Touch me like you mean it

KurzgeschichteRomanze, Freundschaft / P16 Slash
09.12.2018
28.12.2018
4
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09.12.2018 2.205
 
Da wäre ich wieder : )

Zu dieser Story hat mit eines ihrer Videos inspiriert, welches zu einem ihrer Fan Meeting gemacht wurde.

Falls es jemanden interessieren sollte, hier der LINK dazu.

Ansonsten habe ich mal den Versuch gewagt Charakternamen zu verlinken, um ein Bild vor sich zu haben, wie diese aussehen (sollte man das Video nicht angesehen haben). Vorerst nur zu ihrer Profilseite auf Drama List. Es gibt natürlich vorteilhaftete Bilder der Jungs, ich war nur zu träge sie zu suchen : P

Also dann, hier Part one.



***



Die Tür des Hinterausganges schloss sich hinter ihrer kleinen Gruppe und

Krist stampfte allen voran zum Bus, der sie zurück in ihr Hotel bringen würde.

Singto gab ein ergebenes Seufzen von sich, während ihm Guy mitfühlend auf die Schulter klopfte, sich die andere drei jedoch ein amüsiertes Feixen nicht verkneifen konnten.

„Ich schätze mal du darfst heute Nacht vor eurer Zimmertür schlafen.“, witzelte Nammon.

Singto schaute hilflos auf Krists Rückfront.

Dieser stieg nun ebenso mürrisch in den Bus und Singto zog tatsächlich in Erwägung sich ein Taxi zu nehmen und einen der anderen zu fragen, ob er nicht heute bei ihm würde übernachten können.

Krist war manchmal so eine Drama Queen.

Es konnte einen aus heiterem Himmel erwischen und es war keine Seltenheit, das man noch nicht einmal den Grund dafür wusste. Bei Kleinigkeiten hatte Krist im Laufe der Zeit gelernt, dass es wenig Sinn machte darauf zu warten, das Singto ein Licht aufging und er kam früher oder später von selbst wieder zu Besinnung.

Bei anderen, gewichtigeren Dingen allerdings, konnte Krist ein kleiner Dämon werden, der einen zur Verzweiflung trieb.

Und heute war ihm solch ein gewichtiges Missgeschick passiert.

Singto raunte erneut über die Gewissheit, dass ihm Krist die nächsten Tage, unter subtilen und weniger freundlichen Anspielungen, nur zu gern darauf verweisen würde, wie sehr er es vermasselt hatte.

Aber er war auch selbst schuld.

Kurz vor ihrem Auftritt zu diesem Fanmeeting, hatte Krist ihn wieder einmal in eine seiner üblichen Albernheiten hineingezogen, indem er es nicht lassen konnte ihm ständig an den Hintern zu grapschen.

Dieser wusste genau, dass es ihn nervte und er es als inadäquat empfand.

Aber genau deswegen schlug Krist ab und an auch über die Strenge.

Manchmal wenn so etwas passierte, übermannte ihn schließlich ebenso das Bedürfnis Krist ein wenig aufzuziehen.

Wie immer war solch ein Meeting mit diversen Spielchen verbunden und eines davon beinhaltete, mit verbundenen Augen seine Freunde zu erraten, indem man sie zum Beispiel durch das Erfühlen einer Hand oder eines dargebotenen strammen Beines erkannte.

Er musste gestehen, dass es ihn schon ziemlich verwundert hatte, das Krist ihn tatsächlich durch das abfühlen seiner Wade hatte zuordnen können. Nicht zu vergessen, dass er ihn dabei auch noch Darling genannt hatte.

Krist war bei diesen Dingen stets recht souverän und die Fans liebten ihn dafür.

Dann war er an der Reihe gewesen und hatte absichtlich falsch gelegen, als er Krist vor sich hatte.

Allein dessen Cologne verriet ihm schon, um wen es sich handelte.

Den Rest der Jungs hatte er fehlerfrei benennen können, was dazu führte, das Krist extrem bockig auf ihn reagierte. Zwar nahm er sich weitestgehend für die restliche Show zusammen, aber jeder der Krist besser kannte wusste, dass er sich mit seinem Jux keinen Gefallen getan hatte.

