Epiphany - Blut ist dicker als Wasser.

von LoonyLove
GeschichteRomanze, Freundschaft / P12
Blaise Zabini Cedric Diggory Fred & George Weasley OC (Own Character)
21.12.2018
10.03.2019
11
27839
4
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16 Reviews
Dieses Kapitel
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Hallöchen! <3
Wir hoffen ihr hattet alle einen guten Start ins neue Jahr und beginnen natürlich gleich mit einem neuen Kapitel und hoffen es gefällt euch :)
Wir haben selbst einen neuen Charakter ins Spiel gebracht, der jedoch der große Bruder von jemand sein wird den ihr bereits kennenlernen durfte :) Also zumindest wenn ihr Bücher, Hörbücher oder Filme von Harry Potter gesehen habt ^^
Wir hoffen ihr habt nun ein tolles Wochenende und könnt es genießen!

Noch einmal herzlichen Dank an Samantha Black und darueber für eure lieben Reviews ^^  Ihr motiviert uns weiter zu machen :)

Viel Spaß beim Lesen :)





Mondaze
(n.)the spaced-out state particular to Monday mornings.


1.
Das morgendliche Klappern der Löffel und Teller erfüllte die große Halle, genau wie das sanfte Eulengeschrei, während hin und wieder elterliche Briefe von dem Himmel des großen Essenssaal schwebten. Ophelia, die ihre ebenholzfarbenen Haare heute zu einer aufwendigen Flechtfrisur trug, strich sich sanft über ihren Rock, während sie die Wettervorhersage der nächsten Tage im Tagespropheten überflog. Als sie abwesend umblätterte, sah sie kurzerhand dabei zu wie die Chudley Canons ein gewagtes Manöver in dem Bild der Titelseite des Sportes vorführten, ließ nur ein Seufzen von sich hören und reichte den Sportteil weiter an den neben ihr sitzenden Fred.

Dieser schien jedoch bereits den ganzen Morgen von Fiona Belmont, einer Schülerin, die nur einen Jahrgang unter ihnen war, verfolgt zu werden. Diese hatte es aus irgendeinem besonderen Grund heute auf ihn abgesehen. Ophelia versuchte sich ein Seufzen zu verdrücken, als sie Fred ihre Zeitung hinhielt, dieser aber nur Augen für Fiona hatte, oder wohl eher für den Ausschnitt ihrer Bluse. Sie räusperte sich amüsiert und dachte daran, was nun wohl ihre Zwillingsschwester zu dieser morgendlichen Überraschung zu sagen hätte.

Fred, der nun offenbar das Räuspern seiner besten Freundin neben sich wahrzunehmen schien, drehte sich, noch während er einen prahlenden Satz über das letzte Quidditchspiel von sich ließ, zu Ophelia um, die ihn nur aus ungeduldig funkelnden Augen heraus entgegenblickte. Dieser wandte sich nun endgültig, ohne sich bei Fiona zu entschuldigen, zu Ophelia um und musterte den Zeitungsartikel, dem sie ihm entgegenhielt. Ein Grinsen stolperte ihm über seine Lippen, als er hingegen auf den Artikel schielte, der unter Ophelias Schultasche hervorblickte. „Wir sind Helden, O. Sie haben uns sogar im Tagespropheten erwähnt.“ Er nickte in Richtung seiner Schulter und zwinkerte Ophelia zu. „Die Mädchen scheinen heute noch mehr auf mich abzufahren, als sonst schon.“

Doch auf Ophelias Lippen hatte sich bereits das Grinsen von Fred übertragen und sie biss sich mit einem unterdrückten Kichern auf die Lippe. „Ich schätze eine hast du bereits vergrault.“ Sie deutete nur kurz auf die verschwundene Fiona, die einen leeren Platz neben ihm hinterlassen hatte, und sich scheinbar mit tränenden Augen aus der großen Halle verzogen hatte, als Fred ihr keine Aufmerksamkeit mehr geschenkt hatte. Pubertierende Hogwarts-Mädchen eben… Fred hingegen zuckte nur mit seinen Schultern und zog den Artikel über den gestrigen Angriff unter Ophelias Schultasche hervor. „Sie wird irgendwann wieder angekrochen kommen. Das tun sie alle irgendwann. Und ich werde wie stets für all die einsamen Mädchen in der einen oder anderen Weise da sein.“

