Geschichte: Fanfiction / Prominente / Musik / K-Pop / B.A.P. / Skydive

Skydive

GeschichteRomanze, Thriller / P18
23.12.2018
28.03.2019
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Ich wurde durch einen ohrenbetäubenden Lärm geweckt, gefolgt von Jiyongs Stimme.

„Ahri!", schallte es durch die Halle und ich schreckte hoch. Ich sah neben mich und entdeckte Seungri, der leicht zu mir gewandt schlief. Plötzlich flog die Zimmertür auf undJiyong stürmte hinein. Nun wachte auch Seungri neben mir auf und blinzelte ihn verschlafen an. Die Decke rutschte von unseren Körpern und Jiyongs Augen wurden größer.

„Was zur...Was soll die Scheiße,Seungri?!", fuhr er ihn an und kam auf das Bett zu.

„Woow, Hyung, alles okay, es ist nichts...", versuchte der Mann neben mir die Situation zu erklären doch Jiyong unterbrach ihn.

„Mit meiner Schwester? Ist das deinErnst? Meine kleine Schwester?!", schrie Jiyong ihm entgegen und bevor er zu einem Schlag ausholen konnte sprang ich von der Matratze und hielt seinen Arm auf.

„Jiyong! Hör auf!", rief ich dazwischen und versuchte ihn aus dem Zimmer zu schieben. Er drückte sich jedoch an mir vorbei und zerrte Seungri aus dem Bett.

„Wie lange geht das schon so?",knurrte er ihn finster an und Seungri verdrehte die Augen. „Findest du das komisch?!", bekam er prompt von Jiyong zurück und er presste ihn gegen die Wand.

„Jiyong! Es ist nichts! Wir haben nicht...", auch meine Worte kamen nicht bei ihm an.

„Seit wann!", donnerte er stattdessen und sah Seungri weiterhin mit hasserfülltem Blick an.

„Gar nicht! Sie konnte nicht schlafen,da ist sie hergekommen, zum reden und als sie hier eingeschlafen ist wollte ich sie nicht mehr wecken.", endlich konnte Seungri ihm erklären was passiert war und ich seufzte erleichtert, als Jiyong seinen Griff lockerte. Er drehte sich zu mir um und erst als ich zustimmend nickte, ließ er ihn komplett los.

„Hyung, wie kannst du nur denken ich würde...", begann Seungri erneut und Jiyong schnaubte schwer.

„Wenn du es tätest würde ich dich vierteilen.", knurrte er anschließend und sah ihn noch einmal finster an, dann lächelte er jedoch leicht.

„Warum bist du nicht zu mir gekommen?", fragte Jiyong dann an mich gerichtet und ich zuckte mit den Schultern.

„Wir müssen etwas mit dir besprechen Jiyong, es geht um Ahris Ausgangssperre.", nahm Seungri jedoch direkt das Ruder in die Hand und wieder wurde Jiyongs Blick kritisch.

„Was ist damit?", fragte er skeptisch und sah dann kurz zu mir.

„Du willst sie in Sicherheit wissen, kannst sie aber nicht ewig hier einsperren. Was ist wenn ich sie bei meiner Familie unterbringe?", fragte Seungri ohne zu zögern und Jiyong sah ihn ungläubig an. „Hyung, sie wäre sicher und könnte trotzdem ein einigermaßen normales Leben führen.", fügte Seungri hinzu und ich sah wie Jiyong begann zu grübeln. Dann sah er kurz zu mir und ich bemühte mich um meine freundlichste Miene.

„Nur dort wohnen? Und ich werde dich regelmäßig besuchen...", murmelte Jiyong und ich nickte artig mit dem Kopf. „Ich denke das wäre in Ordnung..", fuhr er fort und ich stürmte ihm entgegen.

„Danke, Oppa! Vielen Dank!", quietschte ich und drückte ihn fest an mich. Vollkommen überfordert von meiner Reaktion tätschelte er meinen Kopf und Seungri zuckte nur lächelnd mit den Schultern.

„Dann mach dich fertig, ich bring dich hin.", sagte Jiyong und löste sich aus meiner überschwänglichen Umarmung. Mein Blick fiel auf die Uhr und mein Herz setzte aus. 06:30Uhr! In einer halben Stunde müsste ich im Hauptquartier von B.A.P sein. Seungri erkannte meine Sorge und schaltete sich ein.

