Die Hyäne und der Löwe

GeschichteAbenteuer, Romanze / P12
Kion Nala Simba Zazu
07.12.2018
14.02.2020
36
53720
4
Alle Kapitel
48 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
 
Zazu, der Nashornvogel und Hof- und Hausmeister der königlichen Familie flog eilig zum Grenzlandfelsen und begegnete dort Jasiri und Madoa mit ihren Kindern Tunu und Wema.
Tunu und Wema fragten Zazu: „Kannst du uns eine Geschichte erzählen?“ Zazu wollte zwar Jasiri eigentlich eine wichtige Botschaft überbringen, da die beiden Kinder ihn aber herzerweichend ansahen, erzählte er ihnen doch eine Geschichte und begann:
„Tief in der afrikanischen Savanne lebt auf einem hochgelegenen Aussichtsfelsen in einer Höhle eine glückliche und zufriedene Löwen-Königsfamilie, in der der Vater Simba und die Mutter Nala als König und Königin über das Geweihte Land regieren.
Diese Eltern haben insgesamt 4 Kinder. Die Älteste heißt Fluffy und sollte ursprünglich eines Tages Königin des Geweihten Landes werden. Der zweitgeborene Sohn heißt Kopa, die dritte ist Kiara und der Jüngste wurde Kion genannt.
In der Höhle des Aussichtsfelsens, der von den Löwen auch Königsfelsen genannt wird, ist meistens auch das Löwenrudel zu Hause, das aus sieben Löwinnen besteht. Sarafina ist die Löwenrudelleiterin und die Mutter von Nala. Sarafina ist sehr gut befreundet mit Sarabi. Sarabi ist die Mutter von Simba und lebte früher mit Mufasa zusammen. Er ist der Vater von Simba, beziehungsweise war es, als Simba noch ein Kind war. Sarabi und Mufassa regierten ursprünglich über das Geweihte Land als Königin und König. Simba war dazu auserwählt als erwachsener Löwe diese Herrschaft zu übernehmen. Jedoch hatte Mufassa einen jüngeren Bruder Scar, der das überhaupt nicht wollte. Scar wollte um jeden Preis selbst König werden…“
Jasiri lauschte aufmerksam der Geschichte und wartete geduldig bis Zazu endete: „Das Geweihte Land erholte sich wieder und wurde grün. So und das ist das Ende der Geschichte“.

„Nein, das glaube ich nicht“ sagte Jasiri, die auf dem Grenzlandfelsen gegenüber Zazu saß. „Ja, es ist noch nicht das Ende der Geschichte“ antwortete Zazu. „Aber eigentlich bin ich doch nur gekommen, um allen Hyänen hier auf dem Grenzlandfelsen eine wichtige Botschaft zu überbringen: „Jasiri, du musst mit deiner Meute und den anderen Hyänen in den nächsten Tagen die Essensreste zum Fressen sparsamer einteilen. Simba schafft es jetzt nicht mehr, wo die Trockenzeit so fortgeschritten ist, die Essensreste aus dem Geweihten Land in ausreichender Menge von den Tieren einzusammeln, da sie beim Fressen weniger übrig lassen. Du weißt ja, dass Simba tief in der Nacht die übrig gebliebenen Mahlzeiten immer hier auf dem Grenzlandfelsen ablegt.“ „Danke Zazu!“ antwortete die freundliche Hyäne Jasiri. „Ich werde es den anderen Hyänen mitteilen.“ „Madoa?“ fragten die Hyänenkinder Tunu und Wema ganz aufgeregt, „können wir Simba mal besuchen gehen?“

„Nein, das geht absolut nicht“, antwortete die Hyänenmutter mit enttäuschtem Blick. „Simba kennt uns persönlich nicht und würde Hyänen im Geweihten Land nicht dulden, obwohl wir mit Kion und seinen Freunden sehr gut befreundet sind.“ Jetzt meldete sich Zazu wieder zu Wort und meinte: „Ich hoffe, dass Kion bald den Mut bekommt, seinen Eltern zu erzählen, dass er mit euch befreundet ist. Ich musste Kion versprechen, dieses Geheimnis für mich zu behalten. Jetzt muss ich aber zurück zum Königsfelsen. Das Löwenrudel erwartet mich schon.“ „Und was ist mit der Geschichte?“, fragten Wema und Tunu neugierig. „Die erzähle ich euch das nächste Mal fertig, wenn ich euch hier wieder antreffe“, antwortete Zazu überzeugend, verabschiedete sich anschließend und flog nach Hause. Wema winkte Zazu noch hinterher und danach lief die Hyänenfamilie zurück zu ihrem Revier im Schattenland, Tunu und Wena dachten zu Hause noch lange aber über die Geschichte von Zazu nach und träumten vom Geweihten Land.

