Schmuck und Geschenk #IzayaxNamie

OneshotRomanze / P12
Izaya Orihara Namie Yagiri
13.12.2018
13.12.2018
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authors note: Dieser Oneshot ist nicht von mir selbst geschrieben worden! Der Adventskalender ist ein Projekt von zwei Freundinnen und mir. Da meine beiden Freunde jedoch keinen eigenen Account besitzen, werden die Oneshots alle hier hochgeladen. Falls ihr Instagram habt, schaut gerne bei @ayarin396 vorbei, sie hat den heutigen Oneshot geschrieben. Wir wünschen Euch viel Spaß.
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Zufrieden ließ Namie ihren Blick durch die glänzende Wohnung schweifen. Sie konnte tatsächlich stolz auf ihr Meisterwerk sein. Die letzten paar Stunden hatte sie damit verbracht, Izayas Wohnung zu schmücken. Den ganzen Morgen lang, war sie unterwegs gewesen, um Weihnachtsdeko, sowie einen Tannenbaum zu kaufen. Warum hatte sie sich nur so viel Mühe gegeben? Das hatte zwei Gründe. Zunächst einmal liebte Namie Weihnachten und sämtliche Bräuche, die dazu gehörten. Sie war schon immer ein großer Fan von dem wohl beliebtesten Feiertag in ihrer Familie gewesen und war es gewohnt, dieses Fest bei sich Zuhause im Kreise der Familie zu feiern. Doch dieses Jahr würde das wohl nichts werden. Sie würde ihre Eltern, aber ganz besonders ihren Bruder Seiji vermissen.
Namie seufzte. Das Schmücken der Wohnung und das Aufstellen eines Weihnachtsbaumes, waren wohl ihre Bemühungen, die Familientraditionen nachzuahmem.
Der zweite Grund war jedoch einfach die Chance, ihren Boss zu ärgern. Izaya Orihara schien nicht wirklich wie eine Person, die Weihnachten mochte. Namie wusste zwar nicht viel über ihn, außer, dass er Menschen auf eine gruselige Art und Weise 'liebte', doch die Wahrscheinlichkeit, dass ihn der auffällige Schmuck nerven würde, lag bei fünfzig Prozent. Und diese Chance reichte Namie vollkommen aus.
Sie streckte ihre Arme über ihren Kopf und lehnte sich nach hinten. Mit einem Gähnen schaute sie auf die Uhr. Obwohl Izaya oft spät nach Hause kam, hatte sie nicht erwartet, dass er zu Heiligabend unterwegs sein würde. Vermutlich ruinierte er mal wieder den Nachmittag von allen möglichen Personen, die er traf.
Namie entschloss sich nach kurzem Nachdenken dazu, Weihnachtsmusik einzuschalten. Danach legte sie sich auf das Sofa und las ein Buch, bis sie das typische Zuschlagen der Wohnungstür hörte. Gleich würde Izaya ins Wohnzimmer stolzieren und ihr irgendwas komplett Uninteressantes erzählen.
Wie jeden Abend, hörte sie seine Schritte durch den Flur schallen. Er stoppte dann an der Garderobe, um seinen Mantel abzulegen, bevor er das Wohnzimmer betrat.
"Naammiiieeee!" Seine Schritte stoppten abbrubt. "Oh! Du hast es hier aber hübsch gemacht, Namie!" Also fand er die Deko nicht nervig oder er versteckte es gut. "Bist du denn schon in Weihnachtsstimmung?"
Izaya beugte sich so über die Couchlehne, dass sein Schatten auf Namie fiel. Sie legte ihr Buch zur Seite und setzte sich auf. "Wie du sehen kannst, habe ich mich in Stimmung gebracht." Dann rutschte sie etwas zur Seite, um nicht mit Izayas Kopf zusammenzustoßen.
Dieser blieb einen kurzen Moment ruhig stehen, ging aber dann einen Schritt zur Seite, sodass er schräg hinter Namie stand. "Hast du mir denn wenigstens ein Geschenk besorgt?", sagte er in seiner typisch selbstgefälligen Tonlage, während er eine von Namies Haarsträhnen um seinen Finger wickelte.
Diese versuchte, seine Hand aus ihren Haaren zu lösen, was sich als schwer erwies. "Nein, warum sollte ich?" Izaya hielt sich theatralisch die Hand vors Herz. "Ich bin zutiefst getroffen. Dabei stehen wir uns doch so nahe." Er wischte eine imaginäre Träne aus seinem Gesicht, weshalb Namie die Augen verdrehte. "Wir stehen uns gar nicht nahe. Du hast mir ja auch kein Geschenk gekauft."  "Tatsächlich...", Izayas Augen leuchteten auf. "Habe ich dir ein Geschenk besorgt." Jetzt war Namie überrascht.