Dass es am Ende derart nach hinten losgehen würde hätte er sich, nach all der Zeit in der sie sich nun schon kannten, wirklich denken können.

Krist war zudem eine kleine Diva und mochte es nicht, wenn er das Gefühl vermittelt bekam nicht mit dem Maß an Aufmerksamkeit bedacht zu werden, wie er meinte erhalten zu müssen.

Diese Allüren bezogen sich allerdings, ausschließlich auf Singto.

Singto stellte nicht zum ersten Mal fest, dass er Krist wohl wirklich ein wenig verzogen hatte.

Er konnte nicht wirklich viel tun, wenn dieser ihn so spitzbübisch anschaute oder eines dieser Lächeln zeigte, die ihn immer etwas ins Wanken brachten.

Krist war pure Faszination, wie auch eine kleine Naturgewalt.

Es konnte unglaublich anstrengend mit ihm werden, aber er hatte auch die besten Momente seines derzeitigen Lebens mit ihm.

Was dennoch nicht davon ablenkte, dass er es heute verbockt hatte.

Die Fahrt zurück verlief somit auch schweigend zwischen ihnen. Die anderen hielten sich ebenso zurück, wollte keiner Gefahr laufen, Opfer von Krists Unmut zu werden, indem sie etwas taten das diesem nicht passte.

Singto begrüßte deren Umsicht.

Würde er nun so tun, als würde ihm Krists Verhalten nichts ausmachen, indem er sich ungestört mit den anderen unterhielt, stand außer Frage das Krists Laune nur noch mehr abkühlte.

Sie hatten den Fahrstuhl des Hotels gerade wieder auf ihrer Etage verlassen, als sich die Anderen recht eilig verabschiedeten und zu ihren jeweiligen Zimmern sprinteten.

Singto atmete tief durch, als er Krist schließlich in ihr Zimmer folgte.

Da Krist nicht die Möglichkeit hatte die Zimmertür dramatisch zuzuwerfen, tat er dies mit der Tür des Badezimmers, in welches er soeben verschwunden war. Singto verspürte erneut den Drang sich auf und davon machen zu wollen.

Doch das würde auch nur das Unausweichliche hinauszögern.

Somit zog er sich seine Sweatjacke aus und ließ sich erschöpft auf sein Bett fallen.

Er war ein wenig weggenickt, als er spürte, dass ihn jemand energisch gegen sein rechtes Bein stieß. Etwas träge öffnete er seine Augen und erkannte das immer noch grimmig anmutende Gesicht von Krist, der neben dem Bett stand.

Singto raffte sich in eine sitzende Position auf und erwartete den Sturm der ihm bevorstand.

Jedoch schwieg Krist und setzte sich ihm einfach nur im Schneidersitz gegenüber. Seine Haare waren noch immer etwas feucht vom Duschen und hingen ihm lose ins Gesicht. Er hatte sich kein T-Shirt übergezogen, sondern trug einzig seine rote Schlafshort.

Sein Blick blieb etwas länger an dessen freiem Oberkörper hängen, selbst wenn er ihn schon dutzende Male so vor sich gehabt hatte und sie sich für diverse Photoshootings weitaus näher gewesen waren.

Dennoch faszinierte es Singto immer wieder.

Krists weiße, nahezu makellose Haut ließ ihn delikat erscheinen und weckte den Impuls sie berühren zu wollen um herauszufinden, ob sie sich noch immer so weich anfühlte wie sie den Anschein erweckte.

„Berühr mich.“, forderte Krist ihn unerwartet auf, was Singto dazu brachte ihn etwas irritiert in das ernste Gesicht zu sehen.

Krist streckte ihm seine Hand entgegen.

Singto schaute weiterhin zögerlich, was Krist schließlich genervt mit den Augen rollen ließ.

Darauf griff er selbst nach einer Hand von Singto und legte sie auf die seinige.

„Krist…“ Singto wusste zwar auf was dieser hinaus wollte, aber es wäre dennoch eine seltsame Sache in seinen Augen.

„Über zwei Jahre und du bist nicht im Stande mich zu erkennen.“, zischte Krist missmutig und mit verengten Augen.

