Reader X Baekhyun One Shot

OneshotAllgemein / P12
Byun Baekhyun
21.12.2018
21.12.2018
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Den Gang hinunter, hinter den Schuhen scharf rechts, gerade zwischen dem Schmuckgeschäft und dem Optiker durch. Baekhyun wollte rennen, aber er durfte nicht. Der Mundschutz machte ihn schon auffällig, aber rennen würde ihm wahrscheinlich noch die Security auf den Hals hetzen.
Vielleicht würden die ihm später raushelfen, wenn er erklärte was los war, aber für den Moment wollte er nur den Sasaengs entkommen.

Zumindest befürchtete Baekhyun, dass es welche waren, denn in letzter Zeit entwickelten alle Mitglieder eine Art Paranoia vor solchen Dingen. Es gab einfach zu viele solcher Erlebnisse in den letzten Wochen, die Presse war voll davon.
In seinen Gedanken versunken, bog er allerdings eine Abbiegung zu früh rechts ab und fand sich in einem schmalen Gang wieder, wo es rechts zu den Toiletten ging.
Zuerst wollte er dort hinein, sich einschließen und Suho Anrufen, aber er zögerte.
Hielt sie das wirklich ab? Hatte es in der Vergangenheit ja nicht wirklich getan.

„Komm, hier lang!“

Eine sanfte Stimme hinter ihm ließ Baekhyun ruckartig die Richtung wechseln in die er sah. Hinter ihm hatte sich eine Tür geöffnet, auf der 'Security' stand und in der nun eine junge Frau stand und ihn zu sich winkte.

Womöglich hätte der Sänger sich normalerweise gewundert was genau sie dort tat und wie sie da hinein gekommen war, aber ohne lange zu überlegen gehorchte er.
Die Flucht hatte momentan oberste Priorität. Kaum war er in den Gang geschlüpft, da schloss die Frau die Tür hinter ihnen und er konnte hören, wie ein Schloss einrastete. Diese Tür konnte man nur von hier drinnen ohne Schlüssel öffnen.

Eigentlich wollte er fragen wer sie war und woher sie wusste, dass er Hilfe brauchte, doch sie lief bereits los, ihm winkend ihr zu folgen.
Einen letzten Blick zurück werfend, lief er ihr nach, sie von hinten musternd.
Sie trug eine Jeans, eine Bluse und eine College Jacke, alles sah nicht billig aus, aber auch nach nichts zu Besonderem, eher wie ein Outfit, dass jemand trug der nichts spezielles mehr vor hatte.
Doch wie kam sie hier rein?

Sie führte ihn durch einen langen Gang, vorbei an einigen Türen, hinter denen er ab und zu Musik hören konnte, dann eine Treppe hinunter, ehe sie dort bremste, wo sie vor einer Tür standen, die der Beschriftung nach der ‚Ausgang 4‘ war.
Sie bedeutete ihm zu warten, ehe sie aus ihrer Tasche einen Schlüsselbund zog, den Alarm an der Tür ausschaltete und dann die Tür so weit öffnete, dass sie hinaussehen konnte.

„Die Luft hier ist rein, hier kannst du ungesehen raus und verschwinden. Sie werden dich noch eine Weile im Kaufhaus suchen.“

Mit einem zufriedenen Lächeln drehte sie sich wieder zu Baekhyun, der fragend den Kopf zur Seite legte.
„Danke dir..? Womit hab ich die Rettung verdient?“

Amüsiert kicherte die junge Frau, eine Hand vor die Lippen legend, da sie es eigentlich aus Höflichkeit unterdrücken wollte.
„Ich hätte dich nicht den Sasaengs überlassen, Oppa. Wir Exo-L sind hier, um euch zu beschützen. Warum bist du überhaupt alleine Unterwegs? Das ist in so einem überlaufenen Platz gefährlich.“

Baekhyun lachte verlegen, sich durch die Haare streichend. Einerseits war er wirklich dankbar, dass sie eine Exo-L war und ihm geholfen hatte, andererseits hatte er eben jene Warnung heute schon mal gehört.
Das war als er Junmyeon kurz Bescheid gesagt hatte, er würde das Geschenk für Chanyeol besorgen gehen und gleich wieder zurück sein. Und er hatte nicht nur eigentlich vor was für Suho als dessen Geburtstagsgeschenk zu besorgen, sondern er war bereits über drei Stunden unterwegs.

