Den kann man einfach nicht Versichern!

von Soph-chan
GeschichteHumor, Romanze / P18 Slash
Byun Baekhyun Park Chanyeol
15.12.2018
01.11.2019
12
70807
23
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Dieses Kapitel
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Hallo Leute,

willkommen zu meinem Versicherungsfic. Irgendwie hatte ich mit meiner Freundin die verrückte Idee das Baekhyun einfach ein genialer Versicherungsberater wäre. Ich würde ihm zumindest alles abkaufen^^

Das ist mein erster EXO-Fic und es ist schon eine Weile her, dass ich hier etwas gepostet habe. Ich hoffe ich habe das schreiben noch nicht verlernt. **grins**

Das ist nur der Prolog und soll euch ein ungefähres Gefühl für die Fanfiction geben. Ich versuche mich so bald wie möglich an das erste Kapitel zu setzen und einmal in der Woche ein Kapitel hoch zu laden. Da ich arbeite kann es sein das es manchmal nicht klappt, wie man es sich wünscht aber ich werde mein bestes tun.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und schon mal danke im Voraus an alle die sich hier her verirrt haben.

LG Soph-chan

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Prolog

Park Chanyeol war ein Tollpatsch, ein Dösbaddel, einfach ein riesiger Bauerntölpel. Es gab wirklich nichts, was er nicht aus Versehen zerbrechen, verschütten oder einfach mit viel Phantasie zerstören konnte.

Schulfenster beim Fußball zerbrechen? Check

Die Lieblingsvase seiner Mutter beim Putzen fallen lassen? Kein Problem

Das Foto mit Unterschrift des Lieblingsschauspielers seiner Schwester anzünden? Alles Möglich.

Die Katze nicht vom Baum holen sonder beim Versuch sie füttern erst hinauf jagen? Nichts leichter als das.

In der Universität zufällig einen Bombenalarm auslösen? Warum nicht? Man gönnt sich ja sonst nichts.

Kurzum, Park Chanyeol war eine explosive Mischung und schon lange als unverbesserlicher Teufelsbraten in seiner Nachbarschaft verschrien.

Natürlich machte er nichts davon mit Absicht, doch das änderte noch lange nichts daran, dass alle einen großen Bogen um ihn machten sobald er einen Raum betrat. Man wusste ja schließlich nicht was als nächstes explodieren könnte, immerhin befand sich Chanyeol in der Nähe.  

Als würde das alles nicht reichen war er auch noch unglaublich Schreckhaft. Ein Insekt, ein lautes Geräusch, ja sogar Konfetti reichte aus um sein armes Herz in eine andere Umlaufbahn zu schicken.

Der 1,86m große Mann mit den wuscheligen schwarzen Haaren und den knuffigen Yoda Ohren dachte jedes Jahr zu Silvester regelmäßig sein letztes Stündchen hätte geschlagen.

Es gab doch nun wirklich keinen sinnvollen Grund immer wieder so einen lächerlichen Krawall zu veranstalten.  Als hätte irgendwer etwas davon, die armen Tiere hatten sicher schreckliche Angst und der Alkohol tat dem menschlichen Körper sowieso nicht gut. Also warum den ganzen Mist nicht einfach abblasen? Aber nein, da gab es tatsächlich so ein paar komische Leute die dieses dämliche Spektakel auch noch toll fanden. Das konnte Chanyeol wirklich nicht nachvollziehen.

Mit der regelmäßigen Zerstörung von Gegenständen und der unfreiwilligen Verletzung von Umstehenden hatte man sich schon abgefunden. Das größte Problem bestand allerdings darin, dass sich Chanyeol auch selbst nicht verschonte. Ob es nun an seinen Schuldgefühlen oder einfach an seiner unfassbaren Tollpatschigkeit lag, war hierbei nicht ganz klar.

Sicher war, was auch immer passieren würde: Park Chanyeol kam selbst mit mindestens einen gebrochenen Knochen aus der Sache wieder heraus.

Doch es gab ein Licht am Ende des Tunnels: Kinder liebten ihn.

Eigentlich keine Überraschung, denn welches Kind mochte es nicht Streiche zu spielen? Das gute war, wenn Chanyeol in der Nähe war musste man sich die Streiche gar nicht mehr ausdenken, sie passierten ganz einfach von alleine. Schweden hatte Michel von Lönneberga und Seoul Chanyeol.

