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Weihnachtsessen vorbereiten #SatokoxRika

OneshotFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 Slash
Rika Furude Satoko Houjou
05.12.2018
05.12.2018
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authors note: Dieser Oneshot ist nicht von mir selbst geschrieben worden! Der Adventskalender ist ein Projekt von zwei Freundinnen und mir. Da meine beiden Freunde jedoch keinen eigenen Account besitzen, werden die Oneshots alle hier hochgeladen. Falls ihr Instagram habt, schaut gerne bei @ayarin396 vorbei, sie hat den heutigen Oneshot geschrieben. Wir wünschen Euch viel Spaß.
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Weihnachtsessen vorbereiten #SatokoxRika
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"Rikaaa! Gibst du mir bitte eine neue Flasche Sojasoße?", schallte es aus der Küche. Rika, die noch auf der Couch lag, legte ihr Buch zur Seite und setzte sich auf. Sie strich sich ihre lilafarbenen Haare glatt, während sie aufstand, um sich gegen Türrahmen der Küche zu lehnen.
"Wozu brauchst du denn Sojasoße? Wolltest du nicht einen Gänsebraten machen?" Satoko drehte sich um und setzte ihren üblichen genervten Gesichtsausdruck auf. Sie wollte die Arme in ihre Hüften stemmen, machte das aber dann doch nicht, da ihr noch rechtzeitig auffiel, dass ihre Hände voller Gänsefett waren. "Rika, darüber habe ich schon die ganze letzte Woche geredet. Mion hat mir doch ein Rezept von ihrer Großmutter gegeben, bei dem man das Fleisch mit Sojasoße einlegt. Wir haben dann gesagt, dass wir das zusammen probieren wollen. Erinnerst du dich etwa schon wieder nicht daran?" Rika zuckte mit den Schultern. "Du redest viel über Essen, da ist es doch normal, dass ich nicht alles mitbekomme." Bevor Satoko reagieren konnte, unterbrach Rika sie. "Steht die Soße immer noch an derselben Stelle?" Satoko nickte ihr zu und machte sich wieder daran, das Essen zuzubereiteten. Rika löste sich vom Türrahmen und begab sich zur Kellertreppe. Während sie vorsichtig auf die oberste Stufe trat, legte sie den Lichtschalter um. Mit einem Flackern gingen alle Lichter an, sodass Rika nun in den Keller gehen konnte, ohne in der Dunkelheit über die steilen Stufen zu stolpern. Als sie langsam die Treppe herab schritt, begann sie, zu lächeln.
Für andere mussten Satoko und sie so wirken, als ob sie eine gespaltene Persönlichkeit hätten. Die Hälfte der Zeit klebten sie wie zwei unzertrennliche Kletten aneinander und den Rest der Zeit stritten sie sich. Zumindest schien es so. Denn ihre vermeintlichen Konflikte waren nur einfache Meinungsverschiedenheiten, die keinen von Beiden besonders beeinflussten. Oftmals waren ihre Worte harscher als sie gemeint waren und die Mädchen wussten das auch. Nur für Außenstehende sah es verwirrend aus, dass sie sich nach einem Streit sofort wieder umarmten.
Allgemein wirkte es seltsam, wenn man bemerkte, wie oft Satoko und Rika, selbst in der Öffentlichkeit, Körperkontakt hatten. Entweder hielten sie Händchen, kuschelten oder küssten sich gleich. Spätestens dann wurde den Leuten klar, dass die Beiden nicht nur beste Freunde waren. Bei diesem Gedanken wurde Rika direkt warm ums Herz. Schon an Satoko zu denken, machte sie glücklich.
Nachdem die Lilahaarige endlich am Ende der Treppe angekommen war, schaltete sie auch dieses Licht ein und begann, den Keller zu durchsuchen. Denn natürlich stand der große Behälter mit der Sojasoße nicht bei den anderen Gewürzen, wo er eigentlich stehen sollte. Als Rika einen verstaubten Küchenschrank in einer Ecke entdeckte, wurde sie fündig. Doch während sie die große Flasche aus dem Schrank zog, fiel ihr Blick auf ein dickes Buch, welches weiter hinten lag. Sie zog es heraus und strich mit der Hand über den Buchrücken. Es dauerte ein paar Momente, bevor sie sich erinnerte, was für ein Buch das war.
"Wie kommt das denn hier runter...", murmelte Rika vor sich hin, als sie mit der Flasche und dem Buch wieder nach oben lief. Dort angekommen, schaltete sie das Licht aus und begab sich in die Küche. Sie stellte die Flasche ab, welche sich Satoko sofort schnappte. "Na endlich, das hat ja lang genug gedauert. Ich muss das Fleisch jetzt nur noch einlegen und dann backen lassen." Rika hob das Buch hoch und schwenkte es vor der Nase ihrer Freundin. "Was ist das?", fragte diese verwirrt. Rika schlug eine Seite auf und zeigte sie Satoko. "Unser erstes gemeinsames Fotoalbum. Das ist irgendwie in den Keller gekommen." Die Blondine war plötzlich doch an dem alten Buch interessiert. "Wirklich? Zeig her!" Rika schlug das Album wieder zu. "Ich dachte, du hast so lange auf die Sojasoße gewartet. Dann leg' die Gans jetzt auch ein." Satoko machte den Schmollmund, dem Rika nur so schwer wiederstehen konnte. "Naw, Rika. Jetzt bin ich neugierig!" Sie drehte sich zurück zum Braten und machte sich an die Arbeit. "Ich bin gleich bei dir."
Die Lilahaarige machte sich schon auf den Weg ins Wohnzimmer. "Ich fang' dann schon mal an.", rief sie über ihre Schulter.
"Wehe dir!", kam aus der Küche zurück.
Nach ein paar Minuten, in denen Rika noch einmal den Termin morgen mit ihren Freunden bestätigt hatte, war Satoko dann auch fertig und schob die Gans in den Backofen. Sie kam gähnend ins Wohnzimmer und ließ sich neben ihrer Freundin auf das Sofa fallen. "So, lass uns anfangen." Sie lehnte sich gegen Rika und zog eine Decke über ihre Körper.
Dann begannen sie gemeinsam, das Fotoalbum durchzublättern. Die Bilder lösten unzählige, nostalgische Erinnerungen bei ihnen aus, sodass sie sich vornahmen, das Buch am nächsten Tag ihren Freunden zu zeigen. "Schau, das haben wir gemacht, als Keiichi in unsere Klasse gekommen ist!" "Und hier ist Rena auf der Mülldeponie. Ob sie da immer noch so oft hingeht?" "Da sind Mion und Shion auf dem Festival! Es ist selten zu sehen, dass die Beiden so ruhig zusammen sind."
Nachdem sie das ganze Album durchgeschaut hatten, blieben sie auf der Couch liegen. "Es ist schön, diese alten Bilder zu sehen.", murmelte Satoko. Rika nickte, während sie das Buch auf den Tisch legte. Dann rutschte sie ein Stück zu ihrer Freundin und sah sie an. "Ich freue mich auf morgen." Satoko lächelte. "Es wird schön, sie alle zu Weihnachten zu sehen. Obwohl wir so nah aneinander wohnen, sehen wir uns so selten." Die Beiden kuschelten sich aneinander, da sie nun merklich müder wurden. "Rika, ich liebe dich.", flüsterte Satoko.
"Ich liebe dich auch, Satoko.", war das Letzte, was Rika sagte, bevor sie und Satoko gemeinsam einschliefen.
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