„Ich muss ein Geschenk besorgen, aber weiß nicht mal was ich ihm Kaufen soll. Suho ist da eher schwer zu Lesen... Und jetzt geht das wohl nicht mehr, wenn sie mich suchen und ich keine Ahnung habe welche Geschäfte hier alles sind.“

Nachdenklich legte die Frau eine Hand ans Kinn, den Blick auf ihm ruhen lassend. Gerade als er überlegte mit einer Hand vor ihrem Gesicht auf und ab zu wedeln, kam sie wohl zu einem Entschluss.
„Wenn du ein spezielles Ziel hast, dann könnte ich dich auch durch diese Gänge hier zu dem passenden Laden bringen. Oder du bestellst online?“

„Online geht nicht gut, das mit den Paketen an uns liefern lassen ist nicht so einfach. Und... Du kannst das einfach so?“
Beim ersten Satz noch resigniert klingelnd, runzelte Baekhyun anschließend verwirrt die Stirn, das alles war für ihn reichlich unbegreiflich.

Seine Antwort war jedoch der Schlüsselbund, den er vor die Nase gehalten bekam. Daran waren drei Schlüssel die mit einem roten Sticker verziert sind, vier ohne Aufkleber und ein etwa ein Zentimeter dicker Chip aus rundem Plastik, wohl auch als elektrischer Schlüssel.
„Jup, ich kann das so einfach. Ich habe noch ein bisschen Zeit, wenn dir das hilft? Aber wir müssen vorsichtig sein, wer weiß wo überall Paparazzi lauern.“

Kurz zögerte Baekhyun, denn immerhin war er hier mit einem Angebot einer ihm eigentlich völlig Fremden konfrontiert, doch etwas sagte ihm, dass er ihr trauen konnte.

Sie hatte ihn gerade eben ja schon einmal gerettet, warum sollte sie ihm nun eine Falle stellen?

„In Ordnung, dann beeilen wir uns besser.“





Mit einem leichten Lächeln, das hoffentlich so aufmunternd wirkt wie es von dir gemeint ist, nickst du deinem Gegenüber zu.
„Klingt gut. Hast du schon eine grobe Idee?“

Du klopfst dir selbst stolz auf die Schulter, dass du bis jetzt die ganze Zeit ruhig geblieben warst und nicht um ein Autogramm gebeten hattest. Denn du warst zwar ein ziemlicher Fan, aber der Anblick von einem beinahe völlig verschreckten Baekhyun, der sich vor einer Gruppe Mädchen flüchtete war für dich doch deutlich abschreckend.
Kein Wunder das KPOP Fans einen schlechten Ruf bekamen, wenn die echten Fans mit solchen Sasaengs verwechselt wurden.

Deshalb hattest du dich auch eingemischt, um deiner Aufgabe als wahrer Fan nachzukommen, nämlich da zu sein, Exo so zu unterstützen, wie du es tun konntest. Und auch wenn es sonst bei dir eher auf das Streamen oder Kaufen von Alben hinauslief, dass hier war definitiv genauso wichtig.

Deine Aufmerksamkeit liegt jetzt allerdings wieder auf deinem Gegenüber, der etwas verlegen seinen Mundschutz zurecht zieht, der wohl auf der Flucht verrutscht war.
„Nicht wirklich, leider. Ich wollte mich in ein paar bestimmten Läden umsehen, aber ich befürchte das sie meine Kleidung erkennen könnten und dort warten.“

Baekhyun sprach es nicht aus, aber du wusstest genau wen er mit ‚sie‘ meinte, weshalb du nachdenklich nickst.
„Stimmt schon, wir können womöglich nicht zu lang irgendwo bleiben, es sei denn du hast vor dir neue Kleidung anzuziehen. Du hast nicht zufällig was zum Wechseln griffbereit?“

Gegen Ende grinst du amüsiert, während dein Gegenüber leise lacht.
„Nein, zufällig nicht. Es sei denn du möchtest das wir Jacken tauschen.“

Einen Moment lang hast du das Gefühl, dass du in Ohnmacht kippen musst, allein bei dem Gedanken, du könntest seine Jacke geliehen bekommen, doch dann hebst du eine Augenbraue und schenkst ihm ein freches Grinsen.
„Natürlich, als ob du dich trauen würdest Frauenkleidung anzuziehen. Du passt doch nicht in meine Jacke, Oppa.“

„Okay, das reicht. Wir wechseln Jacken.“
Verdattert siehst du zu Baekhyun, der sich tatsächlich die Jacke auszieht und auffordernd zu dir hält. Mit einem Kichern pellst du dich ebenfalls aus deiner, die du gegen die von ihm eintauscht. Du schlüpfst in die schwarze Lederjacke und grinst leicht, während dein inneres Fangirl fröhlich auf und ab springt. Das hier fühlte sich an wie Geburtstag und Weihnachten in einem, es war definitiv der beste Tag seid der Ankunft deines ersten Albums.

