Es ist schon sehr lange her

GeschichteAllgemein / P12
06.12.2018
15.03.2019
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Ein alter Freund

„Und wie war ihr erster Tag, Maggie?“, fragte Abe als sie zur Ladentür hereinkamen. Maggie stapfte, ohne ein Wort zu sagen an ihm vorbei nach oben. Abe drehte sich zu Henry um der hinter ihr zur Tür hereingekommen war und fragte verwundert: „Ist irgendetwas passiert?“ Henry schüttelte den Kopf. „Frag lieber erst gar nicht,“ sagte dieser und eilte ihr hinterher. Abe schloss den Laden ab und folgte den beiden. Oben in der Wohnung war es mittlerweile ziemlich laut geworden. Maggie stand breitbeinig, mit verschränkten Armen in der Küche und sagte gerade mit lauter Stimme: „…nein! Weißt du was? Er hat uns schon einmal hinters Licht geführt. Du weißt wie es damals war. Warum kann er denn nicht auch unsterblich sein?!“ „Weil,“ setzte Henry an, „Weil das doch wohl ein zu großer Zufall wäre?“ „Ja ein genau so großer Zufall das wir uns genau hier wieder treffen und trotzdem bin ich hier,“ Maggie war stock sauer. „Dürfte ich jetzt bitte erfahren was hier los ist?“, fragte Abe mit einer etwas erhobener Stimme. Maggie drehte sich um. „Was hier los ist? Er,“ sie zeigte auf Henry, „Er will nicht einsehen das jemand in der Stadt ist, der uns schon das letzte Mal gefährlich geworden ist. Sehr gefährlich.“ „Und das letzte Mal als ihr ihn gesehen habt ist schon etwas länger her,“ stellte Abe fest. „Und es ist sehr unwahrscheinlich, dass er ein unsterblicher ist,“ setzte Henry hinzu. „Aber es ist möglich,“ sagte Maggie.

Detective Martinez kahm in Henrys Büro und legte ein Paar Akten auf seinen Schreibtisch. „Was ist das?“, fragte er. „Das sind Akten von Fällen mit ähnlichen Verletzungen. Sie reichen einige Jahre zurück und sind über die ganze Welt verteilt,“ erklärte sie, „Außerdem wollte ich zum Verlobten von Mis Paeson, unserem Opfer, fahren und ich fragen ob sie mitkommen möchten, um ihn zu befragen?“ Henry nickte und antwortete: „Gerne aber ich möchte sie darum bitten das Dr. Chasseur auch mit kommt.“ Detective Martinez zuckte mit den Schultern. „Wenn sie damit einverstanden ist kann sie gerne mitkommen,“ „Danke,“ sagte Dr. Chasseur die in einer Ecke des Büros stand. Jo hatte sie vorher gar nicht bemerkt.

Das Haus des Verlobten war eigentlich eine Villa. Es war ein riesiges, weitläufiges Grundstück. Die Kiess auffahrt wand sich in Schlangenlinien den kleinen Hügel hinauf Oben stand eine prachtvolle Villa mit einem Hauptteil und zwei gebäudeflügeln. Detective Martinez lenkte ihr Auto in Richtung des Großen Parkplatzes vor dem Gebäude. Als sie an einer kleinen Baumgruppe vorbei fuhren hinter denen man in der Ferne einen kleinen See erkennen konnte beugte sich Maggie zu Henry und fragte leise: „Glaubst du immer noch, dass er es nicht ist?“ Henry sagte kein Wort und starte die Villa an. „Oh nein,“ flüsterte Maggie als der Wagen vor der Villa hielt. „Was ist denn?“, fragte Henry. „Siehst du es nicht?“, fragte sie zurück. Henry schaute Maggie mit zusammengekniffenen Augenbrauen an dann riss er die Augen auf und murmelte: „Verdammt, er hat die Leiche als Botschaft für uns dagelassen. Er wollte das wir hierherkommen.

