Breakbone Fever

von Knusta
GeschichteKrimi, Freundschaft / P16
Dr. Gregory House
06.12.2018
06.12.2018
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06.12.2018 2.606
 
Breakbone Fever

[Breakbone fever stammt aus der Feder von Fiendwithoutaface und wurde ursprünglich auf Bluecatprints / Penderholics Anonymus veröffentlicht. Ich habe mir nur die Freiheit genommen, diese brillante Geschichte zu übersetzen, weil ich offensichtlich nichts besseres mit meiner Zeit anzufangen weiß :) ]

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1. Kapitel  - Red Dawn

Red of the Dawn! Is it fainter red? So be it, but when shall we lay
The ghost of the brute that is walking and haunting us yet, and
be free ?  

– Tennyson,  ‘The Dawn’

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Das penetrante Schreien einer Frau zerriss die Luft. Es waren unangenehme kleine, spitze Schreie, als würde jemand sie immer wieder mit einem Stock in die Rippen stechen. Die Frau selbst war in ihren Dreißigern, stämmig gebaut und trug ein Jagdoutfit. Ihr blond gefärbtes Haar war so perfekt frisiert, als käme sie gradewegs von ihrem persönlichen Stylisten. Auf Makeup hatte sie verzichtet, was ihrer schlichten Schönheit keinen Abriss tat.

Die Frau war den Sanitätern entwischt und war in den bereits abgesperrten Bereich des Tatorts eingedrungen. Sie stand mit ihren teuren Outdoorschuhen direkt in einer Blutlache und streckte ihren zitternden Finger im Rhythmus ihrer Schreie immer wieder in Richtung des toten Körpers aus,  während die Rettungskräfte hinter dem Absperrband standen und ihr tatenlos zusahen.

„Schaffen Sie sie hier weg! Sofort!“ Sheriff Randall warf dem anwesenden Deputy Officer einen bitterbösen Blick zu. Dieser atmete einmal tief ein und aus, dann griff er die Frau am Arm und bugsierte sie behutsam zurück zu den Sanitätern, darauf bedacht, so wenig Spuren und Beweise zu vernichten wie möglich. „Bitte beruhigen Sie sich, Ma’am. Holen Sie einmal tief Luft und kommen Sie wieder zu sich.“

Die Leute von der Spurensicherung hatten das Spektakel aus den Augenwinkeln heraus beobachtet, ohne sich dadurch von ihrer Arbeit ablenken zu lassen.

„Die Frau des Opfers?“, fragte einer von ihnen und Randall nickte.

„Sie sieht aus, als hätte sie in Blut gebadet.“

„In ihrem Kofferraum liegt ein zur Hälfte gehäuteter Kadaver, vermutlich Rotwild.“  Randall warf einen verärgerten Blick auf den Leichnam des Mannes und das nicht, weil dieser so schlimm zugerichtet war, sondern weil die Beweise verunreinigt worden waren. „Schwer zu sagen, was zu dem Opfer und was zu dem Reh gehört.“

Der Forensiker winkte ihn zu sich und Randall kam widerwillig näher. Sicher war es nur ein weiterer Jagdunfall, was gab es da schon zu sehen? Der Täter war bestimmt nur ein fetter, betrunkener, selbstverliebter Möchtegern Jäger, der einen seiner neonorange gekleideten Jagdkumpanen für einen Hirsch gehalten hatte. In Anbetracht der Vorfälle in den letzten Wochen hatte er sich bestimmt einen simplen, klar umrissenen Fall verdient.

Leider hatte Randall im Gefühl, dass dieser Fall alles sein würde, nur nicht simpel.

Der Tote, Thomas William Morgan, sah aus, als hätte er mit einer Machete gekuschelt. Er lag auf dem Rücken im Raureif bedecken Gras. Die eine Hälfte seines Gesichts war verschwunden und unzählige tiefe Schnitte und Kratzer an seinen Unterarmen und Händen machten deutlich, dass er sich gegen seinen Angreifer zur Wehr gesetzt hatte. Offensichtlich ohne Erfolg.

