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The Power of Persuasion // Die Macht der Überzeugung

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama / P16 / Het
Albus Dumbledore Horace Slughorn Lord Voldemort / Tom Vorlost Riddle OC (Own Character)
22.12.2018
11.07.2022
6
13.687
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22.12.2018 2.467
 
Wie die Blätter von den Bäumen wehten, flogen auch die Wochen an ihr vorbei, sodass Marilyn jegliches Zeitgefühl in ihrem Leben verlor. Sie konnte eines Morgens nicht einmal mehr sagen, welchen Monat sie gerade hatten, nachdem eine aufgebrachte Erstklässlerin sie nach dem Datum gefragt hatte. In diesem Moment hatte sie bemerkt, dass ihr die Aufgabe als Vertrauensschülerin über den Kopf gewachsen war. Sie hatte sich unterschätzt und durfte fortan mit den Konsequenzen leben.

Ihre Pflicht als Vertrauensschülerin hinderte sie daran, an den Treffen von Professor Slughorn teilzunehmen, wofür der Hauslehrer von Slytherin wenig Verständnis aufbringen konnte. Aber ein Professor Slughorn musste sich nicht mit quengelnden Erstklässlern abgeben, die ihre Freunde im düsteren und verwinkelten Untergeschoss von Hogwarts verloren hatten. Und er musste auch nicht ein verschwundenes Haustier suchen, dessen Spuren bis in den verbotenen Wald führten. Im Gegensatz zu ihm kümmerten sich auch noch andere Professoren um die Belange der Schüler. Hingegen konnte sich die Ravenclaw nicht auf ihren Kollegen verlassen. Allein gelassen in ihren Verpflichtungen erübrigte sich ihre Freizeit, was sich mit der Zeit in ihrer Stimmung niederschlug.

Missmutig stützte sie ihren Kopf vom Tisch ab, während Professor Slughorn vorne im Klassenzimmer stand und zur Veranschaulichung ein Glas mit Blutegeln hochhielt. Doch Marilyn hörte ihm gar nicht wirklich zu, ihre Aufmerksamkeit richtete sich an Hooper, der einer interessierten Hufflepuff seine silberne Vertrauensschüler-Plakette unter die Nase hielt. Sie saß nicht unweit von ihm entfernt und hörte ihn sagen: „…ich habe dieses Amt wirklich unterschätzt, sodass ich kaum noch Zeit für meine Freunde finde. Aber ich denke immer daran, was es für eine Ehre ist, im Dienste von Hogwarts für die Sicherheit der Schüler zu sorgen.“, wofür er auch noch Mitleid von seiner Sitznachbarin bekam.

Marilyn kam bei seinen Worten die Galle hoch. Für diesen Nichtsnutz, der sich immer wie ein stolzer Hahn aufplusterte, hatte sie nur pure Verachtung übrig. Charlotte war das entnervte Schnauben ihrer besten Freundin nicht entgangen, weswegen sie beschwichtigend flüsterte: „Hör einfach nicht zu. Irgendwann bekommt er noch das, was er verdient hat.“.

Leider wusste sie nicht, dass sie Marilyn damit auf eine brillante Idee brachte. Das Schicksal trug nicht dafür Sorge, dass Hooper - dem Möchtegern-Vertrauensschüler des Hauses Ravenclaw - eine gerechte Strafe zukommen würde. Und weil Marilyn keine weitere Sekunde sein Geschwafel ertragen konnte, entschied sie sich daher, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen.

Damit er zurück auf den Boden der Tatsachen gelangte, erhob sich Mary von ihrem Platz. Professor Slughorn, dem seine Prahlerei nicht aufgefallen war, war in ein Gespräch mit einem Ravenclaw-Schüler verwickelt, sodass er von ihrem Vorhaben nichts mitbekommen würde. Charlotte fragte verwirrt: „Wo willst du hin?“, aber Marilyn, die sich über die Konsequenzen bewusst war, war nicht mehr zu bremsen.

