Magical World

von JoKey
KurzgeschichteFantasy, Schmerz/Trost / P16
Hank Anderson RK800-51-59 Connor RK900
18.12.2018
11.01.2020
7
18965
3
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Dieses Kapitel
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Hallo und Herzlich Willkommen zu dieser OneShot-Sammlung rund um Detroit Become Human und Harry Potter !

Da ich ein absoluter Fan von beidem bin, war es nur eine Frage der Zeit, bis ich dazu etwas schreiben musste :D
In den Klammern hinter dem Kapitelnamen findet ihr immer das jeweilige Jahr, in dem sich Connor gerade befindet.
Ich hoffe, ihr habt genauso viel Freude an den kleinen Ausschnitten aus Connors (und Hanks) Leben in der magischen Welt wie ich und wünsche euch jetzt ganz viel Spaß mit der ersten Kurzgeschichte <3

LG,
JoKey









Das wahre Glück





2. Dezember
Jahr 3





Mit akribischer Präzession band sich der braunhaarige Junge seinen blau -silber gestreiften Schal enger um den Hals und überprüfte danach, ob sein Zauberstab noch in seiner Manteltasche seines langen, schwarzen Umhangs steckte.
Augenblicklich berührten die langen, schlanken Finger das Holz, das sich angenehm warm unter seiner Haut anfühlte, während sich einige Schneeflocken in seinem Haar verfingen.
Rasch hob der Junge die Hand und strich sich die störenden Flocken vom Kopf, versuchte, die eine widerspenstige Strähne zu richten, doch es misslang ihm.
Wahrscheinlich würde er sie niemals bändigen können.

Mit nachdenklichem Blick sah der Junge zum dunklen Himmel empor, an dem hin und wieder ein paar helle Sterne zu sehen waren, die hinter den dunklen Wolken hervorlugten.
Eigentlich hätte er sich für sein Vorhaben eine sternenklare Nacht gewünscht.

Schritte, die im tiefen Schnee knirschten, rissen den Jungen aus seinen Gedanken und viel zu schnell, viel zu berechenbar, drehte er sich der Gestalt zu, die sich durch die Dunkelheit langsam näherte.

„Ich hab doch gesagt, du sollst drinnen im Warmen auf mich warten, Connor.“

Die tiefe, grummelige Stimme des Mannes, der jetzt in den Schein der Laterne trat, die neben ihnen an der Schlossmauer hing und die spärlichen Umrisse der Umgebung erleuchtete, war dem Jungen inzwischen so vertraut, das sich automatisch ein beruhigtes Lächeln auf seine Lippen festsetzte und er die Hand aus seiner Tasche zog.
Der Mann, der nun vor ihm stand, war mindestens einen halben Kopf größer als er selber, hatte blaue Augen und graue Haare, die zu einem lockeren, kurzen Zopf zurückgebunden waren. Der Bart, der sein Gesicht zierte, war von demselben Grau wie sein Haar.
Im Gegensatz zu dem Jungen trug er einen langen, dunkelbraunen Umhang, in dessen Brusttasche sein eigener Zauberstab gesteckt war.

Der Junge lächelte und wieder wanderten seine Hände zu seinem Schal, richteten ihn ein weiteres Mal, worauf die Mundwinkel des Älteren kurz zuckten, bevor er wieder ernst wurde.

„Es tut mir leid, Hank, aber ich konnte es einfach nicht erwarten.“, erwiderte der Junge nun und seine Augen huschten freudig hinüber zu dem großen Feld, um das sich mehrere, hohe Zuschauertürme ragten.

Angesprochener, der sich nun als Hank herausstellte, nickte zustimmend und kurz hob er seine Hand, um dem Jüngeren sanft durch die Haare zu fahren.

„Lass das bloß nicht den Schulleiter erfahren. Und im Unterricht heiße ich immer noch Professor Anderson, verstanden, Kleiner?“

„Verstanden, Professor.“

Hank nickte zufrieden und gemeinsam machten sich die beiden auf dem Weg zum Quidditchfeld, genossen die nächtliche Ruhe und das entfernte Schreien eines Waldkauzes.
Je weiter sich die ungleichen Gestalten vom Schloss entfernten, desto dunkler wurde es, die Lichter verschwanden allmählich und irgendwann war es schwer, sich auf den Weg zu konzentrieren, der sich wahllos durch die Landschaft schlängelte.
Doch weder Hank, noch Connor griffen zu ihren Zauberstäben, um sich so mehr Licht zu verschaffen. Sie genossen die Dunkelheit und die Ruhe, die sie damit verbanden.
Eine der vielen Dinge, die die beiden gemeinsam hatten, es jedoch niemals voreinander zugeben würden.

