Not without you!

von Wolverina
OneshotFreundschaft / P12
06.12.2018
06.12.2018
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Cody lag im Koma, und ich konnte nichts tun!
Dieser verdammte Idiot hatte sich bei dem Versuch, mich vor einem Thermaldetonator zu schützen, beinahe umgebracht. Trotzdem, dass sich Cody zwischen mir und der Explosion befunden hatte, war auch ich nicht ohne Kratzer davongekommen, aber im Gegensatz zu ihn war das kaum der Rede wert.
Ich hatte die Sanitäter, die mich hatten versorgen wollen, förmlich angeschrien, sie sollten sich um Cody kümmern. Ich kam klar, aber mein bester Freund lag in einer Blutlache am Boden und bewegte sich nicht.
Er war nur knapp mit dem Leben davongekommen. Die meisten Rippen waren gebrochen, Haarrisse im Schädel und ein gutes Dutzend Fleischwunden über Brust und Schultern.

Drei Tage wachte ich nun schon an seiner Seite, schlief nicht und hatte mich nur von General Skywalker dazu überreden lassen, etwas zu essen. Den Großteil meiner Wasserration flößte ich Cody ein, der zumindest genug Kraft hatte zu schlucken.
Aber er wurde immer schwächer und die Sanitäter gaben ihm keine große Chance.
Wenn das Fieber weiter stieg, würde Cody innerhalb von Stunden tot sein.
Das durfte einfach nicht passieren!
Ohne Cody würde ich diesen Krieg, diese Hölle nicht lange überleben.
Er war immer da, wenn ich ihn brauchte, und ein guter Zuhörer. Bei ihm konnte ich mir Sorgen, Ängste und Schuldgefühle von der Seele reden, ohne Angst haben zu müssen, das er mich verurteilte. Gott, wie oft hatten wir bis weit in die Nacht hinein geredet, auch mal über unsere Kommandanten gelästert.
Ohne Cody würde meine Welt ihren Dreh- und Angelpunkt verlieren.
Ich hatte schon zu viele Männer verloren, als dass ich das würde ertragen können. Allein bei dem Gedanken daran wurde mir übel.

Nach Fives' Tod hatte ich einmal mehr Trost bei Cody gesucht. Er hatte mir zugehört, mich getröstet und mir dann, als ich schon halb geschlafen hatte, ein Versprechen gegeben: Dass ich ihn nicht auch noch verlieren würde!

Und jetzt saß ich hier. Mit dem wenigen Wasser, dass ich hatte aufsparen können, kühlte ich Cody's Stirn.
Die Wunden gingen teilweise bis auf die Knochen, zum Glück hatte sich nur eine der kleineren Verletzungen an der Schulter entzündet. Wäre es eine der großen Fleischwunden an der Brust gewesen, wäre Cody schon am ersten Tag gestorben.
Sanft drückte ich die Hand meines besten Freundes, ehe ich mich streckte. Das lange knien an Cody's Seite hatte meine Beine einschlafen lassen, sie schmerzten und protestierten, als ich sie ausstreckte.
Die drei Tage Wacht am Krankenlager meines Freundes forderten ebenfalls ihren Tribut, und so sehr ich mich auch sträubte, ich merkte, wie ich eindöste ....

*

Ich wurde wach, als jemand schwach meine Hand drückte.
Sofort schreckte ich hoch, Scheiße, ich hatte tatsächlich geschlafen!
Ich machte mir sofort riesige Vorwürfe, doch ein erneuter Händedruck ließ mich aufschauen.

Ich sah direkt in ein vertrautes Paar brauner, jetzt von Fieber und Schmerz ganz glasiger Augen.
"Hey ... Rex", wisperte Cody mit schwacher Stimme, das Sprechen strengte ihn sichtlich an.
"Cody", flüsterte Ich, unglaublich erleichtert.
Er lächelte müde.
Ich drückte seine Hand und sah ihn an. Ich war mir sicher, dass er mir ansah, wie froh ich war.
"Gott ... oh Gott Cody, ich hab wirklich gedacht, du würdest ...."
Ich brach ab, als Cody schwach die Hand hob.
"Halt ... Halt die Klappe", keuchte er mühsam und hustete unterdrückt, "Ich hatte nicht vor, zu sterben, okay? Das hab ich dir doch ... versprochen, oder?"
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