Die Flucht vor der Vergangenheit

GeschichteRomanze, Familie / P12
16.12.2018
22.07.2019
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Sie starrte ihn regelrecht an und konnte ihre Augen nicht von ihm nehmen. Ja, es war ihr alter Teammitglied Chiaki. Nur eins hatte sich verändert, nämlich seine Narbe, welches sich von etwas oberhalb bis weiter unterhalb des Auges zierte. Seine Augen, die strahlten Kälte aus. Nanako schluckte tief und konnte nicht fassen, was sie erblickte.
„Chi?“, sprach sie ihn nochmal an.
Damit wollte sie ihm deutlich machen, dass sie wirklich Nanako war, da nur sie ihn so nennen durfte. Aber es kam wieder keine Reaktion, was sie langsam frösteln ließ. Was war hier los? Weshalb reagierte er nicht und schaute sie nur mit dem Blick an? Langsam machte er ihr Angst, was sie nicht zeigen wollte. Zu ihrer Freude erkannte sie ein Funkeln in seinen Blick, welches auf wiedererkennen hindeutete. Weit kam sie nicht, da Chiaki verpuffte und verschwand. Wie regungslos blieb sie stehen und starrte bleich geworden auf den Punkt, wo ihr damalig bester Freund stand.
„Woher kennst du ihn?“, sanft legte TenTen ihr eine Hand auf die Schulter.
Leise flüsterte sie: „Er war mein Teamkamerad. Er, Masaru, ich und Sensei Kato waren damals ein Team. Als vor einigen Jahren Gaara einen Massaker veranstaltet hat, brachte er nicht nur meinen Clan um, sondern auch viele andere Leute. Ich war der Überzeugung, dass mein Team auch dran glauben musste. Aber vor einiger Zeit traf ich meinen Sensei wieder und jetzt Chiaki....“
Sie brach ab und ihre Augen füllten sich mit Tränen, die sie nicht stoppen konnte. Wortlos nahm die Braunhaarige sie in den Arm und wiegte sie leicht hin und her, um sie zu beruhigen. Es klappte, worauf sich Nanako langsam löste und leise bedankte. Hastig wischte sie ihre Tränen weg und wagte ein lächeln, was nicht sehr überzeugend herüber kam.
„Zumindest kennen wir eine der ominösen Gestalten“, meinte sie hoffnungsvoll.
Ein leises undefinierbares Geräusch konnte man von Nanako wahrnehmen: „Dann müsste eine der anderen Gestalten Masaru sein.“
„Wenn wir ihn finden, bekommst du sicherlich Antworten“, versuchte TenTen einen Aufmunterungsversuch.
Ja, dies würde sie. Nur wollte und konnte sie nicht verstehen, weshalb Chiaki sich so verändert hatte und so kalt war. Was steckte dahinter? Hatte er sie wirklich wieder erkannte? Selbst wenn es nur in seinem Unterbewusstsein stattfand? Überhaupt, wusste ihr Sensei davon? Schließlich hatte er sie ja vor etwas gewarnt.
„Ja, lass uns weiter gehen“, murmelte Nanako nur niedergeschlagen.

Als die Zeit gekommen war, trafen sich die beiden Suchtrupps, um die Lage zu besprechen. Es gab von den Jungs eigentlich nicht viel zu erzählen. Gefunden hatten sie niemanden, selbst mit den Schattendoppelgänger von Naruto nicht. Dafür hatten die Mädchen etwas zu berichten, was sie ohne zu zögen taten. Eigentlich erzählte TenTen, da Nanako es nicht über die Lippen brachte.
„Deine Teamkameraden?“ posaunte Naruto erstaunt heraus.
Shikamaru konzentrierte sich auf etwas anderes: „Kannst du uns etwas über die beiden erzählen, was wir wissen sollten?“
„Würde ich ja gerne, es hat sich aber viel verändert. Ich kann euch höchstens das sagen, was ich noch von den beiden kenne.“
Zu erst fing sie mit Chiaki und seine Eiskräfte an, was sogar Gegenstände oder Personen einfrieren konnte. Oh ja, mit Chiaki war nicht zu spaßen, was auch die anderen sofort merkten. Nun erzählte sie von Masaru, der mit zwei langen und gefährlichen Schwertern kämpfte, die so gut wie alles durchtrennen konnten.
„Ach, bevor ich es vergesse. Chi ist auch nicht gerade schlecht in Genjutsus“, warnte Nanako.
TenTen hatte noch eine Frage: „Wie hat Chiaki am meisten gekämpft? Also eher mit seinen Eiskräften oder mit dem Genjutsu?“
„Naja, eigentlich eher mit dem Genjutsu. Das Eis hat er nur benutzt, wenn er jemanden wirklich beim Kampf behindern wollte. Schließlich war er vor einigen Jahren zumindest nicht gerade talentiert damit, da er dies nur geringfügig damit umgehen konnte, indem er die Füße seines Feindes eingefroren hat.“
„Hoffe es hat sich nichts geändert“, murmelte Shikamaru, der jetzt schon genervt wirkte wegen dem kommenden Kampf, der anstrengend sein würde.
TenTen war optimistischer: „Zumindest wissen wir jetzt, worauf wir uns einlassen.“
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