Täglich grüßt die Erinnerung - Liebe findet uns.

GeschichteDrama, Romanze / P16
Brian Littrell Nick Carter OC (Own Character)
03.12.2018
16.09.2019
20
20633
2
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1. Ich steckte mein Handy schnell in die Hosentasche noch bevor ich über die kleine Straße lief in die ich eben eingebogen war, um auf die gegenüber liegende Straßenseite zu gelangen. Ich hatte die ganze U-Bahn fahrt SMS mit Kim geschrieben. Sie hatte mir wieder von einem ihrer verrückten Träume erzählt. Ich schüttelte amüsiert den Kopf, als ich genauer über ihren Traum nachdachte. Das Viertel hier kam mir bekannt vor, an der Ecke zur Hamiltonroad entdeckte ich dann das kleine chinesische Restaurant in dem ich schon einmal zum Essen verabredet war. Mein Magen fühlte sich plötzlich wie zugeknotet an. Das Viertel in dem auch das Restaurant liegt gehört zu den guten Gegenden hier. Ehe ich dann vor dem alten Gebäude mit den hohen Fenstern stehen blieb, atmete ich noch einmal tief durch und glich die Hausnummer mit der auf meinem Zettel ab. Ich musste mich sicher in der Adresse geirrt haben. Als ich noch einmal einen Blick auf das Klingelschild warf und Meenas Nachnamen darauf entdeckte, war ich mir schließlich sicher nicht vor dem falschen Haus zu stehen. Ich drückte auf das Klingelschild nachdem ich eben noch gesucht hatte und bewunderte weiter den Eingangsbereich mit der verzierten Haustür. Der Türöffner summte und unerwartet leicht konnte ich schließlich die Haustür aufdrücken. Die Wohnung von Meena lag in der ersten Etage und während ich die Stufen hochging, begutachtete ich das Treppenhaus eingehend. Weder im Eingangsbereich mit der verzierten Haustür, noch im Treppenhaus roch es nach Marihuana oder Erbrochenen, wie ich es bei meinen letzten drei Wohnungsbesichtigungen in dieser Woche erleben musste. Ich kreuzte die Finger und sprach zu mir selbst: „Bitte lass Meena kein Freak sein, Bitte.“ Als ich meine Augen wieder öffnete blickte ich in das freundliche Gesicht einer jungen Frau. „Sienna, richtig?“ fragte die hübsche Brünette, sie hatte lockiges Haar. Ich nickte, ging ein paar Schritte auf sie zu und streckte ihr meine Hand entgegen. Sie schüttelte meine ausgestreckte Hand und bat mich ohne zu zögern hinein. Wieder musterte ich alles genau um mich her-um so wie ich es immer tat. Wir betraten den kleinen Flur, in dem ein Schuhschrank stand, außer-dem noch ein Garderobenhaken und ein geschmackvoller Spiegel hing, es herrschte aktuell ein ziemliches Chaos im Flur, aber ich lächelte unsicher darüber hinweg. Vermutlich hatte sie mein unsicheres Lächeln bemerkt und erklärte mir deswegen Sekunden später, dass sie gerade dabei sei ein paar ihrer Schuhe auszumisten. Darauf folgte eine ausführliche Berichterstattung über ihr Kauf-verhalten, als wollte sie sich für die unzähligen paar Schuhe vor mir rechtfertigen. Welche Frau bezeichnete sich selber als Kauf süchtig? Ich könnte schwören ich hatte da eben ein paar schicke Valentinos gesehen, die würden unmöglich zu den aussortierten Schuhen gehören können. Ich folgte ihr weiter in den Wohnbereich und lauschte ihren Worten weiterhin aufmerksam, manchmal schenkte ich ihr auch ein anerkennendes Lächeln um ihr das Gefühl zu geben ich würde genauso empfinden wie sie, dabei besaß ich dagegen bloß nur genauso viele Schuhe wie ich sie an einer Hand abzählen konnte. „Das hier ist der Wohnbereich mit der offenen Küche.“ erklärte sie freund-lich als wir in einen großen hellen Wohnraum traten und das Thema Schuhe abgeharkt hatten. Wie-der nickte ich stumm. Erst begutachtete ich das Wohnzimmer, es war ordentlich und die Möbel sahen ziemlich neu aus, vermutlich auch teuer. Auf dem ersten Blick, entdeckte ich keine persönlichen Bilder an den Wänden nur ein großes Gemälde, die Farben gefielen mir. "Gefällt es dir? Fragte Meena plötzlich. Ich brachte ein nicken zustande, mehr nicht. Ich hatte keine Ahnung von Kunst. Fotografie dagegen mag ich. "Die Farben gefallen mir." Murmelte ich, weil ich das Gefühl hatte irgendetwas sagen zu müssen. Als ich ein Blick auf die Küche warf, fielen mir gleich die teuren Elektrogeräte auf. Ich strich mit meiner Hand über die Arbeitsfläche und fragte mich wie der Herd wohl funktionieren würde. „Kochst du gerne?