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Schwarzer Panther

von Maxxi
GeschichteAbenteuer, Romance / P18 / Het
Basil Hawkins der Rote Shanks Eustass 'Captain" Kid Killer OC (Own Character) Trafalgar Law
11.12.2018
11.06.2021
31
108.391
12
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11.06.2021 5.118
 
Mordversuch


„Was machst du denn hier?“, fragte Tarik, der deutlich irritiert war, gerade mich hier zu sehen.
Während ich zu ihm herüber schaute, blieb die Frau auf Sicherheitsabstand stehen, wollte scheinbar nichts überstürzen oder mich unterschätzen. Sie war also der Marinekapitän? Sie hatte hüftlanges, rosa Haar und musterte mich eindringlich, sah zunächst nicht nach viel aus, aber das konnte selbstverständlich täuschen.
„Wo kommst du her?“, fragte sie misstrauisch, ging wohl nicht allen ernstes davon aus, dass ich geschwommen war. Wer würde auch so etwas tun? Das war lebensgefährlich. Die nasse Kleidung, welche noch deutlich tropfte, sagte jedoch genug aus.
„Von nirgendwo.“, lautete meine desinteressierte Antwort, während ich Tarik aus den Augenwinkeln musterte. Er sah nicht gut aus, wurde ordentlich verprügelt. Zudem wirkte er stark angeschlagen und saß gefesselt am Boden. Jedoch nicht mit Seilen oder Handschellen, sondern mit festen Metallschienen, die sowohl seine Handgelenke als auch seinen Oberkörper fest umschlossen. Das hatte ich noch nie gesehen. Sie saßen wortwörtlich wie angegossen. Wo hatte die Marine so etwas her?
„Tarik, du musst den Sturm stoppen.“, erklärte ich entschlossen und eilte zu ihm, wollte seine Fesseln lösen. Doch ich fand weder ein Schloss, noch sonst irgendeine Möglichkeit, sie ihm abzunehmen. „Was ist das?“, entkam es mir verwirrt und suchte weiter nach einer Lösung, ihn zu befreien.
„Ich kann nicht...!“, presste Tarik derweil aus zusammengebissenen Zähnen hervor und verstummte sogleich wieder. Er hielt den Kopf gesenkt, blickte nicht einmal auf und saß derart entspannt an Ort und Stelle, dass er nicht sonderlich zufrieden wirkte, dass ich ihm zur Hilfe geeilt war.
„Was glaubst du, wozu ich ihn die ganze Zeit versuche zu bringen? Ich will auch endlich hier raus.“, mischte sich die Frau ein, hatte mich bisher frei gewähren lassen, vergeblich nach einer Lösung zu suchen Tarik´s Fesseln zu lösen. Ihr vorsichtiges Abwarten hatte nun aber ein Ende, als sie wissen wollte: „Bist du seine Komplizin?“ Sie kam rasch näher, kaum dass sie ihre Frage beendet hatte.
„Lass dich nicht treffen!“, warnte Tarik mich lautstark alarmierend, als sie zum Angriff ansetzte. Verdammt! Einen Kampf konnte ich jetzt gar nicht gebrauchen. Das lange Tauchen hatte viel zu sehr an meinen Kräften gezerrt, ich war erschöpfter wie erwartet und mir war arschkalt! Ich musste rasch aus diesen Klamotten raus, also mussten wir schnellstmöglich zurück an Bord. Dennoch war mir nur zu gut bewusst, dass ich fürs erste Zeit schinden sollte. Ein paar Minuten sollten reichen, um meinem Körper eine kurze Pause zu gewähren und mir einen Überblick über die Möglichkeiten zu schaffen, die sich mir boten.
Parallel zu einer Ausweichbewegung, erkundigte ich mich kritisierend: „Ihr greift eine potentiell unschuldige Person an, nur weil ihr die Vermutung hegt, sie könnte die Komplizin eines Mannes sein, den ihr zu Unrecht festnehmen wollt?“
„Potenziell unschuldig? Dass ich nicht lache!“, erwiderte sie und blieb einige Meter von mir entfernt stehen. „Sieh dich doch mal an! Versteckst dich unter einer Maske und weigerst dich, mir deinen Namen zu nennen! Noch dazu wäre kein einfacher Zivilist auf die absurde Idee gekommen, durch das Wasser hierher zu schwimmen, um einen Verbrecher zu besuchen!“
„Potenzieller Verbrecher.“, korrigierte ich sie sogleich, woraufhin sich ihre Augen verengten. „Genauso gut bestünde die Möglichkeit, dass er unschuldig ist und ihr den falschen habt. Ihr hegt anscheinend Vorurteile gegenüber Leuten, die euch nicht passen und dem Profil eines mutmaßlichen Verbrechers ähneln. Ist das etwa die Art von Gerechtigkeit, die euch zur Marine geführt hat? Ihr solltet euren Job besser machen, ihr werdet immerhin von den Steuern der unschuldigen Leute bezahlt, die an den Schutz der Marine glauben.“ Während es mir ein leichtes war, ihrem darauffolgenden Schlag auszuweichen, fing sie an zu schmunzeln. Irgendetwas an meinen Worten schien sie zu erheitern.
