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Second Life as an Elemental.

GeschichteAbenteuer, Fantasy / P18 / Gen
13.12.2018
20.06.2020
21
124.349
8
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Dieses Kapitel
2 Reviews
 
04.06.2019 5.300
 
Drei Tage ist es her seitdem unsere kleine Gruppe aus 3 Monstern und einem Menschen mein neues Dorf verlassen hat. Wobei ich mich als Elementar wohl auch eher zu den Monstern zählen sollte, aber da ich im Inneren noch immer ein Mensch bin, zähle ich mich auch weiterhin als einer.
Die bisherige Reise verlief ohne Probleme, wodurch wir in einem rasanten Tempo vorangekommen sind. Das Lob dafür haben sich aber absolut die beiden Wölfe verdient. Ihr Tempo ist einfach nur beeindruckend. Mit einem Auto wären wir auch nicht schneller gewesen, denn ihre Geschwindigkeit kann da ohne weiteres mithalten. Zusätzlich haben sie eine Ausdauer, die jeden Marathonläufer bei weitem in den Schatten stellt. Wir haben täglich gerade einmal eine einzige Pause eingelegt um etwas zu essen und zu trinken. Vorteilhaft ist da natürlich auch dass Monster generell länger mit der eingenommenen Nahrung auskommen.
Da ich bisher noch keine wirklichen Informationen zur Evolution von Monstern hatte, konnte ich mir nicht wirklich ein Bild davon machen wann es sich um eine starke Entwicklung handelt und wann nicht. Aber bei den Dire-Wölfen kann ich nach den paar Tagen nun definitiv sagen dass sie eine unglaubliche Evolution durchlaufen haben. Und nebenbei habe ich erfahren dass der Name der Wölfe sich auch geändert hat. Da Raiga als Anführer bei der Entwicklung des Rudels eine wichtige Rolle spielte, so hat sich das Rudel in seinem Wesen entwickelt. Sie sind jetzt der Raijin-Klan.
Ich weiß nicht warum, aber diesen Name finde ich absolut cool. Ich kann es kaum erwarten die Wölfe in einem Kampf zu sehen. Vor allem Raiga’s Kraft interessiert mich. Von seinem Klan ist er mit Sicherheit der Stärkste. Alleine seine Magicules sind im Vergleich zu den anderen Wölfen auf einem komplett anderen Level.
Noch dazu hat nicht einmal Libra, meine angeblich göttliche Bibliothek, Informationen zu den neuen Wölfen. Allem Anschein nach haben die Dire-Wölfe eine komplett neue Entwicklung vollzogen und sind zu bisher vollkommen unbekannte Kreaturen geworden. Natürlich hat mich diese Tatsache nur noch neugieriger gemacht, aber ich schätze mal ich werde die Kraft meiner Wölfe schon früh genug sehen können.

Das ist aber noch nicht alles, was ich während dieser Reise gelernt habe. In unsere Erholungspausen habe ich nämlich meinen Begleiter Rigur ein wenig ausgefragt. Dabei lag mein Hauptaugenmerk auf unsere Gegend. Genauer gesagt auf das Umland meines neuen Dorfes. Immerhin sollte ich die Lage meiner Basis kennen. Ganz zu schweigen davon dass ich ja nicht aus dieser Welt bin und ohnehin mehr über dieses Land wissen sollte.
Ich habe erfahren dass der Wald, indem sich der Grundstein meines Reiches befindet, Jura genannt wird. Es leben wohl eine Vielzahl an Monstern darin, welche aber anscheinend ihre eigenen Gebiete besitzen. Zum Beispiel gibt es ein Sumpfgebiet, welches auch zum Wald gezählt wird und von Echsenmenschen bewohnt ist. Menschen soll es allerdings nicht direkt im Wald geben. Diese haben sich mehr im Umland vom Wald niedergelassen. Doch selbst dieses Umland wird noch zu Jura gezählt. Sogar der Berg mit der riesigen Höhle und Bahamut’s Kammer gehören dazu. Meiner Meinung nach sollte es nicht der große Wald Jura heißen, sondern das Reich Jura. Obwohl das nicht wirklich wichtig ist, denn nachdem ich das alles gehört habe, habe ich ohnehin beschlossen dieses Reich zu übernehmen.

Vermutlich wird das Erobern aber so seine Zeit dauern, denn dieses Reich ist nicht gerade klein. Alleine der Wald an sich ist riesig. Trotz des Tempos von unseren Reittieren haben wir einen ganzen Tag gebraucht um ihn zu verlassen. Und das ohne Pause und der Tatsache, dass sich der Wald mehr in die Breite als in die Länge zieht. Wir hatten also den kurzen Weg zum Waldrand. Als ich dies hörte, fiel es mir wirklich schwer die gesamte Größe vorzustellen.
Selbst die Handelsstadt Hargeon, welche ja unser aktuelles Ziel ist, gehört technisch gesehen noch zu Jura. Und das obwohl sie einen Marsch von fünf Tagen entfernt ist. Laut Rigur befindet sie sich allerdings am äußersten Rand von Jura. Sie liegt knapp vor der Grenze zu dem benachbarten Königreich. Dank dieser Tatsache haben die Leute da wohl ihre eigenen Regeln und müssen sich nicht nach der Politik von anderen Ländern richten. Diese neutrale Haltung ist für eine Handelsstadt vermutlich optimal, wenn es um Geschäfte geht.