„Alles gut, ich bringe sie. Meine Eltern haben mich schon eine ganze Weile nicht gesehen und es wäre besser wenn ich es ihnen erzähle.", lächelte er und legte seine Hand an den Hinterkopf.

„Gut. Sag Bescheid wenn ihr soweit seid.", stimmte Jiyong zu und verließ das Zimmer. Wieder konnte ich mir ein Quietschen nicht verkneifen, doch Seungri riss mich aus meiner Euphorie.

„Mach schon!", fuhr er mich an und scheuchte mich aus seinem Zimmer.

Eilig packte ich meine wichtigsten Sachen in eine große Tasche und zog mir etwas über. Ein einfacher schwarzer Oversize-Hoodie, schwarze Usedlook-HotPans und Overknee-Strümpfe mit meinen Boots genügten und ich war bereit. Die Tasche warf ich mir über die Schulter und verließ mein Zimmer. Seungri wartete bereits an seinem Wagen auf mich. Er betätigte den kleinen Knopf an seinem Schüssel und die Lichter des Audi RS 8 leuchteten auf. Er öffnete mir die Beifahrertür und nahm meine Tasche entgegen, um sie in den Kofferraum zu laden. Als er sich neben mich setzte, kam Jiyong aus seinem Büro und lehnte sich zu mir ans offene Fenster.

„Ahri ich...", er stoppte kurz und ich meinte Traurigkeit in seinen Augen sehen zu können. „Pass auf dich auf, ich werde dich besuchen so schnell es geht, okay.", lenkte er ab und ich lächelte leicht.

„Danke, Jiyong.", gab ich zurück und legte den Kopf schief. Er beugte sich zu mir um mir einen Kuss auf die Wange zu drücken. Dann klopfte er kurz auf das Autodach und nickte Seungri zu. Der Wagen setzte sich in Bewegung und Jiyong öffnete uns das Rolltor. Kurz winkte er, dann führen wir die Auffahrt runter und bogen in die enge Gasse ein.

~*~

„Wie spät ist es?", fragte ich Seungri und knetete nervös meine Hände.

„Fünf vor sieben.", brummte dieser und drückte das Gaspedal ein Stück weiter durch. Ich seufzte angespannt und hoffte so sehr, dass wir noch einigermaßen pünktlich ankommen würden. Seungri brachte mich zum Haupteingang des B.A.P Quartiers und hielt vor dem dunklen Tor an. Er stieg aus um mir meine Tasche aus dem Kofferraum zu holen und reichte sie mir.

„Ich werde meinen Eltern Bescheid geben, hier hast du den Schlüssel. Du kannst kommen und gehen wie du willst aber bitte nicht mitten in der Nacht.", lächelte er mich an und reichte mir einen kleinen silbernen Schlüssel.

„Vielen Dank, Seungri, für alles wirklich. Was würde ich ohne dich machen?", grinste ich und drückte ihn an mich.

„Kein Problem, Prinzessin. Jetzt geh schon!", gab er zurück und schob mich zum Tor. Ein letzter Blick auf die Uhr. Punkt sieben. Ich hob die Hand und klopfte gegen das schwere Aluminium dann drehte ich mich noch einmal zu Seungri um, der zurück in den Wagen gestiegen war und nun an mir vorbei fuhr.

Ich hörte Stimmen auf der anderenSeite, gefolgt von einem Klicken am Tor, dann setzte es sich in Bewegung. Zuerst sah ich nur zwei Füße vor mir, dann die Beine, den Rumpf und schließlich das Gesicht von Youngjae der mich breit anlächelte.

„Da bist du ja!", sagte er freundlich und bat mich hinein. Yongguk trat aus seinem Büro und musterte mich, als ich gerade meine Tasche auf den Boden sinken ließ.

„Du bist zu spät.", brummte er und ich sah erschrocken zur Uhr. Eine Minute nach sieben.

„Aber es ist doch erst...", setzte ich an, doch er unterbrach mich.

