Holmes Leiden

GeschichteAllgemein / P12
08.12.2018
20.12.2018
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Hier findet ihr Tag 7 - Ein Naruto Drabble zu Tsunade
So für Tag 8 war ich erst einen Tag lang am Überlegen und es wollte mir einfach nichts einfallen.
Also wird es ein wenig Prompt-Writing. Ich habe ein wenig gegooglet und bin auf folgende Varianten gestoßen, die ich interessant finde
''Who wouldn't be angry you ate all my cereal and faked your death for three years.'' - Hier fiel mir natürlich Sherlock ein, aber da waren es nur zwei Jahre und Elementary ist mir aktuell irgendwie lieber als Sherlock, weil Letzeres im Endeffekt ja nur eine moderne Interpretation ist. Außerdem wird es zu Elementary irgendwann in den nächsten Monaten eine FF geben.
''Please stop petting the test subjects'' - Hier musste ich an einen Streit zwischen Deidara und Sasori denken. Grundlos aber Kabuto und Orochimaru fielen mir erst danach ein.
Aus einem Kalender: ''Bunnies everywhere'' - Uhm ja. Das könnte man auch gut überall umsetzen.
''I never stood a chance, did I?'' - ,,That's the sad part, you did once''  -  Hier galt mein erster Gedanke Severus, der Lily dazu befragt. Aber da ich vorgestern erst Etwas zu Harry Potter geschrieben habe, wird das eher nichts. Oder ich suche ein anderes Fandom.
,,Fix it!'' - ''It*s a Random Note, I don't care about grammar'' - ''There is no excuse for bad grammar'' - Gefällt mir, nur hier haben wir das Problem, das meine eigene Grammatik eben nicht perfekt ist.
''The truth is I never loved you'' - Severus und Lily. Oh, ich liebe dieses Pair einfach.
Ich lese mir also noch einmal die Sätze durch und dann. Fällt mir etwas Perfektes ein.
Also, viel Spaß damit.
Wer erkennt, wo ich den oder die Sätze (Zwei oder drei maximal) Sätze untergebracht habe, wenn auch in abgewandelter Form, oder welchen Satz ich überhaupt verwendet habe, kriegt einen virtuellen Keks (Nagut, man kann auch schamloser um Reviews bitten. Aber es wäre tatsächlich nett, mal was eure Meinung zu lesen).
Letzendlich muss ich nur noch sagen. Es hat einen Bezug zu meiner zukünftigen Fanfiction und bietet einfach nur eine etwas alternative Story-Idee. Wo genau sie platziert sein wird, werde ich später in der Fanficiton verlinken. Oder auch andersherum.
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Wir befinden uns im modernen London.
In den Straßen weht ein kalter, rauer Wind und die Bewohner der Stadt wünschen sich Schnee herbei, um wenigstens weiße Weihnachten feiern zu können. Und inmitten dieser kalten Nacht, inmitten vieler, ärmlicher und baufälliger Häuser stand er.
Was auch immer ihn hierher getrieben hatte, er wusste es nicht. Es war, als hätte ihn etwas hierhergezogen ohne, dass er es wirklich beeinflussen konnte.
In einem der Häuser brannte flackerndes Licht, während hinter den restlichen Fenstern schon die Dunkelheit eingekehrt war und er schritt darauf zu.
Nagut, vielleicht lag es auch an dem Brief, den Kitty heute morgen auf der Türschwelle gefunden hatte.
Abgegriffenes Papier und tränenverschmierte Kugelschreibertinte.
Er hatte die Schrift sofort erkannt, wollte es aber nicht glauben, denn sie lebte doch in New York, oder nicht?
Vorsichtig drückte sein Finger auf die Klingel und ungeduldig wartete er, bis schließlich die Tür geöffnet wurde und ihm eine unendlich blasse und kränklich aussehende Joan die Tür öffnete. Nein, nicht seine Joan. Nicht einmal Joan. Watson. Watson, er musste sich zwingen, in ihr Watson zu sehen und nicht Joan.
Ihre Augen weiteten sich ein wenig und wäre er nicht so ein guter Leser menschlichen Verhaltens gewesen, hätte er es nie bemerkt, aber so konnte er auch rechtzeitig seinen Fuß zwischen Tür und Rahmen stellen, als sie sie vor ihm zuschlagen wollte.
Sie hätte damit rechnen müssen, wenn sie ihm schon einen Brief schrieb.
Er biss sich auf die Lippe, als er von ihr mit heiserer Stimme hereingebeten wurde. Sie schien wirklich krank, dachte er sich, als er von hinten ihr wirres Haar sah. Er wollte mit den Fingern hindurchfahren, es entwirren und hindurchgleiten, als wären es Fäden aus Seide. So wie damals.