„Gehörst du etwa zu diesen unschuldigen Steuerzahlern von denen du da redest?“ Ein Tritt folgte, doch auch diesem wich ich rasch genug zur Seite aus und sprang erneut auf Abstand. Sie schien verblüfft darüber, dass ich mich so flink bewegen konnte und hielt wieder inne.
„Hat man euch nie Manieren beigebracht?“, wich ich ihrer Frage aus. „Erstens, stellt man sich selbst stets zuerst vor, bevor man jemanden nach seinem Namen fragt. Zweitens, es gehört sich nicht, eine fremde Person ohne Erlaubnis zu duzen. Drittens, man greift unschuldige Zivilisten nicht aus heiterem Himmel an. Und viertens, man fragt andere nicht beim Kennenlernen nach ihren privaten Finanzen. Scheinbar hat nur einer von uns eine gute Erziehung genossen.“
Das Schmunzeln auf ihren Lippen verzog sich für einen kurzen Augenblick zu einem fassungslosen Grinsen, als sie feststellte: „Der eine redet nicht mit mir und die andere hört gar nicht mehr auf? Noch dazu versuchst du mich dreist zu belehren?“ Unzufrieden starrte sie mich an und verschränkte die Arme vor der Brust.
„Normalerweise teilen mich Fremde fälschlicherweise eher in die Kategorie 'stiller Beobachter' ein. Schön, dass das bei uns anders ist. Dann kann ich immerhin von Anfang an ehrlich mit euch sein, ohne Angst davor zu haben, euch direkt wieder zu vergraulen. Also werde ich euch etwas verraten: Nein. Ich glaube, ich habe noch nie Steuern gezahlt. Zumindest nicht an die Weltregierung.“, teilte ich ihr ehrlich mit und musste nun selbst schmunzeln. Es wurde Zeit, das hier zu beenden. „Und unschuldig bin ich auch nicht ganz.“ Meine Stimme verfinsterte sich etwas, als ich ihr offenbarte, weshalb dem so war: „Eure Leute da draußen sind tot. Ergebt euch. Ihr seid allein.“ Meine Forderung sollte der Schwächung ihres Kampfgeistes dienen, dies schien aber leider nicht zu funktionieren. Eher im Gegenteil.
„Was hast du gesagt?!“, fluchte sie, als ich wie aus dem Nichts mit der Tür ins Haus fiel und dennoch ruhig und beherrscht weitersprach, als würden wir lediglich über das äußerst stürmische Wetter reden. Es war nicht klar erkennbar, ob sie mir glaubte oder es lediglich als Provokation sah.
Sie machte sich bereit und rannte auf mich zu, trat nach mir, doch erneut sprang ich zur Seite. Ihre Schnelligkeit nahm zu, ich hatte sie wohl wütend gemacht.
„Tarik! Tu irgendwas gegen den Orkan. Kid und die anderen warten draußen.“, forderte ich ihn erneut auf. Aber wieder meinte er zähneknirschend: „Ich... kann nicht!“ „Was meinst du damit, du kannst nicht?“ Ich musste ihn eindeutig zuerst von den Fesseln befreien! Aber wie?!

Wie sollte ich zudem diese Frau bekämpfen, wenn sie mich nicht berühren durfte? Was waren ihre Fähigkeiten? Blitzschnell zog ich meinen Dolch und setzte zum ersten Konter an, duckte mich unter ihrem Tritt hindurch und ließ die Klinge beim Aufspringen auf ihren Kopf zu schnellen.
„Pass auf!“, rief Tarik mir zu. Ihren Arm zur Abwehr erhoben, blockte sie mich gerade eben noch ab. Sie wirkte erneut überrascht, was meine Schnelligkeit anging, doch das beruhte auf Gegenseitigkeit. Sie war dazu in der Lage, mich abzuwehren, obwohl ich sie zuerst als zu langsam eingestuft hatte. Zwar kämpfte ich nicht mit voller Kraft, aber so konnte man sich dennoch täuschen. Auf einmal bildeten sich metallische Fesseln, die aus ihrem Körper kamen und meinen rechten Arm umschlungen. Rasch sprang ich zurück, doch da war es schon zu spät. Auch, wenn ich zunächst sicher vor ihr war, befand sich eine Fessel um meinem Arm. So hatte sie Tarik also gefangen genommen?
„Teufelsfruchtnutzer.“, stellte ich abwertend fest und löste genervt den Blick von meinem neuen Schmuckteil. Wir standen uns gegenüber und warteten beide auf eine Reaktion des Gegenübers. Weder hatte ich genug günstige Waffen bei mir, um gegen jemanden wie sie zu kämpfen, noch Zeit und Lust. Schließlich steckte ich meinen Dolch weg. Dieser Kampf machte keinen Sinn, wir saßen doch ohnehin alle hier fest, nicht wahr?