Natürlich haben wir dank unserer hervorragenden Reittiere keine fünf Tage gebraucht. Wir sind nämlich schon fast da und das nach gerade einmal zwei Tagen seit wir den großen Wald verlassen haben. Nur noch ein kleines Wäldchen und eine kurze Ebene liegen zwischen uns und unserem Ziel. Der im Vergleich zu Jura mickrig wirkende Wald ist auch bereits im Blickfeld. Schätzungsweise nicht mehr als 200 Meter entfernt.
Plötzlich empfange ich ein Signal mit meinem Magie-Sinn. Ohne Zweifel kommt es aus der Richtung des bevorstehenden kleinen Waldes.

„Meister…“ ertönt auf einmal Raiga’s Stimme in meinem Kopf mit einem ernsten Unterton mittels Mental-Link.

Sieht ganz so aus als hätte auch der Rudelführer etwas wahrgenommen. Dieser Wolf überrascht mich immer wieder im positiven Sinn. Schließlich hat er das Signal zur gleichen Zeit wie ich wahrgenommen.

„Ja, ich habe es auch gespürt“ antworte ich ihm über die mentale Verbindung. „Sieht ganz so aus das da vorne jemand ist. Haltet eurer Tempo zurück.“

Wie angewiesen werden die beiden Wölfe langsamer. Um genauere Informationen zu bekommen aktiviere ich meine perfekte Sicht und die Fähigkeit Wärmesensor. Sofort kann ich den Waldrand sehen als ob er direkt vor uns liegen würde.
Augenblicklich kann ich zwei Wärmequellen ausmachen. Diese Anzahl bestätige ich mit Hilfe vom Magie-Sinn bevor ich den Wärmesensor wieder deaktiviere. Mit meiner verbesserten Sicht entdecke ich dann auch wer sich dort befindet. Es handelt sich um zwei Menschen.
Es scheinen jedoch keine gewöhnlichen Menschen zu sein, denn aus irgendeinem Grund verstecken sie sich in den Baumkronen. Und das auch noch relativ gut. Ehrlich gesagt hätte ich sie ohne meine geschärften Sinne nicht wahrgenommen. Was wiederum bedeutet dass sie das nicht zum ersten Mal machen. Bedauerlicherweise kann ich in dieser Situation nur an eine Sache denken. Zwei Personen verstecken sich in den Baumkronen an einem Weg zu einer Handelsstadt. Das schreit ja förmlich nach einem Überfall.

„Ich habe ein ungutes Gefühl bei der Sache. Seid vorsichtig, aber versucht euch nichts anmerken zu lassen.“

Achtsam und bereit für einen eventuellen Angriff überwinden wir die Distanz und kommen beim Wald an. Wie von mir befohlen lässt sich niemand etwas anmerken. Mit nach vorne gerichtetem Blick folgen die Wölfe dem Weg. Dann spüre ich auf einmal eine sehr spezielle Sache. Blutdurst.

„Sie kommen!“ warne ich gedanklich meine Kameraden.

Gleich darauf springt einer der Personen aus seinem Versteck hervor. Gerade noch rechtzeitig kann ich meinen Kopf in dessen Richtung drehen um zu erkennen dass ich sein Ziel bin.

Schlitzangriff!“ ruft der Unbekannte und aktiviert damit seinen Skill.

Daraufhin ertönt ein lautes Geräusch welches dem Zusammentreffen zweier metallischen Gegenstände ähnelt. Dank meiner extremen Reflexe und Geschwindigkeit war ich in der Lage meinen rechten Arm zu erheben und so den Angriff zu blockieren. Selbstverständlich hatte ich die Fähigkeit Körperpanzer aktiviert. Mein Unterarm formte sich zu etwas, was sehr nach einem Teil einer Echse oder sogar eines Drachen aussah. Zugegeben sieht dieser Arm nicht unbedingt ästhetisch aus, aber die Härte ist vergleichbar mit einem Metallschild. Wenn nicht sogar stärker. Das Abwehren des Angriffs war somit nicht wirklich schwierig. Allerdings hat der Angreifer nicht damit gerechnet, da ich seine Überraschung deutlich in seinem Gesicht erkennen kann.
Mit einem kraftvollen Schwung meines Armes dränge ich den Mann ein paar Meter zurück. Ich nutze diesen Augenblick um von Raiga abzusteigen.

„Ich übernehme das“ verkünde ich zum Rest unserer Gruppe ohne meinen Blick von meinem Gegner abzuwenden.

„Gute Reflexe“ spricht der Unbekannte.