,,Jo-'', fing er leise an und korrigierte sich dann auch noch rechtzeitig zu einem ''Watson''. Er schluckte grob, als er Bilder an den Wänden sah, die definitiv von kleinen Kindern stammten und sah dann beinahe grausam fasziniert auf ein Foto an der Wand, auf dem ihm eine Joan, nein eine Watson entgegenlächelte, wobei die Lippen verzogen wirkten, als hätte sie eine Maske aufgesetzt, die Arme um zwei kleine Kinder geschlungen, die jeweils ein Eis in den Händen hielten, die Gesichter schokoladenverschmiert.
,,Sie heißen Mary und Morland'', flüsterte die Schwarzhaarige auf die unausgesprochene Frage hin und ließ sich in einem abgewetzten Sessel im ''Wohnzimmer'' nieder, falls man das so nennen konnte.
Sherlock verzog das Gesicht ein wenig. Die Tapete löste sich an einigen Stellen von der Wand, hatte an anderen Stellen feuchte Flecken, die darauf hinwiesen, dass sich langsam Schimmelsporen bildeten. Die Möbel sahen definitiv nach Zweite-Hand-Ware aus und lösten in ihm ein Gefühl des Ekels aus. Wie konnte diese Frau hier nur leben?
Auch hier beantwortete seine ehemalige Partnerin die Frage kurz darauf selber. Sie kannte ihn nun einmal und wusste ihn zu deuten, auch nach der langen Zeit ohne Einander. ,,Als alleinerziehende Mutter findet man kaum eine Stelle, wenn die Kinder noch nicht einmal im Kindergarten sind. Dein Bruder und ich haben in der ersten Zeit zusammengelebt, aber du weißt, dass er tot ist, nicht wahr? Der Krebs kam zurück'', flüsterte Jo- nein, Watson und er nickte langsam.
Sie hatte bei Mycroft gelebt, bedeutete das Etwa, dass es seine Kinder waren? Zeitlich würde das immerhin passen und kurz darauf erinnerte er sich an Etwas, was er ihr an den Kopf geworfen hatte, bevor er gegangen war.
Es war Jahre her, aber schien ihm, als wäre es erst letzte Woche gewesen, als er ihr im Streit mit schrecklich kalter Stimme gesagt hatte, er hätte sie niemals geliebt.
,,Die Wahrheit ist, dass ich dich niemals geliebt habe'', waren seine exakten Worte gewesen und er hatte gesehen, wie ihr in dem Moment alles aus dem Gesicht geglitten war.
Er hatte dann einfach seine Sachen genommen, die er schon gepackt hatte und als er ging, hatte er sie am Küchentisch sitzen sehen. Den Kopf gesenkt, ein Bein fest an sich gezogen, ein Taschentuch in ihrer zitternden Hand.
Als er aus seinen Erinnerungen wieder auftauchte, war er entsetzt, als er Tränen auf den Wangen der Asiatin glitzern sah und streckte seine Hand aus, um sie wegzuwischen, aber sie drehte den Kopf fort.

,,Du wirst hier nicht bleiben'', erklärte er ihr und sein Blick war ernst, ohne eine Chance auf Widerspruch und ihr Blick zuckte hoch, in ihren Augen erkannte er ein kurzes Aufblitzen des Feuers, das früher so oft in ihnen gestanden hatte und dann schüttelte sie den Kopf. ,,Ich nehme keine Almosen an Sherlock'', äußerte sie sich und wurde im nächsten Moment an den Schultern gepackt. ,,Das ist mir scheißegal'', flüsterte er und presste hoffnungsvoll seine Lippen auf ihre.
Er stolperte zurück, als sie ihn von sich stieß. ,,Ich bin nicht dein Spielzeug'', schrie Watson ihn an und in ihren Augen erkannte er Verletztheit, ehe sie die Schultern hochzog und versuchte tiefer in ihrer Jacke zu versinken.
,,Dann lass mich dich wenigstens zu einem Arzt bringen'', befand er und dieses Mal schien sie genug zu haben. Sie stieß ihn zur Tür. ,,Nein Sherlock. Ich habe genug. Lass mich in Ruhe und GEH!''. Das Letzte schrie sie heraus und schlug ihm dann die Tür vor der Nase zu.
Verdutzt blieb er dort, ehe er sich langsam am Türrahmen heruntergleiten ließ und auf den Boden setzte. Er würde bleiben.

