Albträume

von Kaisarion
GeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P18 Slash
Beyond Birthday L Light Yagami Matt Mello Near
08.12.2018
12.07.2019
6
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Ja, ich weiß. Ihr alle wartet schon seit Monaten auf dieses Kapitel. Ich fand einfach nicht die Zeit, neben der Schule an der Geschichte zu arbeiten.
Immerhin, jetzt bin ich in Bella Italia und habe, mehr als genug, Zeit diesen Albtraum fortzuführen.
Hier präsentiere ich,
Survival!
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‚Er wird mich vergewaltigen, hier und jetzt.‘, schoss es in Mellos Kopf. Der Blonde zitterte am ganzen Körper, der von einer Gänsehaut überzogen war. Er wusste nicht, was er tun sollte. Kämpfen? Undenkbar. Der Rotäugige hatte ein Messer, er nur seine blanken Fäuste. Die Tortur ertragen? Niemals! Wegrennen? Könnte klappen, er müsste nur für eine Ablenkung sorgen, immerhin hatte er ja eine sehr große Ausdauer und konnte bisher jedem davonlaufen.

‚Er darf nicht merken, dass ich ihn verarsche, sonst bringt er mich auf der Stelle um. Ich muss ihn hinhalten und auf eine günstige Gelegenheit warten, um ihm das Messer abnehmen zu können. Es wird mich an Überwindung kosten, jedoch muss ich jetzt gute Miene zu bösem Spiel machen und mich auf ihn einlassen.‘, schmiedete Mello seinen Plan. Wenn es schief geht, würde er sterben und gegessen werden, andererseits, würde er Matt wiedersehen.

Matt.

Erst jetzt dachte er an seinen Freund.

Er musste dies überleben, Beyond entkommen, für ihn, seinen Feuerkopf, der sein Leben veränderte und ihm das Herz zu Kopf schlagen ließ.

Nein.

Er würde hier nicht sterben. Er würde leben und Matt in den Arm nehmen, ihn fühlen und ihn lieben.

Also nahm er all seinen Mut zusammen, packte Beyond am Hals un drückte mit bestialischer Stärke zu, sodass sein Entführer vor Schreck nicht mitbekam, was eigentlich passierte.

„Hmpf. Das wirst du mir büßen, du miese Schlampe!“, schrie der Schwarzhaarige, während er mit seinem Messer in der rechten Hand auf Mello zustürmte.

Sich der Gefahr besinnend, warf Mello einen neben sich befindenden Baumstamm auf den Angreifer und rannte so schnell er konnte auf Beyond zu, um ihm das Butterfly zu entreißen.

Der Baumstamm traf das Ziel, brachte es ins Wanken und gab seinem Werfer die Möglichkeit, es umzustoßen.

Beyond wurde wie ein Rugby-Spieler umgeworfen und stieß dabei ein ungesund-klingendes Geräusch aus. Beyonds Griff um das Messer lockerte sich und fiel auf die Erde.

Mello rannte zum Messer, nahm es auf und hielt es einem belustigt-schauendem Beyond vors Gesicht.
‚Findet er das etwa auch noch witzig?!‘, fragte Mello in sich hinein.
„Was ist so witzig?!“, schrie er Beyond an.
„Ich habe nicht erwartet, dass ein so zartes Ding wie du, Engelchen, so gut und effizient kämpfen kann.“, antwortete dieser in einem ruhigen Ton.
„Nenn mich nicht Engelchen, du kranker Scheißkerl!“

Es war zu viel. Alles war zu viel für ihn. Die Angst kroch in ihm hoch, fraß sich in seine Knochen und ließ ihn erschaudern. Er wollte, dass es aufhört.

Mello realisierte nicht, dass er zustach und Beyond eine beachtliche Wunde in der Magengegend verpasste.
Darauf folgte die Brust, dann wieder der Magen und zuletzt der Hals, wo er auch das Messer stecken ließ.

