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The Power of Persuasion // Die Macht der Überzeugung

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama / P16 / Het
Albus Dumbledore Horace Slughorn Lord Voldemort / Tom Vorlost Riddle OC (Own Character)
22.12.2018
11.07.2022
6
13.687
16
Alle Kapitel
19 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
22.12.2018 1.666
 
Hallo, allerseits!
bevor ihr mit dem Lesen loslegt, möchte ich noch ein paar Worte loswerden. Es freut mich, dass ihr hier zu einer meiner ersten Fanfiction gekommen seid, die sich derzeit in Überarbeitung befindet. Daher bitte nicht wundern, falls sich der Inhalt der Kapitel ändert, Kapitel verschwinden oder neu dazukommen.
Ansonsten lasse ich das erste Kapitel für mich sprechen und melde mich nochmal zum Schluss.



Kapitel 1 – Es beginnt


Es schrieb sich das Jahr 1942, als Marilyn Constance Reynolds zum fünften Mal im Hogwarts-Express saß und von ihrem Abteil aus beobachtete, wie unzählige Schüler und Schülerinnen von Hogwarts sich am Gleis 9 ¾ tummelten und Abschied von ihren Verwandten nahmen. In ihren Händen hielt sie eine zusammengerollte Ausgabe des Tagespropheten, die ihre Mutter ihr zum Lesen mitgab, aber ihr war ganz und gar nicht danach, zum dritten Mal in Folge ihr Gesicht auf dem Titelblatt zu sehen.

Endlich ging die Tür auf und ihre beste Freundin schneite herein. „Ich hab dich schon überall gesucht.“, sagte Charlotte vorwurfsvoll und setzte sich unmittelbar auf die Bank gegenüber von ihr. Marilyn meinte: „Ich wusste nicht, ob du auf dem Gleis wartest oder schon im Zug bist Wo sind eigentlich Barbara und Joyce?“.

Nur erhielt sie keine Antwort, als Charlotte, ohne zu fragen, die Zeitung aus ihren Händen riss und das Schundblatt auffaltete, ehe sie in lautes Gelächter ausbrach. Entnervt verdrehte Marilyn die Augen, als ihre Freundin laut und deutlich den Titel verkündete: „Mordslust – Verbrechensaufklärung liegt im Blut… das wolltest du mir wohl verschweigen, hm?“, „Das war nichts Besonderes.“, grummelte Mary, holte sich den Tagespropheten zurück und ließ ihn in ihrer Handtasche verschwinden.

Charlotte schüttelte lachend den Kopf: „Nichts besonderes? Du hast deiner Mutter bei der Aufklärung eines Mordfalls geholfen und für Gerechtigkeit gesorgt. Was ist daran nicht besonders?“, „Ich will einfach nicht darüber reden.“, erklärte sie. Und das mussten sie auch nicht. Denn Charlotte hielt erschrocken inne, als ihre Augen ein bekanntes Gesicht erspähten.

Ganz aufgeregt tippte sie auf den Arm ihrer besten Freundin und deutete aus dem Fenster: „Schau mal! Schnell! Oder du verpasst ihn!“. Marilyn brauchte nicht aus dem Fenster zu schauen, um zu wissen, dass gerade Tom Riddle am Bahnsteig stand.

Seit letztem Jahr hatte Charlotte über nichts anderes gesprochen. Obwohl sie es niemals zugeben würde, war sie in den Slytherin verknallt. Der Musterschüler aus dem Haus Slytherin stand an der Seite seiner Freunde und war in einer tiefen Unterhaltung mit Alphard Black und seinen noblen Eltern verwickelt. „Sieht er nicht gut aus?“, fragte Charlotte und wischte sich eine lose, braune Strähne hinters Ohr.

Marilyn verstand es nicht. Sie konnte an Riddle nichts abgewinnen. Vielleicht war er ein Genie, das in allen Fächern ein Ohnegleichen erhielt, aber bei den meisten Lehrkräften stand weniger sein Können im Vordergrund, sondern seine Fähigkeit, die Zuneigung seiner Mitmenschen zu gewinnen. Wie durch Zauberhand erlangte er das Vertrauen der Professoren, sodass Marilyn ihn nur hassen konnte.