Baekhyun hingegen richtet sich den Kragen deiner Jacke, was dich dazu bringt einmal um ihn herum zu gehen, ehe du vor ihm stehen bleibst.
„Jetzt wo ich dich so betrachte, könnte das auch eine Jacke für Männer sein.“

„Tja, dann wird es nichts mit dem Beweis. Aber ich habe zumindest eine kleine modische Veränderung, die uns einen Zeitpuffer verschafft. Wie kommen wir zu den Läden?“

Ein wenig überrascht von der anscheinenden Permanenz des Jackentauschs, gehst du zurück zur Treppe.
„Hier, einfach die Gänge entlang. Sie sind mit den Hinterzimmern zu allen Läden verbunden, ich kenne ein paar der Verkäufer, da dürfen wir durch das Zimmer in den Laden.“

Doch erstaunt folgt dir Baekhyun die Treppe hoch, dich nachdenklich musternd. Du richtest dir wie nebenbei die Frisur, um nicht rot zu werden, da er beeindruckt wirkt, wenn auch eher von deinen Beziehungen.
„Du musst echt einflussreich sein, wenn du durch solche Hinterzimmer laufen darfst. Bevor ich mich mit irgendwelchen Aussagen blamiere, dir gehört nicht zufällig das Center? Oder sämtliche Aktien der Läden hier drinnen?“

Du kannst nicht anders als bei seinen Fragen zu lachen, während du abwinkst. So reich warst du nun doch nicht, aber den Grund für deinen Besitz des Schlüssels würdest du nicht so einfach preisgeben.
„Nein, ich bin doch viel zu jung, als das mir das gehören könnte. Ich studiere noch, arbeiten tue ich nur um mir etwas dazu zuverdienen, bis ich mit der Ausbildung fertig bin.“

Es ist ziemlich offensichtlich, dass Baekhyun neugierig war, aber er schien deine Antwort vorerst zu akzeptieren. Du sprichst von dir aus auch nicht mehr weiter, weshalb er dir bis in den ersten Stock folgt, wo du abwartend zu ihm siehst.
Der Sänger allerdings runzelt nachdenklich die Stirn.
„Ich hab schon länger überlegt was ich ihm besorgen kann, aber er hat ja eigentlich alles was er braucht… Obwohl er gerne liest, also vielleicht ein Buch? Aber was könnte er da brauchen?“

„Ein Witzebuch.“

Ihr beide seid überrascht, als du antwortest. Zu deinem Unglück hatte sich dein Mund entschieden deinen ersten Gedanken einfach auszusprechen, bevor dein eigener Verstand ihn daran hindern konnte, weshalb du von deiner eigenen Courage überrascht zu Baekhyun siehst.
Dieser hingegen ist von der Antwort sichtlich amüsiert, versucht aber irgendwie nicht schallend los zu lachen, weshalb er sich grinsend auf die Unterlippe beißt. Diese Taktik funktioniert aber nur ganze drei Sekunden, ehe ihr beide doch gemeinsam los lachen müsst und euch zum Beruhigen voneinander abwendet.

Als ihr wieder ohne Seitenstechen Luft holen könnt, schlägst du vor ihn erstmal zum Bücherladen zu bringen, dort könntet ihr ja die Neuerscheinungen durchsehen, ob etwas Passendes dabei wäre.
Da das nach einem ersten Plan klingt, stimmt Baekhyun einfach zu und folgt dir durch die Gänge, in denen du dich bestens auskanntest. Er hingegen mustert dich aus dem Augenwinkel, ehe er ruckartig nach vorne sieht, als er sich selbst dabei erwischt.

Es war selten dass er ohne im Mittelpunkt von Medien stehend mit Fans interagierte und vor allem waren die nicht immer alle so entspannt. Und etwas an den ganzen Geheimnissen die du zu haben schienst, weckte seine Neugier an dir.