Seitdem der junge Connor vor drei Jahren nach Hogwarts, der Schule für Hexerei und Zauberei, gekommen war, hatte sich eine Verbindung zwischen dem griesgrämigen Professor und dem neugierigen, recht zurückhaltenden und bescheidenen Schüler aufgebaut, die für die beide noch immer unerklärlich war.
Connor hatte die Jahre zuvor in einem großen Waisenhaus in einer abgelegenen Stadt Englands verbracht. Er war ein unscheinbares Kind gewesen, hatte nie geschrien, nie Ärger gemacht und sich immer für sich alleine beschäftigt. Die anderen Jungen im Waisenhaus hatten ihn oft geärgert, ihn teilweise sogar als einen „Freak“ bezeichnet, da er bis zu seinem sechsten Lebensjahr kaum ein Wort gesprochen hatte.
Und selbst danach hielt es Connor nicht für nötig, viel mehr als die üblichen Höflichkeitsformen anzuwenden.

Die zwei Frauen, die im Waisenhaus gearbeitet und sich um die elternlosen Kinder gekümmert hatten, hatten dem Jungen zwar nie das Gefühl gegeben, Abschaum oder Dergleichen zu sein, doch besonders geliebt hatte sich Connor noch nie gefühlt.
Dann war der Brief gekommen.
Auf recht speziellem Wege, wie Connor es heute nennen würde.

Er hatte in seinem Zimmer geschlafen und war durch ein merkwürdiges Geräusch geweckt worden. Zuerst hatte er angenommen, es würde regnen und die Tropfen würden nun immer wieder gleichmäßig gegen die Fensterscheibe schlagen, doch als das Geräusch nicht aufhören wollte, hatte er sich aus dem Bett geschält und war hinüber zum Fenster gelaufen.
Zuerst hatte Connor natürlich seinen Augen nicht trauen können, denn vor dem Fenster, draußen auf dem Sims, hatte eine putzige, kleine Schleiereule gehockt, mit einem Brief im Schnabel und triefend nassem Federkleid.

Das war der Tag gewesen, an dem sich das Leben des elfjährigen Jungen für immer verändern sollte.

Er war nach Hogwarts gekommen, wurde in das Haus Ravenclaw eingeteilt und hatte bereits zwei neue Freunde gefunden, Simon, der in Hufflepuff war, und Markus, der vom Sprechenden Hut ins Haus Gryffindor zugewiesen wurde.
Auch wenn es für Connor immer wieder eine Freude und geradezu eine Ehre war, mit einem so beliebten Schüler wie Markus Zeit zu verbringen, zog er sich doch am Liebsten immer wieder an ein ruhiges Plätzchen zurück, wo er die Stille genießen konnte.
Meist versuchte er sich dann für sich selber an neuen Zaubersprüchen oder studierte die magischen Wesen dieser außergewöhnlichen Welt.

Letzte Woche hatte er erst Bekanntschaft mit einem Imp gemacht, einem Wesen, das den Wichteln nicht gerade unähnlich war und sich meist an wasserfreundlichen Orten aufhielt.
Sofort hatte Connor seinen Notizblock gezückt, den er immer mit sich herumtrug und das kleine Wesen gezeichnet.

Und auch wenn Connor die Ruhe und Einsamkeit schätzte, so gab es doch eine Person auf Hogwarts, die ihm zum ersten Mal in seinem Leben das Gefühl gab, nicht vollkommen wertlos oder ungewollt zu sein.
Einem Menschen, dem er bereits jetzt, nach drei Jahren, blind vertrauen würde.

