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Reize niemals eine Löwin

GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P18
Marcus Flint OC (Own Character)
15.12.2018
20.01.2021
51
142.499
7
Alle Kapitel
23 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
14.01.2021 3.563
 
Triggerwarnung!!

Im folgenden Kapitel werden Suchterkrankung und Suizidalität angesprochen. Wenn ihr davon betroffen seit, bitte ich euch dies nicht zu lesen. Wenn ihr von psychischen Erkrankungen betroffen seit oder ihr suizidale Gedanken habt, wendet euch bitte an Freunde, Familie, andere Vertrauenspersonen oder an die Nummer gegen Kummer Hotline. Danke!
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Giulia saß geschockt da. Nie im Leben, hätte sie daran gedacht, dass Adrian so etwas tun würde.

>>Nein Professor, davon hatte ich keine Kenntnis. Er hatte in letzter Zeit nur gesagt, auf Grund der Situation zwischen ihm und Alicia, dass er das so langsam nicht mehr ertragen kann. << erklärte sie Professor Snape und Professor McGonagall.

>>War etwas anders an ihm, als davor. << fragte Minerva McGonagall nach.

>>Naja, nach der Trennung, hatte er angefangen immer wieder mal zu trinken. In den letzten Wochen, wurde es schlimmer. Erst hat er nur jeden Abend getrunken, doch dann teilweise, so wie ich das mitbekommen habe, auch über den Tag hinweg. Ich hatte die letzten Wochen, relativ wenig Kontakt zu ihm, daher kann ich ihnen leider nicht genau sagen, wann das angefangen hat. << erklärte Giulia weiter.

>>Ich verstehe. << kam es kurz und knapp von der Professorin.

>>Ms. Sinclair, sie sind allerdings nicht nur wegen Mr. Purcey hier. Mr. Flint, hat Mr. Purcey und den traumatisierten Mr. Nott im Gemeinschaftsraum aufgefunden. Sagen wir mal so, er sitzt im Krankenflügel ebenfalls traumatisiert. Als seine Verlobte, haben wir es für wichtig empfunden, sie darüber zu informieren, neben dem, dass sie mit Mr. Purcey befreundet sind. << gab Professor Snape harsch an.

Giulia nickte.

>>Professor, darf ich fragen, wie genau er versucht hat…<< den letzten Teil, traute sich Giulia nicht auszusprechen.

>>Ich finde, sie haben das Recht, dies zu erfahren. Vielleicht können sie ihm dann besser auf seinem Genesungsweg beistehen. Mr. Purcey, hat einen sehr starken Schlaftrunk gebraucht, welcher fast so stark ist, wie der Trank der lebenden Toden. Naja, zusammen mit dem Alkohol hat sich der Trank nicht so gut vertragen. Mr. Purcey kann froh sein, dass Mr. Flint, trotz dessen, das er traumatisiert war und immer noch ist, Professor Snape schnell alarmiert hat. Er war im kritischen Zustand. << erklärte die Professorin.

>>Danke Professor.<< bedankte sich Giulia bei ihr.

Der Schock steckte ihr immer noch tief in den Knochen. Eigentlich müsste sie umgehend Alicia darüber informiert. Schließlich war das Ausmaß schlimmer, als sie gedacht hatte. Doch wollte sie, Adrian und auch Marcus nicht alleine lassen. Mal abgesehen davon, dass Leonora sie ebenfalls brauchte. Schließlich war ihr Bruder traumatisiert und gerade einmal zwölf beziehungsweise dreizehn Jahre alt.

>>Ms. Sinclair, sollte irgendetwas sein, wenden sie sich bitte an uns. Ich spreche glaube ich für das ganze Kollegium, wenn ich sage, wir alle haben für sie alle ein offenes Ohr.<<

Giulia nickte nur. Ihr war schlecht. Noch nie, hatte sie sich so hilflos gefühlt, nicht einmal, als sie wegen dem Betrug von Marcus abgehauen war.

>>Professor, noch eine Frage. Wird Adrian wieder?<< fragte sie besorgt nach.

>>Ja Ms. Sinclair. Allerdings wird er seine Zeit brauchen. Wenn sein Zustand heute Abend stabil sein sollte, wird er ins St. Mungos verlegt. << beteuerte Professor McGonagall ihr.