Sie schwenkte nach vorne zum Lehrerpult, nahm sich eine vorgesehen Schale voller Blutegel, die sie eigentlich für den nächsten Zaubertrank benötigten, den Professor Slughorn für diese Unterrichtsstunde angedacht hatte. Nur Marilyn kehrte nicht zurück zu ihrem Platz, sondern bewegte sich zielstrebig zu Steve Hooper, der gedankenversunken mit seinem Schöpflöffel den Kessel umrührte. Er beschwerte sich noch eben bei seiner Tischnachbarin über die Beschwerlichkeit seines Postens als Vertrauensschülers, da spürte er plötzlich, wie sich etwas an seinen freien, linken Arm fest sog. Es war feucht, schleimig und schmerzte erst bei einem Blick auf seinen Unterarm, an dem durstige Blutegel klebten. Entsetzt starrte er auf seinen Arm und krächzte kläglich auf, was alle im Raum zum Lachen brachte.

In seinem Erzählfluss hatte er gar nicht mitgekriegt, dass Marilyn im Vorbeigehen stolperte und die Schüssel voller Blutegel über ihn ausleerte. Bestürzt stellte sie sich zu ihm: „Oh nein! Steve! Das tut mir leid! Wie konnte mir das bloß passieren?“. Untröstlich hielt sie sich eine Hand vor den Mund, doch nur um ihr Lachen vor den anderen zu verstecken. Denn Hooper war alles andere als begeistert, er schüttelte den Kopf und kreischte: „Das hast du mit Absicht gemacht!“, während er in seinem Umhang nach seinem Zauberstab kramte.

Durch die aufkommende Unruhe im Raum wurde auch Slughorn auf die Auseinandersetzung aufmerksam und entdeckte den Unfall am anderen Ende des Raums. Als Hooper seinen Zauberstab endlich fand und sprach: „Friss Schne...!“, stellte sich bereits Professor Slughorn streitschlichtend zwischen seine Schüler und versuchte den brandgefährliche Streit zu entschärfen. Unter seiner Aufsicht sollte kein Duell entbrennen, weswegen er versuchte einen Überblick über die Situation zu gewinnen: „Was ist denn passiert?“.

Leider war es kaum möglich, ihnen zuzuhören, denn unaufhörlich redeten sich die beiden ins Wort und warfen sich wüste Beschuldigungen an den Kopf: „Professor! Reynolds hat absichtlich ihre Blutegel fallen gelassen!“, „Das stimmt nicht, ich bin gestolpert!“, „Sie ist eifersüchtig!“, „Bitte was?! Flieg nicht gleich vom Besen! Das war ein Unfall!“, „Unfall… das kannst du deiner Oma erzählen!“, „Ich bin eben erschöpft, weil ich mich gestern um ein verschwundenes Haustier kümmern musste, als du nicht da warst!“, „Vielleicht habe ich jemand anderem geholfen!", „Lügner! Ich hab dich gesehen, wie du mit…“
„R-U-H-E!“

Die laute Stimme des Professors, die jeden anderen Ton im Saal verstummen ließ, brachte die Streithähne zum Schweigen. Steve und Marilyn, deren erhitzte Gemüter noch eben nichts anderes verlangten als ein Duell, waren mucksmäuschenstill geworden und blickten gespannt in das Gesicht des Professors, der etwas überfordert mit der vorliegenden Situation war und vollkommen ernst meinte: „Mr. Hooper... das sind fünf Blutegel. Fünf kleine Tierchen. Was sind Sie auch für ein Mann, wenn Sie deswegen aus der Haut fahren. Dazu hat sich Miss Reynolds bereits entschuldigt. Könnten Sie nicht einfach in den Krankenflügel gehen, um sich diese Tiere entfernen zu lassen?“.

Fassungslos starrte Steve in die Augen seines Lehrers, steckte missmutig den Kopf ein, ging ohne Widerworte aus dem Klassenzimmer und hinterließ eine unangenehme Stille im gesamten Unterrichtssaal.