Als Zazu sich auf dem Rückweg befand, bemerkte er aus der Luft eine ungewöhnliche Gestalt im Wald und setzte zur Landung an. Zazu glaubte seinen Augen nicht, als er Tojo erkannte. Tojo war ein guter alter Freund von Simba aus alten Tagen, der seit Scars Herrschaft nicht mehr im Geweihten Land gesehen wurde. Zazu grüßte Tojo: „Hallo Tojo, bist du es wirklich? Ich habe dich seit Ewigkeiten nicht mehr im Geweihten Land gesehen, wo bist du die ganze Zeit über gewesen?“ „Ich war im Wasserland“, entgegnete Tojo freundlich. „Du wirst es wahrscheinlich nicht glauben, aber ich habe außergewöhnliche Neuigkeiten für dich.
Fluffy und Kopa leben bei mir!“  
Zu Hause im Geweihten Land in der Höhle des Königsfelsens war die gesamte Löwenfamilie zum Frühstück versammelt. Auch die sieben Löwinnen, Sarafina, Jangwa, Penda, Safi, Chile, Jani und Chica aus denen das Löwenrudel besteht, waren anwesend. Die Löweneltern Simba uns Nala wollten mit ihren Kindern Kiara und Kion etwas Wichtiges besprechen. Zazu wäre eigentlich auch schon bei der königlichen Löwenfamilie eingetroffen, war aber im Wald noch ins Gespräch mit Tojo vertieft:

Tojo ist ein alter Freund von Simba. Zazu erkannte ihn wieder, obwohl er ihn zuletzt gesehen hatte, als er noch ein Kind war. Seitdem war Tojo nicht mehr im Geweihten Land. Tojo wollte noch Weiteres über Fluffy und Kopa erzählen, dass sie bei ihm im Wasserland leben und alles über Simba und Nala gesagt hätten.
Da musste jedoch zunächst Zazu dem Löwen mit schwarzer Mähne erklären, dass die Königseltern jetzt vier Kinder haben und der jüngste Sohn Kion heißt. „Kion ist der Anführer der Garde der Löwen, die als Team das Geweihte Land vor Gefahren beschützt. Doch Kion suchte für diese Garde lieber seine Freunde aus. Das sind Fuli, die schnelle Gepardin, der mutige Honigdachs Bunga, das starke Nilpferd Beshte und der scharfäugige Reiher Ono. Da Kion mit 13 Jahren noch nicht richtig brüllen kann und somit kein Tier sich vor ihm fürchten würde, besitzt Kion das Gebrüll der Ahnen, eine schon fast magische Fähigkeit, wo die toten Löwen der Vergangenheit mitbrüllen.

Die sind dann als Löwenwolken am Himmel zu sehen. Mit diesem Gebrüll kann er jeden Gegner in die Flucht schlagen“, erklärte Zazu. Tojo wollte Zazu jetzt weiter berichten, doch dazu kam es nicht mehr, da eine Antilopenherde aufgeregt durch das Tal rannte. Tojo flüchtete tiefer in den Wald und Zazu konnte ihn nicht mehr finden. Der Nashornvogel fand heraus, dass die Antilopenherde von Hyänen gejagt wurde. Der Anführer dieser bösen Meute ist Janja. Zu seiner Gruppe gehören die beide Felldussel Cheezi und Chungu, sowie die beiden klügeren Hyänen Tano und Nne. Alle sind männlich. „Ich muss Simba sofort berichten“, sprach Zazu zu sich selbst und flog rasend schnell zum Königsfelsen. In der Höhle vom Königsfelsen teilten sich gerade Simba und alle anwesenden Löwen zum Frühstück das Gazellenfutter auf. Daraufhin sprach der Löwenvater zum Sohn Kion und zur Tochter Kiara: „Ich muss euch etwas Wichtiges über unseren Stammbaum erklären.“ Nala nickte mit dem Hinweis Simba zu, dass er es den Kindern endlich erzählen muss. Also nahm der König allen Mut zusammen und sagte: „Kiara, Kion, ihr habt noch eine ältere Schwester und einen älteren Sohn. Sie heißen…“ Weiter kam Simba nicht, denn im nächsten Augenblick hörte man vor dem Höhleneingang: „Fluffy, Kopa, der Löwe Tojo weiß wo sie sind!“ fiel Zazu mit der Tür ins Haus. Er war am Königsfelsen angekommen.