Von seinen Gedanken kriegst du nur allerdings kaum etwas mit, weshalb du einfach vor einer Tür stehen bleibst und diese aufschließt, ehe du durch diese siehst, ehe du lächelst und zu ihm nickst.
„Wir können hier rein, es ist kaum etwas im Laden los.“

Tatsächlich hätte Baekhyun gerne gefragt woher du sowas mit einem Blick ins Hinterzimmer wissen konntest, doch als er dir dort hinein gefolgt war, konnte er selbst den Monitor entdecken, der die Bilder der Überwachungskameras anzeigte. Das ließ ihn erstmal verstummen, während du ihn in den Bücherladen bringst, wobei dich die Verkäuferin mit einem Lächeln und einer Verbeugung grüßt, als sie dich erkennt.
Baekhyun lässt den Blick über die Regale schweifen, ehe ihr zu dem Regal mit den neuesten Büchern geht, wo er zweifelnd davor stehen bleibt.

Mit einem Kichern musterst du seinen verzweifelten Gesichtsausdruck –oder eher das, was du trotz des Mundschutzes sehen konntest-, ehe du auf einen Krimi deutest.
„Das hier? Die Rezensionen scheinen gut zu sein. Und das ist bestimmt was Spannenderes als…“, du greifst ein anderes Buch, dass man in dieses Regal gestellt hatte, „… ein Buch über Schädlingsbekämpfung im eigenen Haus. Wie hat es das hier eigentlich her geschafft?“

Gegen Ende klingt beinahe Bestürzung in deiner Stimme mit, was Baekhyun kichern lässt.
„Vielleicht gibt es zurzeit eine neue Schädlingsplage? Aber gut, besser ein Krimi bevor ich ihm wirklich das Witzebuch suche.“

Bei der Erinnerung an deine unüberlegte Antwort vorher, kannst du nicht anders als leise zu Kichern, während dein Begleiter das Buch aus dem Regal nimmt, dann greift er an seine Jackentasche, aber ihr beide bemerkt den Denkfehler relativ zügig.
Seine Jackentasche war im Moment deine Jackentasche. Und dem Gewicht nach zu urteilen, hatte er wohl sein Portemonnaie in der Tasche seiner Lederjacke versenkt.

So also dreht er sich zu dir, weshalb du die Hände ein Stück hebst und dich ganz zu ihm drehst, damit er das Geld aus seiner Jacke nehmen konnte.
Und während er sich auf seine Hände konzentrierte, konntest du nicht anders als wie gebannt in seine Augen zu sehen, die eine wirklich schöne Farbe hatten.
Auf Fotos trug er ja häufig Kontaktlinsen oder sie wirkten bei schlechtem Licht schlichtweg einfach schwarz, aber in natura waren sie deutlich faszinierend. Damit konnte er sicherlich jeden in den Bann ziehen.

Deinen Blick spürend, sieht Baekhyun zu dir, eine Augenbraue hebend. Du wusstest das er erneut grinste.
„Was ist so faszinierend, dass du starrst?“

„Deine Augen sind schön.“
Der Konter, den du eigentlich bringen wolltest, fällt aus, weshalb Baekhyun überrascht blinzelt, ehe er beinahe verlegen wirkt.
Du allerdings räusperst dich nur und schiebst ihn dann in Richtung Kasse, wobei er entgegen deiner Erwartungen brav gehorcht und einfach bezahlen geht.
Du wendest dich solange ab, damit du deine Gedanken ordnen kannst, was du sicher nicht konntest, wenn du ihn beobachten würdest.

Zu dem Zeitpunkt wo er zu dir zurückkehrt, hast du dich von dem Schock erholt ihm einfach ein Kompliment zu machen obwohl das eher weniger angebracht war. Aber er war nicht schreiend weg gerannt, dass war doch schon mal aufmunternd.
Du willst ihn gerade fragen wohin er jetzt will, als dich jemand unterbricht.
Oder etwas? Baekhyuns Magen jedenfalls knurrte laut und deutlich.
Während er sich jetzt verlegen räuspert, kannst du nicht anders als zu kichern.
„Das war deutlich. Ich befürchte ich muss dir was zu Essen besorgen, sonst bringt mich dein Magen um. Worauf hast du Appetit?“

„Eigentlich nichts Besonderes, ich esse alles gerne. Aber ich glaube etwas Kleines reicht für den Moment. Kannst du was empfehlen? Wo am besten sonst keiner isst.“
Baekhyun schien da wirklich unkompliziert zu sein, aber du konntest es verstehen. Alles konnte gut schmecken, solange man es in Ruhe genießen konnte.