Diese Geste war eine Satisfaktion für ihre unbändige Wut auf ihren Kollegen, sodass Marilyn stolz hinüber zu Charlotte blickte, die sich mit vorgehaltener Hand ein Lachen verkniff. „Und nun zu Ihnen, Miss Reynolds.“, wandte sich der Professor an eine seiner Lieblingsschülerin, die mit dieser Aktion sein Vertrauen auf den Prüfstand stellte. Betreten schaute sie zu Boden, während Slughorn sagte: „Ich möchte Sie nach der Stunde nochmal sprechen. Unter vier Augen.“.

Ganz toll. Das hatte sie von ihrem Rachefeldzug gegen Hooper. Marilyn setzte sich zurück auf ihren Platz und verlor kein weiteres Wort mehr. Sie dachte viel zu angestrengt darüber nach, was Professor Slughorn im Sinne hatte. Eine Versetzung wäre mit Abstand das Schlimmste, was sie jetzt gebrauchen könnte.

„Was war das denn für eine Aktion, Mary?“, fragte er. Sie konnte seine Entrüstung verstehen, aber bisher hatte sie ihn noch nie so enttäuscht erlebt. Schulterzuckend antwortete ihm die Ravenclaw: „Ich weiß wirklich nicht, wie das passieren konnte. Ich war einfach mit den Gedanken woanders.“, und hoffte, dass er ihr diese Lüge abkaufte. Immerhin hatte er ihren vermeintlichen Unfall mit eigenen Augen nicht gesehen, weswegen sie ihm eine gekünstelte Leidensmiene vorspielte. Wäre sie ehrlich und hätte ihm gestanden, dass sie absichtlich die Schüssel über den Tisch fallen gelassen hatte, würde sie schon längst im Büro des Schulleiters sitzen.

Glücklicherweise reichten ihre schauspielerischen Fähigkeiten aus, damit sich Professor Slughorn auf ihre Seite stellte: „Fürs Erste werde ich Ihnen meinen Glauben schenken. Aber denken Sie ja nicht, dass ich das beim nächsten Mal dulden werde. Ich weiß, dass Sie nicht gut auf Mr. Hooper zu sprechen sind. Daher appelliere ich an Sie, dass Sie sich mit ihm aussöhnen, bevor Sie das nächste Mal zu einem unserer Treffen erscheinen.“, „Natürlich, Professor.“, erwiderte Marilyn und verließ das Klassenzimmer.

Das war nicht nur ein Memento, das war eine klare Warnung. Er wusste genau, wie wichtig ihr die Mitgliedschaft in seinem Kreis war. Sie hoffte inständig, dass ihr Vergeltungszug keine weiteren Konsequenzen nach sich zog, auch wenn sie sich gerne an dem erschrockenen Gesichtsausdruck von Hooper zurückerinnerte.


Beinahe wäre Marilyn zu spät zu ihrer nächsten Unterrichtsstunde erschienen und musste sich mit einem Platz in der ersten Reihe begnügen. Sie zog das schwere Arithmantik-Buch aus ihrer Tasche, während ihre Professorin gerade die letzten Arbeiten austeilte, als plötzlich unerwarteter Besuch durch die Tür kam.

Mary verengte ihre Augen zu Schlitzen und glaubte sich versehen zu haben, als Tom Riddle zwischen Tür und Angel stand. Sein schwarzes Haar hing wild über seine Stirn, die Ringe unter seinen Augen zeugten von einer langen Nacht, er wirkte ziemlich angeschlagen. Aber das war nicht das Komische an dem ganzen Sachverhalt. Es war die Tatsache, dass Tom das Wahlfach Arithmantik gar nicht belegt hatte. Noch nie.

Professorin Davenport schaute ihn verdattert an: „Mr. Riddle? Was führt Sie denn zu uns?“. Ohne zu zögern, reichte er ihr einen Umschlag: „Ich habe Schulleiter Dippet um einen Kurswechsel gebeten. Hier, meine Bestätigung.“. Miss Davenport rückte die Brille auf ihrer Nase zurecht, während sie die unterschriebene Mitteilung von Professor Dippet durchlas. Sein charmantes Lächeln hätte wahrscheinlich ausgereicht, um die Professorin davon zu überzeugen, ihren Kurs zu besuchen, meinte Mary, die kaum glauben konnte, dass sich dieser Idiot auch wirklich alles erlauben konnte.