„Gibst du auf?“, fragte sie erstaunt, wirkte misstrauisch. Zurecht. Wortlos ging ich zu Tarik rüber.
„Was wird das?“, fragte dieser mich, als ich mich wortlos an seinen Rücken setzte und damit mein Desinteresse an einem weiteren Kampf symbolisierte. Sie schien verwirrt, ganz wie ich es wollte und auch Tarik wusste nicht so recht, was ich beabsichtigte.
„Vernünftig.“, beantwortete Hina sich ihre Frage selbst, kam vorsichtig näher und dachte tatsächlich, ich würde mich einfach ergeben. Bevor sie mir jedoch auch Fesseln wie Tarik anlegen konnte, zog ich blitzschnell den einzigen Seesteindolch, den ich bei mir trug, an meinem Bein aus der Halterung und griff während dem Aufspringen an. Ich erwischte sie am Oberarm, stach zu, ehe sie sich versah und schlug nochmal kräftig auf den Knauf, um den Dolch tief stecken lassen zu können. Mit einem Tritt beförderte ich sie gleich im Anschluss auf Abstand, wo sie taumelnd auf die Knie ging und Schwierigkeiten hatte sich zu bewegen. Sie blutete stark. Parallel dazu lösten sich die Fesseln bei Tarik und mir.
An den Schwarzhaarigen gewandt, fragte ich mit einem Hauch von Genugtuung: „Kannst du jetzt etwas machen?“ Es sollte lediglich eine rhetorische Frage sein, doch ich schien ihn komplett falsch verstanden zu haben. Nachdem er sich desinteressiert an dem vorherigen Schlagabtausch zwischen Hina und mir aufrichtete, sah er mich eindringlich und äußerst ernst an.
„Nein. Ich kann den Orkan nicht kontrollieren. Kein bisschen!“ Moment mal, was? „Ich kann es einfach nicht!“, schrie Tarik frustriert aus sich heraus, das man meinen könnte, die Luft würde vibrieren. Er fühlte sich scheinbar zutiefst missverstanden und war außer sich vor Wut und Verzweiflung. Hilfesuchend sah er sich um, doch sein Blick in die stürmischen Winde blieb unerwidert, sein von flüchtigem Zorn verzogenes Gesicht hielt nicht lange an. „Fuck!“, fluchte er aus tiefster Kehle und hockte sich verzweifelt auf den Boden zurück, fuhr sich überfordert mit den Händen durch die Haare und starrte auf die Wolken unter sich.
„Was soll das heißen?“, hakte ich vorsichtig nach, versuchte die Situation zu verstehen. „Hast du ihn nicht erschaffen?“
„Nein... Ja, doch, aber... nicht mit Absicht.“, versuchte er es möglichst ruhig zu erklären, wurde dann jedoch erneut um einiges lauter. „Ich wusste doch nicht, dass eine solche Manipulation gleich einen verdammten Orkan verursachen würde! Scheiße!“
„Hast du deine Kraft nicht unter Kontrolle?“, erkundigte ich mich prüfend, so konnte dies immerhin eine Erklärung von vielen sein. Und zugleich die Unvorteilhafteste.
„Doch, eigentlich schon! Aber... das hier ist was anderes... Das ist eine Nummer zu groß für mich! Diese Insel ist so ungewohnt windreich. Das... das bin ich nicht gewohnt.“ Seine Überforderung war regelrecht herauszuhören. Aber für jedes Problem gibt es eine Lösung, so auch für seines. Die Situation musste nur analysiert werden.
„Was genau hast du nicht unter Kontrolle?“, versuchte ich der Sache auf den Grund zu gehen, was ihm wohl nicht in den Kram passte. Aufgebracht deutete er in alle Richtungen, schien am Ende zu sein mit sich und einfach allem. Mit ihm stimmte etwas nicht. Was war hier nur geschehen, bevor wir die Insel betraten?
„Siehst du doch!“, fuhr er mich an, war außer sich vor lauter Wut, Frustration und Unsicherheit und wusste nicht, was er noch dazu sagen sollte. Ich blieb ruhig, ließ mich nicht sonderlich davon beeindrucken. Der Mann, den ich als lebensfroh, unbeschwert und viel zu selbstbewusst kennengelernt hatte, war kein Stückchen mehr in ihm zu finden. Er war nun das exakte Gegenteil, aber was war der Grund dafür? Wenn es sich bloß um die Festnahme durch die Marine handelte, war seine Reaktion viel zu extrem. Irgendetwas musste vorgefallen sein und genau das gab es herauszufinden.
„Es muss einen Grund dafür geben.“, setzte ich forschend an. „Was ist jetzt anders?“ Die Ruhe, die meiner Stimme innewohnte schien ihm unbegreiflich zu sein.