George, der gegenüber von Fred und Ophelia saß ließ nur ein Glucksen von sich hören, während er ebenso von dem internationalen Teil des Tagespropheten aufblickte und in die Richtung des Eingangs der großen Halle nickte. „Du hast Recht. Sie kommen alle irgendwann wieder.“ Ophelia musste sich ein erneutes Kichern verkneifen, als sie dabei zusah wie ihre Schwester Darlyne, Hand in Hand mit keinem anderen als Niven McLaggen entspannt in die große Halle hineinschlenderte. Wie stets schienen alle Blicke auf ihnen zu ruhen. Und sie schienen genau den Tisch der Gryffindors anzusteuern. George und Ophelia wechselten ein kurzes Grinsen, das auf ihre Lippen schlich, miteinander.

Doch in dem Moment als Ophelia in die schokoladenfarbenen Augen ihres Gegenübers blickte, machte sich ein unangenehmes Gefühl in ihrem Bauch breit. Ein unangenehmes Gefühl, das sich so gut anfühlte und im gleichen Moment unerträglich war. Sie entriss sich seinem Blick und blickte Fred sanft entgegen, während ihre Hand einen Moment über seinen Rücken fuhr. „Bitte sag nichts Unüberlegtes. Darlyne hat sich heute Morgen so auf Niven gefreut.“

Ophelia, die nur kurz in das Gesicht von Fred starrte, der so wirkte als hätte er in eine Zitrone gebissen, wandte sich mit einem Räuspern von ihm ab und spürte für einen Moment das sanfte Lächeln von George auf sich ruhen, bevor sie dabei zusah, wie Niven die Hand ihrer Schwester ergriff und ihr in seiner übertriebenen Art und Weise dabei half sich hinzusetzen. Nur einen Moment später ließ sich Niven mit einem energiereichen Seufzen neben George sinken und klopfte ihm brüderlich auf die Schulter. „Na, alles klar?“ Als George ihm nur mit einem mehr oder weniger begeistertem Grinsen antwortete, flogen Nivens bernsteinfarbenen Augen zu Ophelia, die er mit strahlenden weißen Zähnen sanft anlächelte.

„Geht es dir gut, Ophelia? Nach all dem was ihr gestern durchmachen musstet…“

Niven McLaggen war ein alter Freund ihrer Familie. Er ist mit ihnen quasi großgeworden. Niven hatte mit ihnen Puppen gespielt, als sein Vater für stundelange Gespräche mit ihrem Dad bei ihnen Zuhause war. Er hatte Darlyne und Ophelia getröstet, als ihnen der wichtigste Mensch aus dem Leben gerissen wurde, auf der Beerdigung ihrer Mutter mit seinem Vater eine kurze Rede gehalten und war auch sonst in all den ereignisreichen Geschehnissen in ihrem Leben dabei gewesen. Und schließlich kannte er auch die Wahrheit, die so sehr von der Öffentlichkeit ferngehalten wurde, was den Tod ihrer Mutter anbelangte…

Darlyne strahlte ihrer Zwillingsschwester entgegen, während sie immer wieder Niven neben sich verträumt musterte und nach seiner Hand griff. „Ja mir geht es gut, Niven. Kein Grund zu Sorge.“ Der Angesprochene drehte sich mit seinen streng zurückgegelten Haaren zu Darlyne um und drückte ihr einen sanften, aber dennoch fordernden Kuss auf die Wange, bevor er sie aus funkelnden Augen heraus musterte. „Scheinbar brauche ich mir bei euch keine Sorgen zu machen. So heldenhaft wie ihr diesen Gargoyl zerstört habt.“ Er zwinkerte seiner Freundin verspielt zu und tat so als würde er sie angreifen wollen, nur um dabei zuzusehen wie sie sich spielerisch verteidigte. Ophelia konnte nicht anders als zu Kichern, während George nur grinsend seine Augen verdrehte und sich wieder seinem Artikel zuwendete.

