Quidditch - Junior World Cup

von africa
MitmachgeschichteRomanze, Freundschaft / P16 Slash
10.12.2018
04.04.2019
17
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Durmstrang Institute


Die Bibliothek des Durmstrang Institute war riesig. So riesig, dass sogar eine Wendeltreppe in ein weiteres Stockwerk führte. Freyja Strøm verbrachte ihre Freizeit dort am liebsten. Es war ruhig und nicht all zu viel los, sodass auch niemand in die Versuchung gelangte sie anzusprechen. Der perfekte Ort zum Lernen.
Gerade brütete sie über einem Aufsatz für Geschichte der Zauberei. Die Thematik gefiel ihr ausgesprochen gut, immerhin ging es um Grindelwald und sie liebte nun mal Geschichte. Vertieft in ein Lehrbuch über den Bösewicht strich sie sich eine braune Haarsträhne hinters Ohr, die im Laufe des Tages aus einem ihrer zwei geflochtenen Zöpfe gerutscht war. Nebenbei Notizen machend huschten ihre Augen konzentriert von einer Zeile zur nächsten, sodass sie gar nicht bemerkte wie ihre beste Freundin Gerda Falk sich ihr gegenüber niederließ und Freyja belustigt musterte.
„Wir haben nur noch einen Abend in Durmstrang für dieses Jahr und das Beste, was du zu tun hast ist einen Aufsatz für Geschichte zu schreiben, den wir nicht mal abgeben brauchen, weil wir ab morgen eh nicht mehr da sind... Ist das dein Ernst?“ gluckste Gerda und beugte sich leicht vor. Ihr langes blondes Haar hatte sie in einen unordentlichen Dutt gezwängt, der aber immer noch lose genug war um ihre Segelohren zu verstecken.
„Nur weil wir den Aufsatz nicht abgeben müssen, heißt das nicht, dass die Thematik nicht wichtig ist. Außerdem finde ich sie interessant.“ erklärte Freyja und schrieb etwas auf das Pergament vor ihr. Gerda stöhnte genervt auf.
„Ich wette, wir werden Grindelwald auch in Hogwarts behandeln... Vielleicht solltest du den Aufsatz einfach mitnehmen und dort abgeben, wenn das Thema drankommt.“ grinste Gerda und Freyja rollte mit den Augen. „Falls das der Fall ist, schreibe ich einfach nochmal einen neuen Aufsatz, je mehr Wiederholung man hat, desto besser kann man sich etwas merken.“
„Du bist unglaublich...“
Freyja zuckte nur die Schultern und hob zum ersten Mal den Blick, um ihre beste Freundin anzuschauen.
„Was würdest du denn vorschlagen, was ich heute Abend tun sollte?“
„Im Schlafflügel der Jungen wird eine Abschiedsparty gefeiert.“ Gerdas Rehaugen sahen Freyja groß an, sodass diese frustriert aufstöhnte.
„Du weißt genau, dass ich Partys nicht mag...“
„Aber diese hier ist für uns.“ Gerda sah die Brünette weiterhin mit großen Augen an und Freyja seufzte ergeben.
„Ausnahmsweise.“