Giulia nickte nur wieder als Bestätigung. Sie wollte gar nicht wissen, wie es im Moment Marcus ging, wenn sie schon das ganze fertig machte.
Zusammen mit den Professoren, verließ Giulia das Klassenzimmer. Sie hatte das Gefühl ihre Beine waren aus Wackelpudding, so sehr saß der Schock tief. Vor dem Krankenflügel stand Fred. Aber nicht alleine. Alicia war bei ihm und ließ sich von ihm trösten. Sie war schrecklich am weinen. Giulia lief zu den beiden hinüber. Als Alicia sie bemerkte, warf sie sich in ihre Arme.

>>Das ist alles meine Schuld!<< dabei weinte sie weiter.

>>Alicia, dass ist nicht deine Schuld. Adrian hat niemanden gesagt, wie schlecht es ihm damit wirklich geht. Das konnte keiner von uns vorhersehen. << versuchte sie ihre Freundin zu beruhigen.

In ihren Armen weinte Alicia immer weiter.

Jetzt stellte Giulia Fred eine Frage:
>>Warum seit ihr nicht im Krankenflügel?<<

>>Madam Pomfrey lässt uns nicht herein. Nur mit Genehmigung von den Professoren, dürfen wir rein.<< erklärte er ihr.

Professor McGonagall, welche alles mitbekommen hat, kam zu ihnen hinüber.

>>Ms. Spinett, sie sollten zusammen mit Ms. Sinclair hineingehen. << gab die Professorin ihr Okay.

Mit Alicia im Arm, ging Giulia in den Krankenflügel. Madam Pomfrey begleitete sie zum Bett von Adrian. Er lag regungslos da und war blass.
Alicia setzte sich neben sie und nahm seine Hand.

>>Adrian, mir tut das alles so leid! Ich wollte nie, dass dir etwas zu stößt. Ich liebe dich!<< als Alicia die letzten Worte gesprochen hatte, weinte sie um so mehr.

Madam Pomfrey kam zu Giulia und erklärte ihr:
>>Ich habe Mr. Purcey in einen leichten Schlaf versetzt. So das sich seinKörper erholen kann, aber der Schlaftrunk, nicht zusammen mit dem Alkohol interagieren kann. Ihrem Verlobten, Mr. Flint habe ich einen Beruhigungstrank gegeben.<<

>>Okay.<< das war das Einzige, was sie in diesem Moment hervor bringen konnte.

Sie ließ Alicia erst einmal mit Adrian alleine. Mehr als sicher, wollte sie erst einmal mit ihm alleine sein. Wahrscheinlich würde sich zehnmal erklären.
In der zwischen Zeit, suchte sie Marcus ein Bett weiter auf. Dieser saß apathisch auf dem Bett. Langsam und vorsichtig, ging sie zu ihm hinüber. Giulia setzte sich neben ihn aufs Bett. Vorsichtig nahm sie seine Hand.

>>Wieso, habe ich nichts bemerkt? Warum, hat er nicht mit mir gesprochen?<< fragte er.

Diese Fragen, wiederholte er drei Mal.

>>Marcus, schau mich an. << wies sie ihn an.

Doch er schaute weiterhin auf den Boden, so wie er es schon tat, als sie an sein Bett gekommen war. Mit einer Hand drehte sie seinen Kopf zu sich.

>>Marcus, das ist nicht deine Schuld! Niemand von uns, hatte gemerkt, dass es ihm so schlecht ging. Gib dir bitte nicht die Schuld!<< versuchte sie in einem fürsorglichen Ton ihm verständlich zu machen.

>>Weiß du was das schlimme ist? Ich hatte mit dem Gedanken ebenfalls gespielt, wenn du mir die Chance nicht geben würdest. << meinte er direkt zu ihr.

>>Marcus, das ist doch keine Lösung. Es ist schon schlimm genug gewesen, dass du dich jeden Abend betrunken hast. Aber stell dir vor, du hättest auch versucht dich umzubringen. Du hättest neben mir, auch noch deine Eltern im Stich gelassen. Jede Person, hat Menschen um sich herum, denen sie etwas bedeuten. Ich bin froh, dass du es nicht gemacht hast! << dabei legte sie behutsam eine Hand an seine Wange.