Ihr Boss war nicht wirklich bekannt dafür, sehr zuvorkommend oder nett zu sein. Eigentlich ging er allen mit seiner gruseligen, verwirrenden und leicht psychotischen Art auf die Nerven. Deshalb hatte er weder Freunde, noch einen festen Partner. Selbst seine Familie konnte ihn nicht leiden. Die einzige Person, mit der Izaya regelmäßigen Kontakt hatte, war Namie. Und sie lebte auch nur mit ihm zusammen, weil er gezwungenermaßen ihr Boss war. Dafür, dass sie nur einige Dokumente sortieren, aber den Haushalt machen musste, war die Bezeichnung 'Sekretärin' ziemlich unpassend. Allerdings stimmte das Gehalt und der Job war momentan wohl der Beste, den sie bekommen konnte.
Trotzdem standen sie sich nicht nahe. Genauer gesagt, war es eher das Gegenteil. Die Beiden stritten sich bei jeder Gelegenheit und gaben sich gegenseitig nicht so nette Spitznamen. Daher war es extrem verwunderlich, dass Izaya ihr ein Geschenk besorgt haben sollte.
"Jetzt bin ich gespannt." Namie hob eine Augenbraue. "Ist es ein Haufen Arbeit?" Izaya schüttelte seinen Kopf. "Mach' deine Augen zu!" Namie war nicht so überzeugt, dass das eine gute Idee war und sah ihren Boss zweifelnd an. "Jetzt mach' schon!" Innerlich stöhnte sie auf, als sie ihre Augen schloss und andächtig lauschte, was Izaya jetzt tat. Erst verließ er das Wohnzimmer und ging in den Flur. Dort griff er scheinbar in seinen Mantel und holte irgendwas aus seiner Tasche. Dann lief er Richtung Wohnzimmer und stoppte auf halber Länge. Nach ein paar undefinierbaren Geräuschen, kam Izaya zu ihr. "So fertig.", flüsterte er plötzlich direkt neben ihrem Ohr, weshalb Namie vor Schreck die Augen aufriss. Ihr Chef saß neben ihr auf dem Sofa und grinste sie selbstgefällig an. "Nicht Schummeln!"  "Aber du bist doch fertig.", protestierte Namie, doch Izaya schüttelte seinen Kopf. "Du musst deine Augen zu machen und ich führe dich zu deinem Geschenk." Nach kurzem Zögern, folgte sie seiner Aufforderung. Dies kostete sie eine große Überwindung, da sie ihm nicht gerade vertraute. Namie stand auf, schloss ihre Augen und hielt ihre Hand in die Luft. Sofort ergriff Izaya diese und führte sie vorsichtig aus der Lücke zwischen dem Sofa und dem Couchtisch. Es war sehr unangenehm blind vorwärts zu gehen und sich dabei von einer anderen Person leiten zu lassen, zumal es sich auch noch um Izaya handelte. Zusätzlich verunsichert wurde sie durch den ungewohnten Körperkontakt mit ihm. Diese eigentlich romantische Geste schien gar nicht zu ihm oder ihrer Beziehung zu passen.
Ganz langsam bewegten die Beiden sich vorwärts, bis sie nach einer gefühlten Ewigkeit endlich stehen blieben. "Du kannst die Augen aufmachen." Das erste, was Namie sah war Izaya, der direkt vor ihr stand. Sie sah sich etwas um, konnte aber nichts Besonderes entdecken. Als sie Izaya verwirrt ansah, grinste er nur und zeigte nach oben. Sie folgte seinem Blick und stellte fest, dass über ihr ein kleiner grüner Zweig hing. Namie brauchte ein paar Sekunden, um zu realisieren, dass das wohl ein Mistelzweig war. Schnell sah sie zu Izaya, doch sie bemerkte nur noch, dass er auf sie zu kam, sodass sie nicht mehr viel erkennen konnte.
In nächsten Moment lagen seine Lippen auf ihren. Namie erstarrte, da sie nicht wusste, wie sie reagieren sollte. Auf der einen Seite, fühlte der Kuss sich gar nicht so schlecht an. Auf der anderen, war es Izaya, der sie küsste und Izaya tat nichts, ohne sich irgendetwas davon zu erhoffen. Erst, als er seine Arme langsam um Namie legte, erwiderte sie den Kuss. Die Situation war schon verwirrend genug, dann konnte sie sie wenigstens vollkommen ausnutzen.
Sie legte ihre Arme um Izayas Nacken und lehnte sich gegen ihn, während die Welt um sie herum verschwand. Nach ein paar Sekunden, die sich wie Minuten anfühlten, lösten sie sich voneinander. Namie sah ihn völlig außer Atem an, während Izaya sie süffisant angrinste. "Fröhliche Weihnachten, Namie.”
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