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[7] Parents Day

OneshotAllgemein / P12 / Gen
Gavin Reed Hank Anderson OC (Own Charakter) RK800-51-59 Connor
14.12.2018
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Es war dieser Tag in der Schule, wo alle Schüler mit ihren Eltern kommen musste, um dann von Klassenzimmer zu Klassenzimmer zu laufen, damit die Lehrer einem mitteilten, wie gut oder schlecht das Kind war.
Für manche völlig okay, für andere wiederum die Hölle.
Juli hatte natürlich an sich nichts zu verbergen. Ihre Eltern waren sowieso nie böse auf sie und außerdem ist sie eine sehr gute Schülerin, sonst hätte sie ja auch nicht die Junior High übersprungen. Doch auch bei manchen Lehrern gab es ziemlich Diskussionen, die besonders Hank etwas aufbrausen ließen.

"Mister Anderson, ihre Tochter ist eine unseren besten Schülerinnen, aber sie könnte so viel mehr erreichen, wenn sie nicht nur schriftlich perfekt wäre." meinte der Lehrer, welcher am Tisch den Drein gegenüber saß.
"Sie wissen genau, dass das niemals passieren wird. Meine Tochter ist, wie sie schon sagten, eine ihrer besten Schülerinnen, also ist das doch eh egal." antwortete Hank, wobei er sich etwas zurückhalten musste.
Bis jetzt schwärmten alle Lehrer nur von dem Mädchen, aber diesmal wurde das bis jetzt verschwiegene Thema mal angesprochen.
"Ich verstehe ihre Wut, aber es gibt Lehrer, die sehen einfach nicht ein, dass Juli mündliche Arbeit verweigert. Vor kurzen gab es sogar Beschwerden von anderen Eltern, die meinen das wäre ziemlich unfair, womit sie, wenn wir mal ehrlich sind, Recht haben." entgegnete der Lehrer weiter. Nach einen kurzen Seufzer fügte er noch hinzu, da Hank gerade etwas genervt war: "Hören sie, ihre Tochter ist auf den besten Weg für ein Stipendium. Aber sie MUSS unbedingt auch zeigen, dass sie mehr als nur stilles schreiben kann. Wir wissen alle, wie intelligent sie ist, aber das muss sie auch zeigen. Wenn sie weiterhin jegliche Form von Vorträgen, Gruppenarbeiten oder das Vorgehen an die Tafel verweigert, kann es passieren dass ihr Notendurchschnitt ziemlich sinken wird."
"Drohen sie uns?" knurrte Juli's menschlicher Vater und ballte die Hände zu Fäusten. Den größten Teil hat er eh überhört, sondern filterte wieder nur was man über sein Kind sagte.

"Lieutenant, sie sollten sich beruhigen. Wir werden mit Juli nocheinmal ein Gespräch unter Eltern führen und sehen was sich machen lässt. Einverstanden Schatz?" unterbrach der Android Connor die Situation in der Hoffnung hier noch Leben rauszukommen und streichelte über den Rücken seiner Tochter, die die ganze Zeit nur auf den Boden starrte. Lange sah sie in diese braunen Augen und nickte leicht Lächelnt.
Nach einen kurzen Kampf mit sich selbst verstand auch Hank, was Connor vorhatte und stimmte ihm zu. Endlich konnten sie das Zimmer verlassen und waren damit auch schon fertig mit allen Lehrern.
"Lass dir von denen nichts sagen. Ich versteh genau wieso du im Unterricht nie redest und das ist okay. Wir werden deshalb niemals böse auf dich sein." sprach der Grauhaarige als die Familie durch den Gang im Obergeschoss lief und Richtung Treppe lief, dabei zog er Juli etwas an sich ran und wuschelte durch ihre langen Haaren.
Jetzt wollten sie endlich nachhause.

Juli lief immer in der Mitte, links und rechts ihre Väter. Connor hatte sogesehen auch das Sorgerecht, aber taten einige Lehrer tzdm so, als wäre er nicht da. Aber er nahm es so hin um keinen Ärger zu machen. Es wussten nichtmal alle, dass er ein Android war, immerhin hatte er ja seit Jahren schon kein LED mehr und trug ganz normale Kleidung. Aber manche wusste es nunmal und nicht alle tolerierten ihn als Vater eines Mädchens.

"Wie kannst du nur so schlechte Noten haben. Dein Bruder hatte in diesen Fächern alles Einsen. Und seine Mitarbeit war noch viel besser." schallte es durch den Schulflur. "Und wie kann es sein dass du so viele Fehltage hast? Was machst du bitte wenn du nicht in der Schule bist?" meckerte eine unbekannte Frauenstimme weiter.
Juli erkannte zwar nicht die beiden Erwachsenen die ihnen gerade entgegen kamen, aber sie erkannte ihren Sohn. Wie konnte sie auch nicht. Schon von weiten trafen sich ihre Blicke und wandten sich auch nicht so schnell voneinander ab.
Ohne ein Wort gingen beide Familie aneinander vorbei und taten so, als ob sie einander nicht kannten. Das stimmte an sich ja auch, aber ihre Kinder kannten sich nunmal. Sehr gut.

