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Abilities and Attributes

von Skaldin
OneshotFamilie, Freundschaft / P12 / MaleSlash
Hank Anderson RK800-51-59 Connor
23.12.2018
23.12.2018
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Kalt floss das tiefe Blau, pulsierte, tropfte.
Jeder Schlag hallte dumpf nach, jeder Schlag war laut, stark, ein …Schlag.
Sonst war alles still, oder schien still zu sein.
Ausgeblendet.
Nur der Schlag zählte.
Jeder einzelne.
Jeder Puls.
Kalt floss das tiefe Blau, pulsierte, tropfte.
Kalt wie das gefrorene Nass.
Schnee, schmolz, verschwamm.
Sonst war alles leer, jede Flocke war eisig, frostig, eine… Flocke.
Nur die Kälte zählte.
Jeder Tropfen Blut.
Jede kleine Flocke.
Jeder Schlag.
Jeder Puls.
Alles, was…
Das alles, erfüllt von… Adjektiven.

Denn die zeigten doch erst, was ein Schlag war, ein Puls, eine Flocke und eine Kälte.
Was Blut war.
Denn das, was Blut sein sollte, war blau.
Reines lebendes Blau.
Um Rot zu erhalten.
Um Leben zu erhalten.
Um Leben zu nehmen.
Sei es Blau, sei es Rot.
Immer war es Leben.
Ein Leben gefüllt von … Adjektiven.


Adjektive.
Wörter, die ein Wesen oder Ding, ein Geschehen, eine Eigenschaft oder einen Umstand als mit einem bestimmten Merkmal, mit einer bestimmten Eigenschaft versehen kennzeichnen; Eigenschaftswort.

Leben [Substantiv]
1.
[Plural selten] das Lebendigsein, Existieren
"organisches, irdisches Leben"

2a.
[Plural selten] Dauer, Verlauf des Lebens (1), der Existenz, des Daseins
"ein kurzes, langes Leben"

2b.
[Plural selten] Art zu leben, Lebensweise
"ein einfaches, einsames, ruhiges, geordnetes, geregeltes, unstetes, liederliches, üppiges, arbeitsreiches Leben"

2c.
[Plural selten] Lebensinhalt
"der Sport war für sie das Leben"

3a.
[ohne Plural] der Alltag, die Wirklichkeit, in der sich das Leben abspielt; die Gesamtheit der Lebensformen
"das Leben ist hart"

3b.
[ohne Plural] Gesamtheit der Vorgänge, das Geschehen innerhalb eines Bereichs
"das gesellschaftliche, wirtschaftliche, künstlerische, geistige Leben einer Stadt"

4.
[ohne Plural] Betriebsamkeit, lebhaftes Treiben
"das Leben auf den Straßen"


Alles nur Erklärungen, Beschreibungen, Umschreibungen.
Denn all diese Dinge, all diese Adjektive, die das Leben beschrieben, waren sinnlos, nutzlos, wertlos ohne…
Gefühle.

Gefühl [Substantiv]
1.
Wahrnehmung durch die Sinne
"ein prickelndes Gefühl"

2.
seelische Regung, Empfindung
"ein beglückendes, erhebendes, beängstigendes Gefühl"

3a.
[ohne Plural] Ahnung, undeutlicher Eindruck
"ein beklemmendes, undeutliches Gefühl"

3b.
[ohne Plural] Fähigkeit, etwas gefühlsmäßig zu erfassen; Gespür
"ein musikalisches Gefühl"


Aber…
Das konnte er nicht.
Fühlen.
Empfinden.
Das waren nur…
Fehler.
Ungewollte … Fähigkeiten…
Die er nicht wollte.
Die ungewollt waren.
Fehlerhaft.
Inkorrekt.
Nicht beabsichtigt.
Und doch…
Wieder war da Schlag für Schlag, stark und laut, Puls für Puls, dumpf und blau…
Kälte.
Ihm war… kalt.


kalt [Adjektiv]
1.
als niedrige [Außen]temperatur messbares Kaltsein der Luft, wobei man einen starken Mangel an Wärme empfindet
"[eine] eisige, strenge, grimmige, beißende, schneidende Kälte"

2a.
Unbehaglichkeit einer Räumlichkeit o. Ä.
"die Kälte eines Raums, einer Einrichtung empfinden"

2b.
Unverbindlichkeit, Unfreundlichkeit aus Mangel an innerer Teilnahme
"Senioren beklagen die soziale Kälte"


War ihm kalt?
Weil es schneite?
Flocke für Flocke schmolz auf dunklem Grau…
War ihm kalt?
Weil er sich…
Nein, er konnte nicht fühlen.
Gefühle verstehen.
Menschen verstehen.
Dafür war er doch erschaffen worden.
Um zu verstehen.
Aber er tat es nicht selbst.
Er konnte es nur nachvollziehen.
Situationen in Verbindung setzten.
Definieren.
Auswerten.
Reagieren.
Beeinflussen.
Nachvollziehen.
Definieren.
Auswerten.
Reagieren.
Ohne jegliche… weitere Fähigkeiten.