Eigentlich wäre nun die Gelegenheit Krist aufzuklären, dass er ihn sehr wohl erkannt hatte bei diesem Spiel. Dass er einzig einen anderen Namen genannt hatte, weil er ihn etwas auf die Schippe nehmen wollte, nachdem er ihn zuvor wieder einmal so gepiesackt hatte.

Aber er wusste, dass das Ergebnis nicht weniger impulsiv ausfallen würde, als wie bei der Annahme, dass er ihn nicht hatte zuordnen können.

Es gab also kein Entkommen, ohne unschöne Folgen.

Obwohl er nicht behaupten würde, das es etwas unschönes an sich hatte Krists Hand in seiner liegen zu haben.

Im Gegenteil.

Aber auch das war etwas das er besser für sich behielt.

Sie mochten über die Jahre die sie gemeinsam unterwegs waren, recht eng zusammengerückt sein, was jedoch nicht hieß, dass es nicht immer noch eine bestimmte Grenze für sie beide gab.

Diese Grenze bestimmte all die Dinge, die ohne eine auf sie gerichtete Kamera, ihr Leben ausmachte.

Sie waren beste Freunde und nahezu perfekt aufeinander abgestimmte Kollegen.

Nicht mehr.

Er würde diese Grenze respektieren.

Krist war ihm zu wichtig geworden und kein unangebrachtes Schmachten würde ihn nun kopflos werden lassen.

Dieser schaute ihn noch immer auffordernd an und schob seine Hand noch etwas nachdrücklicher zu ihm heran.

Es war klar, dass er da nicht so einfach heraus kam und beugte sich schließlich dessen Anweisung.

Unter Krists prüfenden Augen ließ er seine Finger über dessen Hand streifen. Fühlte jeden Zentimeter behutsam ab, bis er annahm, dass er zufrieden sein würde.

Dieser sagte über all dies kein Wort und Singto hatte nicht den Aberwitz ihm in das Gesicht zu sehen.

Er selbst fühlte sich momentan etwas transparent.

Es war ein überaus angenehmes Empfinden Krists Hand so selbstverständlich und eingehend beanspruchen zu dürfen.

Dass ihm deswegen warm auf den Wangen wurde, konnte er einfach nicht verhindern.

Wortlos forderte dieser ihn auf das Gleiche auch mit der anderen Seite zu wiederholen und er folgte gefügig.

Schließlich zog Krist seine Hand zurück und Singto war danach aufzuatmen.

Dann allerdings lehnte sich Krist auf seinen Armen zurück und streckte ihm ein Bein entgegen.

Singto schluckte trocken über diese unverhohlene Aufforderung und wagte es Krist einen unsicheren Blick zuzuwerfen.

Dieser schaute über diese Situation erhaben.

Es war klar, dass er ihn auf seine Art herausforderte.

So wie er es manchmal tat.

Meist, ohne weiter darüber nachgedacht zu haben.

Singto gab ein Schnalzen von sich über dessen Allüren und den ewigen Drang ihn aus der Reserve locken zu wollen.

Krist schmunzelte schelmisch.

Er griff nach dessen Fußgelenk und zog ihn daran ein Stück weiter zu sich, was diesen etwas die Balance nahm und ihn überrascht aufkeuchen ließ.

Ohne sich weiter schüchtern zu geben, fuhr er beherzt dessen Wade entlang, während er ihn resolut in die Augen sah.

Krist wirkte nun etwas weniger übermütig aber immer noch trotzig genug, dass er ihn noch nicht vom Haken ließ.

Er ging dazu über seine Berührung sanfter und erkundender zu gestalten. Krist zuckte etwas zurück, als er sich dessen Fuß widmete, ließ es aber geschehen als er sicher schien, dass er nicht gedachte seine Schwäche, kitzlig zu sein, auszunutzen.

Und wahrlich, es wäre so einfach gewesen, es genau damit zu beenden.

Krist hätte seine Lektion gelernt und sie hätten zu Bett gehen können.

Doch erschien es Singto nicht als die passende Lektion.