Mit einer Hand, ergriff er ihre Hand, welche, auf seiner Wange lag.

>>Wie kann ich dir so viel bedeuten, nach dem Ganzen, was ich dir angetan habe?<< fragte er mit glasigen Blick.

>>Weil ich dich trotz allem immer noch liebe! Auch wenn wir nicht zusammen sind. Und selbst wenn, meine Gefühle für dich anders wären, würdest du mir trotzdem noch einiges bedeuten!<< erklärte sie ihm.

Er nahm seine Hand von ihrer, um sie kurz danach in die Arm zu schließen. Giulia schloss ihre Arme um ihn.

>>Ich habe dich im Grunde gar nicht verdient! Immer wieder habe ich dich verletzt und trotzdem stehst du zu mir.<< brachte er flüsternd hervor.

Deutlich merkte sie, dass seine Stimme dabei brach und spürte dann etwas nasses an ihrem Hals. Bisher hatte sie ihn einmal weinen gesehen und das war am Vortag.

>>Aber genau, weil du selber auf die Erkenntnis kommst, was du falsch gemacht hast und es bereust, macht dich zu einer einzigartigen Persönlichkeit, welche ich an dir liebe.<< flüsterte sie ihm ins Ohr.

>>Du wirst sehen, ich werde alles daran setzten, dich zurück zugewinnen und für dich der beste Ehemann und später Vater unserer Kinder werden.<< flüsterte er ihr zu.  

Immer noch brach seine Stimme beim Sprechen. Leicht schob sie ihn von sich und schaute ihn eindringlich an.

>>Marcus bitte tu mir einen Gefallen. Naja eigentlich zwei. Erwäge es bitte niemals wieder, dir etwas anzutun und das zweite ist, bitte lass das mit dem Alkohol sein.<< flehte sie ihn schon fast an.

>>Für dich würde ich alles tun, um dich nicht zu verlieren. << bracht er hervor.

>>Versuch dich ein wenig auszuruhen. Ich schau ganz kurz nach Leonora und noch einmal Alicia.<< dabei gab sie ihm einen Kuss auf die Wange.

>>Spinett ist hier?<< kam es von ihm erstaunt und doch mit trauriger Stimme.

Giulia nickte. Dann ging sie kurz hinüber zu Leonora.

>>Wie geht es ihm?<< fragte sie ihre Freundin.

>>Naja, er steht unter Schock. So wie ich es verstanden habe, dachte Theodor, Purcey wär Tod. << erklärte sie mit einem besorgte Blick auf ihren Bruder.

>>Das glaube ich, dass es ein Schock für ihn war. Ich glaube, dass ist für uns alle ein großer Schock. << pflichtete Giulia ihr bei.

>>Wie geht es Flint?<< fragte Leonora besorgt.

>>Naja, er gibt sich die Schuld, dass er nichts geahnt hat. Zudem, hat er mir erzählt, dass er selber solche Gedanken schon hatte, wenn ich ihm jetzt nicht die Chance gegeben hätte<< klärte Giulia sie auf.

Leonora nickte. Dann deutete Giulia ihr an, dass sie sich zu Alicia begab. Langsam lief Giulia an Adrians Bett, indem immer noch Alicia saß.
Verweint schaute Alicia sie an.

>>Giulia, ich weiß nicht, was ich gemacht hätte, wenn ich Adrian jetzt verloren hätte. Das ganze ist allein meine Schuld!<< und wieder rollten Alicia dabei die Tränen hinunter.

>>Lic, wie vorhin gesagt. Keiner von uns konnte das vorhersehen. Jetzt ist es wichtig, dass wir alle für ihn da sind und ihm helfen wieder gesund zu werden. Professor McGonagall hat mir vorhin gesagt, dass er heute Abend noch ins St. Mungos verlegt wird. Wenn du willst, geh ich mit dir morgen zusammen dort hin, wenn wir zurück in London sind.<< bot sie ihrer Freundin an.

>>Das würdest du machen?<< fragte sie erstaunt unter Tränen.

>>Ja. Ich schätze mal, das Marcus ebenfalls dort hin möchte und ich möchte keinen von euch alleine hinlassen. Mal abgesehen davon, das Adrian dann sieht, wieviel Unterstützung hinter sich hat. << bestätigte sie Alicia.

