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Outlaws For(n)ever

von Hera
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Arthur Morgan
12.12.2018
20.03.2019
56
54.715
4
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Dieses Kapitel
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12.12.2018 649
 
Captured by the O‘Driscols



Als die O‘Driscols meine Familie überfielen war es Nacht gewesen. Sie überrannten unsere Farm, töten meinen Vater, meine Mutter und meinen Bruder. Nur mich ließen Sie am leben. Allerdings nicht aus Güte oder Gnade. Sie hatten Pläne mit mir. Schreckliche Pläne. Sie nahmen mich mit zu ihrem Lager mitten im Wald. Es war kalt dort. Der Wind pfiff durch das Camp, der Schnee viel ununterbrochen und das alles mitten im Mai. Doch das Wetter war nicht das schlimmste. Am allerschlimmsten waren wohl die unaufhörlichen Annäherungsversuche von Colm O‘Driscol, dem Anführer. Er versprach mir wenn ich nett zu ihm war, würde er mich nicht an andere Männer verkaufen. Doch ich glaubte ihm kein Wort.

Wehrte mich jedes Mal wenn er versuchte mir näher zu kommen. Irgendwann bekam ich seine Wut zu spüren, er fing an mich zu schlagen. Versuchte meinen Geist zu brechen in dem er mich mit seinem Gürtel jeden Tag das Fürchten lehrte. Übersät von grünen und blauen Flecken ließ er mich an ein Bett ketten. Das Unheil nahm seinen Lauf. Als der erste seiner Männer das kleine Zelt betrat wusste ich was mir blühte. Langsam öffnete er die Gürtelschnalle an seiner Hose. Ich betete zu Gott dass dies bloß ein schrecklicher Traum war. Als er sich seiner Hose entledigt hatte, sich zu mir auf das Bett begab, mich begann anzufassen, fing ich an wie wild um mich zu schlagen und laut zu schreien. „Halt deine Klappe du kleine Hure!“ schrie er, drückte mir seine dreckige Hand auf den Mund. Doch bevor es zu schlimmerem kam, konnte man Schüsse hören.

„O‘Driscols, ihr Drecksäcke!“ konnte ich jemanden rufen hören. Als nächstes hörte man drei schnelle Flintenschüsse. Irgendwer schien das Camp der O‘Driscols zu überfallen. So schnell wie mein Peiniger ins Zelt gekommen war, so schnell verschwand er auch wieder. Wieder begann ich um Hilfe zu schreien, diesmal mit der letzte Kraft die ich aufbringen konnte. Doch die Schüsse übertönten vermutlich mein Geschrei. Immer wieder konnte man die Männer schreien hören. Hektisch zog ich an meinen Fesseln herum aber trotz meiner schlanken Handgelenke konnte ich mich nicht aus den Eisenfesseln befreien. Zwang mich um Geduld. Vielleicht würde die Schießerei bald aufhören. So kam es schlussendlich auch. Irgendwann war es Mucksmäuschenstill. Nutzte die Gelegenheit um wiederholt um Hilfe zu schreien. Mir kam es wie eine Ewigkeit vor bis endlich jemand in das Zelt kam. Sein Gesicht war von einem schwarzen Halstuch gut verdeckt. Nur seine blauen Augen blitzten unter dem Cowboy Hut hervor.

Er musterte mich. Kam langsam auf mich zu. Fragte mich ob ich das richtige getan hatte. Kannte sein Gesicht nicht. Er war in einen blauen Wintermantel gehüllt. Die O‘Driscols waren meist einheitlich gekleidet. Daraus schlussfolgerte ich, dass er keinen von Driscols Leuten war. „Alles wird gut Miss, ich tu ihnen nichts.“ sprach er. Seine Stimme war tief. Ein bisschen Rau. Dieser Mann zog sein Halstuch nach unten, nahm seinen Hut ab. Jetzt konnte ich in sein Gesicht sehen. Er hatte blondes volles Haar, ein bisschen struppig hingen ihm die längeren Haar wirr herunter. Fuhr sich durchs Haar, strich sich die einzelnen Haarsträhnen aus dem ziemlich hübschen Gesicht. Zumindest empfand ich ihn als sehr hübsch. Allerdings trug er einen Bart. Vermutlich hatte sich dieser Mann schon seit Tagen nicht mehr rasiert.

Des weiteren sah der große Blonde müde aus. Sachte untersuchte er die Fessel aus Eisen. „Die muss ich aufschießen.“ brummte er. Griff nach seiner Pistole, sah mich an: „Vertrauen Sie mir, Miss.“ Mir blieb sowieso nichts anderes übrig. Mit zwei lauten Schüssen befreite dieser blonde großgewachsene Mann mich. Meine Handgelenke waren ganz wund gescheuert. „Wie heißen Sie Madam?“ fragte er. „Leila, Leila Kennedy“ antwortete ich leise. „Gut, Miss Kennedy, Sie sind nun sicher. Dass wird schon wieder.“ Vorsichtig hob mich der große Kerl auf seine Arme. Wieder musterten seine blauen Augen mich: „Ich bin Arthur Morgan.“
 
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