Außerdem hatte Chanyeol ein ganz besonders Talent, mal abgesehen von der bereits bekannten Fähigkeit Dinge bis zur Unerkenntlichkeit zu zerstören. Chanyeol hatte die seltene Gabe seine Umwelt in Farben und Bildern auszudrücken. Schon als kleiner Junge stellte er seine Erlebnisse mit Stift und Papier dar, anstatt sie zu erzählen. Seine Worte vermochten die Gefühle in seinem Herzen schließlich nur unzureichend wiedergeben. So gestaltete er seine Welt mit Farbe und Pinsel.

Natürlich ist es nicht überraschend, dass auch diese Entfaltung Chanyeols nicht ohne Folgen für seine Umwelt blieb. Die Zimmer in Familie Parks Haus mussten in regelmäßigen Abständen komplett neu gestrichen werden. Eine entfernte Verwandte mütterlicherseits wagte sich gar seit Chanyeol 12. Geburtstag gar nicht mehr in den Stadtteil der Parks, aber es war schließlich nicht seine Schuld, dass ihre reinrassigen Pekinesen der festen Überzeugung waren, Chanyeols biologisch abbaubare Farbe sei das beste Hundefutter überhaupt.

Und sowieso, diese Hunde sahen in bunt wenigstens ein bisschen besser aus, es war ja schließlich nicht so als könnte man sie noch mehr entstellten.

Kurz vor seinem Abschluss traf Chanyeol auf Do Kyungsoo. Ein kleiner niedlicher Junge mit Herzförmigen Lächeln. Ehrlich gesagt hatte Chanyeol es über die Jahre aufgegeben Freundschaften zu schließen, spätestens nach zwei seiner berühmten Ungeschicktheiten suchten sie alle das Weite. Nur Kim Jongdae war ihm geblieben, allerdings war sich Chanyeol nicht sicher, ob das wirklich an ihm lag oder ob Jongdae einfach nur in der ersten Reihe stehen wollte, wenn mal wieder etwas passierte. Immerhin schien er immer kurz vorm Delirium zu stehen nachdem Chanyeols besondere Fähigkeiten ihre Wirkung zeigten. „Eines Tages werde ich dank dir glücklich Lachend sterben Chanyeol!“ so Jongdaes Worte.

Kyungsoo war bereits einige Monaten auf ihrer Schule, als Chanyeol und Jongdae ihn das erste Mal trafen. Normalerweise gingen ihm alle Schüler so weit wie Möglich aus dem Weg, sogar bei den Neuen war diese Verfahrensweise schon angekommen. Kyungsoo allerdings zog nur gelangweilt seine rechte Augenbraue hoch, nickte leicht und setzte sich auf eine Bank in ihrer Nähe auf dem Schulhof.

Von diesem Moment an war er oft in ihrer Nähe, allerdings ohne wirklich ein Wort mit ihnen zu Wechseln. Chanyeol war nicht ganz klar was der kleinere damit bezweckte, bis ihm auffiel, dass weder Jongdae noch Kyungsoo jemals etwas von den Folgen seiner Unglücke abbekamen. Vielleicht war es ja eine Art umgedrehte Physik?

Nur Chanyeol und die anderen Schüler wurden eingesaut oder verletzt. Jongdae und Kyungsoo sahen aus wie junge Götter, während sich Chanyeol fühlte wie frisch ausgekotzt.

Irgendwann wurde Kyungsoo ganz automatisch ein Teil ihrer Clique, ob es nun daran lag das er sowieso immer in ihrer Nähe war, oder daran das er statt über Chanyeol zu lachen lieber mit Handtüchern und Wechseluniform bereit stand, er wurde schnell die Mutter der Gruppe.

Kyungsoo war es auch der Chanyeol die Idee gab Design und Illustration zu studieren, während er selbst seiner Leidenschaft zum kochen nachgab. Jongdae schrieb sich für einen Journalismus Studiengang ein und die drei machten sich auf den Weg zur Uni.

Bereits nach kurzer Zeit entschied sich Chanyeol gerne mit oder für Kinder arbeiten zu wollen, deshalb spezialisierte er sich auf die Illustration von Kinderbüchern. Zu seinem Studium gehörten auch regelmäßige Praktika. So kam es das Chanyeol zweimal im Monat in der „Shape of Heart Stiftung“ aushalf.