Die Kopfverletzungen hätte der Mann wohl überleben können, wenn sofort medizinische Hilfe vor Ort gewesen wäre, auch wenn er sicher Narben davon getragen und das eine Auge verloren hätte. Was ihm den Rest gegeben hatte, waren die Wunden in seinem Abdomen. Die Eingeweide waren zum Teil herausgerissen worden und wanden sich wie Schlangen aus seiner unteren Körperhälfte heraus. Der Tod war erst vor einer knappen halben Stunde eingetreten und es stieg immer noch Dampf von den Därmen auf.

„Könnte es ein Bär gewesen sein? Vielleicht hat ihn der Geruch des Blutes angelockt“, fragte Randell sah den Toten nachdenklich an.

Es hatte in den Pine Barrens seit über zehn Jahren keine Bärenattacke mehr gegeben. Hier gab es nur schwarze Bären und die waren kleiner und scheuer als ihre braunen Artgenossen. Ihre Strategie war die Flucht. Sie gingen den Menschen aus dem Weg so gut sie konnten. Kaum vorstellbar, dass einer von denen das hier getan hatte.

Natürlich gab es mehr Menschen, die von ihrem eigenen Hund zu Tode gebissen wurden, aber ein Bär war eindeutig medienwirksamer. Randell konnte sich gut vorstellen wie die Schlagzeile lauten würde: ‚ Was SIE tun können, um sich zu schützen! ‘. Die Nachrichtensender und die Zeitungen wussten genau womit sie ihre Konsumenten ködern konnten. Alle waren sich selbst am nächsten.

Der Forensiker erhob sich, verschränkte die behandschuhten Hände hinter dem Rücken und streckte sich kurz. Auf seinem weißen Overall sah man nun deutlich rot verschmierte Handabdrücke.

„Kann sein, aber  ich halte es für unwahrscheinlich. Diese Wunden  hier sehen eher wie Messerstiche aus, nicht wie die Hiebe von Bärenklauen. Es waren zwei unterschiedliche Waffen. Sehen Sie hier: Die Waffe war abgeschrägt und spitz. Wie ein Herig. Der Täter hat ihm in den Unterkiefer gestochen und dann die Waffe mit einem Ruck nach oben gerissen.“ Er deutete auf die tiefen, zerklüfteten Wunden, die das Gesicht des Mannes entstellten. Der größte Teil des Fleisches war abgetrennt und man konnte Teile des Wangenknochens und der Zähne sehen. Das Auge war nicht vollständig herausgerissen und wurde nur noch durch den Sehnerv gehalten. Randell spürte, wie sein Magen rebellierte. Es waren die perfekt erhaltenen Zähne inmitten des Fleischbreis, die ihm zusetzten. Er wandte den Kopf ab, aber der Andere fuhr unbeirrt fort.

„Hier…und hier, diese Wunden wurden allerdings von einem anderen Gegenstand verursacht. Ein spitzer und sehr scharfer Gegenstand, also keine Bisspuren. Ich würde ein Tier als Angreifer ausschließen, außer Bären tragen heutzutage Macheten bei sich.“

„Ein Tier? Das war kein Tier!“

Einen Augenblick lang konnte Randell die weibliche Stimme nicht einordnen. Dann realisierte er, dass es die Frau des Opfers war. Brenda Morgan saß auf der Stoßstange des Ambulanzwagens und trocknete sich die Augen mit einer Mullkompresse.

Er fragte sich, wie viel von den Ausführungen sie mitbekommen hatte. Schließlich ging er zu ihr hinüber und setzte sich neben sie. Er nahm ihre kalte Hand in seine und drückte sie sanft. Seine Finger trafen auf etwas Nasskaltes und er hoffte, dass es nur das Blut vom Wild war. Ein bisschen Mitgefühl und Trost konnten manchmal Wunder bewirken, wenn es darum ging Informationen zu erhalten. Er wusste, dass man heutzutage vorsichtig sein musste. Ein freundschaftliches Schulterklopfen zu viel und schon hatte man eine Klage wegen Belästigung am Hals. In diesem Fall konnte es aber nicht schaden, ein wenig Mitgefühl zu zeigen, denn Mrs. Morgan wirkte, als wäre sie nur einen Wimpernschlag vom totalen Zusammenbruch entfernt und er wollte brauchbare Informationen aus ihr herausholen, bevor es zu spät war.