Alicia schloss sie in eine Umarmung.
>>Danke!<< flüsterte sie ihr.

Als sie Giulia wieder los ist fragte sie mit zittriger Stimme:
>>Wie geht es Marcus und Leonores Bruder?<<

>>Naja, Theodore steht komplett unter Schock. Er dachte Adrian sei Tod und Marcus… er macht sich so wie du, Vorwürfe. Mal abgesehen davon, dass Adrian und Marcus sich ähnlich sind, da Marcus ebenfalls den Plan hatte, wenn ich ihm keine Chance gebe. << erklärte sie mit einem seufzen.

Erschrocken hielt sich Alicia die Hände vor dem Mund.

>>Aber mach dir keine Sorgen, solange ich an Marcus Seite bin, lass ich das nicht zu und das selbe gilt für Leonora bei ihrem Bruder. Und wir alle sorgen dafür, dass Adrian wieder auf sie Beine kommt. << bei dem letzten Satz lächelte sie ihre Freundin zur Aufmunterung an.

Giulia konnte nicht durchblicken lassen, wie sehr sie dies alles belastete. Sie musste für Alicia, Leonora, Marcus, Theodore und vor allem für Adrian stark sein. Es brachte ihnen nichts, wenn sie ebenfalls vor Schock nur weinte.
Die Tür zum Krankenflügel ging auf und Professor McGonagall kam herein.

>>Ms. Spinnet, Ms Nott und Ms Sinclair. Ich bitte sie, dass sie sich in der großen Halle zum Festmahl einfinden. Ich weiß, für sie alle ist die Situation nicht einfach. Auch weiß Professor Dumbledore darum. Aber er möchte, dass sie drei noch am Festmahl teilnehmen wenigstens. << sprach die Professorin.

Alle drei nickten. Widerwillig stand Alicia von ihrem Platz neben Adrian auf. Schnell ging Giulia noch einmal zu Marcus.

>>Ich komm nachher wieder, okay?<< fragte sie ihn.

Müde nickte er und sie gab ihm noch einmal einen Kuss auf die Wange.
Die Professorin begleitete alle drei Mädchen nach draußen.

>>Auf Grund der Umstände, hat Professor eine Ausnahme für sie drei gemacht, bezüglich der Festtagskleidung. Sie müssen sich jetzt nicht umziehen gehen. << sprach Professor McGonagall mit einem besorgten Unterton.

Keiner wagte es ein Wort zusagen. Den kompletten Weg, wurden sie von der Professorin begleitet. Als sie die große Halle betraten, waren alle Blicke auf sie gerichtet. Nicht nur wahrscheinlich, weil sie im Bikini herein kamen und somit nicht wie alle anderen ihre Festtagskleidung anhatten, sonder weil sie zusammen mit Professor McGonagall die Halle betraten. Leonora und Giulia begaben sich an ihren Haustisch. Alicia setzte sich an ihren, neben Fred, welcher sie sofort in den Arm nahm.
Giulia und Leonora, setzten sich auf  zwei freien Plätze gegenüber von Montague.

>>Hey Sinclair, wo sind Adrian und Marcus?<< fragte er sie sofort.

>>Toller Freund bist du! Das du noch nicht einmal das mitbekommen hast, was deinen angeblich zwei besten Freunden passiert! Beziehungsweise dem einen!<< fuhr sie ihn an.

In der ganzen Halle ging ein Murmeln durch die Reihen. Jeder fragte sich, warum Leonora, Alicia und sie so fertig aussahen.
Professor Dumbledore stand von seinem Stuhl auf und begab sich an sein Pult. Als immer noch ein Murmeln durch die Reihe ging, schrie er durch die große Halle:
>>Ruhe!<<
Alle verstummten.