Zwei Jahre nach dem Beginn seines Studium sollte er helfen das zur Stiftung gehörende Kinderheim neu zu gestallten. Für Chanyeol war das nicht nur eine riesige Chance sich früh einen Namen zu machen, sonder auch eine gute Möglichkeit Kontakte zu künftigen Arbeitgebern zu knüpfen. Also stürzte er sich voller Begeisterung in dieses neue Projekt. Er bekam die Aufgabe die zum Spielplatz führende Außenwand einen neuen Schliff zu verpassen, da es sich um einen Bereich handelte mit dem die Kinder regelmäßig zu tun hatten, holte er sich vom Direktor die Erlaubnis die Kinder mit in seine Arbeit einzubeziehen. Diese waren davon natürlich total begeistert und gemeinsam machten sie sich an der Arbeit. Chanyeol kam gut mit den kleinen voran und die Fantasiewelt auf der Wand nahm langsam Gestalt an. Je näher der feierliche Eröffnungstermin rückte umso mehr Menschen tummelten sich im Kinderheim. Schließlich musste alles perfekt sein wenn die wichtigen Menschen  für ihre Ansprachen antanzten. Der Schwarzhaarige hielt von diesem ganzen Trubel nichts. Immerhin waren es die Kinder die im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen sollten und nicht irgendwelche zwielichtige Politiker die ihr Image bei einem Auftritt mit vielen süßen Kindern aufpolieren wollten.

Seltsamerweise verschwanden die Kinder in den letzten Wochen immer öfter von ihrem gemeinsamen „Arbeitsplatz“. „Es kommt ein ganz besonderer Besuch. Den darf ich nicht verpassen!“ flüsterte ihm ein kleines Mädchen mit süßen blauen Schleifen im Haar kichernd ins Ohr. Chanyeol war sich nicht sicher wer genau dieser besondere Besuch sein sollte. Auf jeden Fall traf er ihn leider nie, im Gegensatz zu den Kindern konnte er nämlich nicht kurz vor der Fertigstellung seines Wandgemäldes alles stehen und liegen lassen um jemanden zu begrüßen. Doch in den nächsten Tagen nahm das Lachen der Kinder zu, stets begleitet von einem hellen männlichen Lachen, dass manchmal auch in ungewöhnliche hohe Töne abdriften konnte. Manchmal sah er einen braunen Haarschopf über den Köpfen der Kinder hinausragen, einen zierlichen Körper und einen verdammt geilen Arsch. Chanyeol wusste nicht wirklich was er mit seinen Gedanken für diesen fremden Mann anfangen sollte. Er wusste noch nicht einmal wie alt dieser war, aber er hatte Momente in denen er sich kaum noch auf seine Arbeit konzentrieren konnte sobald er diese himmlische Stimme hörte. Einmal begann der braunhaarige sogar zu singen. Seine weiche melodische Stimme verpasste Chanyeol fasst einen Herzinfarkt und einige versaute Pinselstriche. Verdammt, wer hätte denn auch denken können das „My bonnie is over the ocean“ so sexy klingen könnte. Chanyeol holte tief Luft. Er musste sich zusammen reißen, das hier war eine wichtige Arbeit und der Direktor begann bereits ihn zu drängeln. Es blieb nur noch eine gute Woche bis zur Eröffnung und das Wandbild musste nach der Fertigstellung auch noch trocknen und versiegelt werden. Seufzend griff er nach der Farbverdünnung, vielleicht fand er eine Möglichkeit seinen Fauxpas irgendwie zu verstecken. „Ich würde es mit einer Deckfarbe auf Acrylbasis probieren.“ meinte eine sanfte Stimme hinter ihm. Überrascht drehte sich Chanyeol um. Dort stand ein Mann mit kurzen schwarzen Haaren und einem breiten Grinsen, das zwei große Grübchen auf sein Gesicht malte. Er hatte einen alte, locker sitzende Jeans und ein zerschlissenes T-Shirt an. „Du musst Chanyeol sein. Ich dachte ich könnte dir vielleicht helfen. Der Direktor hat mir erzählt, dass du mit dem Bild ein bisschen hinterher hinkst.“ Chanyeol sah den anderen mit  großen Augen an, dieser begann laut zu Lachen und reichte ihm die Hand. „Ich bin Lay. Ich bin Illustrator und habe eine kleine Firma. Wir haben uns auf Illustrationen für Kinder spezialisiert. Moment“ Lay kramte in seiner ausgebeulten Hosentasche und zog schließlich eine recht zerknitterte Visitenkarte hervor.

