In vino veritas

GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P18
Ai Haibara / Shiho Miyano Gin und Wodka "Männer in Schwarz" OC (Own Character)
10.12.2018
11.09.2019
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Ich glaube nicht, dass ich wirklich noch erwähnen muss, dass ich nie ein Fan von Vermouth war. Weder von ihr, noch von ihrer Schauspielkunst, wobei ich schon wirklich bewundern muss wie ein menschliches Wesen aus Fleisch und Blut so dermaßen falsch sein konnte. So sehr, dass ich mich manchmal fragte, ob sie nicht doch nur ein Roboter war, oder irgendetwas anderes künstliches oder sonst wie unmenschliches, dass nur in einer Hülle steckte, die nach außen hin den Anschein erweckte ein Mensch zu sein.

Aber selbst wenn ich sie nicht leiden konnte, und wusste dass ich wieder einmal Tag und Abend mit ihr würde verbringen müssen, hatte ich nicht gedacht dass es möglich wäre, meine doch recht gute Laune innerhalb von so kurzer Zeit so sehr zu vernichten.

“Du hältst immer noch viel zu viel von der Kleinen. Das muss ich dir austreiben, meiner lieber Junge.”, ich saß auf der Rückbank, und wenn mich das Gespräch dass die beiden über den Vorfall mit Sherry führten nicht schon ohnehin angekotzt hätte, hatte ich in diesem Moment wieder eins das Gefühl, mir würde gleich tatsächlich das nicht eingenommene Frühstück wieder hoch kommen.

“Was ich von von meiner Exfreundin halte und was nicht, ist nicht deine Angelegenheit. Nichts was mich betrifft und nicht mit der Arbeit zutun hat ist deine Angelegenheit, haben wir uns verstanden, oder möchtest du den Rest des Weges gerne laufen?”, fast musste ich Grinsen, aber ich behielt meine starre Miene bei. Ich bewunderte Gin dafür, dass er sich sich wagte so mit dem Liebling vom Boss umzugehen aber auf der anderen Seite wunderte es mich wenig. Als ob Gin vor irgendwas Angst hätte, oder seine Zunge hüten würde, außer vor dem Boss persönlich. Und selbst das tat er weder aus Angst, noch aus Respekt sondern schier aus dem Grund seine Familie zu schützen.

“Das du wenn es um die kleine geht immer so unentspannt sein musst. Da verstehst du aber auch wirklich keinen spaß.”

“Verzeih mir, dass mein Humor 24 Stunden nach dem ich beinahe verblutet wäre ein wenig eingeschränkt ist.”, knurrte er zurück, und ich musste gegen meinen Willen nun doch lachen.

“Ruhe auf den billigen Plätzen.”, keifte die fertige alte mich an, aber ich zuckte mit den Schultern. “Was willst du von da vorn schon machen, hm?”,  eine Waffe aus der Tasche ziehen, sich nach hinten drehen und mich blöd angrinsen zum beispiel. So schnell war ich schon lange nicht mehr still. Und Gin fuhr sich mit einer Hand über das gesicht, bevor er das Lenkrad zur Seite riss, wobei ich mit dem Kopf gegen ein Fenster knallte. Er hielt auf auf dem Seitenstreifen, und nahm Vermouth den Revolver aus der Hand. “Sag mal hackts bei dir? Der Boss gibt seinem Hündchen wohl zu wenig auslauf. Oder ist es zu viel? Wie auch immer, wenn du noch mal auf die Idee kommst auf auch nur mit einem Löffelstiel auf mein Brüderchen zu zeigen, hast du ganz andere Probleme!”, meine Gesichtszüge entglitten, und nicht nur meine. Vermouth sah ungefähr genauso verdutzt aus wie ich.

“Beruhig dich großer. Das war doch nur ein Spaß. Ich würde dem kleinen doch nie ein Haar krümmen.”

“Das möchte ich dir auch geraten haben… Veritas, warum guckst du so blöd?”, er drehte sich zu mir nach hinten, und ich klappte meinen Mund auf und wieder zu ohne etwas zu sagen. Vielleicht guckte ich so blöd weil ich beim besten Willen nicht gewohnt war, dass sich Gin meinetwegen mit irgendwem anlegte. Vielleicht schob er mich aber auch einfach nur als Grund vor, Vermouth mal wieder eine Show zu machen… Wer wusste das schon.

“Ich ähm...Nur…”

“Können wir jetzt bitte weiter fahren? Ich habe einen langen Flug hinter mir, und ich würde gerne Heute noch in mein Hotelzimmer. Wo wir grade dabei sind, du möchtest mir nicht zufällig…”

“Auf die Schnauze hauen? Mit vergnügen. Wobei, ich schlage keine Frauen.” Gin schien wirklich, wirklich keine Lust mehr auf Vermouths gequatsche zu haben. Wer konnte es ihm verübeln.

“Stimmt. Du schießt nur auf sie.”, die Worte fielen mir eher aus dem Mund, als dass sie ihn wirklich kontrolliert verlassen hätten. Und nun hätte ich mir am liebsten Vermouths Waffe geschnappt und mir damit selbst in den Kopf geschossen. Aber zu meinem erstaunen warf mir Gin nur einen giftigen Blick zu. Einen, der mir keine Angst machte, anders als es bei den meisten schon auf Grund seiner Augenfarbe der Fall war. Aber ich hatte die gleichen giftgrünen Augen...ein Zufall über den ich wohl nie hinweg kommen würde.  Und dann fuhr er langsam weiter in Richtung des Hotels. Dort angekommen warf er Vermouth regelrecht raus, ihr Gepäck hatte sie wohl vorschicken lassen, und dann fuhr er weiter.

“So. Und wir zwei fahren jetzt noch mal zum Boss.”, okay.

Wenn ich vorher schon nicht unbedingt mehr die beste Laune gehabt hatte, dann wäre ich jetzt am liebsten vor mehrere Autos gesprungen. Aber Gin konnte mich beruhigen.

“Mach dir nicht ins Hemd, es geht nicht um dich. Du musst, oder besser, darfst auch gar nicht mit zu ihm. Aber ich kann dich ja schlecht auf der Straße stehen lassen.”

“Du kannst schon.”

“Nein, jemand könnte dich für einen Gartenzwerg halten und mitnehmen.”, ich verdrehte die Augen.

“Das halte ich für ausgeschlossen.”,

“Stimmt, Gartenzwerge sind ja eher in deiner Heimat eine Sache.”, er grinste mich durch den Rückspiegel an, wobei ich wieder mal seine Fangzahnartigen Eckzähne sah, und mich wiedermals Fragte ob mich vielleicht die Eltern eines Vampires adoptiert hatten.

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Ich habe dieses Kapitel keinesfalls um 3 uhr Nachts geschrieben. Sowas würde ich niemals tun.
Ich hoffe, es hat euch gefallen.
Passt auf euch auf :)
Und vergesst nicht, Familie ist manchmal mehr im Herzen, als im Blut.
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