Eine Reaktion meinerseits bleibt jedoch aus. Mich beschäftigt nämlich eine ganz andere Sache. Und zwar das Aussehen des Mannes vor meinen Augen. Egal wie ich es drehe oder wende, bei seinem Anblick fällt mir nur ein einziges Wort ein: Klischee.
Egal ob sein Gesicht, seine Statur oder seine Kleidung. Das gesamte Bild schreit förmlich nach Bandit. Jeder, der eine gewisse Menge an Mangas, Animes oder Rollenspiele kennt, würde mir wahrscheinlich auf der Stelle zustimmen. Dieser Typ sieht ohne Zweifel wie einer dieser schwachen Banditen, die dem Protagonisten am Anfang der Geschichte begegnen oder die man als erste Gegner in Rollenspielen hat, aus. Es fällt mir echt schwer ein lautes Lachen zu verkneifen, aber irgendwie schaffe ich es dennoch mein ernstes Gesicht beizubehalten.

„Siehst du, ich habe doch gesagt wir sollten uns zurückhalten“ erklingt nun eine weitere Stimme bevor die zweite Person vom Baum herunterspringt und sich neben seinen Kameraden stellt.

Uwah…..noch so einer. Ich brauche wahrscheinlich nicht erwähnen, dass der genauso aussieht wie der erste Bandit.

„Was denn? Hast du etwa Angst vor ein paar Wölfen und Goblins?“

Hmmmm? Goblins? Wieso Mehrzahl?

„Aber dieser Typ da-“

„Idiot. Glaubst du denn wirklich ein Mensch würde mit so einer Gruppe an Monstern unterwegs sein? Das ist einfach nur ein Goblin, der Mimik oder eine Illusion benutzt. Vermutlich ein Ältester oder Schamane.“

Hoho…so richtig und doch so falsch. Wie soll man auf sowas reagieren? Na immerhin hat er den Teil mit der Mimik richtig erkannt.

„Verstehe“ antwortet der zweite Bandit.

Schon irgendwie traurig dass er diese Erklärung ohne weiteres akzeptiert, aber vielleicht sind meine Erwartungen einfach zu hoch.

„Dann erledige endlich deinen Job“ entgegnet der erste Bandit mit einem sehr bestimmenden Ton.

Gleich darauf erhebt der zweite Mann seinen rechten Arm und zielt mit seiner Handfläche in meine Richtung. Darauf folgend entstehen Flammen vor seiner Hand und sammeln sich zu einer Handball großen Kugel.
Das wird ganz klar eine Feuertechnik. Allein der Gedanke daran bildet ein Lächeln auf meinen Lippen. Immerhin habe ich noch keinen Feuer-Skill. Somit steht jetzt schon fest wie ich diesen Angriff kontere.

Feuerball!

Kaum ausgesprochen, schießt er den Angriff auf mich zu. Ich hebe ebenso meine rechte Hand an und warte dann nur den richtigen Moment ab. Kurz bevor mich der Feuerangriff erreicht aktiviere ich meine Absorption. Dabei achte ich auf das Timing und die Menge an Blut, die ich zum Absorbieren benutze. Mühelos wird der Feuerball von mir verschlungen bevor ich meinen Skill wieder deaktiviere und das Blut wieder in meine Hand verschwindet.

[Extra-Fähigkeit Schwarze Flamme erlernt.]

Auf die Bestätigung von Libra folgt ein breites Grinsen meinerseits. Ich kann es kaum abwarten meine Fähigkeiten mit Feuer zu modifizieren.

„Was zum-?“

„Was?“

Die gleichzeitige Reaktion der beiden Banditen reißt mich aus meiner Vorfreude heraus. Die hätte ich ja fast vergessen. Nun ja, Zeit für einen Gegenangriff.

„Ich bin dran“ spreche ich und beschließe die gleiche Fähigkeit wie meine Gegner zu nutzen.

Für Gegner auf diesem Level sollte ein Feuerball ausreichen und die Schwarze Flamme wäre vermutlich absoluter Overkill.

Feuerball“ sage ich anschließend und ziele dabei auf den ersten Banditen.

Es sammelt sich Feuer vor meiner Hand und formt sich zu einer Kugel in Größe eines Medizinballs. Dann schieße ich den Angriff ab. Die Kugel fliegt auf ihr Ziel zu, doch der Mann schafft es noch zur Seite zu springen und dem Angriff auszuweichen. Nach ein paar Metern trifft der Feuerball auf einen Baum. Plötzlich geschieht es sehr schnell. Innerhalb einer Sekunde expandiert die Feuerkugel und erreicht einen Durchmesser von 3 Metern. Alles innerhalb der Sphäre wird in kürzester Zeit zu Asche verbrannt. Zusätzlich wird die umstehende Vegetation durch die Hitze und die lodernden Flammen am Kugeläußeren in Brandt gesteckt.

„Ah….“ meine ich bei dem Anblick der langsam verschwindenden Flammenexplosion.