-The Dreaming Unicorn – geben Sie Kindern die Flügel die sie brauchen –

-Illustrationen, Porträtmalerei, Grafikdesign  -    Lay (Zhang Yixing )  -

„ Zhang Yixing?“ „Nenn mich Lay. Die meisten Leute haben einen Knoten in der Zunge wenn sie versuchen diesen Namen auszusprechen, deswegen hat mich ein koreanischer Freund auf Lay umgetauft.“ Nachdem er dies gesagt hatte zeigte er wieder seine Grübchen und betrachtet Chanyeols Werk. „Ich mag deine Arbeit. Sie hat einen frischen Touch und ist nicht so ausgnudelt wie die meisten Arbeiten dieser Branche. Deine Farben sind auch sehr gut ausgewählt. Lass mich dir helfen, dann schaffen wir das sicher noch vor der Eröffnung.“ Chanyeol nickte irritiert, er war sich immer noch nicht ganz sicher was genau gerade passiert war, aber gegen eine helfende Hand würde er sich sicher nicht wehren. Gemeinsam kamen die beiden gut voran und als sicher der Himmel langsam verdunkelte könnte sich Chanyeol tatsächlich vorstellen eventuell doch rechtzeitig fertig zu werden.

Lay versprach auch am nächsten Tag wieder zu kommen und Chanyeol begann langsam seine Farben zusammen zu räumen. Er musste noch die Pinsel auswaschen und eine Plane zum Schutz über der Wand anbringen, immerhin wusste er nicht ob es in der Nacht regnen würde. Sie hatten sowieso unheimliches Glück mit dem Wetter gehabt.

Auf dem Weg zu den Toiletten hörte er wieder diese himmlische Stimme. Sanft aber streng sprach sie mit dem kleinen Mädchen das Chanyeol stets fleißig beim Malen half. „Min Seo du musst jetzt wirklich schlafen. Es ist schon viel zu spät für dich!“ „Aber Hyunnie, wenn ich schlafe gehst du wieder weg!“ Das Mädchen schluchzte herzzerreißend. Ein sanftes Lachen erklang und Chanyeol glaube Engel singen zu hören. Verdammt, er war wirklich so was von verknallt in diesen Typ und dabei wusste er weder seinen Namen, noch wie er eigentlich ganz genau aussah. Allerdings, wenn sein Gesicht nur halb so geil wie sein Arsch war würde sich Chanyeol nicht beschweren. Vor allem würde er diesen Hinteren mal ganz gerne fest greifen während er seine Zunge in den Mund des Braunhaarigen vergrub. Wenn sich ein Stöhnen von ihm nur halb so gut anhörte wie sein Lachen dann…

„Du musst jetzt wirklich schlafen. Komm ich bringe dich ins Bett und wenn du dann ganz lieb mitkommst lese ich dir auch eine Geschichte vor. Du weißt du ich komme am Wochenende wieder und nächste Woche ist schließlich die große Feier. Da hast du dich doch so drauf gefreut.“

Chanyeol schreckte auf. Verdammt, hatte er jetzt wirklich sexuelle Fantasien über einen gesichtslosen Mann, von dem er eigentlich nur die Stimme kannte, gehabt? Seufzend fuhr er sich durchs Haar und stellte zu seinem entsetzen fest das er einen ordentlich Ständer hatte. „Das kann doch jetzt nicht wahr sein!“ fluchte er aufgebracht. Er brauchte unbedingt mal wieder Matratzensport wenn er schon auf Stimmen geil wurde. Grummelnd machte er sich auf den Weg die Pinsel auszuwaschen und schließlich auf den Weg nach Hause. Er brauchte jetzt dringend eine kalte Dusche, ganz, ganz dringend.

       

In den nächsten Tagen kam Chanyeol und Lay gut voran. Sie hatten noch zwei Tage bis zur großen Feier und die Farbe konnte nun in Ruhe trocknen. Leider mussten sie die Versieglung am Vormittag der Feier in Angriff nehmen. So war es natürlich nicht geplant, aber wenn sie die Versiegelung zu früh auftrugen ruinierten sie das Farbspiel der originalen Farben, nur wenn sie komplett durchgetrocknet waren konnten sie ihre volle Wirkung entfalten.

