Feuer gegen Eis

von Mary02
GeschichteRomanze, Fantasy / P18
Iron Man / Anthony Edward "Tony" Stark Loki OC (Own Character) Thor
17.12.2018
13.03.2019
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Tony betrat hektisch die Lobby und eilte Richtung Bar. Er richtete Champagner und zwei Gläser her, während er Jarvis befahl, das Licht im Raum zu dimmen und das Licht draußen auf der Terrasse anzumachen. Nebenbei bemerkte er, wie Loki ihm einen fragenden Blick zuwarf.
„Pepper kommt gleich“, beantwortete er die unausgesprochene Frage seines Freundes. „Ich bin total erledigt, wenn es nicht so aussieht, als hätte ich das alles hier vorbereitet und geplant. Wie sehe ich aus?“ Er fuhr sich durch die Haare und stellte sich vor Loki.
Dieser schmunzelte. „Gut. Ein Jackett fehlt allerdings.“
Geschockt riss Tony die Augen auf und betatschte sein Hemd. Er fluchte. „Ich hab´s oben.“
„Dann hol es.“
„Jarvis! Wo ist Pepper?“
„Bereits im Aufzug, Sir!“
„Mist, mist, mist!“, entkam es Tony. „Ich hab keine Zeit. Sie wird es merken und dann wird sie sauer und... gib mir dein Jackett!“
Lokis Proteste ignorierend, zerrte er das schwarze Jackett von dessen Schultern und zog es an. „Zu groß, verdammt!“
Der Aufzug piepte. Loki vollführte eine knappe Handbewegung und sein Jackett passte sich an Tonys Körper an. Der flüsterte ein Danke, als Pepper im Aufzug erschien.
Sie lächelte und kam auf Tony zu, der ihre Hand in die seine nahm und sie küsste. Loki ließ die beiden alleine.
„Ich hab dich schon vermisst“, bemerkte Tony und schenkte ihnen Champagner ein.
Ihre Augen funkelten. „Wirklich? Und ich hatte schon befürchtet, du hättest keine Zeit, bei all deiner Arbeit und den anderen Frauen.“
Tony seufzte und führte sie nach Draußen. Die Sterne funkelten am Himmel und der Abend war angenehm still. „Peps“, begann er. „Es war nur ein Tanz, das hab ich doch gesagt. Ich hab mich bereits entschuldigt und es wird nicht wieder vorkommen.“
Sie nahm einen Schluck und leckte sich über die Lippen. Dann nickte sie. „Ich weiß, ich übertreibe wahrscheinlich, aber angesichts deiner freizügigen Vergangenheit, von denen Teile immer noch auf Youtube zu finden sind, wirst du mein Misstrauen hoffentlich verstehen.“
„Ja“, gab er zu. „Aber ich liebe dich. Du hast mich geändert, du hast einen besseren Mann aus mir gemacht.“
Ihr Blick wurde warm. „Das hast du schön gesagt.“
„Alles Gute zum Jahrestag!“, sagte Tony.
Pepper beugte sich vor und küsste ihn innig. Er legte seine Hand auf ihren Rücken, zog sie näher an sich und genoss ihr Beisammensein. Ihre Finger fuhren langsam über seine Brust abwärts. Hastig nahm er ihre Hände in die seine.
„Nicht jetzt schon, du machst mich wahnsinnig!“, keuchte er.
Sie lachte. „Das war meine Absicht.“
„Deine Hände sind kalt, ist dir kalt?“, fragte er.
„Etwas, aber der Ausblick ist schön.“ Wieder küsste sie ihn und ließ ihre Hände in die Taschen seines Jacketts gleiten, um sie aufzuwärmen.
Es war wunderschön. Aber plötzlich verharrten ihre Lippen an den seinen.
„Tony!“
„Ja, mein Schatz?“, murmelte Tony verträumt an ihren Mund.
„Was ist das in deiner Tasche?“, fragte Pepper scharf und wich zurück. Sie zog etwas Grünes aus seiner Jackettasche. Tony klappte die Kinnlade herunter. Es war ein Slip. Was zur Hölle?!