Verdammt…ich habe total vergessen dass Skills verstärkt werden wenn ich sie aufnehme. Sofort reagiere ich und erzeuge eine Wasserkugel, welche ich dann über das Feuer schieße. Ich habe die Kraft soweit zurückgehalten, dass lediglich eine schwache Explosion mit folgendem Regen entsteht. Wie erhofft wird das Feuer durch das Wasser gelöscht. Einen Waldbrand konnte ich somit noch verhindern.
Während ich mit dem Löschen beschäftigt war, konnten die Banditen ihre Fassung wieder gewinnen. Allerdings versuchen sie nicht einen weiteren Angriff auszuüben, sondern die Flucht zu ergreifen. Durchaus nachvollziehbar nach dem was gerade passiert ist.
Ich habe jedoch nicht vor sie entkommen zu lassen. Ehrlich gesagt sind mir die Beiden an sich nicht wirklich wichtig und gefährlich werden können sie mir auch nicht, aber eine Sache ist da noch zu erledigen. Eine durchaus wichtige Angelegenheit und etwas was ich mir vorgenommen habe als ich den ersten Banditen vorhin komplett angesehen habe.
Ich aktiviere meinen Klebe-Stahl-Faden und fange die Zwei ohne Schwierigkeiten ein. Als kleine Strafe für ihren Angriff hänge ich sie dabei mit dem Kopf nach unten an einem Ast auf. Ich stelle mich dann vor ihnen hin und schaue mir erneut den ersten Bandit genau an. Der Rest meiner Gruppe stößt nun ebenso zu mir, da der Kampf, wenn man es überhaupt so nennen konnte, ja nun vorbei ist.

„Ich werde dir nichts verraten!“ schreit er mich regelrecht an, als ich ihn begutachte.

„Nicht nötig“ entgegne ich mit einem breiten Grinsen und erhebe dann meine Hände um auf die zwei Männer zu zielen.

Daraufhin benutzte ich die Fähigkeit Paralyse-Hauch und erzeuge eine Art gelben Nebel, welcher die Männer einhüllt. Dank des Effekts schlafen die Zwei augenblicklich ein. Gleich darauf lasse ich sie wieder zu Boden fallen und deaktiviere den Faden, woraufhin dieser verschwindet. Mit einem eher finster wirkenden Gesichtsausdruck schaue ich auf den ersten Banditen hinunter.

„Leo-sama, was habt ihr mit den Beiden vor?“ fragt mich Rigur, der die Sache einfach nur mit angesehen hat.

„Meister?“ meldet sich auch Raiga, der anscheinend auch ein wenig verwirrt ist.

Dann setze ich mein Vorhaben in die Tat um und erleichtere den Banditen um zwei bestimmte Gegenstände. Der Rest der Gruppe schaut mir dabei verwundert zu. Kurze Zeit später bin ich dann auch schon fertig.

„Gleich viel besser“ sage ich und schaue dabei an mir hinunter.

Endlich ist es soweit. Endlich habe ich ein Shirt und Schuhe. Das sind die Gegenstände, die ich geklau- äh, geliehen habe. Bisher hatte ich ja lediglich die Hose und den Mantel von Bahamut. Hitze und Kälte werden zwar durch meinen Skill negiert, aber trotzdem kam es mir ohne Schuhe komisch vor. Und ein Shirt zu haben ist auch vom Vorteil. Vor allem kurz bevor ich eine Handelsstadt betrete. Da ist es wohl besser nicht zu sehr aufzufallen. Glücklicherweise hatte der Bandit fast dieselbe Größe wie ich, wodurch seine Sachen perfekt passen. Seine Unterhose habe ich selbstverständlich nicht genommen, da diese für das äußere Bild nicht wichtig ist. Und irgendwie habe ich mich auch schon daran gewöhnt keine zu tragen.

„Ok, dann werden wir mal wieder weiterreisen“ spreche ich zu meinen Kameraden, die bisher nur schweigend zusahen.

Wir machen uns also wieder auf den Weg und lassen die beiden Angreifer einfach an Ort und Stelle liegen. Sie werden ohnehin noch eine ganze Weile schlafen und ehrlich gesagt ist mir der Aufwand einfach zu groß mich um die Zwei zu kümmern. Zumal sie keine Gefahr für uns darstellen und ich bezweifle dass sie uns erneut angreifen, falls wir ihnen noch einmal über den Weg laufen.
Unsere fortgesetzte Reise dauert aber auch nicht lange an, da ich beschlossen habe alleine die Stadt zu betreten. Wie schon erwähnt spielt das äußerliche Bild eine Rolle und wenn ich dort mit ein paar Monstern auftauche, wird das vermutlich eher negative Wirkung haben. Am Ende des Waldes machen wir also Halt. Ich weise meine Begleiter an möglichst verborgen zu bleiben. Raiga macht einen erstaunlich traurigen Ausdruck. Er wollte anscheinend unbedingt an meiner Seite bleiben. Sein Blick als ich mich gerade auf den Weg machen will erinnert extrem stark an dem eines treuen Hundes, der gerade in den Zwinger gebracht wird damit der Besitzer das Grundstück verlassen kann. Dennoch bleibe ich eisern und entferne mich langsam von der Gruppe ohne zurückzuschauen.

