Junger Herr, es ist unser Geheimnis

GeschichteRomanze, Fantasy / P18 Slash
Ciel Phantomhive Sebastian Michaelis
25.12.2018
13.08.2019
8
11136
5
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12 Reviews
Dieses Kapitel
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Heyy~ Ich habs mal wieder geschafft über 2 Monate nichts zu tun ... Uups ^^' Aber hier haben wir ein neues Kapitel~
Doch bevor ihr anfangt zu lesen möchte ich euch noch auf eine unglaublich gute Sebastian x Ciel FF aufmerksam machen:

Es ist die FF von der lieben Lucrecia-Jenova. Lasst ihr doch einen Favo und ne Review da, sie wird sich sicher freuen :3 Und wenn euch meine FF gefällt, dann werdet ihr diese lieben! Dafür lege ich meine Hand ins Feuer <3

Hier kommt ihr direkt zu der FF:
https://www.fanfiktion.de/s/5d389c77000a84662757fee4/1/Was-ein-Bild-veraendern-kann-Arbeitstitel-wird-evtl-noch-geaendert-





Ciel POV

Als der junge Earl aus seinem Schlaf erwachte, stand der Mann seiner Träume, er hatte tatsächlich von Sebastian geträumt, wenn auch nicht auf diese Weise, neben ihm am Bett.
„Guten Morgen, junger Herr. Ihr seid aber schon früh wach“, sagte eben dieser und deutete eine Verbeugung an.
Ciel grummelte nur etwas unverständliches und rieb sich die verschlafenen Augen.
„Heute habt Ihr den Klavierunterricht bei Mrs. Sheppard um 8 Uhr. Danach müsst Ihr einige Verträge unterschreiben. Um 14 Uhr bat Lady Elizabeth um einen gemeinsamen Tee mit Euch. Es scheint, als ob sie etwas wegen der kommenden Hochzeit mit Euch besprechen wollte.“, sagte Sebastian während er dem jungen Phantomhive aufhalf und anfing ihn zu bekleiden.
Ciel ließ das alles wortlos über sich ergehen. Seine Gedanken waren weder bei Mrs. Sheppard noch bei Lizzy. Sie waren bei Sebastian. Ober eher seinem Schlachtplan um mit Sebastian zurecht zu kommen. Denn eines war sicher, Ciel würde sich den Gefühlen, die er für seinen Butler entwickelt hatte, keinesfalls nachgeben. Und dafür hatte er sich eine Taktik zurechtgelegt, die ihn hoffentlich innerhalb kürzester Zeit erlösen würde.
„Haben wir eigentlich neue Erkenntnisse zu dieser Seelen-Sache?“, fragte Ciel dann. Er griff nach der Augenklappe und band sie sich hinterm Kopf fest.
„Noch nicht, mein junger Herr. Aber ich wollte in den kommenden Tagen einem Hinweis nachgehen, wenn Euch das recht ist. Er ist allerdings etwas weiter weg. In Norwegen soll es einen Teufel geben, der das schonmal erlebt hat. Den Gerüchten zufolge soll er es aber irgendwie geschafft haben, die Situation zu lösen.“
„In Norwegen? Wie lange wirst du weg sein, Sebastian?“
„Schwer zu sagen. Je nachdem, ob er dort immer noch ist oder wohin mich die Spur führt, junger Herr. Es kann 3 Tage aber auch 3 Wochen dauern.“
Ciel überlegte. Das kam ihm eigentlich sehr gelegen. Wenn der Teufel ihm nicht ständig vor der Nase herumlief konnte er sich vielleicht endlich ein wenig zusammenreißen und sein Leben auf die Reihe bekommen. „Dann mach dich morgen auf den Weg. Takana, Fin, Maylene und Brad werden das schon ohne dich hinbekommen“
„Seid Ihr Euch sicher, mein junger Herr?“ In Sebastians Blick lag etwas Unergründliches.
Ciel nickte nur und stand auf. „Ich werde schon nicht sterben, nur weil du ein paar Tage weg bist.“
Sebastian verbeugte sich. „Jawohl, mein Herr. Bitte, erlaubt mir Euch zum Speisesaal zu begleiten und Euer Frühstück zu servieren.“
„Warum hast du mich eigentlich nicht mit einem Tee geweckt, wie du es sonst immer tust?“, fragte Ciel dann.
„Nun, Ihr habt mich gebeten, bei Euch zu bleiben. Ich konnte ja schlecht Euren Befehl befolgen und gleichzeitig den Tee vorbereiten. Verzeiht die Unannehmlichkeit.“
Ciel spürte wie ihm die Wärme in die Wangen schoss. Er hoffte inständig, dass der Teufel, der ein paar Schritte hinter ihm herlief während sie den Speisesaal aufsuchten, diesen Anflug der Röte nicht sehen würde, auch wenn dies mehr als unwahrscheinlich war. Immerhin war sein Butler in allen Dingen teuflisch gut, also vermutlich auch in der Wahrnehmung der Gefühlsregungen seines Herrn.