„Willst du mit mir diskutieren oder etwas lernen?", fragte er mit angehobenen Brauen und sofort verstummte ich. „Zieh dich um, Zelo wartet auf dich und er wartet nicht gerne.", fuhr er fort und verschwand wieder in seinem Büro.

Eilig kramte ich meine Sportkleidung aus der Tasche und sah dann fragend zu Youngjae. Dieser schien erst nicht zu verstehen was ich meinte, doch dann viel der Groschen.

„Oh ja, das Badezimmer. Direkt dahinten", sagte er lachend und zeigte auf eine Tür auf der linken Seite. Ich bedankte mich und verschwand. Fertig umgezogen betrat ich wieder die Halle und sah mich um. Keiner war da. Neugierig ging ich von Tür zu Tür, und stoppte als ich eine Silhouette durch den Türspalt erblickte. Langsam drückte ich sie auf und erkannte Zelo.

Er trainierte alleine an einem Boxsack und teilte gerade einige kräftige Tritte aus. Der Boxsack kam kaum zur Ruhe, denn immer wieder traf er ihn aufs Neue und schleuderte ihn von sich weg. Er machte eine schnelle Drehung, sprang ab und ließ seinen Fuß gegen das Leder schnellen. Außer Atem blieb er vor dem pendelnden Objekt stehen und ließ seinen Kopf kreisen.

„Bringst du mir das auch bei?", fragte ich in den Raum hinein und er drehte sich zu mir um. Seine Hände hatte er mit schwarzen Bandagen umwickelt und trug eine weite Sporthose mit einem Tank-Top.

„Du bist zu spät.", knurrte er mich an und fuhr sich durch die nassen Haare.

„Ja, das habe ich heute schon einmal gehört. Können wir anfangen?", tat ich seine Bemerkung schnell ab und trat zu ihm in den Raum.

„Los, lauf.", gab er zurück und deutete einen Kreis durch den Trainingsraum an.

„Laufen? Ich dachte ich lerne zu kämpfen?", warf ich ein und legte meine Hände auf die Hüften.

„Bei dem Einsatz warst du zu langsam, du musst schneller werden, also lauf.", wiederholte er nun gereizter und nahm sich ein weißes Handtuch vom Boden. Ich schnaubte und verdrehte die Augen.

„Du stehst ja immer noch hier, jetzt mach schon!", keifte er nun lauter und ich schreckte zurück. Meine Beine setzten sich in Bewegung und ich rannte meine erste Runde.

„Schneller...", hörte ich ihn gelangweilt rufen und ich presste die Lippen aufeinander. Was hatte ich diesem Typ nur getan? „Jetzt komm schon, ist das alles?", erklang wieder seine Stimme hinter mir und langsam wurde ich wütend. Ich sah wie er sich in die Mitte des Raumes bewegte um mich besser anzustreiben. Wieder dieses genervte Schnauben von ihm.

„Was ist? Willst du mich jetzt mit einer Peitsche antreiben?", fragte ich leicht außer Atmen aber mit einem giftigen Unterton, den er ruhig hören sollte.

„Wenn du dann endlich schneller läufst kann ich das arrangieren.", war seine unbeeindruckte Antwort und wieder verdrehte ich die Augen.

Nach 20 Runden war ich erschöpft und wurde langsamer, bis ich zum stehen kam. Ich stütze meine Arme auf meine Oberschenkel auf und pustete mir ein paar Haarsträhnen aus dem Gesicht. Aus dem Augenwinkel konnte ich sehen wie er näher kam, also richtete ich mich wieder auf.

„Und jetzt?", fragte ich ihn und setzte ein kleines Lächeln auf. Er hingegen sah mich weiterhin kühl an und begann ein paar Hindernisse aufzubauen. Von der Decke hingen Seile und auf Rollen schob er eine etwa drei Meter hohe Mauer in die Mitte des Raumes. Hinzu kamen Holzbänke, zwei Barren und ein Springbock. Ich fühlte mich in meine Schulzeit zurück versetzt und dachte an meine Sportstunden.

„Das ist ein Scherz.", schmunzelte ich als er eine Stoppuhr aus seiner Hosentasche zog und sie einschaltete.

