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Winter

GeschichteAllgemein / P6
Dr. Cal Lightman Dr. Gillian Foster
22.12.2018
22.12.2018
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22.12.2018 1.773
 
Wie jedes Jahr kommt Weihnachten wieder so plötzlich und so unerwartet. Und da auch ich zu diesen Menschen gehöre, welche heute immer noch kein Geschenk für seine Liebsten hat, habe ich wenigsten eins für euch.

Viel Spaß!

GxC

Leise fielen abertausende Schneeflocken vom Himmel und bedeckte Washington mit einem weißen Bezug.

‚Der erste Schnee des Jahres‘, dachte Gillian, als sie ihre Fensterbank mit einer Weihnachtsdeko schmückte und in Gedanken verloren aus dem Bürofenster blickte. Weihnachten erinnerte sie immer an früher, als sie selbst noch ganz jung war. Wie gern wäre sie jetzt wieder acht Jahre alt, in ihrem alten Wohnzimmer, auf der alten Couch und würde auf ihren Vater warten der jeden Moment einen Tannenbaum hereintragen würde. Der Raum würde nach Tannennadeln, Zimt und Weihnachtsgebäck riechen und im Hintergrund würden leise Weihnachtslieder spielen. Alles wäre so harmonisch, herzlich, besinnlich und sorglos.

„Gillian?“ eine, ihr bekannte Stimme lies sie aus ihren Gedanken aufschrecken.
„Ja?“ drehte sich Gillian um.
„Habe ich dich bei etwas gestört?“ fragte Emily leise und strich sich eine Haarsträhne hinter ihr Ohr. Nervös blickt sie auf ihre Schuhe.
„Nein, du störst nicht. Ich habe gerade meine Fensterbank dekoriert. Schau!“ Gillian trat einen Schritt nach rechts und lies somit freien Blick au die Festlich geschmückte Fensterbank.
„Wow, das sieht schön aus. Sind die echt?“ Emily trat zu Gillian an das Fenster und hob einen kleinen, 10cm großen Weihnachtsbaum in einem roten Winterstiefel fasziniert hoch. Gillian freute sich, dass sie Emily mit ihrer Deko begeistern konnte und war ein wenig stolz auf sich. Fröhlich lächelt sie das Mädchen an.
„Ja, der ist echt. Nach der Weihnachtszeit werde ich ihn im Garten einpflanzen. Schön, nicht wahr?“
„Wunderschön“ erwiderter sie und dreht den kleinen Baum fasziniert in ihren Händen.
„Ach ja, warum ich eigentlich hier bin.“ Emily stellte den Baum wieder in das Fensterbrett. „Ich wollte dich fragen, ob du heute Abend vorbeikommen möchtest. Ich versuche heute schon mal das Essen für Weihnachten vorzubereiten und dazu brach ich vielleicht noch eine helfende Hand und eine weitere Meinung als Dads. Dad sagt immer: „Schmeckt gut, Bohnen auf Toast schmecken dennoch besser“. Weißt du?“

Oh ja, sie konnte sich ihren Partner Cal gut vorstellen, wie er am Tisch sitzt und seiner Tochter den Vorteil von Bohnen auf Toast erklärte. Ein lächeln stahl sich auf ihr Gesicht, als sie an Cal dachte. Natürlich fiel das auch Emily auf.

„Und?“ hackte sie nach.
„Oh, ja.“ Gillian würde rot. Ihr war es peinlich, Emily war genau so gut wie ihr Vater. Sie würde wissen an was oder besser gesagt, an Wen sie gerade gedacht hat. „Wann soll ich kommen?“
„Dad will gegen halb 7 abends hier losfahren. Du kannst bestimmt mit ihm mitfahren.“ Ehe Gillian darauf etwas Antworten konnte, hat der Teenager sie schon umarmt, ihr noch einen schönen Tag gewünscht und verschwand so schnell, wie sie kam. Zurück blieb die etwas perplexe Gillian.

„Ist das gerade wirklich passiert?“ fragend lies sie sich in ihren Bürostuhl fallen.
‚Das kann heute Abend ja etwas werden!‘

GxC

Überpünktlich klopfte Cal an Gillians Tür und trat ein.

„Bist du fertig?“, fragte er und band sich seinen rot-weißen Schal um.

Gillian räumte gerade Bücher in das Regal und drehte sich irritiert um. ‚War es nicht erst gerade 18Uhr?‘ Der Blick auf ihre Uhr stimmte ihr zu, 18Uhr12.