Die Stadt ist vom Wald aus schätzungsweise nicht mehr als fünf Kilometer entfernt. Sie wirkt auch überraschend groß wenn man bedenkt dass sie in einem von Monstern bewohntem Gebiet steht. Meine Vermutung hinsichtlich der Einwohnerzahl liegt im Bereich zwischen 2000 bis 3000. Zum Schutz ist ein recht großer Verteidigungswall um die ganze Stadt gebaut. Von meiner Seite aus kann ich lediglich einen Eingang entdecken.
Aufgrund der Entfernung und meines eher langsamen Schrittes, dauert es einige Minuten bis ich dort ankomme. Ich kann auf Anhieb sechs Wachen entdecken. Zwei davon stehen vor dem Eingang mit Blickrichtung zu mir. Der Rest ist an dem Rand des Durchgangs positioniert. Jeder von ihnen trägt eine volle Rüstung und hält eine Lanze in der rechten Hand. Ich kann auch erkennen dass sie jeweils ein Schwert um die Hüfte geschnallt haben.
Sie machen jedoch keine Anstalten mich aufzuhalten. Ich weiß nicht wirklich wie es sich in dieser Welt mit Identifikationsnachweise verhält, aber anscheinend werden in dieser Stadt keine verlangt. Ich habe mir zwar bereits eine Ausrede einfallen lassen für den Fall einer Kontrolle, aber so ist es natürlich noch einfacher.
Um keine Aufmerksamkeit zu erregen gehe ich gelassen und entspannt durch den Eingang. Der Durchgang ist mit fünf Metern unerwartet lang. Andererseits ist ein breiter Wall durchaus notwendig wenn man sich gegen Monsterangriffe verteidigen will.

Als ich dann endlich die Stadt betrete, habe ich bei dem Anblick zweigeteilte Gefühle. Es fällt mir schwer meine aktuellen Emotionen richtig zu beschreiben, aber am ehesten würde ich es wohl als der Erwartung entsprechend und doch irgendwie enttäuschend beschreiben. So in etwa als würde man einen Film sehen, der die Erwartung in der Handlung erfüllt, aber dennoch im Gesamtbild enttäuscht.
Grund für diese gemixten und komplizierten Gefühle ist der Standard der Gebäude. Bautechnisch erinnern die Häuser ans Mittelalter. Solide, aber im Vergleich zu meiner alten Welt einfach nur veraltet. Das ist zugegeben aber auch genau was ich erwartet habe. Ich meine wenn ich an Fantasy-Welten von Spielen oder Mangas denke, dann erfüllt der aktuelle Anblick definitiv meine Erwartung. Nichts desto trotz hatte ich doch insgeheim Hoffnung auf ein höheres Niveau an Technologie. Daher wirkt es halt auch in gewissermaßen enttäuschend.
Allerdings sollte ich wahrscheinlich noch keine vorschnellen Urteile schließen. Es ist ja gerade einmal die erste richtige Stadt und die Welt ist immerhin groß. Wer weiß was noch so alles an Technologie auf mich zukommt. Und ehrlich gesagt würde mir dieser Level auch absolut reichen, solange die grundlegenden Bedürfnisse für meine Bewohner erfüllt sind. Zumal ich mit meinem eigenen Wissen und meinen Fähigkeiten für eine Weiterentwicklung des Standards sorgen kann.

Während ich auf der Suche nach einem Schmied die Hauptstraße entlang gehe fällt mir aber noch eine Sache auf. Bisher habe ich nur Menschen zu Gesicht bekommen. Ich hatte bei einer Handelsstadt mit einer größeren Vielfalt an Rassen gerechnet, aber auch diese Erwartung wird nicht erfüllt. An und für sich ist das natürlich kein Problem, da mir egal ist was für eine Person ich finde, solange sie die notwendigen Kenntnisse besitzt. Ich hatte mich halt nur schon gefreut das Aussehen anderer Rassen kennenzulernen.

Etwas später komme ich im mittleren Bereich der Stadt an, welche allem Anschein nach als Marktplatz dient. Egal in welche Richtung ich schaue, alles was ich erkennen kann sind Verkaufsstände mit einer breit gefächerten Vielfalt an Waren.
Allerdings handelt es sich dabei um Waren im Endstadium, was die Vermutung nahe bringt dass die Verkäufer nicht unbedingt das notwendige Wissen der Herstellung besitzen. Ich frage also einfach einen der Verkäufer ob er mir die Richtung zu so einer Person weisen kann. Dabei spreche ich explizit von einem Schmied. Mit einem Lächeln erklärt der Mann mir den Weg zu einem sehr bekannten Schmied in der Stadt. Nachdem ich mich für diese Information bedankt habe, folge ich der Anweisung zum besagten Haus.
Noch nicht ganz dort angekommen kann ich auch bereits mein Ziel entdecken. Der Laden hat über der Eingangstür ein sehr eindeutiges Schild mit einem Schwert und einem Hammer darauf. Ich betrete ohne Zögern das Geschäft und kann auch sofort die Werke des Handwerkers erblicken. Auf meiner linken Seite sind verschiedene Rüstungen nebeneinander aufgestellt. Zu meiner Rechten hängen Schilde und Schwerter an der Wand und kleine Rüstungsteile wie Handschuhe und Schuhe stehen auf einem Schrank. Ich habe selbstverständlich kein geschultes Auge wenn es um Qualität von solchen Sachen geht, aber selbst ich kann erkennen dass es sich dabei um hochwertige Gegenstände handelt. Kein Zweifel dass der Inhaber vom Fach ist und seine Arbeit sehr gut versteht.