>>Für die Schüler die schon ein paar Jahre hier sind, wissen, dass eigentlich die Verleihung des Hauspokales jetzt ansteht. Doch diese wird heute einmal ausfallen. Dieses Jahr, wurde Hogwarts von einem Schatten überdeckt. Auch wenn die Kammer des Schreckens mittlerweile geschlossen und das Ungeheuer darin besiegt ist, gibt es eine weitere Gefahr. Eine Gefahr, welche unsichtbar ist und nicht erkannt werden kann. Wie viele schon mitbekommen haben, fehlen am Slytherintisch heute drei Leute. Wie viele von euch ebenfalls gerade mitbekommen haben, durften heute drei Leute ohne Festtagskleidung beim Festmahl teilnehmen. Es hat einen Grund. Diese drei Schülerinnen, welche gerade gekommen sind, waren seit heute Mittag den ganzen Tag im Krankenflügel, um ihren Mitschülern beizustehen. Für alle Slytherinschüler wird es jetzt schwer zu verkraften zu sein. Einer ihrer Mitschüler hat sich heute versucht, das Leben zu nehmen. Ich werde jetzt nicht sagen wer es war.…<< fing Professor Dumbledore an zu erklären.

Einen raunen ging durch die Menge. Jeder versuchte heraus zufinden, wer aus Slytherin gemeint war.

>>Ruhe!<< donnerte der Professor erneut der die Halle.

>>Ich möchte sie alle darauf eindringlichst Hinweisen, wenn sie Probleme haben, sich hilflos fühlen und augenscheinlich keinen Ausweg sehen, wenden euch bitte an uns Lehrer, solange ihr Hogwarts besucht. Oder wenigstens an eure Eltern, oder Freunde. Es ist kein Ausweg, sich das Leben nehmen zu wollen. Damit verletzt ihr nur eure Mitmenschen, denen ihr etwas bedeutet. Ich verstehe natürlich, wenn ihr euch jetzt fragt, warum drei Schüler fehlen, wenn eigentlich nur betroffen ist, was mit den anderen beiden ist. Die anderen beiden Schüler haben besagten Schüler regungslos aufgefunden und stehen aktuell unter Schock. Ebenso wie die anderen drei Schülerinnen, welche trotzdem jetzt anwesend sind. Alle sechs Schüler und Schülerinnen werden heute noch ins St. Mungos gebracht. Ich bitte euch, nehmt das nicht auf die leichte Schulter. Mit so etwas ist nicht zum Spaßen. Und ebenso bitte ich euch, die drei Schülerinnen nicht darüber auszufragen. << damit wandte er sich von seinem Podest ab und ging zurück an den Lehrertisch.

Auf dem Esstischen erschien das Essen. Ein paar Schüler griffen hungrig zu, doch den meisten war der Appetit nach der Ansprache vergangen. Giulia konnte eh nichts runterbekommen. Ihre Gedanken waren bei Adrian, Marcus und Theodor Nott. So erging es Leonora ebenfalls.
Montague beugte sich über den Tisch und flüsterte ihr zu:
>>Sinclair, sag mir bitte nicht, dass Marcus oder Adrian dieser besagte Schüler war. <<

Giulia schaute ihn verwirrt an. Was hatte er nicht verstanden gehabt an ihrer Aussage vor der Ansprach des Schulleiters? Doch sie sagte zu dem Thema nichts. Zu ihrer Rettung, kam Professor McGonagall an ihren Tisch.

>>Ms. Nott, Ms Sinclair, kommen sie bitte einmal mit.<< sprach die Professorin in einem bedrückten Ton.

Beide standen von ihren Plätzen auf. Zusammen liefen sie mit ihr zum Gryffindortisch und sammelten noch Alicia ein. Zu viert liefen sie aus der großen Halle. Draußen erklärte die Professorin, warum sie die drei Mädchen mit hinaus genommen hatte:
>>Wie Professor Dumbledore gerade gesagt hatte, werden sie ebenfalls mit ins St. Mungos gehen. Wir möchten, dass sie neben Mr. Purcey, Mr. Flint und Mr. Nott dort behandelt werden, da es sie drei ebenso betrifft. Die Hauselfen bringen ihnen ihr Essen gleich hinauf in den Krankenflügel. Wir versuchen sie von den Fragen der anderen Schüler ein wenig abzuschirmen, dass sie alles selber besser verarbeiten können. Ihr Gepäck wird gerade von den Hauselfen zusammen gepackt und auf den Krankenflügel gebracht, dass sie es gleich mitnehmen können. Zu dem, haben wir ihre Eltern bereits darüber informiert.<<