„Ich weiß es nicht, verdammt nochmal!“ Plötzlich wurde er noch lauter und schrie seine Wut regelrecht aus sich heraus, mit der geringen Hoffnung sie würde endlich verschwinden: „Vielleicht liegt es daran, dass meine Familie und all meine Freunde tot sind! Seit Jahren!“ Was...?
Hinter mir regte sich etwas. Mein Seesteindolch lag auf dem Boden und die Frau verband sich provisorisch den Arm mit einem Stück ihrer Hose, die sie zerrissen hatte. Sie blutete stark, immerhin wusste ich genau, wo ich meinen Feind verletzen musste, damit er noch lange damit zu tun hatte.
„Daran bist du selber Schuld!“, warf sie Tarik vor. Zornig funkelte dieser sie an, versuchte sie mit seinen Kräften zu attackieren, konzentrierte sich deutlich und streckte sogar verkrampft die Hand nach ihr aus, aber es war nutzlos, nichts tat sich. Im Auge des Sturms war es windstill, er hatte sich selbst unbewusst einen riesigen Nachteil aufgelastet. Gewissermaßen ironisch, dass der Windbändiger nichts tun konnte, wo er doch von Unmengen puren Windes umgeben war. Ich konzentrierte mich wieder auf die Frau vor mir und stellte mich schützend vor Tarik. Ich hätte ihr die Kehle aufschlitzen sollen, als sie bewegungsunfähig war. Ich war erneut zu unvorsichtig gewesen, traute ihr nicht zu den Seesteindolch aus eigener Kraft entfernen zu können.
„Was soll das heißen?“, fragte ich misstrauisch und musste jetzt wohl uns beide verteidigen, obwohl es sinnlos war, sollte sie einen Kampf anfangen. Der Schwarzhaarige hinter mir schien in einer emotionalen Krise zu stecken und in diesem Moment keine große Lebenslust oder das Interesse zu hegen, sich selbst zu schützen. Er kam nicht mal auf die Idee aufzustehen und sich zu verteidigen, er nahm billigend in Kauf, sich erneut gefangen nehmen zu lassen, als sich die Frau auf uns stürzte. Zwangsläufig musste ich in den Nahkampf gehen, was hier ein Nachteil war. Wie zu erwarten...
Ich ließ sie beim Abblocken meinen Arm packen, woraufhin sie mich an sich band und ich ließ es geschehen. Es machte keinen Sinn ohne ausreichend Seestein gegen einen solch nervigen Teufelsfruchtnutzer zu kämpfen. Zudem noch gegen einen, der keine tödlichen Absichten gegen mich hegte. Ihren Angriffen fehlte eindeutig der Wunsch, zu töten. Sie wollte Tarik und seine vermeintliche Komplizin festnehmen, das war alles. Und außerdem würde ich nur meine restlichen Kräfte in diesem Kampf verschwenden, da ich nicht nur mich, sondern auch Tarik beschützen musste. Es musste einen anderen Weg geben.
Jetzt formte sie aus ihrem Körper gleich mehrere Metallfesseln, die sich großflächig um Tarik und mich herum legten, sich gegenseitig überkreuzten und verfestigten. Sogar unter uns befand sich wenig später ein stabiles Gitter, woraufhin sich die Fessel um meinen Arm auflöste. Wir waren in einem Käfig eingeschlossen. Ironisch in Anbetracht unserer Gesamtlage. Wir waren doch ohnehin alle drei bereits im Orkan eingesperrt. Zufrieden entspannte die Frau sich dennoch.
„Durch die Fähigkeiten, die er sich angeeignet hat, starben alle Windbändiger aus. Seinetwegen. Weil er zu machtgierig war.“, fing sie an zu erklären. „Du kannst es dir so vorstellen, dass alle Bändiger eines Elements sich ihre Kraftquelle teilen. Je öfter ein Einzelner die Kraft nutzt und weiterentwickelt, desto weniger sind die anderen dazu in der Lage. Offenbar war Arashi zu machtgierig und hat sich derart starke Fähigkeiten angeeignet, dass der Rest der Windbändiger nicht mehr dazu in der Lage waren, ihr Land zu stabilisieren. Die Windlöcher dieser Insel geschlossen zu halten, das war die einzige Aufgabe der Windbändiger. Irgendwann fehlte ihnen aus unerklärlichen Gründen die Macht dazu. Es war allen ein Rätsel, doch jetzt wissen wir, dass der totgeglaubte Sturmsohn Arashi daran Schuld war. Er hätte nie geboren werden dürfen! Die Narbe zeichnete ihn bereits als Säugling und drohte großes Unheil an! Man hätte die Menschen sofort vor ihm beschützen sollen!“ Schweigend lauschte ich ihren Worten, schmunzelte unter meiner Maske bei ihrem letzten Satz. Also war die Marine bereit dazu, einen unschuldigen Säugling zu töten? Und ich dachte, dass diese feigen Aufgaben nur wir Assassinen durchführten. Wenn das Geld stimmte, natürlich. Je jünger das Leben, desto teurer. Bislang hatte ich das Glück, einen solchen Auftrag nie persönlich bekommen zu haben.
