein Butler ein, der sich gerade an Lestat vorbeidrückte und den Raum betrat.

"Also ist es wahr? Sie ist die Prinzessin Feodora zu Leiningen? Die Halbschwester der Königin?"

"Es sieht ganz so aus mein Herr", antwortete er und beäugte mich eindringlich, während ich wieder meine gewünschte Form annahm. Weißblond. Blauäugig. Mehr Figur. Größer.

Zufrieden öffnete ich meine Augen, welche noch kurz dämonisch glommen und lächelte.
"Also glaubt ihr mir nun auch, dass die Königin von ihrem Wachhund gerettet werden muss?", "Weil eine Tote niemanden retten kann?", "Nicht ohne unangenehme Fragen zu stellen...ohne anderen mehr zu schaden als nötig."

Nun kam doch mein Butler hinein und mischte sich ein: "Zudem haben wir besseres zu tun...jetzt wo sie mir kein anderer nehmen kann"
Er grinste breit und zog mich enger an sich.
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