Bodennebel

von Arduinna
DrabbleAllgemein / P12
07.12.2018
07.12.2018
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Beitrag zum Wichteln “Nebel Drabbles 2018“
Mein Wichtelkind ist: Forbidden to Fly

Hallo, Forbidden to Fly!
Ich war mir zunächst sehr unsicher bei deinen Vorgaben, da mir die Fandoms sämtlichst unbekannt waren. Jedoch hoffe ich, dass dir dein Drabble trotzdem gefällt, auch wenn es eine Freie Arbeit geworden ist.
LG Ari

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Bodennebel

Im Flugzeug war es viel zu warm. Sowohl dies, aber auch die Atmosphäre draußen vor den Flugzeugfenstern ließ ihm das Gefühl geben, erdrückt zu werden. Am liebsten würde er sich in seinen Sitz zurückziehen, einfach verschwinden und nicht mehr auftauchen. Doch das ging natürlich nicht.
Die weiße Suppe draußen vor den Fenstern verbarg den gesamten Flughafenkomplex vor seinen Augen. Er wusste, dass die Fenster hell erleuchtet sein mussten, immerhin war tiefste Nacht, doch nichts war zu sehen, außer dieses undurchdringliche Grau.
Das Flugzeug rollte vorwärts, er konnte es deutlich spüren, doch auch die Lichter am Fahrbahnrand waren im Nebel verborgen. Eine Rechtskurve später und er wusste, sie standen auf der Startbahn.
Es passierte nichts. Und immer noch nicht. Im Flugzeug selbst war es totenstill, als wären die Menschen darin ein Spiegelbild der stillstehenden Welt draußen.
Plötzlich gab es einen Ruck. Die Beschleunigung des Starts drückte ihn in seinen Sitz und zum ersten Mal fühlte er sich geborgen. Sie hoben ab, weg von der erdrückenden Stille am Boden.
Die Nase hob sich in den Himmel und für einige Sekunden schien es, als sei das Flugzeug ein verletzter Vogel, der abheben wollte, aber von der Schwerkraft gehalten wurde.
Doch dann verloren die hinteren Räder den Bodenkontakt und die Maschine erhob sich in die Luft, frei wie ein Adler. Wenige Sekunden später lichtete sich der Nebel und schließlich stiegen sie in den Himmel, in eine sternenklare Nacht. Erste Gespräche begannen, die Menschen in dem Flugzeug waren froh, der erdrückenden Atmosphäre entkommen zu sein.
Er selbst lehnte sich bequemer hin und versuchte, sich zu entspannen. Doch so ganz wollte es ihm nicht gelingen.
Der Himmel war klar und von Sternen übersäht, doch nach unten hin wurde die Luft trüber, bis zu einem dichten, grauen Schleier, wo der Nebel den Erdboden vor ihnen verbarg, wie ein dunkles Geheimnis.
Und ihm war, als wäre dort unten nur ein Nichts und sie bei einem Versuch zu landen nur herabfallen würden in das undurchdringliche Grau des Nebels. Ohne Halt, ohne Ende.
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