Geschichte: Fanfiction / Prominente / Musik / K-Pop / B.A.P. / Skydive

Skydive

GeschichteRomanze, Thriller / P18
OC (Own Character) Zelo
23.12.2018
10.11.2019
27
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Draußen rannte ich fast im Himchan, als dieser gerade aus der Küche trat.

„Hey, immer langsam. Was ist denn mit dir passiert?", fragte er mich als er meine durchnässte Kleidung musterte.

„Frag ihn!", keifte ich zurück und deutete auf den Trainingsraum aus dem gerade Zelo kam und sich im Türrahmen anlehnte. Himchan sah ihn mit zusammen gezogenen Augenbrauen an, doch dieser zuckte nur mit den Schultern.

Energisch schmetterte ich die Badezimmertür hinter mir ins Schloss und stütze meine Hände auf den Rand des Waschbeckens. Meine Haare klebten an meiner Haut und die Reste meiner Mascara hatten mir dunkle Augenringe verpasst.

Wütend und frustriert stieß ich einen Schrei aus, gefolgt von einer halb leeren Shampooflasche, die ich gegen die Tür schmiss. Ich zog hektisch meinen schwarzen Sport-BH aus und schälte mich schnaubend aus der Trainingshose. Auch diese knallte ich auf den Boden. Mein Wutanfall schien nicht unbemerkt geblieben zu sein, denn plötzlich klopfte es an der Tür.

„Kann man dir helfen?", hörte ich Yongguks tiefe Stimme dumpf zu mir durchdringen.

„Nein!", schrie ich zurück und schnaubte schwer, als sich die Tür plötzlich öffnete. Ohne zufragen trat er ein und ließ die Tür hinter sich einen Spalt breit geöffnet. „Was soll das?! Verschwinde!", fauchte ich ihn an und griff eilig nach einem Handtuch um meinen Körper zu verdecken. Yongguk sah mich jedoch unbeeindruckt an und ließ dann seinen Blick durch das verwüstete Badezimmer gleiten.

„Führ' dich nicht so auf, Prinzessin.", brummte er und meine Miene verfinsterte sich. „Räum'den Saustall hier auf.", fügte er hinzu und wand sich wieder zur Tür. Ich spürte wie sich meine Kiefermuskulatur anspannte und kurz bevor er hinaus trat platzte es aus mir heraus.

„Ich bin keine Prinzessin!", schrie ich ihm hinterher, doch die Tür schloss sich kommentarlos.

~*~

Ich ließ das warme Wasser über meinen Körper laufen und langsam fühlte ich wie meine Wut mit ihm den Abfluss hinab gespült wurde. Ich hätte ewig hier stehen bleiben können, doch bevor Yongguk zu mir in die Dusche stieg und mich heraus zerrte, drehte ich den Knauf am Wasserhahn zu.

Mit einem weißen Handtuch umwickelt stieg ich aus der Dusche und sah erneut in den Spiegel über dem Waschbecken. Müdigkeit zeichnete sich noch immer in meinem Gesicht ab, doch die Wut und der Frust über diesen Idioten war verblasst. Um nicht erneut in Schwierigkeiten zu geraten, räumte ich das Badezimmer auf und ging mit meinen nassen Sachen unter dem Arm zurück in die große Eingangshalle.

Ein wunderbarer Duft von frischem Kimchi stieg mir in die Nase und prompt knurrte mein Magen. Meine Tasche stand noch immer auf dem Boden und ich kramte in ihr nach frischer Kleidung. Zurück im Bad zog ich mich an und legte das benutzte Handtuch auf den dafür vorgesehenen Hänger. Meine nassen Haare befreite ich aus dem Handtuch und schüttelte sie kurz aus, damit sie an der Luft trocknen konnten. Dann führte mich meine Nase in die Küche.

Ich erkannte Himchan, der mir mit dem Rücken zugewandt vor dem Herd stand und mit einem Holzlöffel in einem Topf rührte.

„Das riecht himmlisch...", hauchte ich und trat neben ihn. Er sah kurz zu mir und ein kleines Lächeln legte sich auf seine Lippen.

„Ich bin fast fertig. Wenn du willst kannst du schon mal den Tisch decken.", schlug er vor und ich nickte. Er zeigte mir wo ich Teller und Besteck finde und ich platzierte alles auf dem großen Esstisch in der Mitte des Raumes. Gerade als ich fertig war, stellte Himchan den Topf auf einen Untersetzter, ebenso wie eine Schale frischem, dampfenden Reis. „Fertig.", kommentierte er stolz und löste den Knoten seiner Kochschürze im Nacken. „Würdest du die anderen holen?", fragte er an mich gerichtet und hing die Schürze an einen kleinen Haken. Wieder nickte ich freundlich und verließ die Küche.