„Dann kann ich Sie in meinem Unterricht herzlich willkommen heißen, Mr. Riddle! Nehmen Sie doch neben Miss Reynolds Platz, die kann Ihnen helfen, den Stoff nachzuholen.“. Marilyn musste schwer schlucken, denn das hatte ihr nun wirklich noch gefehlt. Sie holte tief nach Luft, während Tom sich zu ihrer Linken hinsetzte und seine Schreibsachen aus der Umhängetasche holte. Dabei blickte er interessiert auf ihre Arbeit, die er nicht unkommentiert lassen konnte: „Ein Ohnegleichen? Das hätte ich nicht von dir erwartet.“.

Mary legte ihre Arbeit beiseite und ignorierte ihn. Sie konnte kaum fassen, dass dieser eingebildete Slytherin ausgerechnet neben ihr sitzen musste. Vor allem, weil er seine Klappe nicht halten konnte: „Ich wusste zwar, dass du gute Noten schreibst, aber ein Ohnegleichen ist für unsere Verhältnisse recht ungewöhnlich.“, „Warum bist du in diesen Kurs gewechselt? Sicherlich nicht, um mir auf die Nerven zu gehen, oder?“, konterte sie und wagte es, ihm in die Augen zu schauen.

Die Professorin, die mit einigen Schülern noch über die Notenvergabe diskutierte, bekam nichts von der Auseinandersetzung in der ersten Reihen mit. Tom lehnte sich zurück und erklärte: „Es ist logischer, die Zukunft mit Zahlen vorherzusagen als mit dem Teesatz einer Porzellantasse. Außerdem wollte ich dich sowieso sprechen, Miss Neunmalklug.“. Der letzte Teil seiner Antwort machte sie sprachlos. Was sollte sie daraufhin sagen? Peinlich berührt sah sie auf ihr leeres Pergamentblatt und fragte: „Und wieso?“.

Er beugte sich etwas vor, um leiser mit ihr zu sprechen: „Stimmt es, dass du Hooper eins ausgewischt hast?“. Sofort versteifte sich ihre Miene. Der Slytherin fügte an: „Ich habe ihn im Krankenflügel gesehen. Und im Vorbeigehen haben einige Hufflepuffs davon gesprochen. Also, stimmt das?“.

Sie verschränkte schützend die Arme um ihren Körper und zuckte gleichgültig mit den Schultern: „Sag du es mir.“. Sie wusste nicht, ob sie ihm vertrauen konnte. Wenn er die Wahrheit erfahren würde, könnte er sie anschwärzen. Und das würde einige Folgen nach sich ziehen, wie der Ausschluss aus dem Slug-Club. War das sein Ziel? Wollte er sie aus dem Weg räumen?

Zum Glück begann die Vorgesetzte mit dem Unterricht und warf besonders ein Auge auf den Neuzugang. Tom musste den Musterschüler spielen, für den ihn alle hielten, und konnte kein weiteres Wort mehr mit Marilyn wechseln. Ab und an blickte er aus dem Augenwinkel zu ihr hinüber, aber sie hing vertieft über ihr Arithmantik-Buch und verfolgte aufmerksam die Worte von Professor Davenport, die zum Ende der Unterrichtsstunde meinte: „Auf Seite 43 findet ihr eine Aufgabe. Das ist eure Hausaufgabe bis zur nächsten Stunde.“.

Während Marilyn die besagte Seite aufschlug und einen Blick auf die Hausaufgabe warf, dachte Tom erst gar nicht daran, sich mit der Aufgabe zu befassen, und fragte erneut: „Und? Warst du es jetzt oder nicht?“. Entnervt schlug die Ravenclaw das Buch zu und antwortete beim Zusammenpacken: „Warum interessiert dich das so sehr?!“, „Ich will wissen, woran ich bei dir dran bin.“, gestand er.