Ich bin gerade dabei ein Schwert mit einer Purpur leuchtenden Klinge zu bewundern, als die Tür hinter dem Tresen, welcher gegenüber vom Eingang steht, sich öffnet und ein Mann herauskommt. Auf der Stelle wende ich meinen Blick vom Schwert zu ihm.
In dem Augenblick als ich ihn erblicke wird mir sofort klar dass dies auf jeden Fall der Schmied ist. Die Wahrscheinlichkeit dass es sich bei dem Verkäufer auch gleichzeitig um den Handwerker handelt war generell schon hoch, aber alleine sein Aussehen hat mich von dieser Tatsache überzeugt. Und ich rede dabei nicht etwa von seiner Kleidung, welche natürlich mehr als passend für jemanden in diesem Handwerk ist, sondern von seiner Statur. Er ist definitiv größer als ich, vermutlich um die 1,85m, mit einer Glatze und einem sehr markanten, schwarzen Schnauzer als Bart. Das ausschlaggebendste Merkmal ist jedoch sein Körperbau an sich. Ihn als muskulär zu bezeichnen wäre vermutlich noch untertrieben. Ich kann zwar gerade einmal seine Arme und den Halsbereich sehen, aber das alleine reicht um sogar einen Bodybuilder neidisch zu machen. Ein rechter Haken von seinem Arm würde einen normalen Menschen locker mit einem Schlag bewusstlos machen, wenn nicht sogar schlimmer. Die Krampfadern auf seinen Oberarmmuskeln trugen ebenso ihren Teil zum Gesamtbild hinzu.

„Willkommen“ spricht er mit einer sehr tiefen und kraftvollen Stimme.

Seine Anrede holt mich aus meiner Bewunderung heraus und allein sein Tonfall löst einen kalten Schauer in mir hervor. Ich bin ja nicht gerade ängstlich, aber von so einer Stimme möchte auch ich nicht nachts überrascht werden.

„Äh…Hallo“ antworte ich ihm etwas eingeschüchtert.

Wieso zur Hölle bin ich eingeschüchtert? Statur und Tonfall hin oder her, ich bin ohne Frage dennoch überlegen. Ob es daran liegt das seine Stimme ein wenig meinem ehemaligem Vorgesetzten ähnelt?

„Was kann ich für sie tun?“ fragt er daraufhin mit einem leichten Lächeln.

Ich schätze mal er hat meine Unsicherheit mitbekommen.

„Ich bin neu in der Gegend und habe einen sehr speziellen Auftrag. Sie wurden mir als herausragender Schmied empfohlen.“

„Die Leute hier neigen leider gern zu Übertreibungen, aber ich hoffe ich kann ihren Ansprüchen gerecht werden. Worum geht es denn?“

Schön zu wissen dass er nicht viel von Angeberei oder übertriebenes Lob hält. Das macht ihn gleich noch sympathischer. Dann bin ich ja mal gespannt wie er auf mein Anliegen reagiert.

„Nun ja, es geht darum dass-“

„Roland-san!“ schreit ein Mann, während er regelrecht durch die Eingangstür stürmt.

Seiner Rüstung nach zu urteilen ist das wohl ein Wachmann. Sein Gesichtsausdruck wirkt besorgt. Und ganz nebenbei habe ich den Namen des Handwerkers erfahren.

„Ich habe gerade einen Kunden. Kommt später-“

„Es geht um ihren Bruder! Er ist gerade schwer verwundet am Flusseingang eingetroffen. Er verlangt nach euch!“

Irgendetwas scheint vorgefallen zu sein. Allein die Panik der Wache ist Beweis dafür. Selbst Roland hat nun einen erschrockenen Ausdruck.

„Es tut mir wirklich leid, aber-“

„Ist schon in Ordnung. Ein Familiennotfall hat Vorrang. Mein Anliegen kann warten“ antworte ich bevor der Schmied seinen Satz beenden kann und deute gleichzeitig zur Tür um meine Aussage zu verstärken.

Sofort machen wir uns auf den Weg. Ich könnte natürlich auch einfach warten, aber da ich so einen leisen Verdacht habe, folge ich den Beiden. Sie scheinen mich auch nicht wirklich zu beachten, was aber auch nachvollziehbar ist. Im schnellen Sprint gehen wir zum Eingang, der genau gegenüber vom Anderen liegt.
Als wir ankommen ist es nicht wirklich schwer die Situation zu erkennen. Die Wachen stehen um einen am Boden liegenden Mann herum. Ihre besorgten Blicke sind alle auf die eine Person gerichtet. Der Mann hat eine ziemlich große Schnittwunde, welche diagonal über seinen Oberkörper verläuft. Seine Sachen sind bereits von seinem Blut getränkt. Der Tiefe der Wunde nach zu urteilen, hat er vermutlich schon eine Mange Blut verloren. Die Farbe seiner Haut und seiner Augen ist bereits ziemlich verblasst. Er hat wohl nicht mehr viele Minuten zu leben.

