Alleine hier draußen

OneshotDrama, Romanze / P18
Felix Brummer / Kummer
03.12.2018
03.12.2018
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Lächelnd betrachtete ich ihr Gesicht, prägte mir jedes noch so kleine Detail davon ein, Angst davor etwas zu vergessen oder den Moment zu verpassen.

Sie war die wohl schönste Frau die ich kannte und ich war mir sicher auch die schönste Frau der Welt, nicht mal ihre tiefen Augenringe konnten mich von etwas anderem überzeugen.
«Ich habe dich vermisst» es war mehr ein flüstern. Lächelnd schloss sie ihren Augen und auf ihren Wangen zeichneten sich sanft ihre kleinen Grübchen ab.

Wie lange war es her als ich sie zu Letzt gesehen hatte? Es fühlte sich an wie eine Ewigkeit dabei waren es doch nur drei Tage gewesen. Ein warmes Gefühl machte sich breit, es fühlte sich an wie Zuhause – bei ihr zu sein. Die Ruhe, die Stille und alles was zählte war das hier und jetzt.
Wir kannten uns nun schon sechs Jahre und ich wollte kein einziges Jahr, keinen Monat, keinen Tag oder Stunde mit ihr missen. Nie hätte ich es glauben wollen, dass ein einziger Mensch mein Leben so auf den Kopf stellen konnte wie sie es getan hat.

«Kummer, Denkfalten stehen dir nicht» holte sie mich aus meinen viel zu tiefen Gedanken, ihr leises Lachen durchbrach die Stille zwischen uns. Mit einem Schmunzeln auf den Lippen zog ich sie in näher in meine Arme, sanft legte sie Ihren Kopf in meine Halsbeuge und streichelte über meine Arme, immer wieder auf und ab – eine leichte Gänsehaut breitete sich darauf aus.

Es waren genau diese Momente, die mein Leben mit ihr bereicherte. Ich liebte diese Frau, mehr als alles andere auf dieser Welt und ich konnte mir nichts schöneres Vorstellen als sie in meinen Armen zu halten und die Ruhe zu geniessen.
«Ich liebe dich, weisst du dass?» Fragte ich, wobei ich die Antwort doch schon längst wusste. Sie richtete sich leicht auf und blickte mir direkt in die Augen. Stahlblau traf auf Haselnuss braun. «Ich liebe dich auch, Felix» lächelte sie und mein Herz blieb, wie so oft in ihrer Nähe stehen. Sie setzte gerade an noch etwas zu sagen, da versiegelte ich ihre süßen Lippen mit meinen. Ich zog ihren Duft ein, der so vertraut war, Zuhause. Sie richtete sich sachte auf und legte ihre Lippen erneut zärtlich auf meine. Eine Gänsehaut bedeckte meinen Körper und die Luft zwischen uns fing an zu knistern.

Atemlos unterbrach ich unseren Kuss und hasste mich dafür diesen Moment. Zu gross war meine Sehnsucht danach wieder ihre Lippen auf meinen zu spüren. Mein Verlangen war undenkbar gross, Mein Verlangen nach Ihrer Nähe, nach Ihren Berührungen und ihrem Körper. Ich wollte sie, ich brauchte sie so sehr.
Ohne meine Augen von ihr zu lassen, schob ich meine Hand unter ihr Shirt, ihre Haut war erhitzt und ihre Warme Haut unter meinen Fingerspitzen zu spüren setzte in meinem Bauch Blitze frei. Es fühlte sich immer wieder vertraut und doch neu an. Meine Hand wanderte von ihrer Seite bis zu ihrem Rücken, den ich immer wieder sanft streichelte.

Sie hatte ihre Augen geschlossen und seufzte leise auf, ich liebte es wie sie auf jeden meiner noch so kleinen Berührungen reagierte. Mit meinen Fingern erkundigte ich weiter ihren Körper als wäre es das erste Mal, ihr Shirt schob ich dabei immer weiter nach oben bis ich es ihr dann völlig auszog. Diese Frau raubte mir immer wieder aufs Neue den Atmen, wie in diesem Moment als sie unter mir lag und mich mit ihren braunen Augen schüchtern ansah.
Wieder suchten ihre Lippen meine und wieder vereinten sich diese leidenschaftlich, dieses Mal mit Nachdruck von ihr – sie wurde hastiger, verlangender. Doch ich wollte gerade nichts mehr als jeden Moment soweit auszukosten wie es ging.