„Dieses Land war einst reichlich bewohnt, aber immer mehr Löcher rissen den Boden auf, immer mehr Leute stürzten ins Meer und ertranken. Es gab keine Möglichkeit, ihr Erscheinen und Verschwinden vorherzusehen. Die Windbändiger wurden über Jahre hinweg immer schwächer und starben am Ende aus. Er ist der letzte, doch das rettet diese Insel nicht! Allein kann er niemals die Stabilität der Insel wiederherstellen, egal wie viel Kraft und Wissen er sich angeeignet haben mag. Sie wird nie wieder bewohnbar sein und damit hat sie dasselbe Schicksal ereilt wie die Wasserinsel! Er ist Schuld an dem Tod unzähliger, unschuldiger Bürger, unter anderem seiner eigenen Familie! Er wird sich für seine Taten vor der Regierung verantworten. Und du wirst ihn begleiten als Verdächtige im Fall einer Brandstiftung... Sobald wir hier rauskommen!“
„Woher sollte ich das denn wissen?!“, schrie Tarik wütend aus sich heraus, war rapide aufgesprungen und schlug mit aller Kraft gegen den Käfig. Nichts geschah, er funkelte Hina lediglich sauer an, ehe er sich abwandte. Kraftlos ließ er sich mit dem Rücken am Gitter wieder zu Boden sinken und verstummte. Waren das Tränen in seinen Augen? Den Kopf zur Seite drehend, versuchte er es zu verstecken, doch ich war mir dessen sicher.
Gefühle machen schwach, flogen mir die Worte meines Vaters durch den Kopf. Dies war ein gutes Beispiel dafür. Gut, dass ich mich unter Kontrolle halten konnte.
„Er kann nichts dafür.“, stellte ich klar, um die Aufmerksamkeit von ihm zu nehmen, wollte nicht zulassen, dass der Feind seine Schwäche bemerkte und sah sie kalt an. „Seine Eltern brachten ihn mit sechs Jahren von hier weg.“, setzte ich mein bisheriges Wissen über Tarik ein. „Sowohl sie, als auch Tarik wussten nichts von dieser Gabe, geschweige denn wo sie ihre Kraft her nimmt. Er war noch ein Kind. Ihn trifft somit keine Schuld. Er brauchte seine Fähigkeiten, um allein zu überleben.“ Einen Versuch war es wert, sie zu bequatschen. Leider wusste ich nicht viel mehr über ihn. Das war alles, woraufhin ich allgemeiner werden musste. „Es macht keinerlei Sinn, dass ihn die Marine für eine Sache zur Rechenschaft ziehen will, für die er nichts kann und die kein bisschen in seinem Wissen passiert ist. Zudem hat er nichts mit dem Waldbrand im Land der Erde zu tun gehabt. Ganz im Gegenteil. Er war die einzige Person, die überhaupt dazu in der Lage war, die Stadt und ihre Bewohner zu beschützen. Die Feuerbändiger haben versagt, woraufhin Tarik ausgeholfen hat, als die Bäume die Stadt zu besetzen drohten.“
Egal was ich auch sagte, es schien an ihr abzuprallen. „Das alles kann er meinen Vorgesetzten erklären, die ihn verhören werden. Und du gibst also zu, seine Komplizin gewesen zu sein? Mit so vielen Hintergrundinformationen machst du dich nur noch mehr verdächtig.“ Eindringlich sah ich sie an und setzte ein finsteres Grinsen auf.
„Bin ich denn wirklich nur eine Komplizin?“, ließ ich sie hören, um sie zu verwirren und mit Nachdenken zu beschäftigen, ehe ich verstummte.

Hina drehte sich um, machte sich Gedanken darüber, wie sie durch die Sturmfront brechen konnte und probierte es mit ihrer Teufelsfrucht. Während sie sich vergeblich bemühte, den Wind zu stoppen, setzte ich mich neben Tarik.
„Tut mir Leid.“, sagte ich, obwohl ich keine Ahnung hatte, was man in so einem Fall sagen sollte. „Das mit deiner Familie...“ Ich persönlich würde mich glücklicher nicht fühlen können, würde ich vom Tod meines Vaters erfahren. Tarik hingegen schien seine Familie tatsächlich geliebt und vermisst zu haben. Seit Jahren trainierte er hart, um nach Hause zurückkehren zu können und dann so was...
