Rübezahl -Die Rache der Baronin-

GeschichteRomanze, Fantasy / P16
17.12.2018
17.12.2018
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Hallo
Dies ist meine erste Gesichte in dieser Kategorie und sie handelt von dem Märchen "Rübezahl's Schatz". Die Idee dieser Geschichte schwirrt mir bereits seit langem im Kopf und habe mich nun dazu entschlossen sie aufzuschreiben und hier hochzuladen, obwohl es kein "Brüder Grimm Märchen" ist. Ich habe mir Gedanken darüber gemacht, was wohl passiert wäre, wenn die Baronin zurückkehrt nach ein paar Jahren und ein paar Zaubertricks gelernt hat...
Ich wünsche euch viel Spaß beim lesen des ersten Kapitels und ich würde mich wirklich sehr über ein paar Reviews von euch freuen. :)

Beste Grüße
Alphawolf7










-Kapitel 1-

"Im wilden Riesengebirge lebt seit alten Zeiten ein Berggeist.
Er beschützt Höhlen und Felsen, Sümpfe und Wälder und herrscht über Wind und Sturm.Manchen Menschen hilft er in der Not, anderen spielt er derbe Streiche.Wer je aus Leichtsinn seinen Zorn erregt, der bereut es am Ende. Sein Name...ist Rübezahl. Wanderer kommst du in jene Berge, so denk daran: Der Berggeist kann überall sein… Im Murmeln des Baches, im Schatten eines Baumes, in der Krähe auf einem Wipfel oder in den Wolken, die über den Himmel ziehen."



„Ich werde nicht so leicht besiegt! Dieser Rübezahl kann sich auf etwas gefasst machen!“, fluchte die Baronin von Harrant.
Sie war auf dem Weg zurück zu ihrem Wohnsitz den sie einst besaß, doch da sie keine Gold Taler mehr besaß musste sie das Schloss verlassen. Nun saß sie in einer schwarzen Kutsche, trug ein schwarzes Kleid, ihr Aussehen, welches die Baronin Rübezahl zu verdankte, hatte sich nicht geändert. Sie sah aus wie eine böse Hexe.
„Ich werde mich nicht so leicht geschlagen geben! Ich werde Rübezahl leiden lassen, für das was er mir angetan hat!“, sagte die Baronin wobei sie hämisch lächelte, „Doch dafür werde ich mir Hilfe suchen…“


Wenig später traf die Baronin von Harrant in ihrem Schloss ein, ihre Koffer wurden sofort in ihre Gemächer gebracht, während die Diener und Dienerinnen nicht mehr aus dem staunen herauskamen.
„Was macht die denn hier?“, fragte eine Frau leise.
„Keine Ahnung“, antwortete die andere ebenso leise.
Neugierig folgten sie der Baronin in das große Arbeitszimmer. Sie blieb vor dem Arbeitstisch stehen und atmete einmal tief durch.
„Ist das schön wieder hier zu sein…“, sagte sie hämische grinsend, bevor die Baronin sich ihren Dienern zuwandte, „Wie ihr bemerkt habt, habe ich hier wieder das sagen und ihr werdet das tun, was ich euch befehle! Bringt mir Erdbeeren und Tee, sofort!“
Einen Moment lang blieben die Diner und Dienerinnen wie angewurzelt auf der Stelle stehen, bis sie sich in Bewegung setzten. Beinahe fluchtartig verließen sie das Arbeitszimmer. Die Baronin setzte sich mit einem zufriedenem Lächeln auf den Stuhl hinter dem Schreibtisch und legte ihre Füße anschließend darauf.
„Holt mir den Arzt!“, befahl sie mit lauter Stimme.