Insbesondere dafür, dass Charlotte ihrer Sitznachbarin überhaupt kein Gehör mehr schenkte - nur wegen ihm. Sie war wie geblendet von seiner Ausstrahlung und vergaß völlig seine inneren Werte. Denn er hatte keine. An Menschlichkeit fehlte es dem Musterschüler gänzlich, es war angemessener seine Gefühlswelt mit der eines Steines zu vergleichen. Die wenigen Freunde, die er hatte, waren eher Bewunderer, die sich im Licht seines Erfolges sonnten. Und das machte Riddle noch abgehobener als er bereits war. Ständig war er beschäftigt, nur nicht im Sinne wie viele andere Jungs seines Alters, die nach Hogsmeade gingen, um im Drei Besen ein Butterbier zu trinken. Er war viel mehr mit sich selbst beschäftigt, außerhalb des Unterrichts hatte Marilyn ihn nur in der Bibliothek angetroffen, wo er für gewöhnlich seine Nachmittage verbrachte. Wenn sie selbst an einem Tisch über ihren Hausaufgaben saß, da sah sie ihn. Sie konnte schwören, dass er mittlerweile alle Bücher in Hogwarts gelesen haben musste, denn nicht einmal sie verbrachte so viel Zeit in der Bibliothek.

Nicht, dass es sie in irgendeiner Art und Weise störte, es verwunderte sie eher, weil er kein Ravenclaw war, sondern damals nach Slytherin sortiert wurde.

Wie versessen verfolgte Charlotte seine Bewegungen und erst, als auch er mit den restlichen Slytherins im Hogwarts-Express verschwunden war, widmete sie sich wieder Marilyn zu. Sie stützte sich mit ihren Händen von den Oberschenkeln ab und kam auf die anderen beiden Mitschülerinnen ihres Hauses zu sprechen: „Joyce und Barbara habe ich vorhin bei den Hufflepuffs gesehen. Ich glaube es ging um Zauberschach, du kennst die beiden ja.“.

Die beiden tauchten auch die restliche Fahrt nicht auf, was Marilyn gleichgültig hinnahm, zurückgelehnt die vorbeiziehende Landschaft verfolgte und den Geschichten ihrer besten Freundin lauschte. Auf einmal ging die Abteiltür auf, beide glaubten Joyce und Barbara würden endlich zu ihnen stoßen, jedoch flog eine verzauberte Nachricht herein und landete unmittelbar auf ihrem Schoß. Charlotte starrte entsetzt auf den Umschlag: „Was ist das?“. Aber auch die Empfängerin hatte keine Antwort darauf.

Langsam brach sie mit ihren Fingernägeln das grüne Wachssiegel auf und zog das Pergament heraus, dessen Zeilen sie mit zittrigen Händen hastig überflog.

„Es ist von Slughorn.“, hauchte Marilyn, „Er lädt mich zu einem Treffen des Slug-Clubs ein.“. Sie konnte es noch gar nicht wirklich glauben, während ihre Mitschülerin sie sofort in den Arm nahm und ihr die letzte Luft aus dem Körper drückte: „Ich freu mich ja so für dich! Endlich hat er dein Potenzial erkannt!“.

Es war ein Privileg, den Zusammentreffen von Professor Slughorn beizuwohnen, die dafür berüchtigt waren, dass nur erlesene Schüler teilnehmen durften. Die hervorragende Arbeit in allen Schulfächern der letzten Jahre trug nun endlich ihre Früchte.

Immer noch unter Schock faltete sie das Stück Papier zusammen und steckte es in die angenähte Tasche ihres Umhangs. Sie hatte sich so sehr in Zaubertränke ins Zeug gelegt und wurde nun endlich zum Slug-Club eingeladen. „Was für eine Überraschung. Aber ich muss schon zugeben, dass ich etwas eifersüchtig bin… Riddle und die anderen werden auch da sein.“, schwärmte Charlotte erneut von ihm, „Was würde ich nicht alles dafür geben, um an seiner Seite zu sitzen.".

Wie vom Blitz getroffen hielt Marilyn inne und starrte in die Leere, als ihr klar wurde: „Was soll ich eigentlich anziehen?“. Daran hatte sie nicht gedacht, als sie ihre Kleidung einpackte. Sie hatte nicht damit gerechnet, doch noch zu seinen Treffen eingeladen zu werden, was ihr zum Verhängnis werden konnte, da sie nicht mit ihrer Schuluniform erscheinen konnte.

„Hast du kein Kleid eingepackt? Was ist mit dem, das du letztes Jahr zu Halloween getragen hast?“, „Das habe ich nicht mitgenommen!“, „Mary! Das ist nicht dein Ernst! Du hättest damit rechnen können, das du es brauchen wirst! Hast du wenigstens Geld dabei?“, „Nicht viel…“, „Ganz große Klasse – die schlauste Schülerin unseres Jahrgangs hat nicht daran gedacht, dass sie ein Kleid nach Hogwarts mitnehmen sollte. Nun, da dir meine nicht passen, müssen wir wohl die nächsten Tage nach Hogsmeade.“, „Etwas anderes bleibt mir nicht übrig, ich will nicht mit meinem Schulumhang auftauchen.“, immerhin wollte Marilyn einen bleibenden Eindruck hinterlassen.