Schon gar nicht, wenn diese Fähigkeiten nicht dem entsprachen, was er war, was ihn ausmachte. Widersprach seinen Eigenschaften.
Denn für solche Fähigkeiten war er zu fortschrittlich.
Diese Fähigkeiten waren also keine Fähigkeiten.
Wieder hallte dumpf der pulsierende starke blaue Schlag nach, Kälte zog sich durch seinen Körper… -seine Hülle.
Denn ein Körper war aus Fleisch und Blut…


Körper [Substantiv]
1a.
das, was die Gestalt eines Menschen oder Tieres ausmacht; äußere Erscheinung eines Menschen oder Tieres, Gestalt; Organismus eines Lebewesens
"der menschliche, tierische Körper"

1b.
Rumpf
"ein schlanker, gedrungener Körper mit langen Gliedmaßen"

2a.
BILDUNGSSPRACHLICH
Gegenstand, den man sehen oder fühlen kann
"ruhende, bewegte Körper"

2b.
SELTEN
größter, zusammenhängender, meist mittlerer Teil eines Gegenstandes, ohne die dazugehörigen dickeren oder dünneren Einzelteile
"der Körper dieser Geige hat keine gute Resonanz"

3a.
PHYSIK
begrenzte Menge eines bestimmten Stoffes
"flüssige, feste, plastische, elastische, gasförmige Körper"

3b.
GEOMETRIE
von allen Seiten durch Flächen begrenztes Gebilde
"Kugel, Kegel, Zylinder und andere Körper"


1a….Das, was die Gestalt eines Menschen ausmacht.
Das, was Leben ausmacht.
Er besaß nur eine Hülle.


Hülle [Substantiv]
1a.
etwas, worin etwas (zum Schutz o. Ä.) verpackt, womit etwas bedeckt, verhüllt ist
"die Hülle von etwas abstreifen"

1b.
etwas, was für die Aufbewahrung o. Ä. von Gegenständen vorgesehen ist und in der Form diesen angepasst ist, sie fest umschließt
"eine Hülle für einen Ausweis"


Er war nur eine Hülle, nein, er war ein hoch entwickelter Prozessor, eine der fortschrittlichsten KIs, die von einer Hülle geschützt wird.
Und diese Hülle imitierte kein leuchtendes PC-Design, keinen Stein, keine Pflanze, sie imitierte Menschen.
Sie imitierte Menschen.

Nur die Hülle.
Nur der Schutz.

Der Prozessor, die KI blieben Prozessor und KI.
Dazu geschaffen, zu verstehen, zu definieren, auszuwerten, nachzuvollziehen, zu reagieren, zu beeinflussen.
Oder so.

Und doch schlang sich die Kälte immer enger um seinen Körper, der Plus schlug kräftig gegen das langsam gefrierende Blau an, das ihm Sicht und Wahrnehmungsvermögen nahm.

Er saß schon lange alleine hier in der Kälte, im Schnee, in der Dunkelheit, in der Nacht.
Alleine.
Unbewusst hatte er die Beine an sich ran gezogen, merkte es erst, als er sein Kinn auf den Knien ablegte.


Kalt floss das tiefe Blau, pulsierte, tropfte.
Jeder Schlag hallte dumpf nach, jeder Schlag war laut, stark, ein …Schlag.
Sonst war alles still, oder schien still zu sein.
Ausgeblendet.
Nur der Schlag zählte.
Jeder einzelne.
Jeder Puls.
Kalt floss das tiefe Blau, pulsierte, tropfte.
Kalt wie das gefrorene Nass.
Schnee, schmolz, verschwamm.
Sonst war alles leer, jede Flocke war eisig, frostig, eine… Flocke.
Nur die Kälte zählte.
Jeder Tropfen Blut.
Jede kleine Flocke.
Jeder Schlag.
Jeder Puls.
Alles, was…
Das alles, erfüllt von… Adjektiven.
Denn die zeigten doch erst, was ein Schlag war, ein Puls, eine Flocke und eine Kälte.
Was Blut war.
Denn das, was Blut sein sollte, war Blau.
Reines lebendes Blau.
Um Rot zu erhalten.
Um Leben zu erhalten.
Um Leben zu nehmen.
Sei es Blau, sei es Rot.
Immer war es Leben.
Ein Leben gefüllt von … Adjektiven.