Einen Moment überlegst du, ehe du plötzlich breit grinst.
„Oh, ich weiß was. Wie wäre es mit Hotteok? Gefüllte Pancakes gehen immer.“

Bei deinem Einfall scheint dein Lächeln so glücklich, dass Baekhyun wohl Probleme hat, dir direkt zu Antworten, so fasziniert ist er einen Moment lang von deiner ehrlichen Freude. Dann aber nickt er einfach ergeben, einfach nur zustimmen, das war machbar. „Klingt gut, aber wo-“

„Ich zeige dir wo wir essen, komm. Bevor man dich hier entdeckt.“

Normalerweise hätte man abgewartet, dass der andere zustimmt oder ablehnt, aber du hast da bereits Baekhyuns Handgelenk gegriffen und ihn durch die Hintertür aus dem Laden gezogen.
Dort zurück zu den Treppen und durch ein Gewirr an Gängen, ehe du ihn kurz anweist auf dich zu warten. Danach verschwindest du durch eine Tür zügig in das Center, eine Portion Hotteok kaufen, die euch beide satt bekommen würde.
Zu Baekhyuns Überraschung dauert es keine zehn Minuten, bis du zurück bist, dann aber muss er dir erneut hinterher laufen, doch mit jeder Stufe die du ihn weiter nach oben führst, wächst seine Neugier. Du hingegen strahlst glücklich, als du ihm eine unscheinbare Tür am Ende der Treppe öffnest.

„Willkommen an dem besten Ort des Centers.“
Du betrachtest mit einem zufriedenen Grinsen, wie er sich aus großen Augen auf der riesigen Dachterrasse umsieht, die er mit dir gemeinsam betreten hat.
Du folgst ihm mit ein wenig Abstand, während er staunend an das Geländer geht und über die Stadt sieht, die sich vor ihm erstreckt.
„Wahnsinn…! Wie kommt die hier her? Und warum ist da nur eine kleine Tür für an der Treppe? Die ist total ausgebaut!“

Du deutest zur anderen Seite der Terrasse, wo drei große Türen nebeneinander sind.
„Dort kommt man eigentlich her, das sind die Fahrstühle, die von der großen Halle im Eingangsbereich hier hinauf führen. Die Terrasse wird für exklusive Feiern genutzt und steht den Gästen sonst nicht zur Verfügung, weil sonst hier ständig Security zum Schutz stehen müsste.“

Verstehend nickt Baekhyun, aber setzt sich dann zu dir auf eine der Bänke, die auf der Terrasse stehen und nimmt sich etwas von dem Essen, dass du ihm anbietest. Du beißt vorsichtig in dein Essen, aber siehst dabei konzentriert auf deine Hände, um nicht zu starren, da Baekhyun seinen Mundschutz runterzieht.

Natürlich siehst du immer wieder neugierig zu ihm, aber als er deinen Blick auffängt, wendest du den Kopf prompt wieder ab und isst stumm weiter. Dann jedoch hörst du seine Stimme, die ein wenig ruhiger klingt als du es von ihm gewohnt bist.
„Überrascht es dich? Mein Gesicht ohne Make up?“

Vorsichtig hebst du den Blick, ihn einmal genauer und ruhiger musternd.
Natürlich, er sah nicht so aus wie auf den Fotos oder in den Videos, aber du runzelst die Stirn. Baekhyun war nun einmal ein Mensch, er hatte auch Grenzen was die Perfektion anbelangte, aber er kam wirklich sehr nahe da dran.
„Nicht wirklich… Du bist ja noch immer du. Und es macht dich… weniger unnahbar. Menschlicher. Wir Fans halten ja sonst nicht ohne Grund ein wenig Abstand, immerhin wirkt ihr immer perfekt, was wir… Normalsterblichen nicht sind. Aber in Wahrheit seid ihr ja nicht anders als wir.“

Nach deiner Antwort lächelst du etwas zögerlich, nicht sicher ob du nicht zu viel gesagt hast, aber Baekhyun grinst leicht, seinen letzten Bissen runter schluckend. „Stimmt, wir sind auch nur Menschen… Danke dir.“

Verwirrt legst du den Kopf zur Seite.
„Wofür dankst du mir, Oppa?“

Baekhyun kichert leicht, während er zu dir sieht. Er scheint erst nur etwas sagen zu wollen, dann aber macht er eine ausschweifende Bewegung mit dem Arm, alles um euch einbeziehend.
„Für das alles. Vor einer Stunde dachte ich, ich muss mich hier im Klo verschanzen, bis ich gerettet werde, aber der Nachmittag ist wirklich angenehm gewesen.“

„Du hättest dich wirklich in der Toilette eingeschlossen?“
Du beißt dir auf die Unterlippe, um nicht zu kichern, denn die ganze Sache kommt dir im Nachhinein ziemlich absurd vor.