Wie gesagt, so getan. Die beiden Fünftklässlerinnen waren an ihrem freien Donnerstag-Nachmittag in Hogsmeade gegangen, hatten für Marilyn das schönste Kleid ausgesucht und… konnten es nicht bezahlen. Auch wenn sie ihr Geld zusammenlegten, reichte es nicht, um die Rechnung zu begleichen.

Enttäuscht wollte Marilyn das Kleid zurück an die Kleiderstange hängen, wenn da nicht die Ladeninhaberin aus dem Hinterzimmer auftauchte. Lässig hing sie sich das Maßband um ihren Hals und fragte bei einem längeren Blick auf die beiden Mädchen: „Seid ihr von Hogwarts?“.

Die beiden nickten, Charlotte fügte hinzu: „Ja. Nur… wir haben nicht das nötige Kleingeld dabei.“. Die Dame mit dem ausgefallenen Federschmuck im Haar näherte sich ihnen, fuhr mit ihren Fingern über den Saum des blauen Kleides und schenkte den Schülerinnen ein aufrichtiges Lächeln: „Wisst ihr was? Ihr könnt ja ein anderes Mal kommen und den Rest bezahlen. Immerhin könnt ihr nicht einfach davon laufen – ich weiß, wo ihr wohnt.“, „Sie sind meine Rettung.“, seufzte Marilyn erleichtert und folgte ihr zur Kasse. Sie kramte in ihrer Tasche nach den letzten Galeonen, während die Schneiderin fragte: „Als Vermerk würde ich noch deinen Namen brauchen. Wie heißt du, Kleines?“, „Marilyn Reynolds.“, antwortete sie, ohne groß darüber nachzudenken.

Die Augen der Ladenbesitzerin weiteten sich, als sie ihren Namen vernahm, und erkannte: „Bei Merlins Bart! Sie… Sie sind die Tochter der Schriftstellerin Sarah Reynolds?! Ich wusste doch, dass ich Sie irgendwoher kenne! Sie waren auf einem Artikel im Tagespropheten abgelichtet! Was war das gleich nochmal… ach ja, stimmt! Sie haben ja einen Mordfall aufgeklärt, der schon drei Jahrzehnte zurückliegt! Schon verrückt… aber daher kenne ich Sie!“.

Mit einem verzweifelten Blick zu Charlotte, die ungeduldig am Eingang wartete, hoffte sie von ihr Hilfe in diesem Schlamassel zu erhalten. Nur zu ihrer Verwunderung zerriss die Schneiderin die Rechnung und erklärte: „Vergiss die restlichen Galeonen. Die Rechnung geht auf mich.“, „Mam…“, hauchte Marilyn, „Das kann ich nicht annehmen!“, „Ach was, für Sie gibt es 50% auf das Kleid.“, bestand die ältere Dame darauf und packte das Kleid in eine Papiertüte.

Marilyn bedankte sich bei ihr, folgte Charlotte aus dem Laden und konnte kaum glauben, dass sich in der Bekanntheit ihres Namens einige Vorzüge versteckten, in deren Genuss sie erst jetzt kommen durfte. Wenigstens bekam sie ihr Traumkleid, rechtzeitig vor Freitagabend.





___Anmerkungen___

Sooo, hier bin ich wieder. Die Geschichte lässt mich nicht los. Da ich mit der bisherigen Ausarbeitung unzufrieden bin, wage ich mich an eine Überarbeitung heran. Zum Glück habe ich den ersten Teil schon fertiggestellt und werde in den folgenden Wochen die Kapitel verändern.

Während dem Schreiben habe ich auch einen neuen Trailer zu der Geschichte erstellt. Wenn ihr wollt, könnt ihr gerne mal reinschauen:
YouTube-Link: Young and Beautiful - Tom Riddle & Marilyn Reynolds

Ansonsten hoffe ich, dass es euch allen so weit gut geht und euch meine Geschichte gefällt. Falls euch etwas stört, dann immer raus damit. Ich freue mich über jede Rückmeldung und scheut euch nicht davor, ehrlich zu sein. Ich kann Kritik gut vertragen.

Mit diesen Worten wünsche ich allen eine schöne Restwoche, machts gut!

LG Aenigma Vitae
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