„Aniki…was ist passiert?“ fragt Roland als er den Oberkörper seines Bruders behutsam anhebt und gegen seinen eigenen lehnt.

„Banditen….Mine….Überfall…“

Seine Stimme ist schwach und zittrig. Bei jedem Wort läuft etwas Blut aus seinem Mund heraus.

„Schnell, einen Heiltrank!“ ruft Roland den Wachen zu.

Anstatt der Anweisung zu folgen schauen sich die Wachen gegenseitig an.

„Na los! Er stirbt!“

Man kann seine Verzweiflung deutlich hören.

„Es tut uns wirklich leid, aber gestern wurde eine Heiltranklieferung verschickt. Es sind leider noch keine neuen fertig“ antwortet einer der Wachmänner.

Diese Tatsache trifft den Schmied wie ein LKW und der Schock steht ihm förmlich ins Gesicht geschrieben.

„Eren…rette Eren…“

Nach dieser Aussage richtet Roland seinen Blick wieder auf seinen Bruder. Mein Verdacht hat sich damit wohl bestätigt. Ich hatte nämlich mit Banditen gerechnet, denn ich konnte nicht wirklich glauben dass in der Gegend nur die Beiden waren, die uns überfielen. Ich hatte so eine Vorahnung dass es noch mehr geben würde und diese Situation bestätigt meinen Gedanken.
Auch wenn es wahrscheinlich unangemessen wirkt, so ist dies jedoch ein riesen Vorteil für mich. Immerhin habe ich nun gleich zwei Chancen den Schmied in meine Schuld zu stellen. Die erste Chance nutze ich auch direkt und gehe zu der Gruppe an Männer heran. Dabei erzeuge ich eine hellgrüne, leicht leuchtende Masse in Kugelform in meiner rechten Hand. Ich knie mich ebenso vor Roland’s Bruder und halte meine Hand über seinen Körper.

„Was-“ versucht er meine Aktion zu hinterfragen, aber ich beachte ihn gar nicht.

Ich drehe meine Handfläche nach unten und lasse die grüne Kugel auf den Körper des sterbenden Mannes fallen. Eine Sekunde später beginnt sein ganzer Körper in der gleichen Farbe der Substanz zu leuchten. Zum Erstaunen aller anderen Anwesenden schließt sich auf einmal die große Wunde. Einen kurzen Augenblick später gewinnt sein Körper auch wieder seine natürliche Farbe und das Leben in seinen Augen kehrt zurück.

„Huh?“ meint er verwirrt und richtet sich aus eigener Kraft auf.

Die Gesichter der anderen haben die gleiche Verwirrung bei diesem Anblick. Nachdem der eben noch fast tote Mann komplett aufgestanden ist, schauen alle zu mir.

„Was ist gerade passiert?“ fragt einer der Wachmänner.

„Heiltrank“ antworte ich lediglich mit einem Daumen nach oben als Siegespose.

Während sich der gerettete Bruder selbst begutachtet, kommentieren die Wachen die erstaunliche Genesung. Anscheinend wäre sogar einer ihrer Heiltränke nicht so kraftvoll und die Chance zur Rettung war wohl in so einem Fall nur bei ungefähr 60%. Ich dachte ja eigentlich Tränke wären gleich stark, aber offensichtlich gibt es doch Unterschiede.

„Vielen Dank dass ihr meinen Bruder gerettet habt“ spricht nun Roland und verbeugt sich vor mir.

Das mit dem Verbeugen passiert in letzter Zeit wirklich häufig. Aber es fühlt sich weitaus besser an als vom Chef angeschrien zu werden, auch wenn es langsam etwas peinlich wird.

„Auch ich bedanke mich“ meint nun auch der Bruder und verneigt sich ebenso.

„Was ist denn eigentlich passiert?“ frage ich nun um meine zweite Chance in Angriff zu nehmen.

„Ah richtig, Eren! Wir müssen Eren retten!“ schreit der genesene Mann regelrecht als hätte ihn meine Frage wieder zurück in die Realität gebracht.

„Beruhige dich Joren. Wo genau ist Eren und was ist mit ihm passiert?“ fragt Roland.

Nun weiß ich auch endlich den Namen seines Bruders und ich schätze mal dieser Eren gehört auch irgendwie zur Familie. Nebenbei beruhigt es mich dass der Schmied so schnell seine Fassung zurückgewinnen konnte. In Panik verfallen bringt ja schließlich nichts.

„Kurz nachdem wir bei der Mine angekommen sind haben Banditen angegriffen. Ich weiß nicht woher, aber sie wussten dass wir wertvolle Rohstoffe abbauen wollten. Es waren einfach zu viele für uns. Mich hatte es beim Fluchtversuch erwischt, aber ich konnte noch entkommen. Doch mittendrin hat Eren auf einmal angehalten und die Banditen angegriffen.“

„Dieser dumme Lehrling! Was hat er sich dabei nur gedacht!“ schreit Roland wütend.

Soviel zu seiner Fassung.