Er verkündete außerdem, dass die Antilopen von den Hyänen durch das Geweihte Land gejagt werden. Diese vielen neuen Informationen waren fast zu viel für Kion. Er kam nicht zum Nachdenken, denn er musste möglichst schnell mit seiner Garde die Antilopenherde retten. Also verkündete der Sohn mit dem roten Haaransatz: „Bis zum Ende des Geweihten Landes ist die Garde festen Standes!“ Kion rannte los und trommelte seine Freunde zusammen. Sarafina, die beste Freundin von Sarabi und Rudelleiterin, meinte: „Warum muss eigentlich immer die Löwengarde diese gefährlichen Aktionen übernehmen? Sie sind fast noch Kinder. Das ist normalerweise Aufgabe des Löwenrudels. Simba, Nala, würdet ihr Kion auch dann in der Nähe der Hyänen lassen, wenn er das Gebrüll der Ahnen nie erhalten hätte?“ Die Löweneltern sahen sich erstaunt an und wussten keine schnelle Antwort. „Kion sollte nicht das Gefühl auf Dauer bekommen, dass seine Hilfsbereitschaft nur auf seine Superfähigkeit reduziert wird“, erklärte Sarabi, die Mutter von Simba. Sarabi ist noch gesund und rüstig, hat aber, seit Nala Königin ist, die Führung des Löwenrudels an Sarafina abgegeben. Nala ist über diese Entscheidung froh, denn sie ist als Königin bereits vollständig ausgelastet. Die Löwin Jangwa meinte: „wir müssen der Löwengarde helfen, dann bekommt Kion das Gefühl, dass wir uns allein nicht nur auf sein Gebrüll verlassen und besorgt um ihn sind, weil wir ihn lieben. Alle Löwen stimmten zu und beschlossen Kion hinterherzueilen, auch Simba und Nala. Kiara und Sarabi hingegen sollten den Königsfelsen bewachen.
Kiara nahm diesen Vorschlag nur hin, weil ihre besten gleichaltrigen Freundinnen Tiifu und Zuri zu Besuch waren. Außerdem musste Kiara erstmal die neue Erkenntnis verdauen, dass sie jetzt zwei weitere Geschwister hat. Zazu wollte seinen Bericht erneut weiterführen, da wurde er von Simba unterbrochen. „Ich kann dir jetzt nicht zuhören, wir müssen die Antilopenherde retten, aber wie sind bestimmt gleich wieder zurück.“ Also blieb Zazu nicht anderes übrig als in der Höhle zu warten. Kion und die Garde waren bereits bei den Hyänen eingetroffen. Der Löwenprinz mit rotem Haaransatz sah Janja böse an und sagte: „Ich habe euch befohlen, nie wieder ins Geweihte Land zu kommen. In der Zwischenzeit umkreiste die schnelle Gepardin die Antilopenherde und brachte sie zum Stehen. An Beshtes Rücken prallten die Hyänen ab und konnten die Antilopen nicht mehr jagen und hatten sowieso keine einzige erwischt. Daraufhin führten Bunga und Ono die Herde zurück in ihr Revier. Doch Janja ging diesmal auf Kion´s Gespräch ein und sagte zu Fuli: „Bestimmt jagst du jeden Tag mindestens eine Gazelle“. Fuli musste zugegebener Maßen nicken. Janja fragte weiter: „Und wie viele Tiere durfte ich jagen, seit ich lebe?“ „Keins,“ antwortete Beshte mit verdutztem Blick. „Und was würdest du dann in meiner Situation machen?“ wandte sich Janja an Fuli. Fuli antwortete darauf: „Ich würde mir sofort die nächst beste Beute suchen.“

In diesem Augenblick gab Kion mit seiner Schulter Fuli einen kräftigen Stubser. Die schnelle Gepardin merkte sofort, dass sie mit dieser Antwort Janja in die Hände spielt. Also fügte sie schnell hinzu: „Das heißt aber nicht, dass du das machen solltest.“ „Siehst du Kion“, antwortete Janja, „so einfach wie du dir den ewigen Kreis des Lebens vorstellst, ist er nicht. Denk mal darüber nach.“ Mit diesen Worten verabschiedete sich Janja und befahl seiner Meute den Rückzug ins Schattenland, denn er wollte auf keinen Fall weggebrüllt werden. Die Hyänen gehorchten und liefen mit ihm zurück in sein Revier. In diesem Augenblick traf das Löwenrudel mit Simba und Nala ein. Doch sie kamen zu spät. Kion und seine Garde hatten bereits die Hälfte des Nachhauseweges hinter sich. Auch Bunga und Ono hatten die Antilopen bereits nach Hause gebracht. „Na toll“, antwortete Nala. „Jetzt wird Kion erst recht das Gefühl bekommen, dass das Löwenrudel für den Schutz des Geweihten Landes überflüssiger ist, dank seiner Superfähigkeit zu brüllen.“ „Immerhin haben wir es versucht“, sprach Simba aufbauend zu Nala und meinte danach weiter: „Ich und Nala sollten zurück zum Königsfelsen gehen und Kion und Kiara den Rest über Fluffy und Kopa erzählten. An euch Löwinnen habe ich daher und überhaupt eine Bitte. „Könntet ihr in der Umgebung den Löwen Tojo suchen gehen. Er ist ein erwachsener Löwe mit gelbbraunem Fell und langer, schwarzer Mähne. Er ist der einzige bis jetzt Bekannte laut Zazus Bericht, der weiß, wo sich Fluffy und Kopa befinden.“ Sarafina und das Löwenrudel stimmten Simba zu und versuchten, ihm Hoffnung zu geben, weil sie das gesamte Geweihte Land nach Tojo absuchen wollen. Daraufhin liefen der Löwenkönig und seine Königin nach Hause in die Höhle des Königsfelsens.
Review schreiben