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[5] Black & Blue

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Elijah Kamski Gavin Reed Hank Anderson OC (Own Charakter) RK800-51-59 Connor
14.12.2018
14.12.2018
7
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14.12.2018 1.181
 
Laut schallte die Musik durch den Raum, sodass sogar schon die Wänden anfingen zu vibrieren. Die ganzen Poster waren kurz davor abzufallen und die Bierflaschen auf dem unordentlichen Schreibtisch davor umzufallen.
Stumpf konnte man ein starkes Klopfen an der Tür raushören, doch war das Sasha so ziemlich egal. Ohne Rücksicht zu nehmen drehte er die Box lauter und spielte, auf seinem Bett sitzend, währendessen mit seiner E-Gitarre.
Sein Blick war wütend aber auch konzentriert. Plötzlich gab es einen lauten Knall und die Tür schlug heftig gegen die Wand. Sasha zuckte auf und die graublauen Augen blitzten den älteren Jungen an.

"Mach die Scheiß Musik aus und komm zum Essen." sprach Elijah mit lauten, aber trockenen, Ton zu seinem Halbbruder.
Unbeeindruckt drehte der Braunhaarige die Musik noch lauter und spielte weiter.
"Hey du Versager den Dreck will niemand hören." schrie Elijah weiter und ging auf seinen Bruder zu. Nachdem dieser den Stecker der Box zog reagierte Sasha.
Aggressiv warf der Jüngere die Gitarre auf sein Bett und sprang hoch.
"Verpiss dich aus meinem Zimmer, Arschloch!" knurrte der Braunhaarige und packte den Älteren am Shirtkragen.
"Vergiss mal nicht, dass das, so gesehen, mein Zimmer ist." antwortete sein Halbbruder monoton. Sein Mundwinkel ging ganz leicht nach oben. Er mochte es Sasha leiden zu sehen.
Früher war es das, aber nach dem Tod von Elijahs großen Bruder zog er in seines, während Sasha Elijahs Zimmer bekam.

Nebenbei schwankte Elijahs Blick zu den dreckigen Schreibtisch und er sah sowohl die Flaschen Alkohol als auch den angeschalteten PC. Die Social Networks waren offen, darauf zu sehen: Julis Profil.
Ein kurzes dumpfes Lachen wisch über Kamskis Lippen und er stoß den Jüngeren von sich weg.
"Juli Anderson? Du glaubst doch nicht wirklich, dass sie jemals mit einem Versager wie dir, etwas anfangen würde, oder?" schmunzelt der Dunkelhaarige ganz leicht.
"Halt dich aus meinem Leben raus!" murmelte Sasha wütend. Noch ein Satz von seinem Gegenüber und er war kurz drauf ihn eine zu verpassen.
Nur wurden die beiden Jungs von ihrem Vater unterbrochen, welcher plötzlich ins Zimmer kam.

"Kommt ihr dann endlich zum Essen? Wir warten." sagte er trocken und musterte das Zimmer.
"Verdammt Sasha, räum doch mal auf...sind...das dort Bierflaschen?" fügte dieser hinzu.
Die Stimmlage würde ruhiger aber auch dadurch furchteinflößender.
"Kann dir doch egal sein." entgegnete der Junge genervt und ging stumm aus dem Zimmer.
Elijah stand noch einige Sekunden darin und starrte auf den Computerbildschirm, bis auch er zusammen mit dem Vater das Zimmer verließ.

Unten am Essenstisch war erneut diese unangenehme Stille. Sasha stocherte wieder nur in seinem Essen rum, da sein Appetit gleich Null war.
Seine Augen kniffen schon leicht zusammen, als Kamskis Mutter Luft holte und den Mund aufmachte.
"Sag mal Elijah, wie sieht es eigentlich mit der Liebe aus? Die Mädchen müssen dir doch nur so hinterherrennen."
Sasha kam jetzt schon das Essen wieder hoch, obwohl er nicht mal was zu sich genommen hat.

"Das stimmt. Nur ist einfach nicht die richtige dabei. Keiner von denen entspricht meinen Erwartungen. Außerdem konzentriere ich mich lieber auf die wichtigen Dinge." antwortete der ältere Junge ruhig und aß nebenbei gesittet weiter.
Nach kurzen Luft holen fügte er jedoch hinzu: "Aber ein Mädchen gibt es, was schon nach unserem ersten Treffen mein Interesse geweckt hat. Ein Traum einer Frau. Noch relativ jung, aber definitiv anders als Andere. Besonderer."