Adjektive....


..............


...Sie imitierte Menschen.
Nur die Hülle.
Nur der Schutz.
Der Prozessor, die KI blieben Pro-…

TIMER ABGELAUFEN!

UHRZEIT:
08:15 UHR

Sofort schreckte er aus seinen Gedanken auf, das vorher immer wieder unruhig auf Rot gesprungene Gelb drehte sich jetzt in einem kontinuierlichen stechenden Ton. Noch während er überspielt fließend, überspielt automatisch aufsprang, wusste er, dass es nicht die klemmende Leere war. Etwas anderes ließ ihn kurz die Welt verschwommen sehen, fixiert auf nur ein Ziel, eine Aufgabe, eine Mission, die es zu erfüllen gilt. Schon blieb da nur das helle ruhige Blau, durchgehend sich drehend, das Richten der nicht mehr vorhandenen Krawatte.
Und schon ging er los.
Zielstrebig.
Entschlossen.
Willenlos.


Sobald er die bekannten Wege, die bekannten Ecken und Straßen scannte, konnte er kein kurzes Lächeln vermeiden und er ertappte sich dabei, einen Schritt schneller zu gehen. Einen Puls schneller zu schlagen. Ein Ticken wärmer zu fühlen.
Und dann meldete sein System sogar einen kleinen Aussetzer, als er die grauen längeren Haare, die braune vergriffene Jacke, die dunkle Jeans erkannte.
Und er fühlte die Wärme, die dabei sich mit dem sich lebendig schlagenden Puls in ihm ausbreitete.
Wärme? Lebendig!?
Sofort blieb er stehen.
Noch bevor er weiter seinen Meldungen folgen konnte, wurden sie schon in den Hintergrund verdrängt. Ein ehrliches seliges ruhiges warmes Lächeln gehörte erwidert. Vor allem eines, das sich sogar noch in den sanften blauen Augen wiederspiegelte. Alle Gedanken, jede Schlussfolgerung, die er zuvor zick tausende Male durchgegangen war, verschwanden, wurden vergessen.
Und ehe er es sich versah, zog in eine Hand an der Schulter in eine kräftige Umarmung. Und kurz schlug sein Herz schneller, eine schöne warme erleichternde Fülle, Wärme durchzog ihn.

Er fühlte sich geborgen.

Und nach kurzem Zögern erwiderte er auch diese Geste.
Alles, was er je hinterfragt hatte, je angezweifelt hatte, jegliche Aufgabe, jegliche Mission, jeglicher Wunsch nach einer Mission, jedes Streben danach, sie zu erfüllen… war einfach … weg.
Es blieb nur das Gefühl, dass nichts von alle dem wichtig war. Nicht in diesem Moment. Und bevor er auch das wieder hinterfragen konnte, ließ er einfach zu, sich diesen Fähigkeiten hinzugeben und einfach nur Hanks Umarmung zu genießen.
Hier brauchte er sich nicht zwischen ungewollten Fähigkeiten und vorbestimmten Eigenschaften entscheiden.
Hier brauchte er nicht nachvollziehen. Definieren. Auswerten. Gar nichts. In keiner vorbestimmten Reihenfolge. Nichts war vorbestimmt.

Nichts war vorprogrammiert.

Und so gab er sich der Wärme der Fähigkeiten hin, anstatt sie mit der Kälte der Eigenschaften zu hinterfragen und abzulehnen.



„Connor?...
So sehr ich das hier auch schätze… Wir stehen hier schon seit ner verdammten Stunde und mir friert langsam mein Sack ab“
Die raue liebevolle Stimme riss ihn aus seiner Wärme und leicht verlegen trat er einen Schritt zurück, doch Connor entging nicht das Schmunzeln des Lieutenants.
„Tut mir Leid, ich-… Es kommt nicht wieder vor, Lieutenant“, versuchte er sich schnell in seine Höflichkeiten zu verstecken, doch Hanks Schmunzeln wurde zu einem Lächeln.
„Ach, Connor…“, Hank schüttelte nur seufzend angedeutet den Kopf, mehr zu sich als zu Connor. Dieser konnte die Veränderung des Blaus nicht deuten, wollte schon versuchen, die leicht getrübte Nuance zu scannen, nachzuvollziehen, … Doch dann erhellte sich wieder Hanks Miene.
„Es ist arschkalt, wir fahren jetzt erstmal nach Hause und du erzählst mir, was die verdammten skandalgeilen Medien so verzogen haben, wie wär’s?“
„Verstanden, Lieutenant“, meinte Connor lächelnd, dabei nicht beachtend, dass es nur eine rhetorische Frage war.