Nachdem Freyja ihre Schulsachen schnell zusammen gepackt hatte, machten die beiden Mädchen sich auf den Weg zum Mädchenflügel.
Im Grunde genommen war Durmstrang in vier Flügel eingeteilt. Der Mädchenflügel, in welchem Badezimmer und Schlafsäle der Mädchen untergebracht waren; der Jungenflügel, in welchem ebenfalls Bäder und Schlafräume für die Jungen waren; im Schulflügel waren sämtliche Klassenzimmer und die Bibliothek untergebracht und im Wohnflügel waren Essenssäle, ein paar Gemeinschaftsräume, sowie Platz für Clubs oder Arbeitsgemeinschaften eingerichtet. Im Grunde genommen war Durmstrang eine gewaltige rechteckige Burg mit einem Burghof in der Mitte, welcher von den vier Flügeln umgeben war. Es gab tatsächlich sogar noch einen alten Burggraben und eine Zugbrücke, welche aber schon seit mehreren hundert Jahren nicht mehr hochgezogen worden war. Die Burg war umgeben von Bergen, welche von dichtem Nadelwald bedeckt wurden. In der ersten Klasse wurde den Schülern eingetrichtert, niemals den Wald zu betreten. Er war riesig und verflucht. Es heißt, dass jeder, der ihn betritt, für immer im Kreis laufen wird. Außerdem sollen darin angeblich Riesen leben und andere gefährliche Wesen, welche man aber nie zu Gesicht bekam, da sie ja niemals aus dem Wald finden würden. Die Wiesen, welche zwischen Durmstrang und dem verfluchten Wald lagen, waren im Sommer bedeckt von bunten Wildblumen und es wimmelte nur so von Schmetterlingen und Bienen. Die Gewächshäuser schmiegten sich von außen an die Burg und waren bereits etwas schief und klapperten gefährlich, wenn es draußen stürmte. Außerdem war dort auf den Wiesen noch das Quidditchfeld platziert und allerlei Obstbäume, sodass es im Herbst zum Abendbrot immer mal wieder Apfelkuchen, Pflaumentorte oder heißen Apfelstrudel gab.
Freyjas und Gerdas Schlafsaal lag im dritten Stock und sie teilten ihn sich noch mit sechs anderen Mädchen. Durmstrang beherbergte vermutlich um die 800 Schüler aus ganz Skandinavien und Osteuropa, sodass die Schlafsäle für gewöhnlich voll besetzt waren und auf Grund von Platzmangel lebten auch oftmals verschiedene Jahrgänge zusammen. So wohnten Freyja und Gerda mit zwei Siebtklässlerinnen und vier Drittklässlerinnen zusammen.

Als die beiden Mädchen ihren Schlafsaal erreichten verstaute Freyja ihre Schulsachen ordnungsgemäß in ihrem Koffer für morgen früh, während Gerda das Chaos auf ihrem Bett einfach so ließ wie es war und ungeduldig auf ihre Freundin wartete. Die anderen sechs Mädchen waren vermutlich noch im Gemeinschaftsraum im Wohnflügel und spielten Zaubererschnipschnap oder ähnliches.
Kaum hatte Freyja alles fertig eingepackt zog Gerda sie auch schon am Arm aus dem Zimmer und den Flur hinunter. Sie mussten einmal den gesamten Wohnflügel durchqueren, um zu den Jungenzimmern zu gelangen.
Die Party sollte im vierten Stock stattfinden, sodass die beiden Mädchen im Eckturm die enge Wendeltreppe nach oben nahmen und dann nach dem Zimmer 409 suchten. Laut Gerda war es das Zimmer von Alexei Morosow, dem Kapitän der Schulmannschaft. Der Russe war vermutlich der Inbegriff von Arschloch, zumindest für die meisten Schüler und vermutlich auch Lehrer, aber Freyja gehörte tatsächlich zu den Menschen, die er anders behandelte. Sie gehörte zu seinem Team, welches laut ihm eine Familie war und Freyja hatte die dumpfe Vermutung, dass das Team tatsächlich seine Familie war.

