Erlkönig Snoke

von Amatra
GedichtParodie, Angst / P12
Han Solo Kylo Ren Snoke
06.12.2018
06.12.2018
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Erlkönig Snoke

 

Wer begibt sich zum Raumhafen schon?

Es ist Han Solo mit seinem Sohn;

Sie laufen den Pfad der Münzen hin

Zum Rasenden Falk‘ mit dem Gewinn

 

Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht? –

Siehst Vater Du den Machtgeist nicht?

Den Geist der Macht dort in der Mitt‘?

Mein Sohn, es ist ein Holo-Vid.

 

„Du liebes Kind, komm, geh mit mir!

Gar große Mächte zeig ich Dir;

Der Letzte der Jedi wird gebannt,

Und ich strahle dann im gülden Gewand.“

 

Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht,

Was dieser Snoke mir leise verspricht?

Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Sohn;

Was Du hörst ist der Triebwerke Ton.

 

Willst, feiner Knabe, du mit mir gehn?

Meine Ritter sollen Dich warten schön

Meine Ritter beugen vor Dir all‘ das Knie

Und an Deiner Seite kämpfen werden sie.“

 

Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort

Snokes schwarze Ritter am düstern Ort?

Mein Sohn, mein Sohn, ich seh es genau:

Es sind nur Evaporatoren grau.

 

Nur mit Dir will ich schlagen die letzte Schlacht“

Und bist Du nicht willig, so brauch ich die Macht.“

Mein Vater, mein Vater, jetzt fasst er mich an!

Das Böse hat mir ein Leids getan!

 

Han Solo grauset’s, er rennt geschwind

Er hält an der Hand das ächzende Kind,

Erreicht den Falken mit Müh‘ und Not;

Mit Kylo Ren - Ben Solo war tot.







Hallo!

Ich lebe noch. Echt jetzt.

Ich schreibe sogar an der „Symmetrie der Macht“ weiter – allerdings kam mir im Herbst spontan dieses Gedicht in den Sinn … weil es dazu noch eine Prosa-Version gibt, die sich im Großen und Ganzen um das dreht, worum es auch hier im Gedicht geht: Ben Solo begleitet seinen Vater auf Ord Mantell und trifft zum ersten Mal auf den Erlkö- Snoke.

Wer sich erinnert: In der „Symmetrie der Macht“ tobt gerade eine Schlacht über Ord Mantell – deshalb muss ich die erwähnte Kurzgeschichte (die ursprünglich als Kylo Ren-Flashback geplant war) erst fertigschreiben, damit das folgende Symmetrie-Kapitel darauf aufbauen kann.
Tut mir leid die Sauerei.



Ich hoffe, meine Version vom Erlkönig hat Euch Spaß gemacht?
Herzensgrüße
Amatra

***
Nachtrag in eigener Sache:
Die Prosa-Version hat es nun auch endlich hierher geschafft:
Blut und Spiele

***



Und der Vollständigkeit halber hier das Original von Johann Wolfgang von Goethe zum Nachlesen:



Der Erlkönig



Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?

Es ist der Vater mit seinem Kind;

Er hat den Knaben wohl in dem Arm,

Er faßt ihn sicher, er hält ihn warm.



Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht? –

Siehst Vater, du den Erlkönig nicht?

Den Erlenkönig mit Kron und Schweif? –

Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif. –



»Du liebes Kind, komm, geh mit mir!

Gar schöne Spiele spiel ich mit dir;

Manch bunte Blumen sind an dem Strand,

Meine Mutter hat manch gülden Gewand.«



Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht,

Was Erlenkönig mir leise verspricht? –

Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind;

In dürren Blättern säuselt der Wind. –



»Willst, feiner Knabe, du mit mir gehn?

Meine Töchter sollen dich warten schön;

Meine Töchter führen den nächtlichen Reihn

Und wiegen und tanzen und singen dich ein.«



Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort

Erlkönigs Töchter am düstern Ort? –

Mein Sohn, mein Sohn, ich seh es genau:

Es scheinen die alten Weiden so grau. –



»Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt;

Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt.«

Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er mich an!

Erlkönig hat mir ein Leids getan! –



Dem Vater grauset's, er reitet geschwind,

Er hält in den Armen das ächzende Kind,

Erreicht den Hof mit Mühe und Not;

In seinen Armen das Kind war tot.
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