Feuer gegen Eis

von Mary02
GeschichteRomanze, Fantasy / P18
Iron Man / Anthony Edward "Tony" Stark Loki OC (Own Character) Thor
17.12.2018
13.03.2019
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Dank Lokis Heilung war sie zwar unverletzt, aber dennoch ein wenig erschöpft von den Ereignissen des Tages. Im StarkTower angekommen, beschloss sie sofort etwas zu essen, schließlich hatte sie seit gestern nichts bekommen und sie neigte zu schlechter Laune, wenn sie hungrig war. Sie redete mit den Avengers, die ebenfalls am Tisch saßen und aßen.
Anschließend setzte sie sich auf die Couch, Loki brachte ihr einen Pfefferminztee und gesellte sich zu ihr. Sie kuschelte sich an ihn und fühlte sich geborgen wie nie zuvor. Die anderen Avengers waren gegangen damit sie etwas alleine sein konnten, es war schon wieder Abend.
„Gleich Morgen muss ich nach Michelle sehen und ihr ihr Handy zurückgeben“, seufzte Lenore. Sie hatte beide Handys – Michelles und ihr eigenes – bei Scarface gefunden. Anscheinend hatten sie es ihrer Freundin einfach gestohlen. Lenore hatte Michelles Eltern angerufen, diese hatten bestätigt, dass sie bei ihnen und wohlauf war. Lediglich ihr Handy habe sie verloren. Lenore war sehr erleichtert gewesen, dass Michelle nichts weiter passiert war. Diese hatte keine Ahnung, dass sehr gefährliche Leute in ihrer Nähe gewesen waren und nach kurzen Überlegungen, beschloss Lenore, ihr das auch nicht mitzuteilen, sonst würde sie bloß angst bekommen. Sie behauptete, ihr Handy sei abgegeben worden und sie wäre zufällig darauf gestoßen.
Des Weiteren hatte Loki die Informationen, welche er aus Scarface herausbekommen hatte, an Fury weitergegeben. Allerdings nicht, ohne eine Gehaltserhöhung dafür zu fordern.
Loki streichelte ihren Arm. „Ich bin froh, dass du wieder da bist“, sagte er und betrachtete sie liebevoll.
„Ja“, meinte Lenore schelmisch. „Irgend so ein Psychopath ist aufgetaucht, hat alle kaltblütig umgebracht und mich gerettet.“ Mein Held!
Loki nickte. „Muss ein schreckliches Erlebnis gewesen sein, tut mir leid, dass du das mitansehen musstest.“
Sie hob die Schultern. „Ach, ich fand das ganz cool. Ich steh ein kleines bisschen auf Psychopathen“, gestand sie.
„Tatsächlich?“, schmunzelte er.
Sie legte ihren Kopf auf ihn und schnupperte an seinem Nacken. Mhmm...
„Hattest du schon viele Frauen?“ Die Frage kam ihr einfach so über die Lippen geschossen.
Sie spürte, wie er sich leicht anspannte.
„Wie kommst du darauf?“
„Reine Neugierde. Sagst du es mir?“ Sie blickte zu ihm auf. „Also ich hab es mit anderen Männern versucht, wie du gesehen hast.“
Das brachte ihn zum Grinsen. „Ja, das hab ich gesehen.“
„Leider hat es nicht funktioniert. Meine Kräfte haben sich während der Pubertät gezeigt und ich... naja war sehr wählerisch, was Männer anging. Einem hätte ich mal fast was Wichtiges abgefackelt. Deshalb hat er mich Freak genannt.“
Zum Glück hatte er solche Angst vor ihr gehabt, dass er auf eine Anzeige verzichtet und sich einfach nie wieder hatte blicken lassen.
„Wo kann ich ihn finden?“, fragte Loki in Terminator-Manier.
Spielerisch schlug sie ihn.
„Also?“, hackte sie nach.
Loki stieß die Luft aus. „Es gab natürlich welche“, begann er. Man merkte, dass ihm das Thema unangenehm war. „Aber es hat keinen Spaß gemacht, weil ich immer darauf achten musste, nicht die Kontrolle zu verlieren.“
Lenore lächelte. „Bei mir musst du dich nicht zusammenreißen!“
„Ist mir aufgefallen“, erwiderte er.
„Hattest du eine Freundin in Asgard?“
Er veränderte seine Sitzposition. „Ja, so etwas in der Art. Bevor ich erfahren habe, dass ich adoptiert bin – bevor dieser Jotun im Kampf meinen Arm gegriffen hat – hatte ich nie Probleme mit meinen Eiskräften. Sie haben sich gar nie gezeigt. Trotzdem war es schwer gewesen, eine Frau zu finden, weil Thor darauf aus war, jedem Weib seinen Hammer zu zeigen - und ich meine damit nicht Mjölnir. Er liebte Feste und als klar wurde, dass er der nächste König von Asgard werden würde, waren selbstverständlich alle Mädchen darauf aus, seine Königin zu sein.“