Irgendwann musste Sherlock wohl eingeschlafen sein, denn als er die Augen aufschlug war es hell und Frost glitzerte überall. Er stand langsam auf und streckte sich einmal, ehe er leise fluchte, weil ihm eiskalt war. Er ballte seine Hände einige Male zur Faust und öffnete sie wieder, ehe er in seiner Jackentasche nach seinem Werkzeug zum Schlösser knacken suchte.
Als er es hatte, schloss er langsam die Tür auf und schlich hinein. Er sah sich nochmal um und entdeckte Watson auf dem Sessel im Wohnzimmer, eine dünne Decke über den Schenkeln, getrocknete Tränen auf den fiebrig glänzenden Wangen.
Er machte sich Sorgen, warum sollte er auch nicht, aber wenn er sie jetzt deswegen weckte, würde er sofort wieder vor der Tür sitzen.
Also suchte er die Küche und sah sich dort genauer um. Er begann Frühstück zu machen und überlegte, ws er alles machen sollte.
Er entschied sich für etwas Warmes für Watson und die Kinder.
Rührei und Porridge. Die Zutaten dafür waren sogar vorhanden. Ansonsten war der Kühlschrank erschreckend leer. ,,Das muss sich ändern'', flüsterte er leise, während er nach einigem Suchen Teebeutel fand und für Watson, die Frau, die er liebte, obwohl er es damals anders gesagt hatte, Wasser aufkochte.
Leise stellte er die Tasse neben ihrem Sessel auf dem Tisch ab, ehe er nach oben schlich.
Sie würde ihn töten, wenn sie das mitbekäme, sie war mit Sicherheit eine Löwenmutter, denn nichts Anderes konnte er sich bei ihr vorstellen, aber sie sollte sich ausruhen, vor allem, wenn er sie danach gegen ihren Willen zum Arzt bringen würde.
Auch die Kinder hatten gerötete Wangen und als sie ihre leicht verklebten Augen öffneten, glänzten sie wässrig und ihre dunklen Haare klebten ihnen an der Stirn. Sie waren viel zu leicht für ihr Alter, als er sie hochhob, was sie vertrauensvoll über sich ergehen ließen.
Vermutlich spürten sie instinktiv, dass er ihnen nichts Böses wollte. Leise trug er sie nach unten, um sie in der Küche in die Hochstühle zu setzen, wo sie leise gähnend mit großen Augen das Essen ansahen. ,,Viel'', nuschelte die kleine Mary und man sah ihr an, wie ihr das Wasser im Mund zusammenlief.
Und nach diesem Kommentar wusste Sherlock, dass er dieses Mal lieber auf Frühstück verzichten würde. Oder viel eher.
Er kramte aus einem der SChränke die letzten Reste einer Tüte Müsli hervor, die er vorher entdeckt hatte und begann, es trocken zu essen. ,,Lassen wir eure Mama noch schlafen'', meinte er gerade leise, als sich hinter ihm Jemand hinstellte und die Hände in die Taille stützte, was nicht so bedrohlich aussah, wie es sollte, als er sich umdrehte.
Sherlock wusste nicht, ob er schmunzeln oder besorgt sein sollte, als er entdeckte, dass Watson, Joan, nein Watson, schwer atmend dastand, leicht schwankend und den Blick unfokussiert.
,,Drei Jahre'', zischte sie und er wollte ihr schon sagen, sie solle bitte nicht böse sein, da wurde sie lauter und schrie ihn an: ,,Warum soll ich nicht wütend sein? Du isst den Rest unseres Müslis und dann, dann warst du auch noch drei Jahre von der Bildfläche verschwunden. Als wärest du tot''.
Sie holte tief Luft und wollte fortfahren, als Sherlock die Veränderung bemerkte. Er stand gerade noch auf, der Stuhlo kippte um und knallte zu Boden, als ihre Augen sich nach oben drehten und sie nach hinten zusammenklappte.
Er fing sie gerade rechtzeitig auf, als ihre Kinder anfingen zu weinen.
Vorsichtig trug er sie zum Sessel, platzierte sie darauf und versuchte dann die Zwillinge zu beruhigen, während er sein Handy hervorkramte, um einen Krankenwagen zu rufen.
Das würde er alleine nicht schaffen.
Erst, als ihm angekündigt wurde, der Notarzt käme in wenigen Minuten, hob er die Kinder aus den Hochstühlen und setzte sich mit ihnen auf den Boden, um sie abzulenken.
Kurz musste er daran denken, dass er seinen Vater fragen müsste, ob der von seinen Enkelkindern wüsste und wenn ja, warum er sich nicht darum gekümmert hatte, dass es ihnen gut ging.
In dem Moment, als es klingelte, nahm er sich vor, alleine davon abhängig zu machen, ob er seinem Vater verzeihen würde, wie er ihn behandelt hatte, oder nicht.