„Du bist aber früh dran.“, stellt sie belustigend fest und räumte die restlichen Bücher schnell ein.
„Emily rief gerade nochmal an. Zitat: „Denk dran, spätestens halb 7 bist du auf dem Weg nach Hause. Mit Gillian!“ Das ließ mir keine Wahl!“, lachte er „Können wir?“
„Sofort, ich fahre nur noch schnell den Laptop runter.“ Seine Partnerin ging zu ihrem Schreibtisch und setzte sich auf den Stuhl. Während sie die Fenster des Laptops schloss und ihn herunterfuhr schaute sich Cal neugierig in ihrem Büro um. Ein leichter Duft von Vanille und Tannennadeln lag in der Lust. Angenehm.

Gillian zog sich ihren Mantel an, schnappte sich ihre Tasche und beide verließen das Bürogebäude.

GxC

„Durch den Schnee, sieht die Stadt ganz anders aus.“, sagte Gillian als sie aus dem Wagen ausstieg und sich freudig umsah. Cal sah ihr fasziniert dabei zu. Er liebt es, wie ihre Augen anfing zu leuchten, wenn sie sich freute. Er liebt es, wenn sie lachte und vor allem liebt er sie. Schon lang, viel zu lang. Cal war ihr regelrecht verfallen. Sie machte ihn willenlos, verdrehte ihn immer wieder den Kopf und vernebelte seine Sinne. Sie machte ihn einfach wahnsinnig, wahnsinnig vor Liebe.

Natürlich bemerkte Gillian die Abwesenheit von Cal und nutzte ihre Chance ihn ein wenig zu ärgern. Vom Dach des Wagens nahm sie etwas Schnee, formte diesen zu einen kleinen Ball und warf ihn dann gegen seine Brust. Erschrocken fuhr Cal zusammen, dass hatte er so nicht kommen sehen.

Laut lachte Gillian auf.

„Na warte!“ knurrte Cal, nahm auch etwas Schnee vom Dach seines Autos und warf ihn zu Gillian. Es brauchte nicht lang, bis sich aus dieser kleinen Spielerei eine große Schneeballschlacht zwischen den Beiden entwickelte. Cal versteckte sich hinter der Hecke und Gillian hinter Cals Wagen.

„Und Foster, ist dir schon kalt?“ rief er ihr zu. „Willst du aufgeben?“

Leicht zitternd blies sie ihren warmen Atem gegen ihre kalten Hände, bevor sie eine weiter Kugel formte, sich leicht aufrichtete und den Ball Richtung der Hecke warf, hinter der Cal stand.

„Niemals!“ lachte sie und duckte sich wieder, als ihr ein ähnliches Geschoss entgegenkam, welches sie gerade erst hinüber geworfen hatte.

Es war dunkel und kalt geworden, nur noch die Straßenlampen erleuchteten die Straßen und auch Cal zitterte leicht. Lange würde er das nicht durchhalten, sie aber auch nicht, das wusste er.

Gerade als beide wieder aus ihrer Deckung einen weiteren Schneeball werfen wollten, durchbracht ein lautes: „Was soll das denn?!“ die kühle Winterluft. Emily stand in der Haustür und konnte nicht fassen was sich seit gut 20 Minuten vor dem Haus abspielte.

„Wie alt sind die Zwei? Fünf?“ dachte sie laut und rollte mit den Augen.

„Sie hat angefangen!“ wie ein kleines Kind zeigte Cal mit dem Zeigefinger auf Gillian und schaute seine Tochter unschuldig an. In diesem Moment landete Gillians Schneeball in seinem Gesicht.
Erst erschrocken, dann lachend lief Gillian hinter dem Auto hervor. Auch Emily konnte sich das Lachen nur schwer verkneifen.
„Ach Dad!“ lachend und bemitleidend sieht sie ihren Vater an. „Es scheint so, als würde diese Runde an Gillian gehen. Mach dir nichts draus.“ Leicht fröstelnd trat sie aus der Tür heraus.
„Kommt ihr jetzt bitte? Es wird kalt.“
„Sofort“ erwiderte Cal und wischte sich den Schnee aus dem Gesicht.

„Tut mir leid!“ Gillian kam auf ihn zu und wischte ihm den letzten Schnee von der Wange.

Lächelnd zuckte Cal mit den Schultern „Man(n) kann nicht alles haben. Aber glaube mir Foster, irgendwann, wenn du es nicht erwartest werde ich da sein und mich revanchieren!“ verschmitzt lacht er sie an und beugt sich runter zu ihr. Im ersten Moment war sie etwas erschrocken, als er ihr so nah kam, aber dann erkannte sie, dass er mit ihr spielte, sie herausforderte.
„Schön, ich werde da sein und siegen. Erneut!“ siegessicher funkelt sie ihn an und schupste ihn leicht nach hinten.
„Wir sollten rein, Emily wartet.“ Nutzte sie als Ausrede um von ihm wegzukommen. Je näher er ihr war, desto weniger konnte sie sich kontrollieren und diese Grenze, die sie selbst gezogen hatte, aufrechterhalten.