„Glauben Sie, Sie sind stark genug für eine Aussage, Ma‘am?“

Sie saß für einen Moment regungslos da, nur ihre Schultern zuckten vom unterdrückten Weinen. „Ja“, flüsterte sie schließlich mit brüchiger Stimme. Randell winkte einen der Officers dazu.

„Bitte erzählen Sie uns, was Sie gesehen haben. Lassen Sie sich ruhig Zeit.“

Zeitweise unterbrochen von Weinkrämpfen, begann die Frau ihre Geschichte zu erzählen. Die Morgans waren begeisterte Jäger kamen schon seit einigen Jahren zur Jagdseason her. Jedes Mal nahmen sie so viel Wild mit nach Hause, dass sie für den Rest des Jahres ausgesorgt hatten. Dieses Jahr jedoch war das Wetter durchweg sehr schlecht gewesen und die Jagd eher erfolglos.

Also entschieden sie sich abzubrechen und zurück zum Hotel zu fahren. Das war gut vierzig Minuten vor Sonnenaufgang. Als sie ihre Sachen packten, musste Thomas wohl einen jungen Bock entdeckt haben und brachte ihn mit nur einem Schuss zu Strecke. Brenda war damit beschäftigt, das Wild auszunehmen und Thomas packte das Equipment zusammen. Als der Angriff stattfand, stand sie mit dem Rücken zu ihrem Mann.

„Tom rief mir etwas zu“, erinnerte sie sich.

„Was hat er gesagt?“

„Ich bin mir nicht sicher. So etwas wie: Verschwinde, hau ab! Ich dachte, es wäre vielleicht ein Waschbär oder ein Fuchs. Es kommt schon mal vor, das Tiere versuchen, die Innereien zu stibitzen. Aber dann….dann fing er an zu schreien. Es war furchtbar….“ Brenda Morgen stoppte und schloss kurz die Augen. „Mein Gewehr war immer noch geladen und ich schnappte es mir. Ich lief einfach los, ohne zu wissen was mich erwartete… und dann… sah ich es.“

„Was sahen Sie?“ Sie hob den Blick und sah Randell das erste Mal direkt in die Augen. In ihrem Blick konnte er das pure Grauen erkennen. „Den Teufel!“

Bevor er etwas erwidern konnte, packte sie ihn heftig am Arm. „Ich weiß, was Sie jetzt denken und… nein, ich bin nicht verrückt. Es war der Teufel, der Teufel von New Jersey! Ich habe diese Geschichten selbst nie geglaubt, aber ich weiß, was ich gesehen habe. Es stand auf seinen Hinterbeinen und schlug auf Tom ein. Das Monster hat ihn aufgeschlitzt und er konnte ihm nicht entkommen, er hatte keine Chance, verstehen Sie? Er konnte nicht entkommen … oh, mein Gott … Warum?“

Randell erhob sich und ließ die Rettungskräfte ihre Arbeit tun. Die Türen des Krankenwagens schlossen sich hinter Mrs. Morgen, die nun vollkommen die Fassung verloren hatte. Etwas Sinnvolles aus ihr herauszuholen war nun unmöglich. Vielleicht würde er es später nochmal versuchen. Im Krankenhaus, wenn man ihr etwas zur Beruhigung gegeben hatte.
Als er sich wieder der Leiche zuwenden wollte, sah er aus den Augenwinkeln ein ziviles und sehr auffälliges Fahrzeug den schmalen Zufahrtsweg herauf fahren. Es war ein silbernes Monster. Teuer und vornehm, ein Auto, das Randall nur aus alten Filmen kannte.