„Oh. Das kann ich mir ziemlich gut vorstellen. Dein Bruder wirkt ein wenig eingebildet.“
„Das war damals noch viel schlimmer, oft war er unerträglich“, sagte Loki. „Schließlich fand ich eine Frau, aber... dir ist sicher aufgefallen, dass ich nicht dumm bin.“
„Ja, ist mir aufgefallen“, bestätigte sie.
Er schluckte. „Ich hab herausgefunden, dass sie mich bloß wollte, weil ich ein Prinz war. Sie dachte, ich wäre bösartig genug, Thor eines Tages zu vergiften und selbst den Thron in Anspruch zu nehmen, was wiederum sie zur Königin gemacht hätte.“
Lenore hob eine Braue. „Okay. Das ist fies. Gut, dass du Schluss gemacht hast.“
„Ja“, sagte er schlicht.
„Und war da noch eine? In Asgard.“
Er zögerte. „Ja.“
„War die auch so blöd?“
„Schlimmer.“
„Echt? Was könnte schlimmer sein?“
Loki verzog den Mund. „Sie wollte über mich an Thor rankommen.“
Oh. „Was stimmt mit den Frauen dort nicht?“
Er lachte auf. „Naja, du musst wissen, weil ich schon von klein auf Magie beherrschte, hatten viele Angst vor mir – oder sie nahmen mich nicht ernst.“
„Weshalb das?“
„In Asgard gab es nur Frigga, die ebenfalls magisch begabt war und dieses Talent wurde somit nur Frauen zugesprochen.“
Das brachte sie zum Lachen. „Aber ... so ein Unsinn!“
„Jedenfalls war das mit ein Grund, dass die Frauen Abstand hielten.“
„Wie hast du es herausgefunden?“
„Was?“
„Dass diese Frau nur an Thor ran wollte.“
Einen Moment schwieg er und es war still, er sah sie nicht an. Seine Brust hob und senkte sich mit jedem Atemzug unter ihrer Hand. „Tja, das war gar nicht so schwer... sie hat seinen Namen gerufen als sie... kam.“
Lenore klappte die Kinnlade herunter. Woah! „Was für`n Miststück, war das denn bitteschön?“ Sie verstand das überhaupt nicht. Wie konnte man nur Thor wollen, wenn man so was Leckeres wie Loki im Bett hatte? „Ich hoffe, sie hat Ragnarök nicht überlebt.“
Loki schüttelte den Kopf. „Hat sie nicht. Und ich muss sagen, obwohl ich ihr nichts Schlechtes gewünscht habe, bin ich nicht besonders traurig.“
„Verständlich.“
„Darf ich dir nun eine Frage stellen?“
„Klar.“ Sie nickte und nahm einen Schluck ihres Tees.
„Gefällt dir mein Bruder?“
Sie spuckte den Tee wieder aus und hustete. „Wie ... bitte?“
„Naja, verstehe mich nicht falsch, aber... eigentlich bevorzugen alle ihn.“
„Loki!“, Sie griff sein Kinn, ruckte seinen Kopf in ihre Richtung und zwang ihn sie anzusehen. „Ich steh nicht auf deinen Bruder. Kapiert! Blonde Surfer-Typen, die mir ihren Hammer zeigen wollen, sind nicht so meins. Mich ziehen da mehr dunkelhaarige, eigenwillige Männer an. Mit jede Menge Vater- und Bruderkomplexen“, sagte sie spöttisch.
„Sobald Ich so einen sehe, werde ich ihn dir umgehend vorstellen.“ Er beugte sich vor und sie küssten sich. Der Geschmack ihres Pfefferminztees vermischte sich mit seiner Kälte, Magie und mhmm. Sie liebte es! Ein genießerisches Stöhnen entglitt ihrer Kehle, während sie an seiner Unterlippe saugte.
Als sie nach ein paar Minuten voneinander abließen, nahm Loki ihr Handy vom Tisch und tippte durch ihre Kontakte.
„Ich hab mein Tinder-Profil bereits gelöscht, keine Sorge“, meinte sie.
„Nein, ...das weiß ich“, sagte er. „Diese Frau, die dich entführt hat, hat erwähnt, dass es schwer war, meine Nummer zu finden. Unter was hast du mich eingespeichert? Loki ist es nicht. Genauso wenig kann ich `eingebildeter Mistkerl` finden.“
Sie kicherte. „Verrat ich dir nicht.“
Er legte ihr Handy beiseite und nahm sein eigenes zur Hand. „Gut, dann eben auf die harte Tur.“
Lenores Handy klingelte – er rief sie an. Und ihr Bildschirm zeigte worunter sie Loki gespeichert hatte.
Überrascht weiteten sich seine Augen, dann sah er sie tadelnd an. „Das ist dir also in Erinnerung geblieben, ja!“
Sie kicherte ungehalten. Dort stand Silvertounge!
„Und du?“
Loki hob sein Handy und zeigte es ihr. FireQueen.
Uhh! Lenore gab einen verzückten Laut von sich. „Danke sehr!“ Sie schob die Handys beiseite und setzte sich rittlings auf ihn, ihre Lippen fanden wieder die seinen und nahmen sie gierig in Besitz.

*

(Ich wünsche euch allen schon mal einen guten Rutsch!)