Als Watson aufwachte, strich Jemand ihr sanft über die Wange. Ein Gerät, unverkennbar ein EKG, piepte leise im Hintergrund und sie hörte das ruhige Atmen ihrer Kinder, die neben ihr lagen. Vorsichtig drehte sie den Kopf und öffnete ihre Augen, nur um sich Sherlock entgegenzusehen. Ihren Sherlock, ging ihr kurz darauf dur3ch den Kopf, aber sofort verweigerte sie sich weitere Gedanken. Sie konnte nicht mit ihm zusammen sein. Es ging nicht.
Es würde sein Leben negativ beeinträchtigen, vor allem aber, würde sie ihm nie sagen, dass er der Vater ihrer Kinder war. Niemals.
Auch, wenn sie sich gerade so wohlfühlte, während er sanft ihre Haut liebkoste. Fast hätte sie aufgeseufzt, aber das konnte sie noch unterdrücken. Das durfte sie nicht zeigen. Er hatte sich in den drei Jahren in London ein neues Leben aufgebaut und einen neuen, eigenen Rhythmus.
Natürlich wusste sie davon, sie ließ ihn ja auch nie aus den Augen.
Langsam zeigte sie, dass sie wach war und setzte sich schließlich mit seiner Hilfe auf. Er lächelte sie an, aber sie erwiderte es nicht. Als sie sich umsah, senkte sie hastig den Blick. Dieses Zimmer war definitiv in keinem Krankenhaus.
,,Du bist bei mir zu Hause Joa... Watson'', flüsterte Sherlock und sie hatte das dringende Bedürfnis, sich an ihn zu lehnen und einfach weiterzuschlafen. Aber das durfte sie nicht.
,,Ich sollte mit den Kleinen wohl gehen'', flüsterte sie und wurde sofort festgehalten.
,,Ihr bleibt jetzt hier. Bei eurer Wohnung habe ich den Mietvertrag lösen lassen. Es geht nicht an, dass ihr wegen der Zugluft krank werdet und Marys Asthma sich verschlimmert, weil der Schimmel sich ausbreitet'', fuhr Sherlock sie an und sie zuckte zurück.
Seit wann war dieser Mann so fürsorglich geworden, fragte sie sich und dachte nicht daran, dass er nicht wissen dürfte, dass ihre Tochter Asthma hätte.
Sie dachte nicht daran, dass Sherlock nicht dumm war und in den letzten Tagen, in denen sie zwischen Schlafen und Wachen hin und her geschwankt war darauf gekommen war, dass ihre gemeinsame Zeit Folgen gehabt hatte, die gerade ebenfalls aufwachten und sich dann von ihm verwöhnen lassen würden.
Sie waren schneller gesundet als Joan und genossen es, dass sie keine Angst haben mussten, zu hungern, dass sie nicht mehr frieren mussten und hübsche Kleidung besaßen, weil Sherlock nicht untätig geblieben war.
An all das dachte Joan nicht, als sie vollständig wach wurde.
,,Bitte gib mir eine Chance'', flüsterte Sherlock und sie sah ihn schließlich müde, aber ernst an.
Dann schüttelte sie den Kopf. Sie presste die Lippen zusammen und stand auf. Ein Blick auf den Kalender erschreckte sie, weil sie scheinbar ganze anderthalb Wochen nicht richtig bei Bewusstsein war, aber das war nicht der Punkt. ,,Bleibt hier'', bat er und zögerlich nickte sie.
Sie wollte es nicht, sie wollte nicht, dass alles wieder aus den Fugen geriet, aber so wie er gerade klang, wusste sie, dass sie nicht widersprechen konnte.
Aber sie konnte bei einer Sache widersprechen. ,,Wir werden kein Paar sein'', sagte sie kühl und drehte sich zu ihm um.
Seine Augen weiteten sich leicht, als ihm ein Gedanke kam. ,,Hatte ich denn jemals eine Chance bei ihr?'', fragte er, während er seinen Kopf senkte.
Die Antwort kam kurz darauf und Beide wünschten sich unabhängig voneinander, sich in die Arme zu nehmen, aber sie taten es nicht. ,,Das ist das Traurige daran. Du hattest sie einmal'', flüsterte sie und ging ihren Kindern hinterher, die gerade mit Zahnbürsten in der Hand im Türrahmen standen und ihr Gespräch verfolgten.
,,Du hattest einmal eine Chance und hast sie verloren'', flüsterte sie, während eine Träne ihre Wange hinablief und sie versuchte, dass er die Lüge nicht heraushörte.
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