Peppers Miene war alles andere als freundlich, als sie ihn nun ansah. „Von wegen nur getanzte!“, zischte sie und pfefferte ihn den Slip entgegen, bevor sie davonstürmte.
„Peps!“, rief er ihr nach. „Bitte! Warte! Ich kann das erklären!“
Es schien sie nicht zu interessieren, schnurstracks marschierte zurück zu dem Fahrstuhl aus dem sie gekommen war.
Tony stöhnte und griff sich an die Stirn. Verfluchter...?! „Loki!“, brüllte er.
Im nächsten Moment erschien Loki im Flur. „Ja? Was ist passiert?“, wollte er wissen, als er seinen Freund völlig aufgelöst sah.
„Ist das deiner?“ Tony hob den Slip hoch.
Lokis Augen wieteten sich. „Oh!“, machte er.
„Oh? Ist das alles?“, erwiderte Tony. „Pepper denkt jetzt, dass ich sie betrüge und... wieso hast du einen Slip...?“ Er dachte nach. „Lenore?“
Lokis Mundwinkel zuckte.
Tony sog die Luft ein. „Du...! Ich hab dir gesagt, du sollst mir schmutzige Details sofort erzählen, sollten sie passieren!“
„Tut mir leid. Es sind schmutzige Details vorgefallen.“
Dabei musste Tony grinsen. „Erstens: ich bin stolz auf dich! Zweitens: was mach ich mit Peps?“
„Ich werde es ihr erklären“, bot Loki an, Tony schüttelte den Kopf.
„Wie denn? Dann weiß sie, dass ich den Jahrestag vergessen habe!“
Niedergeschlagen leerte er sein Glas und stellte es ab. Loki legte eine Hand auf seine Schulter. „Ich könnte behaupten, es wäre ein Streich gewesen?“
Tony massierte sich die Schläfe. Eine Katastrophe! Witzig, aber eine Katastrophe.
Der Aufzug bimmelte. Beide sahen auf, als Pepper und Lenore hereinkamen.
„Was ist hier los?“, fragte Lenore kalt. „Ich komme gerade her und was muss ich sehen? Eine aufgewühlte Pepper! Ich hab sie überredet, wieder hochzukommen, um das zu klären! Und zwar sofort! Wie kannst du nur! Du hast Pepper betrogen, Tony?“
„Nein!“, fuhr Tony auf. „Das hab ich nicht!“
Lenore runzelte die Stirn, als sie ihn ansah. „Was machst du mit meinem Höschen?“
„Deinem Höschen?“, fragte Pepper.
„Ja!“ Man sah Lenore an, dass sie wütend wurde. „Loki! Wieso hat Tony meinen Slip?!“
Oh-oh.
Loki öffnete und schloss den Mund wieder, er schien nicht recht zu wissen, was er dazu sagen sollte. Immerhin wollte er seinen Freund nicht verraten. Tony senkte die Schultern.
„Peps“, begann er. „Es ist nicht seine Schuld, sondern meine. Ich schwöre, ich habe dich nicht betrogen! Trotzdem hast du allen Grund, sauer auf mich zu sein, denn... ich hab unseren Jahrestag vergessen!“ So, es war raus. Tony duckte sich schuldbewusst. „Ich hab mich beeilt, um es zu vertuschen und da hab ich Lokis Jackett genommen“, er zupfte an dem Stoff, „Er hat es irgendwie mit Magie so gemacht, dass es passt...“ Er zog es aus und reichte es Loki. Das Kleidungsstück schimmerte grün und der Zauber fiel ab. „Es tut mir leid. Ich weiß, du hast was Besseres verdient.“
Pepper sah ihn an, legte den Kopf schief, schloss kurz die Augen und atmete tief durch. Dann stieß sie ein Schluchzen aus. Nein, warte! Sie lachte!
„Tony Stark! Du bist so ein Idiot!“, sagte sie und umarmte ihn.