„Verdammt“, entfuhr es ihm. Wer hatte denn diesen Wagen durchgelassen? Heute Mittag würden Köpfe rollen. Er eilte im Laufschritt zu der holperigen Straße und stellte sich in den Weg. Der Wagen stoppte augenblicklich und ein Mann in einem maßgeschneiderten schwarzen Anzug kam zum Vorschein. Er war eine genauso ungewöhnliche Erscheinung wie sein Gefährt. Dünn, groß mit feingeschnittenen, ja fast aristokratisch anmutenden Gesichtszügen. Er war nicht älter als Ende dreißig und sein Teint wirkte alles andere als gesund. Der Mann war blass, die Haut so hell, dass sie fast die Farbe von weißem Marmor hatte. Das weiß-blonde Haar trug er streng nach hinten gekämmt.

Ohne ein Wort schlenderte er an Randall vorbei bis zu dem Absperrband. Mit auf dem Rücken verschränkten Händen blieb er stehen und ließ den Blick über die Waldlichtung und die Leiche schweifen.

„Hey, bleiben Sie stehen!“ Randalls Hand wanderte automatisch zu seiner Waffe. Plötzlich stieg ein weiterer Mann aus dem Auto. Er blickte sich verschlafen um und wirkte etwas desorientiert. Als er Randall erblickte, warf er ihm ein gequältes Lächeln zu.

„Tut mir Leid, Sheriff. Wir haben versucht, Sie zu erreichen. Hier draußen scheint es mit dem Handyemfang nicht weit her zu sein. Agent Pendergast wollte nicht länger warten und … da sind wir.“

„Agent ..wer?“ Randall wurde langsam ärgerlich. Was waren das für bizarre Typen?

Der Mann in dem Maßanzug kam zu ihnen und holte eine Marke aus der Innentasche seines Jacketts, die ihn als Agenten Pendergast vom FBI auswies. Nun kramte auch der andere seinen Ausweis aus der Hosentasche. Ebenfalls vom FBI, allerdings vom lokalen, Agent Kittredge.

„FBI? Verdammt noch mal, ihr Jungs wisst wirklich, wie man einen kinoreifen Auftritt hinlegt.“ Niemand lachte und Randalls Laune wurde noch schlechter, als sie so wie so schon war. Er streckte Agent Pendergast die Hand hin, doch dieser deutete nur eine elegante Verbeugung an, die von seinem Partner mit einem Augenrollen zur Kenntnis genommen wurde. Er zog seine Hand zurück und steckte sie wieder in die Tasche seiner Windjacke.

„Also, wie kann ich Ihnen helfen, Mr. Pendergast?“

„Oh, ich benötige zurzeit keine Hilfe von Ihnen. Ich möchte mir lediglich den Mordschauplatz ansehen.“ Auch die Stimme des Mannes war eine Überraschung. Nur zu deutlich konnte Randall den honigsüßen, weichen Akzent der Südstaaten heraushören. Möglicherweise kam er aus Georgia oder Louisiana.

„Unser Team von der Spurensicherung ist bereits vor Ort. Fragen Sie einfach.“

„Vielen Dank, aber ich ziehe es vor, meine eigenen Untersuchungen zu machen. Möglicherweise suchen wir nicht nach denselben Hinweisen.“

Randall wandte sich verständnislos zu dem anderen Agenten. “Wie darf ich das verstehen?“

Kitterdge warf einen Blick zu Pendergast hinüber. Dieser hatte sich bereits auf den Weg zu der Leiche gemacht und kroch auf allen vieren durch das nasse Gras. Seine Nasenspitze berührte fast den Boden und er starrte konzentriert vor sich hin. Randall frage sich insgeheim, ob der Agent kurzsichtig war, oder wirklich die Möglichkeit bestand, dass die Forensiker etwas übersehen hatten.