„Essen ist fertig!", rief ich in die Halle hinein und nach und nach öffneten sich die Türen im Untergeschoss.
Zuerst stürmte Daehyun und Youngjae an mir vorbei. Dann sah ich wie Jongup aus dem Trainingsraum kam und sich die leicht feuchten Haare mit einem Handtuch trocknete. Yongguk trat mit grübelnder Miene aus seinem Büro und schenkte mir nur einen kurzen Blick, als er mich passierte. Dann verdrehte ich genervt die Augen. Zelo ging auf mich zu und hatte die Hände in den Hosentaschen vergraben, wieder war seine Miene undurchdringlich. Nur seine Zungenspitze fuhr kurz über seine Lippen als er an mir vorbei ging, gefolgt von einem nicht zu deutenden Grinsen im Mundwinkel. Erst als ich hinter ihm zurück in die Küche trat, erntete ich musternde Blicke der übrigen Member.

„Was ist denn?", fragte ich verwirrt und nur Himchan räusperte sich leicht und sein Blick fuhr kurz zu meinem Oberteil. Mein Kopf senkte sich langsam und als ich endlich die Ursache für ihre Reaktionen erkannte schoss mir die Röte ins Gesicht. Meine nassen Haare hatten das weiße Oberteil im Brustbereich durchsichtig werden lassen und nun schien mein rosa BH mit dem breiten Gummiband deutlich zu sehen hindurch. Sofort umschlang ich meinen Oberkörper mit den Händen und flüchtete aus der Küche. Hinter mir hörte ich nur ein leicht gehässiges Lachen von Zelo, gefolgt von einem tiefen, mahnenden Brummen Yongguks.

Wieder im sicheren Badezimmer angekommen verschloss ich die Tür hinter mir und ließ mich an dieser zu Boden gleiten. Wie unangenehm konnte dieser Tag eigentlich noch werden? Frustriert ließ ich meinen Kopf in meine, auf den Knien gestützten, Arme fallen und seufzte schwer. Ein Klopfen an der Tür ließ meinen Kopf hoch schnellen und ich schloss die Augen.

„Sky?", hörte ich Youngjaes fragende Stimme und ich presste die Lippen aufeinander. „Kann ich rein kommen?", fuhr er fort und er klang etwas besorgt. Ich stieß die Luft aus um mich kurz darauf zu erheben und den kleinen Hebel an der Tür wieder umzulegen.

Youngjae kam langsam hinein und lächelte verstohlen. Er hielt eine kleine Schale mit Reis und Kimchi in der Hand und reichte sie mir.

„Danke", sagte ich und bemühte mich um ein kleines Lächeln.

„Wenn du willst kann ich dir jetzt dein Zimmer zeigen.", eröffnete er mir und das war wirklich das erste positive an diesem Tag. Endlich ein Raum nur für mich, so dass ich mich nicht immer im Badezimmer verstecken müsste. Ich nickte freundlich und folgte ihm aus dem Raum. Kurz huschte mein Blick wieder in die Küche, doch die anderen schienen meinen Auftritt nicht weiter zu kommentieren, denn jeder aß für sich.

Youngjae stieg die Treppe zur Galerie hinauf und als wir oben ankamen, war ich zuerst überrascht, wie groß die Eingangshalle von hier oben aussah. Ich sah wieder zu Youngjae, der mit einem kleinen Schlüssel einen Raum öffnete. Ich schloss zu ihm auf und er drückte die Tür für mich auf. Als ich eintrat war das Zimmer von Dunkelheit erfüllt, doch als er den Lichtschalter neben mir betätigte, erkannte ich eine sehr sporadische Ausstattung.

Ein kleines Bett, gefolgt von einem Schreibtisch und einen alten Stuhl, sowie eine Kommode, das war's.

„Es ist sehr...übersichtlich", sagte ich und zwängte mir ein Lächeln auf. Youngjae kratzte sich am Hinterkopf und zuckte dann mit den Schultern.

„Das ist die Grundausstattung. Wenn du in deinem Rang steigst, also gute Arbeit leistest bekommst du Belohnungen. Zum Beispiel darfst du dir als erstes etwas von einem Raubzug aussuchen, oder Yongguk erlaubt dir etwas eigenes zu kaufen. Er meint das wir so ein genaueres Ziel vor Augen haben.", erklärte er mir und ich nickte wissend. Umso besser ich also werde, um so mehr Besitztümer würde ich bekommen. Der Beste bekommt auch das Beste. Das klang für mich fair und beim Anblick des kahlen Raumes spornte es mich zusätzlich an.