„Siehst du mich Lachen?", konterte er mit ernster Miene und ich verdrehte erneut die Augen. Nein, aber das wäre mal eine willkommene Abwechslung. „Stell dich auf.", wies er mich an und widerwillig begab ich mir zur imaginären Startlinie. „Los!", ertönte seine Stimme und ich startete voller Ehrgeiz in den Parkours.

Ich balancierte über die Holzbänke und sprang in die Barren. Meine Arme zitterten, doch ich wollte mir vor ihm nicht die Blöße geben und hinunter fallen. Ich schwang mich auf die nächste Bank und nahm Anlauf um auf den Bock zu springen. Kurz verlor ich das Gleichgewicht, konnte mich aber gerade noch halten und visierte die Mauer an. Ich merkte, dass mein Sprung nicht kraftvoll genug war und prallte dagegen. Mit den Armen klammerte ich mich ander Kante fest und versuchte mich hoch zu ziehen.

„Was soll das denn? Jetzt mach schon, zieh dich hoch!", trieb Zelos mich an und trat zu mir an die Mauer. Ich versuchte mich erneut hinauf zu drücken, doch meine Arme blockierten und ich rutschte an der Mauer hinab. „Nochmal.", knurrte Zelo und drehte mir den Rücken zu. Ich umging die Hindernisse und startete wieder von vorne, doch jedes Mal scheiterte ich an dieser verflixten Mauer.

„Jetzt reiß dich zusammen!", herrschte er mich an und seine Augen wurden dunkel.

„Das sagst du so leicht, ich bin vorher 20 Runden gelaufen..", warf ich als Entschuldigung ein und rutschte erneut an der Mauer hinab. Meine Beine konnten mich nicht länger tragen und ließen nach. Erschöpft saß ich am Boden und strich über meine schmerzenden Arme. Wieder hörte ich Zelo belustigt schnauben.

„Mit dieser Einstellung wirst du es nie schaffen..", fügte er hinzu und ging zurück an den Anfang. „Los, steh auf!", wies er mich erneut an, doch ich ignorierte ihn.

„Hast du was an den Ohren? Ich sagte steh auf!", wiederholte er nun lauter und ich konnte seine Stimme beben hören.

„Ich bin müde!", schrie ich ihm entgegen und sah ihn ebenso zornig an wie er mich. Nase rümpfend brach er den Blickkontakt ab und ich sah wieder zu Boden. „Lass mich wenigstens kurz eine Pause machen und etwas trinken, ich brauche Wasser...", sagte ich nun ruhiger und ich hörte wie er zum Eingang ging. Kurz darauf hörte ich seine Schritte hinter mir und wollte mich zu ihm drehen um das erhoffte Wasser anzunehmen, doch dann traf mich ein ganzer Schwall des kühlen Nass aus einem Kanister und ich saß wie ein begossener Pudel auf dem Boden. Keuchend durch den Schock über die kalte Dusche, strich ich mir das Wasser aus dem Gesicht, um direkt danach vollkommen geladen aufzuspringen.

„Tickst du noch ganz richtig?", fuhr ich ihn sofort an und schubste ihn von mir weg. Kurz sah ich ein kleines Grinsen in seinem Mundwinkel das jedoch sofort verschwand, als ich versuchte ihn mit einem Fußtritt zu treffen. Er wich mir gekonnt aus, doch ich versuchte es ein weiteres Mal. Diesmal versuchte ich ihn mit der Ferse aus einer Drehung heraus zu treffen, doch er entwischte mir erneut.

Unbändige Wut schoss in mir hoch und mit einem frustriertem Schrei stürmte ich ein weiteres Mal auf ihn zu. Aber er trickste mich aus und führte meine Faust an sich vorbei, so dass ich hinter ihm auf den Boden stürzte. Schnaubend drehte ich mich zu ihm um und sah seine noch immer unbeeindruckte Miene. Das war zu viel, ich hatte die Nase voll und stand ohne ein weiteres Wort auf.

„Wo willst du hin?", fragte er, kam mir aber nicht hinterher. „Wir sind noch nicht fertig!", fügte er hinzu und erst jetzt drehte ich mich ein letztes Mal zu ihm um.

„Leck mich!", giftete ich ihn an und zeigte ihm den Mittelfinger, dann stürmte ich aus dem Trainingsraum.
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