Als Mello wieder zu sich kam, erkannte er, was er gerade getan hatte.
Er hatte einen Menschen getötet, nein, noch war dieser am Zucken und sich Winden.

Beyond röchelte nach Luft und hielt einen seiner Hände an den Hals, wo das Blut in Strömen floss.
Es dauerte ganze zwei Minuten,die ihm wie eine Ewigkeit, bis Mello nichts mehr hörte.

‚Oh Gott. Nein, nein, nein, nein, nein, nein! Ich habe einen Menschen umgebracht. Es war Notwehr. Ja aber..... trotzdem. Er hätte dich getötet, wenn du es nicht getan hättest.‘

Der Konflikt in seinem Inneren, ließ Mello einen gewaltigen Schrei ausstoßen.

Er tötete einen Menschen, einen grausamen, furchtbaren Kannibalen und Massenmörder.
Er hatte ihn überlebt, aber vor allem, hatte er seine Eltern gerächt. Er hatte das geschafft, was das Gesetz nicht konnte.

Kurze Zeit später, beruhigte Mello sich und wandte sich in Richtung des Waisenhauses.
Die verbliebenen Gedanken in seinem Kopf, drehten sich nur um eine Sache:

Matt.

Gleich würde er ihn wiedersehen, ihn in den Arm nehmen können und Trost erhalten.

Der Blonde folgte dem Waldweg, den er schon unzählige Male durchquerte.

Nach wenigen Minuten sah er auch schon das eiserne Tor, welches das Gelände rund um das Wammy‘s umzäunte.
Erleichterung machte sich in ihm breit.
Nochmals musste er an seine Tortur denken.

Wie er geschlagen, bedroht und fast getötet wurde. Die Erinnerungen lösten in ihm einen Zitteranfall aus, er knickte ein, auf die selbe Weise, wie eine Blume, als sie die ersten Schneeflocken des Winters kostet, und fiel zu Boden.
Der Teenager rappelte sich wieder auf und setzte seinen Kreuzweg fort.
Er durchquerte den Garten des Innenhofes und betrat die große Empfangshalle des Waisenhauses.
‚Zum Glück ist keiner da. Das scheiß Mitleid der Anderen kann ich jetzt garnicht gebrauchen.‘, dachte er sich und schritt zum Treppenhaus voran.
‚Jetzt ist es nicht mehr weit, gleich......da, Matt.‘
Mit jeder Treppe, die er hinaufstieg, verlangsamte sich die Zeit.
Seine Gedanken rumorten, der Körper schmerzte.
Letzten Endes, war es das Verlangen, Matt wiederzusehen, das ihm einen  genug Kraft gab, die Stufen empor zu steigen.
Als er den Gang zum Stockwerk, in dem sein Zimmer sich befand, betrat, brachen sämtliche Dämme hinter seinen Augen und er begann zu weinen.

Kurz, bevor er die Zimmertür erreichte, brach er noch ein letztes Mal zusammen und landete auf seinen Knien.
Die letzten Meter kroch er unter pochenden Schmerzen, die ihm das Gesicht verziehen ließen.

Bei der grauen, alten Tür angekommen, nahm er seine letzten, in seinem schwachen, gebrochenen Körper vorhandenen Kräfte zusammen, stemmte sich hoch und umfaßte die abgegriffene Türklinke.

‚Matt. Jetzt bin ich da.‘, dachte er noch, drückte sie hinunter und öffnete die Tür.

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Hallo nochmal!
Zum Schluss möchte ich noch wissen, wie euch das Kapitel gefallen hat.
Ist der Schreibstil noch passend?
Ist das Kapitel zu kurz?
Hebt es sich zu sehr vom Rest der Geschichte ab (in Bezug auf das generelle Setting)?

Und noch ein weiteres Anliegen:
Sind zwei Uploads pro Woche zu wenig?
Schönen Freitag und,
Acta non verba.
~Kaisarion
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