"Hast du nicht auch mal was dazu zu sagen? Jetzt tu nicht so als ob du das alles okay findest!" meckerte die aufgebrezelte Dame ihren, anscheinend, Ehemann nun an.
Ihr Sohn folgten ihnen mit ein bis zwei Metern Abstand und hatte stumm die Hände in den Taschen.
Jetzt konnten beide eh nicht miteinander reden.
"Also Elijah hat..." wollte seine, wahrscheinlich Mutter, gerade wieder anfangen als Juli relativ laut murmelte: "Er ist NICHT Elijah."
Daraufhin blieben beide Familie stehen und die Ältere drehte sich genervt um.
"Wie bitte? fragte sie in einen unfreundlichen Ton.
"Ich sagte, dass Sasha nicht Elijah ist. Nichtmal ansatzweise. Sie sollten endlich mal aufhören die Beiden zu vergleichen." knurrte die Halbjapanerin etwas, sah dabei trotzdem auf den Boden. Unter ihren langen Hoodieärmeln knetete sie schon angespannt die schwitzigen Hände, da es sie einfach extrems ankotzt wie Sasha immer als größter Volltrottel dargestellt wird, und das von seinen eigenen Eltern.
Das Einzige was Juli beruhigte waren diese eisblauen Augen, welche anfingen wieder Blickkontakt mit ihr zu haben. Sein knappes Lächeln zeigte, dass er es gut fand, wie sich seine Freundin für ihn einsetzte.
"Jetzt pass mal auf junges Fräulein..." setzte die hohe, nervige Stimme wieder an.

"Ein Wort gegen meine Tochter und es passiert was Miss." klinkte Hank sich nun ein. Natürlich würde das hier noch eskalieren.
"MEIN Elijah ist ein Genie. Er ist jetzt schon dabei in seinen jungen Jahren eine eigene Firma zu Gründen und hat die Highschool schon vor Langen mit einem glatten 1,0 Durchschnitt abgeschlossen. Es ist wohl nicht zu viel verlangt, wenn dieser Bengel sich wenigstens etwas Mühe geben würde." zischte die Frau, während sie in den höchsten Tönen ihren leiblichen Sohn lobte.
"Tja, aber wenigstens hat Sasha Herz und Seele und ist kein einsamer Soziopath." entgegnete Juli direkt und trocken und verschränkte ihre Arme vor der Brust, wodurch selbst der Junge sich das Lachen verkneifen musste.
"Wie kannst du es wagen..."
"Wir sollten langsam weiter gehen. Ein paar Lehrer wollen uns doch noch unbedingt sehen." unterbrach schnell der Braunhaarige das Gespräch und stellte sich so, dass er Juli etwas aus dem Sichtfeld seiner Stiefmutter überdeckte. Es schien ihr schwer, doch drehte sie sich dann doch ohne ein Wort um und ging weiter mit ihren Mann den Gang entlang. Der Teenager hingegen lief als Erstes nocheinmal auf das Mädchen zu bis er direkt vor ihr stand. Schon genervt drehten sich seine Eltern erneut herum und bekamen fast einen Herzinfarkt.

"Wir sehen uns." flüsterte Sasha mit ruhiger Stimme und einem Lächeln, als er seine Stirn an die der Schwarzhaarigen legte und seine Nase leicht an ihrer rieb. Er würde sie gerade wirklich gerne küssen, aber dann würde das mit dem Herzinfarkt noch wirklich passieren. Kurz streichelte er mit einer Hand über ihre Wange und steckte diese dann wieder zurück in seine Taschen. Leicht überfordert genoss Juli das hier gerade und gab ihm nur ein Lächeln.
Schon ging der Ältere wieder, drehte sich aber nach einigen Meter noch ein letztes Mal halb zu ihr um.
Seine Stiefmutter war im Hintergrund wieder nur dabei sich aufzuregen, aber das war ihm sowas von egal.
Leicht schmunzelnd zwinkerte er dem Mädchen auf seine Art zu: mit beiden Augen. Sie fand es so süß und witzig dass auch sie nun etwas lachen musste. Keine Minute später und Familie Reed... oder Kamski waren nun weg.
"Eindeutig meine Tochter." gab Hank als Kommentar ab als auch sie sich endlich auf den Weg nach draußen machten. Die Treppe runter und nur noch bis zur Tür.

Langsam fing es schon leicht an zu dämmern, da der Tag fast rum war.
Als sie nun draußen waren und Richtung Ausgangstor liefen kamen ihn trotzdem noch zwei entgegen.
"Das ist wieder typisch, wir sind viel zu spät. Danke für nichts. Alle gehen schon wieder. Dann hätten wir gleich zuhause bleiben können." motzte der schwarzhaarige Junge genervt rum.
"Sei froh, dass ich überhaupt zu diesen sinnlosen Elternsprechtag mitkommen, du undankbarer Bengel." fauchte dessen Vater ihn trocken an.
Als dessen Blick sich mit den Julis und ihren Dads traf schien die Situation ziemlich angespannt. Dieser Mann machte ihr sogar etwas Angst, und dass nur, wenn sie in seine Augen sah.
Ein Gespräch konnte Juli auch hier nicht mit seinen Sohn anfangen. Auf keinen Fall. Aber diesen sah sie fast jeden Tag, von daher war das wahrscheinlich auch besser so.
Alles was die beiden taten waren sich, während sie stumm aneinander vorbeiliefen, ganz kurz anzulächeln. Obwohl man genau sah wie angepisst er schon wieder wegen seines Vaters war. Dieses Mädchen tat ihm so gut, da sie eine der wenigen war die ihn verstand.
Auf den Weg nachhause fragte Hank vorsichtig: "Hat AJ immer noch diese Probleme mit seinen Vater?"
Etwas abwesend lachte Juli knapp und sagte "Die hat er immer."
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