„Dann richte ich mich mal etwas ein.", lächelte ich ihn an und er streckte mir seinen Daumen entgegen.

„Alles klar, wenn du fertig bist, geh zu Daehyun. Du findest ihn unten in seinem Zimmer, neben der Küche.", sagte er und verließ den Raum.
Ich holte meine Tasche die noch auf dem Boden der Eingangshalle stand und begann schließlich meine Kleidung in die Kommode einzuräumen. Als ich fertig war, schloss ich die Tür hinter mir und drehte den Schlüssel im Schloss um. Ich steckte ihn in meine Hosentasche und machte mich auf den Weg zu Daehyun. An seiner Tür klopfte ich kurz, dann öffnete sie sich.

„Aha! Sky, richtig?", fragte er und deutete mit dem Finger auf mich, ich nickte und er klatschte kurz in die Hände. „Alles klar, ich bin Daehyun und...", er stoppte kurz. „Was red' ich da, du weißt ja wer ich bin", lachte er und fuhr sich durch die braunen Haare.

„Youngjae sagte ich solle zu dir kommen.", antwortete ich ihm und er grinste breit.

„Exakt! Ich werde dich heute ein bisschen einweisen. Du musst lernen wie wir arbeiten und besonders wie wir Informationen ran schaffen. Das ist nämlich meine Aufgabe!" Ich hörte Stolz in seiner Stimme und musste Lachen als er mit dem Daumen auf sich selbst zeigte. „Na los, komm!", rief er aus und zog mich an meinem Handgelenk durch die Halle und wieder die Galerie hinauf zu einem Billardtisch. Über ihm hing eine längliche Lampe und dahinter das Logo von B.A.P. Ich sah ihn verwundert an, doch als er einige eingerollte Karten auf den Tisch legte und eine von ihnen ausrollte begann ich zu verstehen.

„Hier, auf dieser Karte sind alle großen Lagerhallen von ganz Seoul eingezeichnet. Die bereits durchgestrichen sind habe ich schon unter die Lupe genommen.", sagte er und zeigte mit dem Finger auf drei mit einem roten „X" versehenen Gebäuden auf der Karte. „Diese dort sind noch übrig und dort werden wir jetzt gemeinsam hinfahren.", lächelte er mich an und rollte die Karte wieder zusammen. Wieder folgte ich ihm die Treppe hinunter und prallte prompt mit jemandem zusammen.

„Mianhae!", entwich es mir, doch als ich in seine kühlen Augen blickte, hätte ich es am liebsten zurückgenommen. „Ach, du bist es..", knurrte ich stattdessen und faltete die Arme schützdend vor der Brust.

„Du solltest besser aufpassen wo du hinläufst, Prinzessin", brummte er und ich schnaubte verächtlich. „Dae, sei gewarnt. Es könnte sein, dass wenn es ihr zu anstrengend wird, sie sich einfach auf den Boden setzt und jammert.", sagte er dann an Daehyun gerichtet, während er mich belustigt ansah. Ich brummte angespannt und meine Augenbrauen zogen sich zusammen.

„Geh mir nicht auf die Nerven, hast du nicht's besseres zu tun?", fauchte ich ihn an und er vergrub die Hände in den Hosentaschen. Dabei lehnte er sich ein Stück nach hinten an das Treppengeländer.

„Absolut, aber ich wollte dich daran erinnern, dass ich dich morgen früh wieder beim Training erwarte.", gähnte er leicht gelangweilt und legte den Kopf schief.

„Ich werde da sein.", keifte ich angespannt zurück und zwang mir ein Lächeln auf. Daraufhin brummte er nur kurz und stieß sich vom Geländer ab um zu gehen. Doch kurz bevor er um die Ecke verschwand, drehte er sich noch ein Mal zu uns um.

„Ach, ja..und sei pünktlich, Prinzessin.", sagte er mit angehobenen Brauen. Als er sich wieder abwendete streckte ich ihm patzig die Zunge heraus und Daehyun musterte mich amüsiert.

„Aigoo, ihr könnt euch wirklich nicht leiden, huh?", fragte er und ich zog die Zunge wieder ein. Mir war mein kindisches Verhalten bewusst, doch konnte ich bei ihm einfach nicht anders. Seine ganze Präsenz provozierte mich und schien meinen Verstand aussetzten zu lassen.

„Nein, er ist nur so...arrogant.", brummte ich und wieder kreuzte ich die Arme vor der Brust. Daehyun nickte wissend und schien mir zuzustimmen. Gemeinsam gingen wir zu einem kleineren Wagen und stiegen ein.
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