Hank Anderson war schon seit über zehn Jahren Professor im Fach für Verteidigung gegen die Dunklen Künste und hatte davor mehrere Jahre im Ministerium als Auror gedient.
Er war einer der hervorragendsten Zauberer seiner Zeit gewesen und hatte so schnell die Karriereleiter im Zaubereiministerium erklommen, wie keiner vor ihm.
Doch dann gab es einen schrecklichen Zwischenfall, bei dem sein Sohn Cole, der gerade einmal sechs Jahre alt war, ums Leben gekommen war.
Wenn man den Gerüchten trauen durfte, dann waren es Todesser, die das Haus der Andersons angegriffen und den Jungen umgebracht hatten.

Connor hatte Hank nie gefragt, wollte ihm nicht zu nahe treten und ihn dadurch am Ende noch vergraulen.

Als Connor Hank das erste Mal im Unterricht erlebt hatte, musste er zugeben, dass er sowohl Respekt, als auch Angst vor dem großen, stämmigen Mann gehabt hatte, der ihnen direkt in seiner ersten Stunde von den unverzeihlichen Flüchen und deren Wirkungen erzählt hatte.
Connor war schüchtern gewesen und hatte sich nie getraut, sich zu melden, auch wenn er die meisten Antworten auf die Fragen kannte. Schließlich hatte er sich so auf seine Schulzeit auf dieser Zauberer-Schule gefreut, dass er schon Wochen davor in den Schulbüchern gebüffelt hatte.

Doch er hielt sich zurück, ließ lieber seine Mitschüler reden und studierte leise und für sich, sog jede kleinste Information auf und machte sich immer wieder Notizen auf seinem Pergamentblatt.
Nachdem er selbst in der vierten Stunde nicht zu Wort gekommen war, hatte Hank ihn danach zu sich gerufen und gefragt, woher er kam und was er an dieser Schule wollte, wenn er nicht bereit war, zu lernen.

Connor war unter diesen direkten, groben Wortes des Professors ganz klein geworden und hatte versucht, sich stammelnd und rot werdend er erklären, doch schließlich hatte Hank ihm beruhigend eine Hand auf die Schulter gelegt und ihn somit in seinem kläglichen Redefluss gestoppt.

Connor hatte angenommen, Hank würde ihn nicht mögen, würde ihn nicht verstehen, doch als der Junge seine Tasche gepackt und zur Tür gelaufen war, waren ihm all seine Aufzeichnungen der letzten Unterrichtsstunden herausgefallen und bevor er etwas dagegen unternehmen konnte, hatte Hank sie mit dem Aufrufzauber Accio! zu sich gerufen.

Und da hatte Connor das kurze Blitzen in den Augen des Grauhaarigen gesehen. Hatte sehen können, wie Erkenntnis und Verständnis darin auftauchte und kurzzeitig noch etwas anderes, was er nicht definieren konnte.
Ab da hatte Hank zwar seine grobe, grummelige Seite nicht abgelegt, doch hatte sich im Umgang mit Connor geändert. Seine Stimme hatte einen wärmeren, sanfteren Ton angenommen, wenn er mit ihm sprach und selbst der Ausdruck in seinen blauen, wässrigen Augen schien sich zu wandeln, wenn sein stechend klarer Blick auf dem Jungen zum Erliegen kam.

Connor schmunzelte in seinen dicken, warmen Wollschal, den er sich fast bis übers Kinn gezogen hatte und warf Hank nun beim Gehen einen kurzen Seitenblick zu.
Immer wieder fragte der Jüngere sich, wieso der Professor so oft seine Zeit für ihn, ausgerechnet ihn, einem Waisenjungen opferte. Schon oft hatte Connor abends noch vor der Tür der persönlichen Räumlichkeiten des Älteren gestanden und stumm hatte dieser ihn eintreten lassen.
Sie hatten zusammen gelernt, Hank hatte von einigen Fällen aus seiner Auroren-Zeit erzählt und Connor hatte ihm gebeichtet, dass er immer zu schüchtern gewesen war, irgendjemandem aus dem Waisenhaus zu fragen, ob sie mit ihm spielen wollten.


In diesem Moment kam das große Quidditchfeld endlich wieder in Sicht und die hohen Türme ragten mächtig vor ihnen auf, sodass Connor seinen Kopf in den Nacken legen musste, um sie mustern zu können.
Er spürte, wie sein Herz aufgeregt zu klopfen begann und seine Hände bereits ganz schwitzig wurden.
Hank neben ihm schnaubte amüsiert und als Connor ihn ansah, bemerkte er, dass dessen Blick belustigt auf ihm lag.