Sie und Gerda hielten vor dem richtigen Zimmer und klopften höflich an, bevor sie die Tür öffneten und ihnen angenehm leise Musik entgegen schlug. Auf dem kleinen Zimmer eigenen Schreibtisch standen einige leere und volle Alkoholflaschen und auf den drei Doppelstockbetten hatten sich die anderen fünf Mannschaftsmitglieder und ein paar derer Freunde verteilt und unterhielten sich lachend.
Die beiden Sechstklässlerinnen traten ein und Gerda grüßte die älteren Schüler gutgelaunt. Freyja folgte eher zögerlich. Sie mochte Partys und Ansammlungen wie diese nicht sonderlich und kam eigentlich nur mit wegen Gerda, auch wenn diese „Party“ gar nicht so schlimm aussah wie erwartet.
„Hey, schön, dass ihr zwei auch noch gekommen seid. Hier, was zu trinken. Es ist auch alkoholfrei, versprochen.“ Sonia war aufgesprungen und drückte den beiden Sechstklässlerinnen nun jeweils ein Glas in die Hand und ließ sich dann wieder neben Makari auf seinem Bett nieder. Der Blonde legte wieder einen Arm um sie und sie legte ihren Kopf auf seiner Schulter ab. Die beiden waren Teil des Teams und während Makari Freyjas Co-Jäger war, spielte Sonia als Sucherin für Durmstrang.
Freyja und Gerda ließen sich bei Loki und Odin nieder. Die beiden waren Zwillinge und hatten von ihrer Mutter extra Namen von den nordischen Göttern bekommen, weil sie laut der Zwillinge „ein riesiger Fan der nordischen Mythologie“ war. Vermutlich würde das niemand bestreiten. Loki gehörte ebenfalls zum Jäger-Trio und Odin war einfach nur sein größter Fan, wobei es andersherum vermutlich genauso war. Während Loki nämlich der sportlichere von den beiden war, war Odin der witzigere. So unterhielten die beiden auch jetzt die ganze Runde mit irgendwelchen ulkigen Witzen und Erzählungen, von denen vermutlich nicht einmal die Hälfte wirklich passiert war.
Freyja hielt sich eher zurück und schmunzelte lieber in sich hinein, während Gerda laut vor sich hin kicherte und sich schon leicht den Bauch hielt, Sonia leicht entspannt vor sich hin lächelte und Makari sogar mal gute Laune zu haben schien. Alexei lehnte auf seinem Hochbett an der Wand und beobachtete das Geschehen ungewöhnlich zufrieden, zwei Mädchen in den Armen, und Jacob Reiter saß auf dem Fensterbrett, rauchte und formte Rauchringe, während seine grau-braunen Augen irgendwo in die Ferne sahen. Der Hüter Durmstrangs schien mit seinen Gedanken ganz weit weg zu sein und die Geschichten der Zwillinge komplett auszublenden.
Freyja war schon seit ein paar Jahren jetzt mit Jacob in einer Mannschaft und wusste dennoch so gut wie nichts über ihn. Der schwarzhaarige Deutsche war vermutlich noch verschlossener als sie, wenn es nicht gerade darum ging irgendwelche armen Viertklässler zusammen mit Alexei zur Sau zu machen und im Gegensatz zu seinem besten Freund öffnete er sich nicht einmal seinem Quidditchteam. Manchmal fragte Freyja sich, was hinter dieser kalten Fassade wohl stecken mochte, aber dann wanderten ihre Gedanken wieder zu irgendwelchen Aufsätzen für die Schule. Menschen waren nicht so ihr Ding und schon gar nicht wollte sie irgendwelche Masken von Menschen knacken, die sie nicht kannte, wenn es doch soviel wichtigere Dinge im Leben gab.
Abgesehen davon wollte sie genauso wenig, dass irgendjemand begann sie zu nerven, um ihre Schale zu öffnen und ihr gut behütetes Innerstes zu entdecken. Es gab Wichtigeres.

Hellou!
Erst einmal vieln Dank für die viele positive Rückmeldung! Ihr seid toll!
Dann noch vielen Dank an Amberline für Freyja <3
Und sonst noch als kleiner Hinweis, ich hab auf der Website jetzt Nebencharaktere wie Lily Potter & Lucy Weasley noch mit eingerichtet und das Quidditchteam von Beauxbaton veröffentlicht und seit heute auch Durmstrang :)
Es freut mich übrigens sehr, dass sowohl die Story, als auch die Website euch so gut gefällt :)
Das ist einfach super motivierend!
Achja, hat mich übrigens gefreut wie interessant ihr das mit den Fingern und dem Wasser fandet, vielleicht sollte ich einfach öfter mal random irgendwelche Fakten einfließen lassen, was haltet ihr davon? ^^
viele Grüße
africa

p.s. ich struggle etwas mit der Auswahl der Main Characters. Also abgesehen von euren Ocs möchte ich auch noch ein paar der Canon und Minor Charaktere als Hauptcharaktere nehmen, aber da ich irgendwie zu jedem der Charaktere eine relativ interessante Entwicklung ausgetüftelt habe, kann ich mich nicht entscheiden, wer von ihnen jetzt näher betrachtet und wer nur so hin und wieder erwähnt werden soll. Vielleicht könnt ihr ja mal schreiben, welche der Charaktere euch am meisten neugierig machen, so 4-5 von den Canons & minors. Vielleicht hilft mir das ja :D
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