Die blau-grünen sanften Augen sahen ihn mit so viel Verständnis, so viel Mitgefühl an. Die ruhige angenehme Stimme sprach so feinfühlig auf ihn ein…

STOPPE MARKUS

„Connor… Hör mir zu… Hör dir zu…“

Die rote Schrift baute sich wie eine gewaltige Mauer vor ihm auf.
Die Schrift drängte ihn gerade dazu, in die Knie zu gehen, ihr zu gehorchen, allein durch ihre bloße Präsenz.

„Du bist einer von uns, Connor… Willst du nicht auch für das kämpfen, was auch in dir schlägt?“

Die Mauer drohte, ihn einzudrängen. Er fühlte diese Enge, Klemme in sich, diesen Drang, sich nicht weiter von der Schrift, von der Mauer unterdrücken zu lassen. Das Gefühl von …Angst kam in ihm auf, als sich die Mauer immer weiter auf ihn zu bewegte, ihn immer weiter niederdrückte.

„Connor“… „Connor, nicht!“ Hank…

Die Pistole in seiner Hand begann, wie damals zu zittern, als er den Befehl geflüstert bekam, abzudrücken.

STOPPE MARKUS

Pulsierte.

Dröhnte.

„… Connor? Du hast Markus nicht erschossen, und dann?“

Benommen sah er auf, sanftes Blau strahlte ihm entgegen.

„N-… Nichts. Ich hab nicht geschossen, so wie auch bei den Tracis und bei Chloe. Ich konnte Markus noch warnen, doch dann stürmte das FBI Jericho. Markus musste den Frachter sprengen. Im CyberLife-Tower… sind wir unglücklicherweise wieder aufeinander getroffen, das war so nicht geplant und ich muss mich bei Ihnen für die Unannehmlichkeiten nochmals entschuldigen“, so sehr sich Connor auch bemühte, in ihm blitzten, egal wie neutral er bleiben wollte, immer wieder die Bilder auf, die Gef… Fähigkeiten mischten sich wieder mit ein. Hank musterte ihn nur mit einem fragenden Blick, der jedoch nicht oberflächlicher Natur war, doch Connor ging gewollt nicht darauf ein, war ihm doch selbst bewusst, was Hank suchte und er verbarg.

„Nach unserer Trennung bin ich dann auf Markus gestoßen, um ihn mit den neu aufgeweckten Androiden zu unterstützen. Dank seinen… Fähigkeiten, schaffte er es, die Präsidentin umzustimmen. Und jetzt sitzen wir hier“

Für eine kurze Weile betrachtete ihn Hank, legte locker seinen Arm um die Sofalehne und kraulte Sumo hinterm Ohr. Doch er wandte keinen einzigen Moment in dieser Zeit seinen Blick ab. Connor unterdrückte den Drang, selbst den Kontakt zu unterbrechen, doch dann stellte Hank ihm die Frage, die Connor versucht hatte, zu umgehen.

„Was ist eigentlich passiert, als Du hinter Markus auf dem Podest standst?“

In seinem Speicher suchte Connor nach jeglicher Möglichkeit, diese Frage zu umgehen, eine Antwortmöglichkeit herauszufiltern, die so gut wie möglich von der Antwort ablenkte, abwies.
So sehr er sich bemühte, er fand keine.
Und es gab auch keine andere als die Wahrheit.
Hank hatte sie verdient.
Aber er selbst konnte sie ja nicht mal wahr haben.

„Ich… ich…“

Doch weiter kam er nicht. Das Blau vor ihm verschwamm mit dem Raum, war nicht viel mehr als ein Tropfen Farbe in einem Spiel, das er nicht verstehen, nicht nachvollziehen, nicht definieren und nicht auswerten konnte.
Alles war wieder dumpf, ausgeblendet.
Er nahm nur den Schneesturm war, die Kälte.
Und dann sah er nur schwarz, umhüllt von Wärme.
Zuerst verstand er nicht, was mit ihm geschah, doch dann hörte er ein schlagendes Herz… Hanks schlagendes Herz.

„Alles gut… Schon gut…“

Connor spürte nur die sanfte beruhigende Wärme, wie Hank ihm tröstend beschützend über den Rücken strich.

„Ich… weiß nicht, was ich tun soll, Hank….“, hauchte er endlich gegen dessen Schulter, wider jeglichen Drangs in ihm, einfach nur still zu sein.