„Nervös, mein Junge?“

Da war es wieder. Das Kribbeln in seinem Inneren, das sich warm und angenehm durch seinen ganzen Körper verteilte, seine Venen und Adern entlang strömte und sich tief in ihm festsetzte.
Hank hatte erst vor ein paar Wochen begonnen, ihm diesen Beinamen zu geben und jedes Mal hatte es Connor so glücklich gemacht.
Das war eine Art von Glück, die er noch nie gespürt hatte.
Nicht, als ihm sein erster Zauberspruch geglückt war, nicht als er den Brief erhalten hatte und auch nicht, als er Markus die Hand geschüttet und sich vorgestellt hatte.
Das war eine Art von Glück, die er noch nie spüren durfte und Hank war der Einzige, der ihm dieses Gefühl geben konnte.

Das Gefühl, jemandem etwas zu bedeuten.
Jemandem wichtig zu sein.

Gemeinsam schritten sie nun unter den Tribünen des Feldes hindurch und schlenderten zu den Umkleidekabinen, die Hank mit dem Zauberspruch Alohomora öffnete und kurz darin verschwand, um mit einem Besen in den Händen zurückzukommen.

Connor musterte ihn mit funkelnden Augen und wieder schlug ihm sein Herz bis zum Hals, als würde es jeden Augenblick heraus hüpfen wollen.
Hank legte sich etwas verlegen die Hand in den Nacken, bevor er dem Jungen den Besen entgegen streckte.
Connor nahm ihm ehrfürchtig entgegen und ließ seine schlanken Finger langsam über das filigrane Holz gleiten.

„Ich weiß, dass es nicht das beste und schnellste Modell ist, aber es ist der erste Besen, auf dem ich geritten bin und zu meiner Zeit war er wirklich der letzte Schrei, also...“

Etwas beschämt brach Hank ab und Connor hätte schwören können, den Älteren noch nie so unsicher erlebt zu haben.
Mit einem breiten, ehrlichen Lächeln blickte er auf und strahlte Hank an, dessen Wangen sich sofort leicht rötlich färbten.

„Er ist toll.“

Hank räusperte sich noch immer verlegen und nickt kurz angebunden, doch Connor hatte das kurze Zucken um seine Mundwinkeln dennoch sehen können.
Rasch wand sich der Ältere von ihm ab, allerdings nicht, ohne ihm vorher noch einmal sanft durchs Haar zu fahren.

„Na, dann komm. Wollen wir doch mal sehen, ob du wirklich Talent besitzt.“






Der sanfte, kühle Wind strich Connor durchs Haar, während er in der Mitte des Feldes stand, den Besen zwischen seine Beine geklemmt und die Hände fest um den Stiel geklammert.
Er hatte schon immer einmal richtig fliegen wollen.
Natürlich hatte er die Flugstunde in seinem ersten Schuljahr gehabt und auch genossen, doch wirklich geflogen war er danach nicht mehr, auch wenn er in den Tagen danach von nichts anderem mehr geträumt hatte.
Markus und Simon hatten ihm geraten, zum Auswahl-Training für die Quidditchmannschaft von Ravenclaw zu gehen, doch wieder einmal war der Junge zu schüchtern gewesen. Am nächsten Tag hatte er sich dann die Glückwünsche der anderen Schüler anhören müssen, die Markus gratulierten, da er zu einem der jüngsten und gleichzeitig besten Hütern gewählt worden war.

Doch jetzt, endlich, nach zwei Jahren, in denen er immer wieder mit dem Gedanken gespielt hatte, auch wieder auf einem Besen zu sitzen und bewundert zu werden, stand er hier auf dem großen, verlassenen Quidditchfeld, das in dieser kalten Nacht nur ihm gehören sollte, während Hank in den
Zuschauerrängen saß und ihm zusah.

Tief atmete Connor durch, schloss kurz die Augen, bevor er sich endlich mit seinen Füßen vom Boden abstieß.