Tom entging nicht, dass ihr die Röte ins Gesicht stieg. Hastig stand Mary auf und wollte umgehend das Klassenzimmer verlassen, aber der Slytherin ließ sie nicht so schnell gehen: „Du kannst jetzt nicht einfach davonlaufen.“, „Vielleicht will ich einfach nichts mit dir zu tun haben.“, fuhr sie ihm über den Mund. Sie reagierte schnippisch auf seine ungewohnte Neugierde und wusste nichts damit anzufangen. Eigentlich wollte sie zuliebe ihrer besten Freundin, Tom aus dem Weg gehen, aber wie sollte sie ihren Vorsatz einhalten, wenn Riddle ständig ihre Nähe suchte?

Das Schicksal meinte es nicht gut mit ihr, als sie ausgerechnet noch Miss Davenport sprechen wollte: „Gut, dass sie beiden noch hier sind. Der Wechsel kam recht überraschend, Mr. Riddle. Aber ich nehme Ihnen das nicht übel. Sie haben ja bisher das Wahlfach Wahrsagen belegt und daher viel Stoff verpasst.“, „Dem bin ich mir bewusst, Professor. Ich werde versuchen, den Stoff an den Wochenenden nachzuholen.“, erklärte er mit einem freundlichen Lächeln, was Miss Davenport positiv stimmte: „Gut. Wenn Sie wollen, dann können Sie sich auch an Miss Reynolds richten. Sie ist eine meiner besten Schüler und ein wahres Naturtalent in Arithmantik. Wieso nehmen Sie sich denn nicht Nachhilfestunden bei ihr? Also nur, wenn Sie damit einverstanden sind, Miss Reynolds.“.

Nein. Marilyn sprach hastig: „Ich habe kein Problem damit.“, und meinte eigentlich das genaue Gegenteil. Auch wenn sie nicht gerade überzeugend wirkte, klatschte Miss Davenport erfreut in die Hände: „Schön. Dann wünsche ich euch noch einen schönen Tag.“, und schenkte beiden ein aufmunterndes Lächeln, während sie das Klassenzimmer verließen.

Was hatte sich Marilyn da nur wieder eingebrockt? Bevor Tom auf das Angebot zur Nachhilfe zurückkam, ergriff die Ravenclaw schnellstens die Flucht. Sie wollte ihn nicht mehr sehen. Sie wollte ihm keine Bühne in ihrem Leben bieten, sie wollte einfach nur ihren Frieden.


Aber von Frieden fehlte jede Spur. Mittlerweile wusste jeder an der Schule von ihrem vermeintlichen Unfall mit Steve Hooper. Am Mittags-Tisch gab es kein anderes Gesprächsthema unter den Schülern. Alle sprachen vom Zusammenstoß zwischen den Vertrauensschülern bei Professor Slughorn, nur zu ihrer Verwunderung sprachen die meisten ihr Lob für diesen heimtückischen Rachefeldzug aus. Marilyn entdeckte Steve am anderen Ende des Tisches, der Hass sprach aus seinen Augen, als sich ihre Blicke trafen. Doch die Vertrauensschülerin plagte kein schlechtes Gewissen, sie fühlte sich eher von der vorherrschenden Meinung unter den Schülern in ihrem Vorgehen bestätigt und konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.

„Ich bekomme das Gefühl nicht los, dass dich der sprechende Hut ins falsche Haus gesteckt hat.“, sagte Charlotte und stieg über die Bank, um sich zu ihrer besten Freundin zu setzen. Mary musste bei dem Gedanken lachen: „Wo hätte mich der sprechende Hut denn sonst hinstecken sollen?“, „Am besten nach Gryffindor.“, erwiderte Charlotte, „Auch wenn diese Aktion nach hinten hätte losgehen können. Das war verdammt waghalsig, das sag ich dir.“, „Naja, Slughorn hat mir meine Geschichte abgekauft. Das ist, was zählt.“, meinte Mary, die nur hoffte, dass Hooper aus dieser heutigen Situation gelernt hatte. Das würde sich wohl in den kommenden Wochen zeigen.
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