Der Rest des Tages verlief ohne weitere Vorkommnisse. Die Klavierstunde bei Mrs. Sheppard war langwierig und zerrte an Ciels Nerven. Immer wieder hatte die ältere Dame etwas auszusetzten und ermahnte ihn, seine Finger präziser zu bewegen, obwohl sich Ciel zu 100% sicher war, dass er das Stück, Bachs Achte Symphonie, bis zur Perfektion beherrschte.
Die Dokumente, ein neues Geschäft des Phantomhive-Konzerns sollte in Europa eröffnet werden, was wiederum viel Papierkram verursachte.
Dementsprechend war Ciels Laune im Keller, als er sich zum Tee mit seiner Verlobten traf. Sie saßen an einer herrlich gedeckten kleinen Sitzgruppe im Garten und blickten auf die Flora vor ihnen.
„Ciel, Liebster, was bedrückt dich denn?“, fragte die Blonde nun besorgt, nachdem sie ungewöhnlich still auf ihre Tasse gestarrt hatte.
„Verzeih, Lizzy. Ich hab im Moment einfach viel zu tun. Diese neue Filiale in Spanien macht mit ein bisschen Sorgen.“, entgegnete Ciel gedankenverloren.
„Kann ich denn irgendwas für dich tun? Ich kann dir mit den ganzen vertragen helfen. Mein Vater hat mich ab und zu über seine Schulter schauen lassen“
Ciel winkte ab. „Nein, ich werde dich nicht arbeiten lassen. Du tust schon genug für mich und den Namen Phantomhive. Es ist eine große Hilfe, dass du die Öffentlichkeitsarbeit übernimmst! Mehr kann ich wirklich nicht verlangen“
„Aber Ciel! Das tue ich doch gern! Ich weiß doch, dass du es hasst. Und ich hab nichts dagegen, ein paar kleinen Waisenkindern Gesellschaft zu leisten oder blasierten Adligen die Hand zu schütteln. Immerhin bin ich deine Verlobte“ Lizzy war wirklich viel zu gut für ihn. Sie liebte ihn, das wusste er. Das spürte man unterdies auch. Die Blicke, die sie ihm hier und da mal zuwarf waren mehr als eindeutig. Und doch verspürte der junge Earl in ihrer Gegenwart nichts als Freundschaft. Es war nicht das gleiche Gefühl, welches er bei Sebastian verspürte.
„Apropos Verlobte. Du wolltest doch etwas über die Hochzeit mit mir besprechen“, warf Ciel ein und nahm einen Schluck seines Tees.
Darauf spring, wie auch nicht anders erwartet, Lizzy sofort an. „Achja! Genau! Also, ich hatte gedacht, dass ich die Hochzeit in relativ kleinem Kreis halten würde, wenn du nichts dagegen hast.“
Das wollte Ciel auch, doch er wusste auch, dass ‚kleiner Kreis‘ für ihn etwas anderes Bedeutete wie für Lizzy. Für ihn bedeutete das, dass nur er, seine Verlobte und der Pfarrer da sein würden. Doch für Lizzy hieß das 100 statt 400 Gäste. Doch er würde sich sicherlich nicht auf eine Diskussion einlassen. Er wollte das so schnell wie Möglich hinter sich bringen, einen Nachkommen zeugen und bis zu seinem Ende, welches vermutlich nicht so weit entfernt lag, wie Lizzy annehmen würde, den Geschäften der Phantomhives nachgehen. Takana würde Lizzy bei den Geschäften helfen und irgendwann würde Ciels Sohn oder Tochter weitermachen und die Blutlinie aufrechterhalten. Sein Vermögen ausgeben. Sein Leben leben. Das Leben, welches Ciel niemals haben würde, welches er sich jedoch auch nicht wünschte. Denn in einem normalen Leben wäre er Sebastian niemals begegnet. Wäre er nicht beinahe gestorben nachdem er misshandelt wurde, wäre seine Familie nicht getötet worden und wäre er nicht von den Gelüsten der Rache verfolgt, hätte er niemals den Pakt mit dem Teufel geschlossen.
„Sicher. Wen willst du denn alles einladen?“, fragte Ciel und Lizzy plapperte schon drauf los. Doch Ciel hörte ihr nicht zu. Es interessierte ihn nicht, wer diesem Bund der Ehe beistehen würde. Immerhin war dies eine Ehe aus Vernunft, eine Ehe, die schon seit Jahren geplant war. Wäre Lizzy nicht die Tochter eines Earls, wären sie sich niemals begegnet. Denn die Welt war Oberflächlich, genauso wie er geplant hatte, diese Ehe zu fühlen. Eine oberflächliche Ehe für oberflächliche Menschen in einer oberflächlichen Gesellschaft.

Das Leben war schon etwas seltsames.
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