"Das klingt interessant. Was macht sie denn so besonders?" fragte der Mann ihm gegenüber neugierig.
"Sie ist bildhübsch und trotzdem sehr intelligent. Ihre Kreativität und Geschlossenheit arbeiten perfekt im Einklang. Zudem auch noch sportlich und musikalisch begabt. Ich lernte sie kennen, da war sie noch Grundschülerin, schon damals stach sie aus der Masse, obwohl sie so ruhig und unauffällig ist. Sie schien unterfordert und übersprang die Junior High, deshalb ist sie etwas jünger. Was mich aber wirklich faszinierte ist, dass ihre Eltern, naja, nicht so normal sind wie Andere." erzählte Elijah gelassen.

Neben ihn saß Sasha, welcher anfangs seinem Bruder nicht zuhörte, aber von Wort zu Wort aufmerksamer wurde. Innerlich kochte seine Wut. Der Jüngere hatte vielleicht keinen extrem hohen IQ wie Kamski, doch merkte er, von wem sein Nebenmann gerade sprach.
"Wag es dir ja nicht..." knurrte der Braunhaarige leise zur Seite, doch ignorierte Elijah ihn.
"Wie meinst du das? Was ist denn mit ihren Eltern?" wollte Elijahs Mutter unbedingt wissen.
Kurz lächelte der Dunkelhaarige und holte erneut Luft.
"Naja, es ist so, ihre leiblichen Eltern starben als sie noch sehr klein war. Sie wurden getötet und sie überlebte. Witziger Weise, nahm der Lieutenant, der den Fall damals bearbeitete, das Kind bei sich auf und zog dieses groß. Aber, wie soll ich sagen, hat dieser alte Mann ein kleines... Alkoholproblem. Aber das ist nicht das Interessanteste. Sie hat einen zweiten Vater. Er ist ein Android."

Erstaunt sahen seine Eltern ihn an.
"Einen Android als Vater? Sowas geht?" meinte der Mann verwirrt.
Tatsächlich wusste Sasha das selbst nicht. Also die Sache mit dem Mord. Er wusste vieles nicht über sie, trotzdem waren seine Gefühle sehr stark.
"Wie heißt sie überhaupt?" fragte seine Mutter plötzlich.
Schnell atment saß Sasha da und ballte die Hände zu Fäusten. Die Gabel in seiner Hand zerkratzte schon den Teller und es fehlte nicht mehr viel, bis der Braunhaarige die Kontrolle verlor.
Elijah schielte leicht zu ihm rüber und grinste dezent.

"Juli Anderson." sprach er knapp und löste damit Sashas Wut komplett aus.
Erzornt sprang der Jüngere auf und trat seinen Stuhl beiseite. Mit der Hand, in der er verkrampft die Gabel hielt, holte er aus und strich Elijah nur leicht an den Haaren, da dieser unbeeindruckt seinen Kopf zur Seite lehnte.
Erneut wollte Sasha angreifen, als der Ältere seine Hand packten und den Jungen zu Boden warf.
Im Hintergrund schrien beide Elternteile, aber der Braunhaarige überhörte es gekonnt.
Es waren nur dumpfe Töne in seinem Kopf. Der Schädel brummte und mit einem schnell schlagenden Herz öffnete Sasha blinzelnt die Augen.
Über ihn blickten diese kalten eisblauen Augen auf ihn herab.
"Du wirst niemals eine Chance bei ihr haben." flüsterte Elijah, während er sich ganz leicht nach vorne beugte.
Völlig wutgeladen sammelte der Junge sich auf dem Boden. Sein Halbbruder war nicht sanft zu ihm. Nicht mal die Schulhofprügelein ließen Sasha so viel Schmerz im Körper spüren. Dabei gewann er auch meistens.

Langsam richtete der Braunhaarige sich auf und wischte sich das Blut von seinem Mund.
Ohne etwas zu sagen stand er auf und sah Elijah noch einmal kurz in die Augen. Er hasste diesen Typen mehr als alles andere auf dieser Welt.
Dann wandte er sich von ihn ab und ignorierte weiterhin das Geschreie der Erwachsenen im Hintergrund.
Stumm ging er zur Wohnungstür, schnappte sich seine Jacke, zog die Schuhe an und ging.
Als hinter ihm die Tür zu schlug starrte er in die Dunkelheit. Ohne groß nachzudenken ging er einfach. Egal wohin. Hauptsache weg von hier.
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