Die Fewjar-Sucht

von fireclaw
OneshotHumor / P6
06.12.2018
06.12.2018
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Dieser Bericht handelt von der Fewjar-Sucht, ihren Auswirkungen und möglichen Gegenmitteln. Während ich diesen Bericht schreibe, höre ich im Hintergrund Gamma.
Zunächst einmal dazu, wie man eine Fewjar-Sucht frühzeitig erkennt. Hierfür gilt es wachsam zu sein, da sich die Sucht innerhalb einer Woche so weit ausprägen kann, dass der Betroffene sofort zum nächsten Konzert der Band will, obwohl er vorher auf noch keinem einzigen Konzert von irgendeiner Band war. Erste Anzeichen können schon das leise Vor-Sich-Hin-Summen von einigen Liedern der Band sein, doch dann ist die Sucht meist schon in einem fortgeschrittenen Stadium. Das erste erkennbare Anzeichen ist meist, dass der Betroffene ein eigenes Lesezeichen für den YouTube-Kanal von Fewjar in seiner Lesezeichenleiste einrichtet. Zur wirkungsvollen Bekämpfung der Sucht wurden bisher noch keine Mittel entdeckt, unter anderem, da sich die Betroffenen meist vehement dagegen wehren, behandelt zu werden.
Bekannte Auswirkungen sind, dass der Betroffene im Alltag häufiger versucht, alles mit Fewjar zu verbinden. Häufig zeigt sich dies im Kunstunterricht, wenn der Betroffene sich beispielsweise ein Kostüm basteln soll und dann eine weiße Kutte mit verschlungenen, blauen Mustern herstellt oder außerirdische Pflanzen tonen soll und daraufhin eine Polemonium-Pflanze fertigt. Außerdem bekannte Auswirkungen sind die häufige Verwirrung bei Fremdwörtern, wie beispielsweise Polonium im Physikunterricht, oder aber auch das ständige getriggert werden im Englischunterricht, wenn eine Wortkombination aus einem Fewjar-Song auftaucht. In besonders schweren Fällen soll auch schon darüber berichtet worden sein, dass Betroffene eine GFS (Gleichwertige Feststellung einer Schülerleistung aka. Referat, das zählt wie eine Klassenarbeit und einmal im Jahr in einem beliebigen Fach gehalten werden muss) über das Polygenre halten möchte und völlig frustriert dann doch auf Filmmusik umschwenken muss, da Polygenre nicht zu den Themen der Klassenstufe zählt. Jedoch ist zu erwarten, dass der Betroffene die Filmmusik (die er aus irgendwelchen Gründen selbst schreiben möchte, obwohl er Notenlegastheniker ist, falls es diese Krankheit gibt) im Stil des Polygenres halten und den zu vertonenden Kurzfilm mit minimalistischen Mitteln selbst drehen wird, obwohl er auch keine Ahnung davon hat.
Alles in allem lässt sich sagen, dass die Folgen nicht besonders schwerwiegend sind (außer im letztbeschriebenen Fall), wenn das Umfeld ausreichend informiert und tolerant ist, beziehungsweise nicht bemerkt, dass die Idee für das Kostüm in Kunst geklaut ist und trotzdem eine zwei gibt (und für die Polemoniumtapete im Tribalstyle sogar eine eins). Falls man eine Person in seinem Umfeld hat, die solche oder ähnliche Symptome aufweist, ist der beste Weg zur Besserung (NICHT Heilung!) auf sie einzugehen und derartige Autojamsessions über sich ergehen zu lassen, vor allem, wenn die Betroffenen zu zweit sind. Höchste Vorsicht ist geboten, falls man selbst überlegt mit Fewjar anzufangen. Es gibt kein zurück! Und falls ihr schon betroffen seid: Zu spät. Eure Kunstnoten werden zwar in die Höhe schnellen, aber euer Physiklehrer wird euch für verrückt halten, wenn ihr darauf beharrt, dass die Abkürzung PO im PSE Polemonium bedeutet, um dann nach einigen Minuten festzustellen, dass das ‚em‘ in der Mitte zu viel ist.
LG,
eure Fewjarsüchtige fireclaw
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