Beide liefen Richtung Haustür, als Gillian eintreten wollte hielt Cal sie am Ärmel zurück.

„Hey!“ verdutzt sah sie ihn an. ‚Was hatte er vor?‘

Cal trat näher an sie heran deute mit seinem Finger über sie. Über ihnen hing ein Mistelzweig.
Gillians Augen wurden groß. Angst, Freude aber auch Unsicherheit spiegelte sich in ihrem Gesicht wieder und bevor sie nur etwas erwidern konnte spürte sie seine Hände auf ihren Wangen und seinen Atem auf ihren Lippen, als er gegen ihre Lippen wisperte: „Rache ist süß“ und sie küsste. Federleicht berührten seine Lippen ihre.

Wie versteinert stand Gillian da, ihr Kopf war leer, das Blut gefror in ihren Adern und ihr Herz setzte einen Takt aus.
Cal bemerkte wie sie sich verkrampfte und löste seine Lippen wieder von ihren.

„‘Tschudigung“ nuschelte er und lief in das Haus. Gillian stand noch immer im Türrahmen, das Leben schlich sich wieder in ihren Körper und sie begann zu realisieren, was gerade passiert ist. Er hatte sie geküsst. Cal Lightman hatte SIE gerade geküsst. Ihr ganzer Körper begann zu kribbeln.
‚Das ist grade wirklich passiert!‘ Auch ihr Gehirn schaltet sich wieder ein und realisierte wie enttäuscht Cal ging. Angst kam in ihr auf. Hatte sie es jetzt komplett vermasselt?

Cal zog sich aus und hängte seinen Mantel an den Haken. Genickt stellte er fest, dass Gillian doch nicht dasselbe empfand wie er. „Das wäre auch zu schön gewesen.“, sagte er zu sich selbst und legte den Schal auf die Kommode im Flur.
Die Tür fiel in das Schloss.
„Gillian, hör zu.“, begann er und drehte sich um. Jetzt würde es unschön werden.
„Ich-“, wollte er weiter fortfahren, doch Gillian fiel im ins Wort.
„Enttäuschung“ sagte sie einfach. Irritiert schaut Cal sie an.
„Wie bitte?“ Was hatte sie vor?
„Enttäuschung lag in deiner Stimme, als du dich weggedreht hast.“
„Und?“ erwidert Cal kühl. Möchte sie ihn bloßstellen? Sein Herz weiter brechen? Oder beides zusammen?

Seine Abgeneigtheit lies Gillian zweifeln. Vielleicht war es doch keine Enttäuschung die sie hörte, vielleicht wollte sie es einfach nur hören, weil sie es sich wünschte und er spielte doch nur mit ihr.

„Du hast mich geküsst“ ihre Stimme war unsicher und glich einem Flüstern. Vorsichtig ging sie einige Schritte auf ihn zu. Der Mut durfte sie jetzt nicht verlassen!

Sie hielt an, als sie kurz vor ihm stand und schaute ihn tief in die Augen. Enttäuschung, deutlich zu sehen. Gillian hatte recht.

Cal verstand nicht was sie vor hatte und kniff die Augenbrauen zusammen.

„Und nun?“

Lächelnd zuckte Gillian mit den Schultern, stellte sich auf die Zehenspitzen und streichelte mit ihrer Hand über seine Brust. Seine Haut brannte und er legte seien Hand auf ihre um sie mit ihrer Bewegung zu stoppen.

„Hör auf.“ Bittet er sieh. Diese Nähe erträgt er nicht. „Bit-“ weiter kam er nicht. Gillians Lippen versiegelten seine. Leicht stöhnt er gegen ihre Lippen und aus dem leichten Kuss entwickelt sich eine wilde Knutscherei, bis sie auf Grund von fehlendem Sauerstoff sich voneinander lösen mussten.

Was Beide nicht wussten, dass Emily sie die ganze Zeit beobachtete. Glücklich blickte sie die Beiden an, sie wusste zwar nicht was sie gerade mit einander sprachen, aber die sah das Lächeln der Beiden und sie wusste, dass war der Anfang von etwas ganz Großem!

GxC

Ich hoffe euer Geschenk gefällt euch.

Schöne Festtage!
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