Fred hingegen hatte seine Augen leicht verengte, während er beiläufig seine Arme auf dem Tisch verschränkte und sich kaum hörbar räusperte. „Ophelia und Darlyne sind immerhin ja auch Gryffindors. Sie sind eben heldenhaft und mutig.“ Er sah dabei zu wie Niven seine nächste Attacke auf die kichernde Darlyne unterbrach und sich stattdessen mit gerümpfter Nase in die Richtung von Fred drehte. Niven straffte seine Schultern und ließ ein arrogantes Grinsen auf seine Lippen kriechen. „Fred. Dich habe ich ja heute Morgen noch gar nicht bemerkt.“ Nivens dichte Brauen zogen sich in die Höhe und mit diplomatischer Stimme brachte er das Blut des Rothaarigen scheinbar zu Kochen. „Was ist der Kern deiner kleinen Anmerkung?“

Ophelia seufzte stumm in sich hinein und sah dabei zu wie die Freude von Darlynes Gesicht wich, während die beiden realisierten was als Nächstes kommen würde. Es war ein sich endlos drehendes Rad. Nachdem Niven und Darlyne vor über einem Jahr Schluss gemacht hatten, war Darlyne selbst noch vor den Sommerferien mit Fred zusammengekommen. Dieses wussten jedoch nur sie selbst und Lee und kein anderer hatte jemals mitbekommen, das Darlyne und Fred tatsächlich ein Paar gewesen waren. Doch als sich dies nach den Sommerferien vor einem Jahr in eine Wolke aus Rauch verwandelt hatte, war es ein pures Spiel von Testosteron, das dort zwischen Fred und Niven herrschte. Und einfach pure Abscheu, das von Fred Weasley ausging, für das manchmal unglaublich arrogante Auftreten von Niven McLaggen.

„Es gibt eben Gründe warum manche von uns für Gryffindor und andere für Hufflepuff vorbesehen wurden.“ Das Grinsen von Niven verschwand langsam, wie ein Tier, das sich gerade vor einer Gefahr zurückzog, von seinem Gesicht. Stattdessen rümpfte Niven seine Nase, bevor er, mit einem mörderischen Blick in Richtung Fred, einen seiner Arme um Darlyne schlang und ihr wiederum das charmanteste Lächeln schenkte, das man einem nur entgegenbringen konnte. Tiefe Grübchen bildeten sich in seinen Wangen und die mit Sommersprossen übersäte Nase von Niven streifte sanft über Darlynes Hals, während er ihr einen ebenso sanften Kuss schenkte, bevor seine eismeerblauen Augen in Richtung Fred wanderten.

Er erhob sich in einer bestimmten Bewegung von der Bank des Gryffindortisches und lehnte sich bedrohlich über den Tisch hinweg und blickte Fred mit festem Blick entgegen. „Was bringt es mir ein „mutiger“ Gryffindor zu sein, wenn ich das zauberhafteste Mädchen von Hogwarts immerhin meins nennen kann?“ Er hielt provokativ dem zornig funkelnden Blick Freds stand, schenkte schließlich Ophelia und George ein überschwängliches Lächeln, bevor er Darlyne charmant zuzwinkerte und mit einem letzten Blick auf Fred, den Tisch der Gryffindors verließ. Mit schlendernden stolzen Schritten vergrub Niven seine Hände in den Hosentaschen und bewegte sich in einer unglaublichen Ruhe auf seine Freunde zu, die ihn bereits grölend erwarteten.

Ließ eine unglaublich angespannte Darlyne zurück, die sich mit einem Schnauben Fred zu wendete, dessen Röte, die sich über seine Ohren sehen ließ, beinahe auf sein Gesicht auszubreiten schien. Darlyne warf in einer bestimmten Bewegung ihr blondes gelocktes Haar über ihre Schulter und schenkte Fred ein tadelndes Kopfschütteln. „Unglaublich, Fred. Wirklich. Wie kannst du dich so unglaublich ätzend in meine Beziehung einmischen?“ Darlyne Prescott ignorierte die starrenden Blicke von Lee Jordan, George und ihrer Zwillingsschwester, die Fred und Darlyne nun zu dem Mittelpunkt ihrer Aufmerksamkeit bestimmten. Doch noch bevor Fred etwas sagen konnte, ertönte, in Darlynes Ohren, eine unglaublich nerventötende helle Stimme, die keiner anderen als Angelina Johnson gehören könnte.