Dein Gegenüber blinzelt einmal, ehe er merkt wie abgedreht es klingt und er gespielt schmollt.
„Das war absolut im Bereich des Möglichen und zu dem Zeitpunkt die beste Lösung. In einem solchen Ausnahmezustand ist es völlig normal sowas in Betracht zu ziehen.“

„Natürlich, Oppa. Wenn du das sagst.“
Du klingst kess, als du ihm eine Bestätigung zukommen lässt, weshalb Baekhyun dir sichtlich nicht glaubt.

Doch insgesamt scheint er mehr amüsiert als alles andere, weshalb er nur seinen letzten Pancake aufisst und sich danach zufrieden einen letzten Rest aus dem Mundwinkel leckt. „Wirklich sehr lecker.“

Du kicherst leise, aber glücklich dass deine Idee so gut angekommen.
„Freut mich zu hören. Ich esse sie immer wieder gerne.“

Ein freundliches Grinsen auf den Lippen, reißt euch ein Lied jedoch aus eurem Gespräch. Du erkennst es sofort als deinen Klingelton, während Baekhyun verwirrt den Kopf zur Seite legt. Mit einem entschuldigenden Lächeln siehst du auf den Bildschirm, ehe du blass wirst und ran gehst.

„Ja, Papa?“ Du hörst deinem Vater kurz zu, ehe du seufzt. „Ja, ich verstehe. Ich bin gleich da.“

Danach legst du auf, mit einem traurigen Blick auf den Bildschirm blickend, ehe du zu Baekhyun siehst.
„Ich muss dann wohl los, tut mir leid.“

Er hingegen winkt ab, deutet wieder auf dein Handy. „
Dein Klingelton… Was genau war das?“

„Eine Pianoversion von Black Pearl.“, gestehst du mit leicht roten Wangen, was Baekhyun den von ihm gebrauchten ‚Aha-Effekt‘ verpasst, da ihm das Lied wohl bekannt vorkam, aber er nicht direkt wusste, was es war.
Von dem Telefonat aber in Aufbruchsstimmung gebracht, steht ihr beide auf, ehe du eigentlich zurück zur Tür gehen willst, aber Baekhyun nimmt dir dein Handy ab und legt dir einen Arm um die Schultern.
„Hey, lass uns ein Foto machen. Hier ist die perfekte Kulisse dafür.“

Du siehst erst überrascht zu ihm, ehe du glücklich zu ihm lächelst.
„Klar, gerne!“

Schnell hast du dein Handy entsperrt, dann lächelst du mit Baekhyun zusammen in die Kamera, im Hintergrund das Panorama der Stadt.
Nach dem du das Bild glücklich begutachtet und dein Handy sicher verstaut hast, zieht Baekhyun grinsend seinen Mundschutz wieder an.
Wenn er etwas beherrschte, dann definitiv fanservice.

Gemeinsam verlasst ihr nach einem letzten Blick die Dachterrasse, ehe du ihn wieder zum Ausgang bringst, den Weg schweigend neben ihm herlaufend, da ihr beide in Gedanken versunken seid.
Erneut deaktivierst du den Alarm, um die Tür öffnen zu können, aber Baekhyun sieht nachdenklich zu.
„Sag mal… Warum genau hast du denn jetzt die Schlüssel für das alles hier? Was für einen Job muss man hier haben für so einen Zugang?“

Du lachst amüsiert, den Schlüssel sicher verstauend.
„Tochter des Besitzers.“

Während deinem Gegenüber jetzt ungläubig die Kinnlade runterklappt, lachst du nur amüsiert, ehe du dir -wenn auch ein wenig traurig- seine Jacke ausziehst und ihm wieder hin hältst. Da er aber noch immer erstarrt da steht und zu dir starrt, nimmst du eine Hand und klappst ihm sanft aber bestimmt den Mund zu, während du wieder sprichst.
„Hier, Jackentausch zum zweiten. Oder willst du meine Jacke so gern behalten?“