Perplex ließ er es geschehen. „Du bist nicht sauer?“
„Doch“, meinte sie. „Aber zu sehen, wie du einen schuldbewussten Hundeblick machst, ist echt süß.“
„Das kann ich den ganzen Tag“, meinte Tony. „Ich werde diesen Abend noch auf subtile Art merken, dass du sauer bist, oder?“, tippte er.
„So subtil wird das nicht.“ Sie zog ihn mit sich Richtung Terrasse.
Geistesgegenwärtig warf Tony Loki den Slip zu, bevor er mit seiner Freundin verschwand.

*

„Und dir vertrau ich meine Unterwäsche an!“, fauchte Lenore und wollte ihm das Höschen entreißen. Geschickt ließ er es wieder in seiner Tasche verschwinden.
„Wir hatten einen Deal“, erinnerte er.
„Der nicht beinhaltete, meinen Slip als Trophäe zu präsentieren! Und deinen Hündchenblick kannst gleich wieder abstellen!“ Sie wollte in sein Jackett greifen, da fasste er blitzschnell ihre Handgelenke und zog sie an seine Brust. Ihre Erwiderung verstummte an seinen Mund, als er sie küsste. Oh, der konnte küssen!
Schließlich schaffte es dieser Mistkerl tatsächlich, dass ihre Wut verrauchte und sich ihr Unterleib verlangend zusammenzog.
„Gehen wir auf mein Zimmer und gucken einen Film?“, schlug sie vor, während ihre Finger mit seinem Hemdkragen spielten.
„Gerne!“, erwiderte er, seine Nase streifte ihre Wange.
Nachdem sie sich den ersten Teil von From Dusk till Dawn angesehen hatten, lagen sie eng aneinander gekuscht im Bett und Lenore aß Chips.
„Das willst du also mit mir machen, ja?“, neckte Loki.
Lenore kicherte. „Du kannst dich in eine Schlange und in was auch immer verwandeln, hat Thor behauptet.“
„Da hat er recht. Ich kann mich in alles verwandeln.“ Er verteilte Küsse an ihrem Hals und sie stöhnte genießerisch.
Auf einmal ging die Tür auf und sie fuhren auseinander. Tony stand im Türrahmen.
„Oh, ich wollte nicht stören“; meinte er.
„Wieso bist du dann hier?“, erwiderte Lenore spitz.
Tony trat ein. „Ich wollte euch etwas geben und es muss gleich sein, weil ihr packen müsst.“
Lenore setzte sich auf. „Wie meinst du das? Ein Auftrag?“ Irgendwie war sie nicht begeistert. Sie wollte mit Loki im Bett bleiben!
Tony grinste schelmisch. „Nicht ganz. Also, die Sache ist Folgende: Da ich in Panik war, habe ich kurzfristig für Peps und mich für die nächsten zwei Nächte eine Therme gebucht. Gerade hat Peps mir aber mitgeteilt, dass sie keine Zeit hat. Ich hab angerufen und wollte verschieben, hab aber niemanden mehr um die Uhrzeit erreicht. Also... wollt ihr ...?“
Lenore hob eine Augenbraue. Meinte er das ernst? „Du schenkst uns einen Thermenurlaub, Tony?“, rief sie begeistert aus.
„Sieht so aus“, bestätigte er. „Es sei denn, Loki zieht es von seinem neuen Gehalt ab, dann schenkt er dir einen Thermenaufenthalt.“
Lenore sprang aus dem Bett und zog Tony in eine Umarmung. „Cool! Danke!“
„Kein Problem. Entspannt euch etwas und genießt die Zweisamkeit“, sagt er. „Eigentlich ist es perfekt für euch.“
Lenore kniff die Augen zusammen. „Du hast Angst, dass ich deinen Turm zerstöre, wenn Loki und ich endlich Sex haben, nicht wahr?“
Dem widersprach er nicht.
Sie sah zu Loki. „Pack deine Sachen, Lo!“
Der Gott schaute sie verwirrt an. „Ähm...“
„Freust du dich nicht?“, fragte Lenore.
„Schon...glaub ich“, erwiderte er. „Ich hätte eine Frage: Was ist eine Therme?“

*