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Abschiedsworte an Jenne

von Yumestar
Kurzbeschreibung
GedichtFamilie, Schmerz/Trost / P12 / Gen
Dr. Lea Peters Jenne Derbeck Tim Peters
12.12.2018
12.12.2018
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Abschiedsworte an Jenne


Warum?
Egal, wie oft ich das frage, du kommst nicht zurück
Warum hast du dich selbst in Gefahr gebracht?
Warum hast du das Waghalsige gemacht?
Warum hast du dort auf der Landstraße dein Leben riskiert?
Weißt du, was es bedeutet, wenn man dich verliert?
Wie hilflos und fehl am Platz ich mich gerade fühle?
Und ich weiß, du hättest mich in dieser Situation aufmuntern können
Du hättest der ‚Eiskönigin‘ den Frühling gegönnt

Nun tobt ein eisiger Sturm in mir
Doch sitze ich ganz ruhig am Tisch hier
Das Einzige, was mich beruhigt ist Tim, der schläft
Und sicher träumt er von Weihnachten mit dir
Er hat sicher nicht gemerkt, dass er seinen Vater verliert
Und ich verlor den Mann meiner Träume

Und noch immer hoffe ich, dass sich die Medizin hat geirrt
Dass du doch noch lebst, gleich an meiner Tür stehst
Dass du mit irgendeinem Irrsinn zu mir gehst
Denn ich weiß, dass du mich immer verstehst
Auch wenn ich ab und an sehr kaltherzig bin
Warst du für mich immer ein freudiger Gewinn
Ich habe nie an Märchen oder an Wunder geglaubt
Das hast nur du mir erlaubt
Und auch jetzt, obwohl es völlig irreal ist
Möchte ich an daran glauben, dass du noch am Leben bist
Auch wenn die Medizin mich etwas anderes glauben lässt
Heute möchte ich an Wunder glauben

Jetzt gibt es noch so viel zu sagen
Doch zu wenig Zeit um fragen
„Willst du mich heiraten?“
Auf diese Antwort kann ich nun ewig warten
Ich glaubte nie, die Liebe je zu wagen
Bis man mich hat zu dir getragen
Und endlich konnte ich ‚Ich liebe dich‘ sagen
Jetzt kann ich es nicht mehr

Nur der blöde Tannenbaum steht noch hier
Er hätte dir viel Freude bereitet
Wir hätten zusammen für Tim Weihnachten vorbereitet
Es wäre sicher ein schönes Fest gewesen
Gewesen, denn jetzt möchte ich es nicht mehr feiern
Aber dir zu liebe werde ich über meinen Schatten springen
Vielleicht werde ich ein schönes Weihnachten mit Tim verbringen

Nun möchte ich dir nur noch danken für all die schöne Zeit
Und sagen: ‚Es tut mir leid‘
Für alle Vorwürfe, die ich dir je gemacht
Und für alle Zeit, an der ich nicht an dich hab gedacht
Es fällt mir schwer, jetzt nach vorne zu schauen
Doch muss ich mich genau wie du trauen
Für Tim, für mich und auch für dich
Ich muss weitermachen, denn du hättest es gewollt
Ich hoffe, dass ich es schaffe
Ich hoffe, dass wir uns eines Tages im Reich der Märchenträume wiedersehen
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