Baekhyun schüttelt einmal den Kopf, wie um seine Gedanken wieder richtig zu schütteln, ehe er sich aus deiner Jacke pellt. Als ihr beide wieder in euren richtigen Sachen steckt, hältst du ihm die Tür auf, doch er sieht noch immer zweifelnd zu dir.
„Ich weiß nicht ob du mich gerade verarscht oder ob du einfach sehr am Boden geblieben bist, aber beides hätte seinen Reiz.“

Wahrscheinlich könntest du ihm mehr Informationen geben, aber du grinst nur kokett.
„Tja, das wird dich wohl auf ewig beschäftigen, Oppa.“

„So wie die Frage, wie dein Name lautet?“
Beinahe automatisch hättest du deinen Mund geöffnet und dich vorgestellt, aber du grinst nur zurück. Immerhin hatte sich das Idol ja ebenfalls nicht bei dir vorgestellt.
Aber als du ihm das mitteilen willst, geht Baekhyun zur Tür und öffnet sie. Dabei sieht er zu dir und spricht weiter, wobei du nicht ganz weißt, warum seine Stimme plötzlich so frech geworden ist.
„Aber gut, wenn du ihn nicht sagen willst, ist das auch okay. Du kannst ihn mir ja zusammen mit dem Bild von vorhin schicken, damit ich weiß wie ich dich einspeichern soll."

Du willst noch was sagen, aber Baekhyun steckt nur eine Hand in seine Jackentasche, ehe er sie wieder raus zieht, allerdings dir mit Daumen und Zeigefinger ein Herz zeigend. Eine Antwort wartet er jedoch nicht ab, sondern kichert bei deinem verwirrten Anblick, ehe er aus der Tür tritt. Noch immer ziemlich durcheinander, kannst du nur noch einmal winken, ehe er verschwunden ist.

Eine Weile siehst du noch auf die zugefallene Tür, nicht ganz in der Lage zu begreifen, was dir heute alles widerfahren ist. Und vor allem mit wem du die letzten Stunden geteilt hattest.

Dann jedoch fällt dir ein, weshalb euer Treffen so schnell enden musste und du sortierst noch einmal deine Sachen, ehe du dich auf dem Weg zum Büro deines Vaters machst. Da du dafür allerdings einmal über die Straße in das große Gebäude gegenüber musst, verlässt du ebenfalls das Center.
Als dich ein kalter Wind trifft, schüttelst du dich einmal kurz, ehe du deine Hände in deinen Taschen vergraben willst.
Zu deiner Überraschung greift deine Hand allerdings einen unvertrauten Zettel, den du verwundert raus ziehst.
Perplex musterst du den zusammen geknüllten Kassenzettel, der aus dem Buchladen stammt. Du kicherst leise, als du diesen liest, anscheinend hatte Baekhyun vergessen wessen Jacke er trug und das Papier einfach eingesteckt.
Sein Glück, dass er nicht auch sein Portemonnaie in deiner Jacke verstaut hatte.

Doch als du den Zettel wieder zusammen falten willst, bemerkst du den Schriftzug auf der Rückseite und drehst das Papier kurzerhand um. Einen Moment lang bist du perplex, ehe du breit beginnst zu grinsen.
Die Botschaft darauf ist kurz und tatsächlich fühlt es sich so an, als ob das keine einfache Bitte ist. Es sind die Worte 'Ruf mich an' und eine Telefonnummer, darunter definitiv Baekhyuns Unterschrift.

Du steckst den Zettel sicher weg, mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Oh, du warst dir absolut sicher, du würdest dich heute oder morgen bei ihm melden und ihm das Foto schicken.

Und vielleicht, wenn er sich gut anstellte, dann würde er auch deinen Namen erfahren.


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Hallo ihr Lieben!

Das hier ist mein Weihnachtsgeschenk an alle Fangirls von Baekhyun und ganz besonders für Soph-chan, der dieser One (Love) Shot gewidmet ist!

Ich wünsche euch allen fröhliche Weihnachten! Wenn ihr eigene Wünsche für einen One Shot habt oder eure (konstruktive) Meinung sagen möchtet, dann lasst mir ein Review da, ich freue mich über jede Rückmeldung~!

Liebe Grüße,
Kasumi ♡
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