Diese hatte sich federnd neben Fred niedergelassen und ließ ihre langen Fingernägel durch seine Haare gleiten, während sie ihm einen verträumten Blick aus ihren tiefbraunen Augen schenkte. „Freddie. Hör auf dich über so einen arroganten Schnösel aufzuregen.“ Sie hatte anscheinend mitbekommen, worüber sich Fred, wie so oft zu ärgern schien und wie immer die Gunst der Stunde genutzt. Sie schaffte es schließlich das sich Fred ihr, wenn auch widerwillig, widmete und Darlyne gekonnt, ohne ihr eine bissige Antwort zu schenken, ignorierte.

Und während Darlyne sich energisch etwas Kakao einschenkte, sich auf ihr Frühstück konzentrierte und versuchte das Flirten von Angelina zwanghaft zu ignorieren, waren es nur George und Ophelia die sich einen kurzen seufzenden Blick schenkten.
Denn es war, wie stets, ein typischer Montagmorgen.

2.

Das leise Gemurmel der wartenden Schüler hallte vom nackten Stein der Kerkerwände wider und vermischte sich in der modrigen Luft zu einem undefinierbaren Summen. Stumm beobachtete Ophelia, wie ihre Zwillingsschwester zum wiederholten Mal dieselbe blonde Locke ihrer Frisur zurechtrückte. Es war einfach für sie, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen. Darlyne war offensichtlich immer noch aufgebracht, obwohl sie sich die allergrößte Mühe gab, das vor ihren Freunden zu verbergen. Auch wenn das nicht weiter nötig gewesen wäre. Sie hatte Fred bereits beim Frühstück ihre Meinung über das Geschehene ziemlich deutlich klargemacht.

Ophelias Blick wanderte weiter zu Fred und George, die ein wenig abseits von ihnen bei den Quidditch-Spielern ihres Jahrgangs standen. Sie alle warteten darauf, dass Snape endlich die Türen des Klassenzimmers für Zaubertränke zu ihrer nächsten Unterrichtsstunde öffnen würde. Im Gegensatz zu Darlyne, die mittlerweile dazu übergegangen war, sorgfältig mit dem Zauberstab ihre Uniform zu glätten, waren Fred und George in ein angeregtes Gespräch vertieft. Es war nicht schwer, herauszufinden, worum es ging. Oder besser gesagt – um wen.

„Du hast vollkommen Recht, Fred. Ich frage mich, wie jemand, der so arrogant ist wie Niven jemals nach Hufflepuff kommen konnte.“, sagte Angelina Johnson gerade und legte eine Hand auf Freds Oberarm. „Andererseits – stellt ihn euch nur mal in Slytherin vor. Ha.“ Angelina lachte ein wenig zu laut auf und erntete dafür seltsame Blicke der umstehenden Slytherins, mit denen sie zusammen Zaubertränke hatten.

Ophelia verdrehte die Augen und mischte sich in das Gespräch ein. „Der Witz über Nivens Hauszugehörigkeit war schon beim letzten Mal nicht mehr lustig, Angelina.“

„Was auch immer, Prescott.“ Angelina spuckte den Namen aus wie einen zähen Kaugummi. „Heute sind deine spießigen Kommentare noch schlimmer als sonst. Aber ich verstehe das. Muss wohl hart sein, dass dein Vater im Ministerium so unter Beschuss steht, oder? Ich meine, sie haben immer noch nicht die leiseste Spur von Sirius Black.“ Sie verzog ihr Gesicht und warf einen kurzen Seitenblick auf Fred. „Stand jedenfalls heute so im Tagespropheten.“