Diese Gelegenheit gab ihm die Möglichkeit Krist ebenso einmal peinlich berührt aussehen zu lassen. Und da es eine ziemlich rare Gelegenheit darstellte, wollte er seine Chance auch auskosten.

Also fuhr er weiter fort sanft über dessen Haut zu streicheln, hoch zu dessen Kniekehle und ein kleines, forsches Stück dessen Oberschenkel entlang.

Krist gab ein leises Raunen von sich, das ihm wohl ungewollt hervorgerutscht war, legte sich sofort ein leichter Rotschimmer auf dessen Wangen.

Singto schmunzelte zufrieden und wiederholte die Geste in einer aufziehenden Absicht.

Was er daraufhin verfolgen konnte war, dass sich eine feine Gänsehaut über Krists Körper zog, begleitet von einem leichten Zittern. Als Singto ihm erneut in das Gesicht schaute, hatte Krist seine Augen geschlossen und biss sich auf seine Unterlippe.

Singto spürte wie ihn bei diesem Anblick ein übermütiges Kribbeln durchfuhr, worauf seine Hand abrupt zum Stillstand kam.

Es war eine dumme Idee sich darauf eingelassen zu haben, ging es ihm mahnend durch seinen Kopf, sollte er ebenso gelernt haben, das Krist ihn auch oft genug unerwartet aus der Fassung bringen konnte, ohne das es dieser tatsächlich darauf anlegte.

Wie in diesem Moment.

Dann öffnete Krist seine Augen wieder und ihre Blicke trafen sich geradezu.

Es ließ die Grenze ihrer Freundschaft auf einigen Posten unbewacht.

Singto vernahm das Warnsignal in seinem Kopf und trat zum Rückzug an, als man ihn plötzlich davon abhielt.

„Nicht…“, vernahm er Krists etwas unstete Stimme, der außerdem noch seine Hand umfasst hielt, mit welcher er ihn gerade noch so arglos berührt hatte.

Trotzdem konnte Singto nicht verhindern, das ihm unzählige Gründe einkamen, warum sie genau jetzt damit aufhören sollten. Krist schien es ihm im Gesicht ablesen zu können. Doch da er eher selten der wirklich besonnene Typ war, waren es keine Worte der Einsicht die folgten, sondern Worte die ihn wie eine verlockende Melodie zu bezirzen vermochten.

„Es fühlt sich gut an.“, meinte Krist in einem suggestiven Wispern und gab der Hand die er umfasste und die noch immer auf seinem Oberschenkel ruhte an, das sie damit fortfahren solle, was sie zuvor getan hatte.

Singto konnte nichts weiter tun, als sich führen zu lassen und seinen heftigen Herzschlag angestrengt herunterzuschlucken.

Dies war eindeutig eine Wendung in ihrer Dynamik die Folgen nach sich ziehen konnte.

Und so aufregend es in diesem Moment auch erschien, so zog Singto seine Hand schließlich doch zurück.

Krist schaute ihn mit einem Blick an, den er nicht wirklich zuordnen konnte.

„Ich denke…“, setzte Singto an ihm seine Gedanken erklären zu wollen, wurde von Krists „Schon gut, schon gut.“ aber dabei unterbrochen. Dieser ließ sich mit einen Seufzen zurück auf das Bett fallen und schloss seine Augen.

„War eh nur ein Spaß.“, fügte dieser noch an und rutschte dann behäbig von der Matratze, bevor er sich gänzlich wieder aufrichtete.

„Lass uns was Essen gehen.“ Damit suchte sich Krist sein Smartphone herzu und ließ ihn wenig später wissen, dass sich die anderen ihnen anschließen würden.

Singto nickte verstehend und begab sich seinerseits ins Bad, um sich etwas aufzufrischen und seine Gedanken zu diesem kleinen unerwarteten Zwischenfall zu sortieren.

Krists Späße konnten manchmal etwas aus dem Ruder laufen, das war nichts Neues, und somit sollte es ihn auch jetzt nicht weiter beschäftigen, was da gerade vorgefallen war.

Aber es war schon etwas dran, wenn man sagte, dass manche Dinge leichter gesagt, als getan waren.