„Wenn du bereit bist darüber zu reden, wie wir hier verschwinden können, sag Bescheid.“, gab ich ihm möglichst vorsichtig zu verstehen. Ich war schlecht darin, bei solchen Angelegenheiten die richtigen Worte zu finden, kein Zweifel. Warum fiel es mir sonst so einfach? Eine ganze Weile schwiegen wir uns an, wobei ich jedoch nicht hoffte, dass ich dafür verantwortlich war. Es war eine unangenehme Situation. Tarik und ich kannten uns kaum, trafen eher zufällig zur rechten Zeit am rechten Ort aufeinander, um die Gefahr von der Stadt abzuwenden und naja... Wir hatten für ein paar Minuten Spaß zusammen, hatten uns wohl beide einfach mal komplett von allem ablenken wollen, aber ansonsten... Wer war er überhaupt? Warum war ich überhaupt hier? Warum half ich ihm? Einfach nur, damit sich dieser Orkan auflöste und wir hier heraus spazieren konnten? Um zu Kid, dessen Crew und dem Schiff zurückzukehren, um weiter Richtung Redline zu segeln? Ja oder? Das war alles, was ich wollte, aber... irgendetwas war da noch. Ich wusste nur nicht was es war, aber ich wollte Tarik helfen. Wie aber sollte ich helfen können, wenn ich für gewöhnlich nichts als Tod und Verderben brachte? Minuten vergingen, vielleicht auch locker eine halbe Stunde in der wir schweigend in unserem Käfig hockten. Eigentlich auch egal. Weg konnten wir eh nicht und Hina kam auch nicht weiter. Dennoch hatte ich das Gefühl irgendetwas sagen zu müssen. Aber was? Nachdenklich sah ich Tarik an, versuchte zu verstehen wie er das konnte, doch es blieb mir ein Rätsel. Er ließ all seine Trauer raus, ließ sich regelrecht von ihr überwältigen, hörte nicht einfach wieder auf, obwohl er es doch wollte und...
„Ich bewundere das.“, entkam es mir plötzlich, ohne dass ich so richtig wusste, warum ich das Ende meines Gedankens laut ausgesprochen hatte. Fragend sah er auf, wischte sich die Tränen aus dem Gesicht.
„Was meinst du?“, wollte er irritiert wissen, wusste nicht wovon ich sprach oder ob ich mich vielleicht über ihn lustig machte, aber dafür klangen meine Worte zu ehrlich.
Ihn aufklärend, sagte ich: „Du kannst trauern, obwohl du es nicht zeigen willst. Ich... bewundere das, denn ich... kann das nicht.“ Ein abweisendes Schnauben später wandte er sich ganz von mir ab, drehte mir den Rücken zu, damit ich die Tränen nicht sehen konnte. Hatte ich etwas falsches gesagt? Darum bemüht, meine eventuell falschen Worte zu korrigieren, fügte ich an: „Ich habe auch vor Kurzem jemanden verloren, der mir sehr wichtig war... Naja, jedenfalls... dachte ich er sei tot. Vielleicht... lebt er doch noch.“ Das hätte ich nicht sagen sollen, fiel mir im Nachhinein auf. Besonders der letzte Teil hätte wegfallen sollen und ich verfluchte mich selbst dafür, dass es mir so schwer fiel, einen trauernden Menschen zu trösten und ihm aufbauende Worte zuzusprechen. Das war deutlich eines der Dinge, die ich nicht beherrschte, egal wie viel Schauspieltalent ich auch besaß. Etwas derartiges lag mir noch nie.
„Du sagtest... Kid und die anderen sind draußen?“, fragte Tarik wenige Minuten später, versuchte sich abzulenken und auf das Wichtigste zu konzentrieren, um seine Trauer zu verbergen.
„Ja, sie schickten mich hierher um irgendwie zu helfen. Aber... scheinbar kann ich hier auch nichts tun.“, lautete meine Antwort, auch wenn ich ihm lieber gute Neuigkeiten mitgeteilt hätte, um seine Laune zu heben.
„Ich weiß nicht was ich machen soll.“, gab er mir kurz darauf zu verstehen und gab mir damit zumindest die Möglichkeit, ihm zu helfen und die Situation zu verstehen. Aufmerksam sah ich zu ihm herüber.
„Der Orkan?“
Nickend erklärte er: „Das habe ich noch nie gemacht... Stürme kann ich problemlos manipulieren, aber die Windbahnen eines Orkans umlenken...?“ Kurz lachte er verzweifelt auf und schüttelte den Kopf, da allein dieser Gedanke ein Hirngespinst war. „Das ist unmöglich...“, stellte er leise fest, als würden dies lediglich Worte an sich selbst sein, ehe seine Stimme etwas an Lautstärke zunahm. „Ich habe mich noch nie so überfordert gefühlt... Ich kann die Winde nicht einmal richtig erkennen, so schnell sind sie...“, offenbarte er mir das wesentliche Problem.
„Hast du es schon ausprobiert oder nur darüber nachgedacht?“, erkundigte ich mich, was ich wohl auch besser gelassen hätte.