Alle drei nickten. Giulia konnte die Entscheidung der Lehrer nach empfinden, wenn sie sich Alicia neben sich anschaute, welche total verquollene Augen hatte. Und sie selbst, hatte das Gefühl, sie wüsste weder ein noch aus, wie sie mit der Situation umgehen sollte. Die Professorin begleitete sie in den Krankenflügel und übergab sie in die Obhut von Madam Pomfrey. Diese brachte jeder einen Beruhigungstrank und zeigte ihnen wo sie sich umziehen konnten. Denn die Hauselfen hatten bereits die Koffer in den Krankenflügel gebracht. Sie zogen sich alle etwas bequemes an. Auch war das Abendessen mittlerweile im Krankenflügel abgestellt worden, doch niemand verspürte sonderlich Appetit.
Alicia setzte sich sofort wieder an Adrians Seite. Leonora tat das selbe bei ihrem Bruder. Daher beschloss sie zu Marcus zu gehen. Dieser lag in dem Bett und starrte die Decke an.
Giulia schlüpfte aus ihren Schuhen heraus und legte sich neben ihn. Als Marcus sie bemerkte, legte er einen Arm unter ihren Kopf und zog sie nah an sich.

>>Was hat der alte Tattergreis unten beim Festmahl gesagt?<< fragte er nach.

>>Naja, die Verleihung des Hauspokales viel aus. Er hat nur gesagt, was passiert ist, ohne Namen zu nennen und alle Schüler darauf hingewiesen, dass so eine Situation ernst ist und wir uns den Lehrern, Eltern oder Freunden anvertrauen sollen. Und hat, so habe ich das ein wenig empfunden, anhand Alicia, Leonora und mir aufgezeigt, wie vielen Menschen so eine Tat mit hineinziehen kann. Sonst hat er nichts gesagt. Bevor ich es vergesse. Montague hatte nach euch, vor der Ansprach gefragt. Als ich ihm dann einem Wink mit dem Zaunpfahl gesagt habe, dass es einem von euch nicht gut ginge, hat er mich nach der Anfrage gleich gefragt, ob es einen von euch betrifft.<< erzählte sie ihm.

>>Wirklich viel verstand hat Montague wirklich nicht.<< pflichtete er ihr bei.

>>Aber die Schule scheint die Situation wirklich ernst zunehmen, wenn Dumbledore so eine Ansprache hält, das hätte ich nicht gedacht.<< fuhr Marcus fort.

Dann wurde die Tür zum Krankenflügel aufgestoßen. Ein paar Heiler des St. Mungos traten herein. Sie betteten Adrian auf eine Trage um und fuhren mit ihm hinaus. Eine Heilerin und zwei andere Heiler blieben zurück.

>>Hallo, mein Name ist Ellen. Ich bin für euch zuständig wenn ihr im St. Mungos seit. Ich weiß, dass alles war für euch ein großer Schock und manche von euch geben sich vielleicht die Schuld. Das ist ganz normal in so einer Situation. Ich werde euch, so gut es meine Mittel zu lassen, helfen. Ich bitte euch fünf, mir jetzt zu folgen, damit wir mit der Kutsche los fliegen können. Eure Koffer werden gleich von meinen Kollegen mit hinunter genommen. Eure Eltern sind bereits im St. Mungos und warten dort auf euch. << erklärte die Heilerin.

Giulia und Marcus zogen sich ihre Schuhe wieder an. Zu fünft trotteten sie mit Ellen durch die Korridore hinunter an die Kutsche, welche für sie bereit stand. Alle stiegen in die Kutsche ein, gefolgt von Ellen. Deutlich, merkte man, wie ihre Koffer auf den hinteren und oberen Teil der Kutsche verladen wurden. Dann flogen sie auch schon los.
In der Kutsche war es mucksmäuschen Still. Keiner wagte es ein Wort zusagen. Giulia schaute zwischen Marcus und Alicia hin und her, welche links und rechts neben ihr saßen.
Beide schauten jeweils aus dem Fenster der Kutsche.
Erschöpft, ließ Giulia ihren Kopf auf Marcus Schulter nieder, welcher wie ein Reflex, seinen Arm um sie legte.

>>Möchte einer von euch sagen, wie es ihm gerade geht, oder was sich in seinem Kopf abspielt?<< fragte Ellen besorgt nach.

Doch keiner der Fünf antwortete ihr. So verlief der Flug in der Kutsche ohne ein weiteres Wort.
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