Meine Hand fand weiter ihren Weg über ihren perfekten Körper bis zu ihren Brüsten, mit einer schnellen Bewegung entledigte ich den störenden Stoff, der mich davon noch trennte. Ich berührte dann immer wieder kurz ihre empfindlichste Stelle. Ein keuchen mischte sich zwischen unsere Leidenschaften Küsse und es nahm mir den letzten Verstand, den letzten festen Gedanken, den ich fassen konnte.
Ich neckte sie immer weiter, immer wieder berührte ich ihre weiche Haut und ihr Körper unter meinen Fingerkuppen bebte. Bei jeder Berührung drückte sie sich meiner Hand entgegen, in der Hoffnung ich würde sie endlich erlösen.

Unnachgiebig, sanft und mit schwerem Atem zog ich die Kreise über ihren Bauch, erkundete jeden einzelnen Centimeter ihres Körpers. Auch wenn es mir schwer fiel löste ich mich von ihr und fing an ihren Hals mit leichten Küssen zu pflastern meine Hand wanderte dabei quälend langsam in ihren Slip.
Wie schon zuvor erkundigte ich Sie langsam, zärtlich aber mit druck bis ich schliesslich mein Ziel erreicht hatte. Ihr Körper war angespannt und schrie nach meinen Berührungen «Felix…» ermahnte mich die erstickte Stimme neben mir.

«Bitte» flehte sie danach, dass ich sie endlich dort berührte wo sie es sich sehnlichst wünschte. Ihr Atem ging unkontrolliert als ich sie endlich erlöste und mit druck anfing zu massieren. Immer wieder entwich ein ersticktes Stöhnen ihre Kehle und ich wollte mir jeden Moment einprägen. Sie so zu sehen war wohl das attraktivste was es für mich gab. Wie konnte ein Mensch einen so in den Bann ziehen?

Auch meine Beherrschung ging mit dem zitterndem Körper unter meiner Hand über Bord und ich lies von ihr. Ohne eine Sekunde zu zögern fing sie an mir mein Shirt über den Kopf zu ziehen und versuchte mit zittrigen Händen, mich von meinen Shorts zu befreien.

«Ich brauche dich so sehr» sagte ich bestimmt und fesselte sie erneut mit meinem Blick, sie biss sich sachte auf die Unterlippe und sah mich mit erröteten Wangen verlangend an. Bevor ich ihre Antwort abwarten konnte drang ich in sie ein und musste mich kurz sammeln, um das Gefühl zu verarbeiten was sich in mir breit machte.
Ich beugte mich zu ihr und wollte erneut ihre Lippen auf meinen spüren, Sie küssen, ich brauchte den Halt – doch da waren keine Lippen.

Da war nur leere die mich umgab.

«Pia» entwich panisch meiner Kehle, wieder versuchte ich sie mit meiner Hand zu berühren, doch da war nichts. Das warme Gefühl verschwand und kälte umgab mich schlagartig.



Schweissgebadet wache ich auf.
Es war schon 237 Tage, 6 Tage, 15 Stunden und 20 Sekunden her, da hatte sie diese Welt schon viel zu früh verlassen müssen – und damit auch mich.
Sie lies mich zurück und ich wusste nicht wie ich diese Einsamkeit, mit welcher sie mich zurücklies, los werden konnte.
Diese Kälte, die tiefe und der Schmerz, den sie hinterlassen hatte und sich jeden Tag aufs Neue in mein Fleisch schnitt.
Zitternd vergrub ich mein Gesicht in den Händen und hoffte aufzuwachen, endlich aufzuwachen aus diesem Albtraum, der mich umgab.

Wann würde es endlich aufhören?
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