Somit hatte Chanyeol das erste Mal seit Wochen mal wieder ein paar Tage für sich. Die letzten Nächte waren schrecklich gewesen. Seit er sich an diesen Abend nach Hause gezwungen hatte wurde er von feuchten Träumen heimgesucht, die ihn stets unerfüllt zurückließen. In Ermanglung seines  Richtigen Namens war Hyunnie das Wort das er, in dem aussichtslosen Versuch sich selbst zu befriedigen, stöhnte. Dass er diesen Spitznamen aus dem Mund eines Fünfjährigen Mädchens gehört hatte, ließ  ihn sich noch schlimmer fühlen.      

Seine Freunde begannen auch langsam ihn mit seinem Crush aufzuziehen. Jongdae hatte verdammt viel Spaß dabei sich lustige Namen für den jungen Mann auszudenken und Kyungsoo wies ihn in regelmäßigen Abständen darauf hin, beim nächsten Mal einfach seinen Pinsel in die nächste Ecke zu pfeffern und endlich mit dem Unbekannten zur Reden. Ach ja und natürlich kam der wutentbrannte Hinweis, dass er seine Bettwäsche in nächster Zeit nicht mehr in dem geteilten WG Wäschekorb versenken durfte.

Chanyeol fühlte sich wie in einem Roman gefangen. War so ein Soulmate Fantasie Ding? So ein er hatte ihn gerochen und weiß er dieser Typ ist der eine? Stattdessen ein: Er hatte seine Stimme gehört, er musste es einfach sein!

Natürlich bemerkte Lay seinen Frust, aber er sagte nichts dazu. Stattdessen arbeiten sie schweigend an der Versieglung. Sie hatten nur noch ein paar Stunden, die ersten Übertragungswagen der Fernseh- und Radiosender waren schon vorgefahren. Seouls Bürgermeister sollte ein neu gebautes Gebäude eröffnen und eine Rede über die Wichtigkeit von Liebe im Leben eines jeden Kindes halten, danach sollte es einen Spieltag für die Kinder mit Hüpfburg &Co. geben. Also kam dabei wenigstens auch etwas für die Kinder raus.

Die beiden waren gerade fertig geworden, als der Bürgermeister mit großem Tam Tam ankam. Lay und Chanyeol begannen die Aufräumarbeiten und sperrten sicherheitshalber einen Bereich um das Wandbild ab. Immerhin war die Versiegelung noch nicht getrocknet. Sie war zwar nicht giftig und die darunter liegende Farbe konnte auch nicht mehr verschmiert werden, aber sie war extrem klebrig und in Anbetracht des großen Tages wäre es vielleicht keine so gute Idee, wenn die Kinder wie Fliegen an der Wand kleben würden.    

Der Bürgermeister bezog Position auf der Bühne, als Chanyeol die restliche Versiegelung zu seinem Auto transportierte. Dafür musste er über einen kleine Brücke gehen, unter der sich die Bühne befand. Gedankenverloren warf er einen Blick auf die High-Society die sich vor der Bühne mit ihren Champagner Gläsern versammelt hatten. Die Kinder standen aller ordentlich herausgeputzt an der Seite und warteten offensichtlich darauf, dass sie mit der eigentlichen Party beginnen konnten, immerhin waren die Hüpfburg und die anderen Spiele gut sichtbar. Als der Schwarzhaarige sich gerade wieder auf den Weg machen wollte löste sich aus der großen Gruppe vor der Bühne ein Schatten. Eine schlanke Person bahnte sich den Weg durch die Menschen zur Bühne, eine schlanke Person mit einem Körper den Chanyeol unter tausenden erkannt hätte. Er schluckte nervös den Speichel der sich in seinem Mund gesammelt hatte. Das konnte nicht sein. Warum war der Braunhaarige hier?

Chanyeols Crush positionierte sich vor dem Mirko und öffnete den Mund. Doch bevor er etwas sagen konnte beugte sich Chanyeol gedankenverloren nach vorne und der Eimer Versiegelung in seinen Händen ergab sich der Schwerkraft. „Hyunnie“ seufzte der Tollpatsch gedankenverloren während der Inhalt des Eimers sich mit einem lauten Platsch über das Gesicht des Bürgermeisters ergoss.
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