Bei diesen Worten stieß sich Darlyne von der Kerkerwand ab und setzte mit blitzenden Augen zu einer Erwiderung an, doch Fred kam ihr zuvor. „Mal ehrlich, dieses ganze Gerede über Sirius Black. Hier in Hogwarts passieren doch viel aufregendere Dinge.“ Er warf einen Blick zu George, der sofort verstand.
„Ja, was ist schon Sirius Black gegen einen echten, drei Meter hohen Gargoyle?“ George betonte die Worte mit einem schiefen Grinsen, offensichtlich um die Stimmung aufzulockern.
Alicia Spinnet warf ihm ein leichtes Lächeln zu. „Ich finde es immer noch unglaublich, dass ihr vier es ganz alleine gegen diesen Gargoyle aufgenommen habt. Gefühlt hat schon heute Morgen halb Hogwarts über euren Kampf geredet. Wie kam es überhaupt dazu?“

Darlyne, Ophelia, Fred und George wechselten einen kurzen Blick. Schließlich ergriff Fred das Wort. „Genau genommen waren wir nicht nur zu viert. Arwen war auch dort.“

„Arwen McKinnon?“ Erneut schien sich Angelina vor dem Namen in ihrem Mund geradezu zu ekeln. „Es wundert mich, dass man ihn überhaupt in der Nähe von Menschen sieht.“

Ophelia starrte Angelina wütend an, doch es stimmte. Arwen war die Definition eines Einzelgängers. Niemand kam ihm nahe. Niemand wusste auch nur annähernd mehr über ihn als seinen Namen und die Gerüchte, die man sich über ihn erzählte. Er ließ niemanden an sich heran. Dennoch konnte Ophelia sich nicht helfen – da war etwas an Arwen McKinnon, das sie unbestreitbar faszinierte.

Darlyne strich über ihre eigens gekürzte Uniform und blickte in die Runde. Offensichtlich hatte das Thema sie von ihrer miesen Laune wegen des ewigen Streits über Niven abgelenkt. „Also, wenn ihr mich fragt – Arwen hat etwas zu verbergen. Er war nicht zufällig in diesem Korridor, als der Gargoyle angegriffen hat.“

Nachdenklich fuhr sich George über die Stirn. „Ich frage mich, ob er etwas mit dem Auftauchen des Gargoyles zu tun hat.“
„Oh, jetzt hört aber mal auf.“ Mit verzogenen Lippen starrte Ophelia ihre Freunde an. „Nur weil Arwen ein Außenseiter ist, heißt das noch lange nicht, dass er der Grund für diesen Angriff ist. Vielleicht war er nur zufällig zur falschen Zeit am falschen Ort.“
„Ja, jetzt wo du’s sagst… vielleicht war Sirius Black damals auch nur zur falschen Zeit am falschen Ort, als Peter Pettigrew in tausend Stücke zersprengt wurde. Das war bestimmt bloß ein Versehen.“, witzelte Fred.

George grinste und schlug mit seinem Bruder ein. Ophelia blickte ihre Freunde strafend an. Schließlich meldete sich Angelina wieder zu Wort. „Komm schon, Prescott. Wir wissen alle, dass Arwen McKinnon ein Eisklotz ist. Ich wette, niemand würde es schaffen, auch nur in seine Nähe zu kommen. Selbst wenn man dumm genug wäre, das zu versuchen.“

Aufgebracht strich Ophelia über den kleinen, schwarzen Stein, der in einen Ring eingelassen an ihrem Finger glänzte. Einen Wimpernschlag lang sah sie sich um, suchte Arwen in der Menge der wartenden Schüler, auch wenn sie bereits wusste, dass er nicht hier war. Er kam so gut wie zu jeder Unterrichtsstunde zu spät. Schließlich richtete sich Ophelias Blick zurück auf Angelina. Heftig wie eine schwarze Flutwelle brandete ein bisher unbekanntes Gefühl durch ihren Körper. Die Worte kamen wie von selbst von ihren Lippen. „Das werden wir ja sehen.“, hörte sie sich selbst sagen. Einen Augenblick später spürte Ophelia den besorgten Blick ihrer Zwillingsschwester auf sich ruhen.

Angelina hingegen war der Triumph anzusehen. „Und die Wette gilt, Prescott.“
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