„Wir müssen uns beeilen und ihn retten“ sagt Joren erstaunlich ruhig.

Ich muss schon sagen dass die Beiden ein gutes Duo sind. Wenn einer aufgeregt wird, beruhigt sich der andere.

„Wie schnell kann ein Rettungstrupp zusammengestellt werden?“ fragt er anschließend eine der Wachen.

„Das ist momentan leider nicht möglich. Eine Großzahl unserer Soldaten ist zum Schutz zusammen mit der Heiltranklieferung unterwegs. Von den verbliebenden Männern können wir keinen entsenden, da unsere Verteidigung sonst zu sehr geschwächt wäre im Falle eines Monsterangriffes“ erklärt der angesprochene Wachmann.

„Das ist doch wohl nicht euer Ernst? Wir können Eren doch nicht einfach im Stich lassen!“ entgegnet Joren.

„Dann müssen wir uns halt selbst um die Rettung kümmern“ sagt Roland, der sich dank der Aufregung seines Bruders selbst wieder beruhigt hat.

„Das ist unmöglich! Es sind zu viele und sie sind auch nicht gerade schwach!“

Genau darauf habe ich gewartet und schreite auch sofort ein.

„Wie wäre es denn wenn ihr mir die Sache überlasst?“

„Eh?“ kommt es von beiden Brüdern gleichzeitig.

„Im Gegenzug für eine gewisse Bezahlung werde ich diesen Eren retten.“

„Meint ihr das ernst?“ fragt Roland mit einem ernsten Gesichtsausdruck.

„Natürlich“ antworte ich ihm ebenso ernst.

Ein Moment der Stille entsteht, indem wir uns gegenseitig anstarren.

„Erst die Heilung meines Bruders und nun das. Wer seid ihr?“

„Ich heiße Leo. Leo Shuiro.“

Erneut herrscht Ruhe. Der jüngere Bruder schaut mich einfach nur an, aber sein Blick ist dabei extrem durchbohrend. Es scheint als wollte er sich ein gedankliches Bild von mir machen. Ich schaue ihn weiterhin gelassen und mit einem Lächeln an. Dann bricht er die Stille wieder.

„Was genau soll das für eine Bezahlung sein?“

„Roland?“ mischt sich nun Joren wieder ein.

Allerdings wird er durch ein Handsignal und einem scharfen Blick seines Bruders auch sofort wieder ruhig gestellt. Sieht ganz so aus als hätte in dieser Familie der kleinere Bruder das Sagen.

„Wir haben keine Zeit zum Diskutieren. Für Eren zählt jede Sekunde und…“ beginnt Roland und wendet sich nun wieder mit seinem Kopf zu mir. „Ich traue diesem Mann.“

„Ich verstehe“ antwortet Joren und gibt klein bei.

„Was ist die Bezahlung für eure Hilfe, Leo-dono?“ fragt er nun äußerst höflich.

„Kurz und einfach ausgedrückt geht es darum ein paar Leuten handwerkliches Wissen beizubringen. Ich habe vor kurzem die Verantwortung für ein Dorf bekommen, doch den Bewohnern fehlt es an Wissen wenn es um Bau von Häusern und der Herstellung von Waffen, Rüstungen und Kleidung geht. Ich brauche also jemanden, der ihnen das beibringt. Das ist die Bezahlung“ erkläre ich.

Ich lasse natürlich mit Absicht die Tatsache dass es sich bei den Bewohnern um Monster handelt weg.

„Hmmmm…“ meint der Schmied und schließt seine Augen.

Es ist nicht schwer zu erkennen dass er gerade über mein Angebot nachdenkt. Nach ein paar Sekunden öffnet er seine Augen dann wieder.

„Einverstanden“ sagt er und reicht mir seine Hand um das Abschließen unserer Abmachung zu signalisieren.

„Dann haben wir einen Deal“ antworte ich und schüttle seine Hand.

Damit steht dann wohl mein neues Ziel fest. Oder eher das Zwischenziel für das Erlangen eines Handwerklehrers. Zeit für eine Rettungsaktion.



Autoren-Nachwort:
Anstelle eines Nachwortes habe ich eher eine Frage an alle Leser. Wie ist euer Standpunkt zu den Namen von Attacken, Fähigkeiten und Rassen? Ehrlich gesagt tendiere ich eher zu den englischen Begriffen, da diese aus meiner Sicht einfach besser klingen. Beispiel hierfür wäre Schlitzangriff und Echsenmenschen. Meiner Meinung nach klingt Slash Attack und Lizardmen einfach besser. Außerdem gehe ich davon aus dass die meisten Leser Mangas oder Animes ohnehin im englischen Untertitel ansehen. Aber ich überlasse euch die Endscheidung ob ich bei deutsch bleibe oder von nun an englisch benutze.

Ach und wie ihr vielleicht gemerkt habt bin ich leider nicht sehr einfallsreich was Namen von Nebencharakteren und Städten angeht. (Ja Hargeon ist von Fairy Tail genommen XD)
Wenn ihr also Vorschläge habt, dann könnt ihr mir diese gerne nennen.

Na dann bis zum nächsten Mal ^^
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