„Sag mal, hältst du mich für bescheuert?! Natürlich habe ich es versucht!“, giftete er mich gereizt an und fuhr sich anschließend mit der Hand durch die Haare. Ich dachte über seine Worte nach, erinnerte mich an etwas, das vielleicht helfen konnte.
„Als du mich im Wald gefunden hast, da hast du doch meine Atmung kontrolliert, um den Rauch aus meinen Lungen zu holen... Da hast du auch nicht sehen können.“
„Ja und? Das ist doch was ganz anderes.“, behauptete er und wollte den Gedanken sofort wieder verwerfen. Aber nicht mit mir!
„Nein, ist es nicht. Das Prinzip ist das gleiche.“, erklärte ich ihm. „Du konntest meine Sauerstoffzufuhr manipulieren, als du meine Atmung gespürt hast.“, wies ich auf das wesentliche hin.
„Was willst du damit sagen?“ War das nicht offensichtlich?
„Vielleicht musst du die Windbahnen des Orkans erst spüren, um ihn zu beeinflussen.“ Ein Lachen irgendwo zwischen Verzweiflung und Amüsiertheit entkam ihm, als er verständnislos den Kopf schüttelte.
„Du vergleichst eine ruhige Atmung mit einem verdammten Orkan. Ist dir das bewusst?!“
„Einen Versuch ist es wert.“, ermutigte ich ihn dennoch und zuckte mit den Schultern. „Oder hast du eine bessere Idee? Hast du vor, hier zu verhungern? Oder zu warten bis uns ein Windloch verschluckt?“ Nachdenklich sah er erst mich und dann seine Hände an.
„Es wird mich zerfetzen...“


„Hey! Wir haben eine Idee.“, rief ich die Frau zu uns. Aufgrund der Tatsache, dass wir alle im selben Boot saßen, ließ sie sich unseren Plan erklären und stimmte zu, war dennoch misstrauisch. Mit ihrer Teufelskraft erschuf sie zunächst eine Trennwand zwischen Tarik und mir und öffnete den Käfig anschließend nur für ihn, sodass ich nun mein eigenes kleines Reich hatte. Unbeeindruckt davon, damit sie sich bloß nichts darauf einbildete, sah ich Tarik dabei zu wie er auf die Sturmfront zu ging.
„Keine Spielchen.“, warnte sie ihn und blieb neben mir stehen, um ihm stumm zu drohen, mir zur Not etwas anzutun. Unsicher, wie er es anstellen sollte, stand er zunächst nur hilflos da. Erst als sich seine Augen schlossen und er zaghaft die Hand ausstreckte, schien er sich tatsächlich zu konzentrieren. Schmerzhaft zog er die Hand einen Wimpernschlag später bereits zurück und schüttelte sie fluchend aus, als der rasende Wind ihn streifte. Aber er gab nicht auf, probierte es weiter. Leider konnte ich ihm nicht weiter behilflich sein wie das, was ich ihm bereits mit auf den Weg gab. Nun war er auf sich allein gestellt, es war seine Wahl ob und wie er den Orkan unter Kontrolle brachte. Selbst, wenn ich ihm helfen wollte, ich konnte nicht. Es war nicht meine Fähigkeit und mehr als eine Analyse des Problems konnte ich nicht zur Situation beisteuern.

Eine gefühlte Ewigkeit später zeigte seine Mühe tatsächlich Wirkung. Mittlerweile nutzte er beide Hände und bemühte sich den Wind blind zu spüren. Erst war ich mir nicht sicher, aber je länger ich den Orkan beobachtete, desto mehr glaubte ich, er drehte sich langsamer. Offensichtlich lag ich damit richtig. Einige Minuten später legte sich der Orkan, ließ nur noch einen leichten Sturm zurück.
„Tarik!“, rief ich durch den Wind als dieser zutiefst erschöpft nach vorne auf die Knie fiel. „Verschwinde sofort!“ Ich sah die Crew in unsere Richtung laufen. Es gab nun keinen Sturm mehr, der ihnen den Weg versperrte. Tarik blickte zu mir herüber, dann huschte sein Blick weiter auf die Marinefrau, ehe er aufstand und hastig davon rannte.
„Ey!“, schrie Hina ihm fassungslos nach und streckte drohend die Hand in meine Richtung aus. „Sofort stehen bleiben!“ Doch er floh weiter, drehte sich nicht ein einziges mal um. Fluchend richtete sie sich an mich: „Tollen Freund hast du da! Verdammtes Verbrecherpack!“
„Potenzielles Verbrecherpack.“, ließ ich es mir nicht nehmen, sie zu korrigieren und überlegte mir, wie ich aus ihrem Käfig ausbrechen konnte. Rohe Gewalt beanspruchte zu viel Kraft, ich wäre relativ schnell ausgelaugt und da Hina direkt neben mir stand, war dies ohnehin ein blöder Plan. Seufzend sah ich mich um, blickte unter anderem auch in die Ferne und merkte, das Tarik mit Kid zu sprechen begann und in meine Richtung zeigte. Naja, ob es nun direkt Glück war... darüber ließ sich sicher streiten.
