Safe Haven

von Lelema
GeschichteDrama, Familie / P16
Jay Halstead OC (Own Character)
21.12.2018
15.11.2019
55
62638
5
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Safe Haven


Wie alles Begann.

Leere Bierflaschen, leere Pizzakartons und dreckige Wäsche lagen verteilt in der Wohnung herum. Das dreckige Geschirr stapelte sich überall in der Küche. Wenn man es nicht anders wüsste, würde man denken hier lebt ein Messi.

Der im Schlummer Modus pausierte Wecker klingelte erneut und wieder drückte er nur auf dem Home-Button seines Smartphones, um zurück im Schlummermodus zu gelangen. Heute war einfach nicht sein Tag, so wie der Tag davor und eigentlich die gesamte letzte Woche. Erin war weg - New York. Seine große Liebe verließ ihn ohne nur ein Wort darüber zu sagen, ohne nur einen Auf Wiedersehen. Und dann kam auch noch sein Bruder an, nahm den Ring ihrer Mutter mit, um Natalie einen Heiratsantrag zu machen. Schlimmer konnte es nicht mehr werden. Der Ring war für seine große Liebe bestimmt, aber natürlich freute er sich auch für seinen Bruder.

Erneut vibrierte sein Smartphone energisch. Langsam raffte sich Jay auf und machte sich für einen weiteren Arbeitstag ohne Erin an seiner Seite bereit.

Durch den starken Schneesturm und die Tatsache, dass er bereits zu spät war, beeilte er sich. Er parkte auf dem CPD-Parkplatz und war dabei schnell ins Warme zu huschen, als ein leises schluchzen seine Aufmerksamkeit auf sich zog. Jays Blicke schweiften zum Gebüsch, wo ein aus Weide gemachter Wäschekorb lag.

Neugierig hockte er sich hinab und zog den Korb an sich heran.

Mit großen geweiteten Augen betrachtete er ein kleines Kind. Überwältigt von seinem Fund packte er links und rechts an dem Korb an und trug es samt dem Baby ins Innere des 21. Distrikts. Ganz vorsichtig nahm er das Baby auf dem Arm. Das Baby schrie zunächst, aber als es die warme Hand des Detectives spürte, verstummte das Weinen.

“Wer hat dich denn in der Kälte gelassen, huh?” fragte Jay und wiegte es unbeholfen in seinen Armen sanft hin und her, “Du frierst sicherlich.” stellte er besorgt fest. Er suchte eine Decke und wickelte es um das Baby. Mit dem Baby auf dem Arm machte er sich dann auf dem Weg zum Büro.

“Ha! Für einen Moment dachte ich, Sie hätten einen Bab…” erschrocken brach Trudy Platt ihren Satz ab. Auf Halsteads Arm lag tatsächlich ein Baby, “Sagen Sie mir bitte nicht, dass Sie Vater geworden sind.”

“Jemand hat das Kind auf dem Parkplatz ausgesetzt.” erklärte Jay.

“Oh mein Gott. Ich verständige das DCFS.” sagte Platt. Dankbar nickte Jay und trug seinem vorübergehenden Gast die Treppen hoch zur Intelligence.

“Whoa! Whoa! Whoa! Du bist Vater?” geschockt sah Adam ihn an. Auch die anderen richteten ihre Aufmerksamkeit zu Jay, welcher das Baby auf seinem Schreibtisch legte. Sofort versuchte das Baby alle denkbaren Gegenstände in die Finger zu bekommen und vergnügte sich mit dem Kugelschreiber, den Jay schnell in Sicherheit brachte.

“Ein Schreibtisch ist kein Ort für ein wahrscheinlich 4 Monate altes Baby.” sagte Antonio.

“Achja? Und wo soll ich das Kind absetzen?” fragte Jay.

“Ist… ist es ein Junge oder…” wollte Kevin gerade Fragen als Voight ihn unterbrach, “Schauen Sie doch nach. Ich denke die Windeln können bei dieser Gelegenheit gleich gewechselt werden.”

“Nein danke.” sagte Kevin während Hailey bereits das Baby auf dem Arm nahm und in den Pausenraum verschwand.  



“Jetzt wissen wir wenigstens, dass du ein Mädchen bist.” schmunzelte Jay während Hailey die Windeln wechselte.

“Hat sie ein Name?” fragte Hailey neugierig.

“Nicht das ich wüsste.” schluckte Jay schwer. Das Kind hatte rein gar nichts bei sich, was ihre Herkunft erklärte. Sie würde niemals wissen, wie ihre Eltern sie genannt haben oder ihr genaues Geburtsdatum.

Jay nahm anschließend das kleine Mädchen auf dem Schoß und spielte mit einem Teddybär, welches Kim ihr in der Zwischenzeit besorgte. Es war ein CPD-Teddybär, welcher eine Polizei Uniform mit Mütze an hatte. Jay tat so als würde der Bär mit dem Mädchen reden. Sie war begeistert, kicherte und klatsche ihre zarten Hände zusammen.

“Wie möchtest du denn heißen?” fragte Jay, obwohl er wusste, dass das Baby ihn keine Antwort geben würde, “Wie wäre es mit Charlie?”

“Charlie ist ein schöner Name.” lächelte Kim.

Nach einer Weile klopfte Antonio an der offenen Tür an. Er war in Begleitung einer älteren Dame.

“Das DCFS ist jetzt da.” informierte er. Die Frau kam und nahm ohne weiteres zögern das Baby in den Arm. Sofort fing das kleine Mädchen an zu weinen und versuchte mit ihren kleinen Händen nach Jay zu greifen, welcher seine Hände in die Hosentasche vergrub. Er wusste, dass das Mädchen nur für ein paar Stunden bleiben würde, aber der Abschied von dem Baby, welches ihm zum Lachen brachte, fiel ihm sichtlich schwer.

“Keine Sorge, Detective. Das kleine Mädchen wird ein sicheres Zuhause finden.” sagte die Sozialarbeiterin
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