Erst klammerte er sich noch unsicher und nervös am Besenstiel fest, versuchte sein Gleichgewicht zu halten, doch als er dann einen kurzen Blick zu Hank hinüber riskierte, der ihn aufmerksam beobachtete, um jederzeit angreifen zu können, falls etwas schief gehen sollte, wurde Connor augenblicklich sicherer.

Mit geraden Schultern und festem Griff richtete sich der Braunhaarige auf dem Besen auf, die Augen nun auf seine Umgebung gerichtet, während er immer höher und höher stieg.
Sein Herz pochte so laut, dass er meinte, Hank müsste es unten auf der Tribüne hören.
Und dann breitete sich ganz automatisch das glückliche Grinsen auf seinem Gesicht auf, füllte ihn aus und gab ihm neue Energie. Energie, die er lange nicht mehr verspürt hatte.

Er lehnte sich leicht auf seinem Besen vor und sofort bewegte er sich in die gewünschte Richtung, so leicht, so fließend.
So frei.

Das hier war besser als seine erste Flugstunde, so viel besser.

Das glückliche Lächeln wollte nicht von seinen Lippen weichen, während er immer wieder durch das ganze Stadion kreiste, dicht an den Tribünen vorbei, einmal sogar dicht, dass Hank sich sogar mit eine überraschten Laut ducken musste, um Connors Füßen auszuweichen.
Als Connor einen Blick über seine Schultern warf, um nach ihm zu sehen, schüttelte Hank den Kopf, hatte dabei aber ein so liebevolles Lächeln auf den Lippen, dass es Connor fast die Luft abschnürte.

Zufrieden drehte er noch weitere Runden, versuchte sich an mehreren Bremsmanövern und auch einen Sturzflug legte er hin, wobei er meinte, einen fast erschrockenen Ruf Hanks vernommen zu haben.
Immer übermütiger wurde er, flog höher, weiter und schließlich wieder tief und schnell, bis der Grauhaarige von seinem Platz lief und hinunter aufs Feld schritt.
Connor konnte es sich nicht nehmen, noch eine letzte Runde über das Quidditchfeld zu fliegen, das letzte Mal die frische Winterluft auf seiner Haut und in seinem Haar zu spüren, das letzte Mal diese unfassbare Freiheit wahrzunehmen, die ihm immer verwehrt wurde.

Dann drehte er um und landete geschickt und geradezu elegant wenige Meter vor Hank, der beide Hände in die Hüften gestützt hatte und den Jungen nun musterte.
Connor sprang vom Besen und überbrückte mit euphorischem Grinsen die letzten Schritte zwischen sich und seinem Professor.
Seine Wangen waren gerötet und der Wind hatte ihm das braune, sonst immer akkurat sitzende Haar zerstört.

Hank registrierte mit einem freudigen Schmunzeln, dass Connor richtig lebendig wirkte, aufrichtig glücklich, wie er ihn noch nicht erlebt hatte.
Er wollte bereits wieder die Hand ausstrecken, um dem Jüngeren durchs Haar zu fahren, da schlangen sich zwei schlanke, aber starke Arme um ihn und ihm wurde die Sicht von braunen, weichen Haaren genommen, die ihm im Gesicht kitzelten.

„Danke, Hank.“

Hank schluckte und perplex spürte er, wie sich Connor noch ein Stück näher an ihn drängte, seine Arme auf dessen Rücken verschränkte.
Sein eigenes Herz schlug ihm bis zum Hals und und plötzlich konnte er selber dieses seltsam warme Gefühl der Zufriedenheit in sich wahrnehmen, das seine Sinne benebelte und ihn sanft lächelnd die Augen schließen ließ.

Vorsichtig legte er seine Arme nun auch um den Jüngeren, vergrub eine Hand an dessen Hinterkopf in seinen weichen Haaren und strich ihm mit der anderen immer wieder leicht über den Rücken.


Und so standen sie da, Arm in Arm, während sich einzelne Schneeflocken in der nächtlichen Dunkelheit auf das Schloss und das Quidditchfeld niederlegten und in der Ferne eine Schleiereule die Baumkronen des Verbotenen Waldes verließ und mit großen Schwingen ihrer prächtigen Flügel über die Köpfe des begabten Zauberlehrlings und des erfahrenen Professors hinweg flog.
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