„Oh nein...“, dachte ich laut, da ich schnell verstand und trat so weit ich konnte zurück, als könnte ich abhauen, während ich mich instinktiv und total gegensätzlich dazu am Gitter hinter mir festhielt. „Du wirst doch nicht...“, flüsterte ich fluchend und verdammend, brachte den Satz jedoch nicht einmal zu Ende. Und wie er es tat! Plötzlich setzte sich mein Käfig in Bewegung, zunächst nur langsam, dann beschleunigte sich mein unpraktisches Gefährt jedoch zunehmend. Es war schwieriger als gedacht, meine Füße auf den bodennahen Gitterstäben zu behalten, um schwerwiegenden Verletzungen vorzubeugen.
„Was zum...?! Hiergeblieben!“, fluchte die Frau, versuchte mithilfe ihrer Teufelsfrucht meinen Käfig bei sich zu behalten. Obwohl ich diese Beförderungsart schon von Anfang an nicht mochte, grinste ich trotzdem unter meiner Maske.
„Das bringt nichts.“, teilte ich ihr gerade noch mit und schon ging die wilde Fahrt los. Sie wurde mitgerissen.

Kurz vor den Piraten angekommen ließ sie vom Käfig ab, blieb auf Abstand. Unsanft landete dieser mit mir auf dem Boden zu Füßen des Rothaarigen.
„Sag mal, spinnst du, Tarik?! Was soll der Scheiß?!“, beschwerte ich mich bei ihm für seinen tollen Einfall, meine Flucht zu planen. Ich konnte ja schlecht Kid persönlich dafür anschreien ohne Gegenwehr erwarten zu müssen. Mein ganzer Körper tat weh und mir war schwindelig, ich wurde gut durch geschleudert und glaubte, dass die ein oder andere Wunde wieder neu angefangen hatte zu bluten. Besonders bei der Landung knallte mein Kopf heftig gegen die Gitterstäbe, die dadurch zusätzlich starke Kopfschmerzen verursachten.
„Was genau machst du da drin?“, lachte der Rothaarige mich aus, wirkte sogleich aufgeheitert von meiner misslichen Lage. Auf dem Rücken liegend blickte ich zu den Männern hoch, die sich neugierig um meinen kleinen Käfig versammelten. Die Tatsache, dass ich mich einsperren ließ, schien nicht nur Kid zu amüsieren.
„Ich habe nur mein Ziel befreit. Das ist alles.“, antwortete ich an den Capt´n gewandt, darum bemüht mich zusammenzureißen, ehe meine Augen auf den Rest der Schaulustigen liegen blieb. „Anstatt euch über meine Situation lustig zu machen, seht lieber zu, dass ihr mich hier raus kriegt.“, wandte ich mich genervt von ihren Blicken an die Mannschaft. „Es gibt kein Schloss, also müsst ihr sie k.o. schlagen oder töten. Seestein tut es auch.“, teilte ich ihnen gereizt mit. Den Rücken zum Feind drehend, zog ich meine Stoffmaske herunter. Das noch feuchte Material war klebrig und unangenehm auf der Haut.

Während die Männer alle auf die Frau achteten und von der Küste aus heraneilende Soldaten erkennbar wurden, riss unmittelbar neben mir der Boden auf. Erschrocken hielt mein Herz für einen Augenblick an, dachte schon ich würde hineinstürzen. Das war verdammt knapp! Kid brüllte Befehle durch die Gegend, schickte die meisten zu den sich nähernden Feinden und wandte sich selbst der Frau zu. In dem Durcheinander, das daraufhin in Begleitung lauter Rufe und Grölen entstand, blickte Killer auf mich herunter und sah sich prüfend um. Niemand schien mehr auf mich zu achten, als er seinen Fuß auf den Käfig stellte.
„Jetzt gibst du ihnen schon Befehle?“, kritisierte er mich. „Ich muss dich wohl daran erinnern, dass du hier nichts zu melden hast.“ Entsetzt starrte ich ihn aus weit aufgerissenen Augen an. Er hatte doch nicht vor...!
„Ich werde dir dein Leben retten. Vertrau mir.“, prophezeite er mir schmunzelnd und gab mir einen Schubs. Mein Leben retten? Ihm vertrauen?! Sehr witzig, du Mistkerl! Du beschäftigst dich viel eher gerade mit dem Gegenteil! Während ich langsam über die Kante rutschte, war er bereits verschwunden.
„Hey!“, schrie ich laut und hoffte, jemand hörte mich. Tief Luft holend wurde ich vom Gewicht des Käfigs unter Wasser gezogen.
Den Blick nach oben gerichtet sah ich, wie das Loch sich schloss.
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