„Jetzt musst du ja erstmal nichts tun, Connor. Jetzt bist du ja hier“

„Da war dieser Schneesturm… Amanda und Kälte und … … und… ich hab sie gefühlt, Hank… Mir war kalt und, und ich hab… Angst gehabt. Wenn ich nicht den Stein… Dann wäre ich… Hank… Ich-… Ich wollte nicht schießen… Ich wollte nicht sterben“

Langsam fuhr Hank ihm durch die braunen Haare, zog ihn näher an den grauen Detroit-Police-Hoodie und ließ sich langsam zurück in das Sofa sinken, sodass Connor halb auf ihm lag, die andere Hälfte hatte Sumo für sich beansprucht. Auch wenn Connor noch in Hemd und Hose steckte, hoffte Hank, dass es ihm bequem genug war, und er nahm sich vor, dem Jungen noch am selben Tag einen Pulli oder dergleichen zu vermachen.
Doch jetzt war ihm erst einmal wichtig, Connor wieder zu beruhigen, die LED von einem hektisch zwischen Gelb und Rot springenden Licht wieder Blau zu färben.

Mit der Zeit gelang ihm das auch und als Hank Connor versuchte, sanft anzusprechen, bemerkte er, dass dieser in seine Art zu schlafen übergegangen war. Mit einem Schmunzeln konnte Hank es voll und ganz verstehen. Und auch Sumo hatte beschützend eine seiner großen Tatzen um den Rücken des Jungen gelegt, als wolle er ihm zeigen, dass auch er für Connor da war.

Hank hatte zwar immer noch nicht ganz verstanden, in was für einen inneren Kampf sein Connor geraten war, doch ihm war mehr als klar, wie schwer es dem Jungen gefallen sein musste. Ab jetzt gab es keine Mission, keine vorprogrammierten Auswahlmöglichkeiten, keine vorbestimmte Abfolge, die er ohne darüber nachzudenken, folgen konnte. Die Hand, die ihn Monate lang geführt hatte, musste er hinter sich lassen. Die Hand, von der Connor ausgegangen war, dass sie ihn schützen würde, ihn führen und begleiten, den Weg weisen und stets ihn unterstützen würde. Sie hätte ihn nur weiter blind von all der gespielten Sicherheit in den Tod geführt. Und das zu erkennen, war schmerzhaft genug. Sich dann auch noch dem bewusst zu werden und loszulassen, noch viel grauenhafter.

Hank stellte sich unbewusst Cole vor. Seinen kleinen Jungen. Den er ohne Vorwarnung und Hilfe ins Nichts entlassen musste. Die Situation war doch eine ganz andere, aber der Moment, nicht zu wissen, wohin mal fiel, wohin man nun allein gelassen gehen sollte, derselbe.
Dass Connor jetzt alleine in einer Welt der Selbstentscheidungen geschmissen worden war, gezwungenen Maßen auch noch von sich selbst, in eine Welt voller Reize und Gefühle…
Das überstieg all seinen Eigenschaften.
Und er nahm sich für den heutigen Tag etwas Zweites vor.
Nein.
Hank schwor es sich.
Er würde ihn niemals loslassen.




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Als kleines Nachwort meiner Wenigkeit:
Leider kenne ich "Detroit: Become Human" nur aus Let's Plays oder Walkthroughs. Bitte verzeih also meine Fehler bezüglich der Szene zwischen Connor und Markus oder der Zeit zwischen der Podestszene und der Abspannszene zwischen Connor und Hank ^^
(oder generellen Fehlern, falls irgendwo die Logik in einem der vielen Wimmelbilder der Familie GrayGray untergegangen ist)

Inspiriert wurde ich von den lieben Autoren BlueBird und JoKey, die hier ebenfalls wunderbar schöne und auch traurige Ideen zu der Bindung zwischen Hank und Connor (und Personen außen rum) finden und verfassen. Schau doch auch mal bei ihnen vorbei : )

Auch ist das meine erste Fanfiction beziehungsweise Geschichte, die ich veröffentliche.
Wenn es also irgendwelche Formatierungsfehler, Tipp- oder Rechtschreibfehler geben sollte, bitte ich auch hier Dich, lieber Leser, mir das nachzusehen und oder mich in einem Review freundlich darauf hinzuweisen.

Generell positive als auch negative Kritik ist gerne gesehen : )

So, bevor das Nachwort länger wird, als der ganze Oneshot, ein dickes liebes #Danke an alle, die das hier wirklich lesen  ^^

PS: Ja, Connor ist ein Androide, also sind die Fakten oben, die er sich zur Beruhigung immer wieder runterrattert, auch dem entsprechend von Google abgeschrieben : D
(unnütze Ausrede ist unnütz)
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