Ein Diener lief die Treppe herunter und kam vor der Tür des Arztes, welcher vor Jahren der Partner der Baronin war, wenn es darum ging die Springwurz zu stehlen. Der Diener blieb für einen kurzen Moment an der Tür vollkommen außer Atem an und versuchte zu Atem zu kommen, bevor er an der Tür klopfte. Ein kurzes „Herein“ kam von drinnen, sodass der Diener die Tür öffnete und eintrat. Der Arzt, der nun deutlich älter geworden war, saß auf einem Sessel und las ein Buch, welches nun auf seinem Schoß lag. Graue sogar ein paar weiße Haarsträhnen waren in seinem Haar zu erkennen.
„Was gibt es?“, fragte er.
„Die Baronin von Harrant möchte euch sehen. Sie erwartet euch im Arbeitszimmer“, antwortete der Diener.
Der Arzt legte die Stirn in falten und dachte einen Moment nach, dann weiteten sich seine Augen.
„Du meinst doch nicht etwa DIE Baronin?!“
„Doch.“
Der Arzt schluckte hörbar, bevor er sich aus dem Sessel erhob und kurz tief durch atmete. Er schnappte sich seinen Hut, ging an dem Diener vorbei, aus seinem Zimmer, um sich auf den Weg zum Arbeitszimmer zu machen.

„Da sind Sie ja schon“, begrüßte die Baronin von Harrant den Arzt mit einem überschwänglichen Lächeln, „Wir haben uns lange nicht mehr gesehen, Sie haben sich gut gehalten für ihr alter.“

„D-Danke, Sie auch, Frau Baronin“, antwortete der Arzt mit einem kurzen Lächeln, er war sehr angespannt und nervös, knetete seinen alten Hut in seinen Händen, „Sie wollten mich sprechen? Geht es Euch nicht gut?“
„Doch, ich fühle mich grandios“, die Baronin grinste, wobei ihre schwarz gelben Zähne zum Vorschein kamen. „Ich will von dir wissen, ob es noch diesen Rübezahl gibt.“
„Den Berggeist?“
„Ja, wen denn sonst? Heißt denn vielleicht noch jemand hier Rübezahl!“, donnerte die Baronin mit lauter Stimme, sodass der Arzt leicht zusammenzuckte.
„Nein, Frau Baronin, ich habe ihn seit eurer Abreise vom Schloss nicht mehr zu Gesicht bekommen“, antwortete er.
„Dann sucht ihn gefälligst!“, schrie sie wütend.

„A-Aber ich weiß nicht einmal wo ich ihn finden kann. Dürfte ich Euch eine Frage stellen?“
„Was?“
„Warum wollen Sie Rübezahl?“
„Ich freue mich, dass du mich dies fragst“, sagte die Baronin mit einem freudigem Lächeln auf ihrem Gesicht, so als hätte sie die ganze Zeit darauf gewartet, „Ich werde ihn dafür bezahlen lassen, dass er mich so verunstaltet hat! Das er mir mein Gold zu Pferdeäpfeln verwandelt hat! Doch nun werde ich nicht so leicht zu schlagen sein und du wirst mir dabei behilflich sein ihn zu fangen.“
„Ich?“, der Arzt schaute die Baronin verwundert an, „In wiefern kann ich Euch behilflich sein und-…“
„…was springt für dich heraus?“, beendete sie den Satz. Ein hämisches Grinsen breitet sich auf ihrem Gesicht aus, „Erinnerst du dich noch daran, als wir im Wald waren und darauf gewartet haben, dass der Specht mit der Springwurz zurück kommt?“, der Arzt dachte einen Augenblick nach, dann nickte er und die Baronin sprach weiter, „Du hast mich dort gefragt, ob es einen Baronen gibt und ich habe dir geantwortet, dass ich verwitwet bin und das hat sich bis heute nicht geändert.“
„Sie meinen…, dass, wenn ich Euch helfe, dann werde ich Baron?“
„Ganz genau.“
Nun breitete sich ein Lächeln auf dem Gesicht des Arztes aus. Ein glitzern in seinen Augen war erwacht.
„Ich werde alles nötige veranlassen, dass die Suche nach diesem Berggeist sofort beginnen kann.“

Mit diesen Worten verließ der Arzt das Arbeitszimmer. Die Baronin sah ihm mit einem hämischen Lächeln hinterher.
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