England, 31. Dezember 1816

„Also, stoßen wir an, auf ein gutes altes und ein noch besseres neues,“ sagte Mikael und hob sein Glas. „Auf das hoffentlich noch viele weitere gute Jahre folgen werden,“ fügte er Henry hinzu. Mikael nahm Maggies Hand und küsste sie. „Und auf meine bezaubernde Verlobte,“ fügte Mikael hinzu. Ja, wenn sie mich damals nicht aus dem See gezogen hätte, hätten wir uns alle nicht kennen gelernt,“ sagte Henry. „Du must uns irgendwann mal erzählen wie du in meinen See gekommen bist, das Grundstück ist nicht gerade zugänglich,“ merkte Mikael an. „Tja, irgendwann mal,“ sagte Henry. Eine Bedienstete kahm in den Speisesaal und sagte: „Da sind zwei Herren vom Scotland Yard, die sie sprechen wollen, Sir.“ „Ich geh dann wohl mal besser,“ sagte Henry und verlies durch die Küchentür den Speisesaal. Kurz darauf betraten zwei Herren den Raum. „Schönen guten Abend, ich bin Inspector Clifford und das ist mein Partner Inspector Walsh. Wir sind hier wegen der Morde in der Stadt. Haben sie davon gehört“, sagte einer der Männer. Mikael stellte sein Weinglas auf den Tisch und zog besorgt die Augenbrauen zusammen: „Ja habe ich, die Frauen, die erstochen wurden.“ „Sie wurden nicht erstochen. Ihnen wurde die Kehle durchgeschnitten und vor dem Tod diverse Schnittwunden zugefügt,“ erklärte Inspector Walsh. „Und was führt sie hier her?“, fragte Mikael. Zwei der Frauen haben vor einiger Zeit für sie gearbeitet,“ sagte Inspector Clifford. „Dann lassen wir ihnen jede Hilfe zukommen, die wir für sie bereitstellen können, sicherte Mikael den beiden Polizisten zu.

Ein Hausangestellter führte die drei in ein großes Büro. Die Wände waren weiß gestrichen, in der Mitte des Raumes stand ein Schreibtisch aus weißem Holz und davor zwei Stühle aus unechtem weißem Leder. Hinter dem Schreibtisch stand ein Drehstuhl, auf dem ein junger Mann mit weißblonden Haaren und eisblauen Augen saß. Als er Detective Martinez sah stand er auf und streckte die Hand aus. Jo schüttelte sie und sagte: „Guten Tag, ich bin Detective Jo Martinez, das ist Dr. Henry Morgan und Dr. Maggie Chasseur. Ich möchte ihnen mein Beileid zu ihrem Verlust aussprechen,“ „Danke Detective Martinez, ich stelle dem Morddezernat alle meine Beziehungen und Finanzielle Unterstützung zu Verfügung, um den Täter zu finden,“ sagte Mikael. „Danke, aber ich denke das wir auch ohne finanzielle Unterstützung weiterkommen werden. Allerdings hoffe ich, dass sie mir ein Paar Fragen über ihre Verlobte beantworten könnten,“ sagte Detective Martinez. Mikael nickte. „Wieso gehen wir dafür nicht ins Wohnzimmer,“ schlug er vor und stand auf. Jo folgte ihm. „Kommen sie Dr. Morgan und Dr. Chasseur?“, fragte Mikael. „Wenn es ihnen nichts aus mach, schauen wir uns im Haus um,“ sagte Maggie. „Mikel drehte sich zu ihr um: „Sie können sich gerne hier umsehen.“

Nachdem sie sich auf das Sofa gesetzt hatten fragte Jo: „Können sie sich vorstellen das irgendjemand ihrer Verlobten so etwas antuen könnte?“ Mikael schüttelte den Kopf: „Nein, ich habe ein Paar Leute, die mich nicht leiden können, aber bei Delilah fällt mir niemand ein.“ „Wann haben sie das letzte Mal mit Delilah gesprochen?“, fragte Detective Martinez. „Sie ist vor 10 Tagen auf eine Reise gefahren, sie wollte ihre Freunde in L.A. besuchen und sich ein bisschen die Landschaft anschauen,“ erklärte Mikael. „Können sie mir die Namen und Nummern der Leute geben, mit denen sie sich getroffen hat?“, fragte Jo. Mikael nickte: „Ja ich schreibe sie ihnen gleich auf.“

 





 
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