„Ich bin mir nicht sicher, ob ich darüber sprechen darf. Agent Pendergast hat … er hat den Verdacht, dass es sich um eine religiös orientierte Gruppe handelt, die von New York aus agiert.“

„Eine Gruppe? Mein Gott, etwa ein Satanskult?“

Kittredge schluckte schwer und wich seinem Blick aus. „Pendergast hat den Verdacht, dass einige der Gruppenmitglieder entkommen sind und hier in den Wäldern Unterschlupf gefunden haben.“

Ein Kult also! Randall spuckte aus und dachte darüber nach. Dieser Waldabschnitt erstreckte sich 1.700 Quadratmeilen über den Süd-Osten New Jersey. Schon seit der Kolonialzeit hatte sich dieser Abschnitt als beliebtes Refugium für Menschen herausgestellt, die lieber verschwunden bleiben wollten. Verbrecher auf der Flucht, Fanatiker und andere Abtrünnige – alle waren zwischen den alten Eichen, Pinien und Zedern verschwunden und hatten ihre eigenen bizarren Kommunen gebildet, gut abgeschirmt von der Außenwelt. Und es war zum größten Teil ihre Schuld, dass sich Legenden wie der Teufel von New Jersey immer noch hielten.

Teufel und FBI-Agenten. Der Sheriff sah ‚simpel und einfach‘ in weite Ferne rücken.

„Das denkt er also?“, fragte Randall und beobachtete skeptisch, wie Pendergast auf über den Rasen robbte und offensichtlich einer nicht sichtbaren Spur zu folgen schien. Er war sich fast sicher, dass der Typ tatsächlich am Boden schnüffelte wie ein gottverdammter Bluthund. Die Leute von der Spurensicherung und seine Officers standen wie angewurzelt da und verfolgten das ungewöhnliche Schauspiel. „Und was ist Ihre Meinung, Mr. Kittredge?“

Der Agent kniff die Lippen zusammen und sagte kein Wort. Es war klar, dass er nie ein schlechtes Wort über einen Kollegen verlieren würde, egal wie verrückt dieser sich aufführte. Allerdings konnte man am Gesicht des Mannes erkennen, dass er alles lieber tun würde, als dem New Yorker Agenten zur Seite zu stehen. Da war was im Busch, das war klar.

Wenn Pendergast sich hier wie ein Spürhund aufführen musste, war es wohl besser, ihn an die Leine zu legen. Randall schlenderte zu dem Mann hinüber, der nun still wie eine Statur auf dem nassen Gras kauerte. Lediglich die Finger seiner rechten Hand zitterten leicht. Sein Blick war starr auf einen unbestimmten Punkt unter ihm gerichtet, was vielleicht zu erklären gewesen wäre, wenn er für einen schwierigen Schuss gezielt hätte, oder einen Verdächtigen entdeckt hatte. Aber der Agent starrte lediglich auf einen Fleck Erde, auf dem weder Fußspuren, Blut noch andere Spuren zu sehen waren.

Schließlich ging er in sicherem Abstand zu Pendergast in die Hocke und räusperte sich. „Wenn ich Sie kurz stören dürfte…“

Pendergast’s Kopf fuhr ruckartig in die Höhe und Randall verlo vor Schreck über die plötzliche Bewegung fast das Gleichgewicht. Die Augen des Mannes irrten in einem irren Zickzack Muster hin und her, als würden sie etwas verfolgen, dass Randall einfach nicht sehen konnte, oder das vielleicht pure Einbildung war. Zu allem Überfluss bildete sich an Pendergast’s Mundwinkel ein dünnes Rinnsal aus Blut. Zusammengefasst wirkte der Mann zunehmend irre.

Der Sheriff kam auf die Füße und rief nach Kittredge.

Grade als dieser zu ihnen herüber gelaufen kam, schoss Pendergast’s Hand durch die Luft, um das Unsichtbare Ding zu fangen. Dann kippte er langsam vornüber, fiel mit dem Gesicht voran auf den Waldboden und regte sich nicht mehr.

Plötzlich passierte alles auf einmal. Kittredge winkte den Sanitätern zu und alle rannten wild durcheinander. Pendergast wurde auf eine Trage gehievt zu einem der Krankenwagen getragen. Mit Blaulicht und Sirenen brauste der Wagen davon und niemand fragte sich auch nur für eine Minute, was Pendergast wohl entdeckt haben mochte.

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