“ fragte Meena mich aufmerksam. Ich zuckte mit den Schultern. „Manchmal.“ war alles was ich dazu sagte. Als ich in ihr enttäuschtes Gesicht sah, wurde mir bewusst, dass nicht ich sie mögen müsste, sondern sie mich, wenn ich vorhatte hier einziehen zu wollen. „Wenn man die Küche jedenfalls so sieht, kriegt man richtig Lust darauf den Kochlöffel zu schwingen.“ entfuhr es mir schließlich und daraufhin erntete ich ein aufrichtiges Lächeln von ihr. „Als mein Bruder die Wohnung eingerichtet hat, hat er vermutlich nicht bedacht, dass ich so eine große schicke Küche gar nicht gebrauchen kann, weil ich außer Milchreis überhaupt nichts auf dem Herd zustande bringe.“ kicherte sie und hielt sich danach die Hand vor den Mund, als hätte sie ein Geheimnis ausgeplaudert. Ich lachte in mich hinein und begutachtete weiter die Schränke aus Massivholz. Eine chaotische, nach eigener Aussage Kauf süchtige Brünette die ein Fabel für Valentinos hat, auf Kunst steht und außer Milchreis nichts auf dem Herd zustande bringt, sollte also eventuell meine neue Mitbewohnerin sein? Innerlich brach ich in Gelächter aus, denn Meena und ich hatten auf dem ersten Blick so gar nichts gemeinsam. „Komm ich zeig dir das Zimmer um das es hier eigentlich geht.“ sie nickte in die Richtung eines langen schmalen Flurs, sie wartete noch kurz meine Reaktion ab ehe ich ihr stumm folgte. „Ich zeige dir als erstes aber noch das dazugehörige Bad.“ verkündete sie und klatschte dabei aufgeregt wie ein Teenager in die Hände, während ich ihr ein neugieriges Lächeln schenkte und ein Augenrollen unterdrückte. Sie öffnete die Tür und mir fiel gleich die freistehende Badewanne auf. Ein „Wow.“ entfuhr mir, während Meena aufgeregt auf ihrer Unterlippe rum kaute. Okay, ihr aufregendes Klatschen war in jedem Fall angebracht. „Gefällt es dir?“ fragte sie. Ich nickte wieder stumm und beäugte dabei das Waschbecken aus Marmor mit den Modernen verchromten Wasserhähnen. „Das Badezimmer gehört zu dem freien Zimmer.“ verkündete sie stolz. „Wie meinst du das?“ fragte ich stutzig, zwischen meinen Augen-brauen bildete sich dann immer eine Falte. „So wie ich es sage, meine Mitbewohnerin kann es alleine nutzen.“ erklärte sie erneut. Mein Gesicht entspannte sich wieder allmählich. „Mein Badezimmer liegt auf der anderen Seite direkt neben meinem Zimmer.“ lächelte sie dann und zum ersten Mal heute fielen mir ihre eisblauen Augen auf, die das Gesamtpaket perfekt machten – Meena gehörte zu der Art Mädchen, die sogar ohne Make Up den ganzen Raum erstrahlen. „In meinem jetzigen Badezimmer habe ich kein Fenster.“ sprudelte es plötzlich aus mir heraus. „Bis jetzt.“ ergänzte Meena. Ich nickte „Genau.“. Meine Lippen umspielte ein kleines Lächeln. Als Meena dann die Tür zu dem Zimmer, das meins sein könnte öffnete, blieb mir der Mund offen stehen. Das große Fenster, dass ich eben schon von draußen gesehen hatte sah jetzt noch viel hübscher aus. Die hellgrauen Vorhänge an den Fenstern schmeichelten dem Raum. Die Wände darin waren alle weiß und ließen mir jede Möglichkeit. Außer einem großen hochglänzenden weißen Kleiderschrank stand noch ein riesiges Bett im Zimmer, aber trotzdem wäre sicher noch genug Platz für einen Nachtisch, einen Schreibtisch und sogar für eine Kommode. Mein Bettläufer würde unglaublich gut hier rein-passen. „Das Bett ist riesig.“ ich flüsterte aus Angst meine Stimme könnte bei den hohen Decken zu hallen anfangen. Selbstzufrieden stand Meena im Türrahmen und musterte mich. „Es ist nur einen Meter achtzig breit, es wirkt so Groß weil es ein Boxspringbett ist. Die Möbel gehören zu dem Zimmer, genau wie es in der Wohnungsanzeige steht.“ erklärte sie. "Die Möbel sind toll. Vor allem aber wohl ziemlich teuer." Bemerkte ich vorsichtig, ohne ihr näher treten zu wollen. Fakt ist, Meena hat Kohle und das kann sie in ihrer tollen Wohnung nicht verbergen. Meena schenkte mir ein freundliches Lächeln ehe sie mit den Schultern zuckte. "Gehört dir die Eigentumswohnung allein?“ diese Frage brannte mir schon die ganze Zeit auf der Zunge, ich vermutete, die Wohnung würde wohl-möglich ihren Eltern gehören oder vielleicht war Meena bereits verheiratet und die Wohnung gehört ihrem reichen Ehemann der vermutlich in Boston lebt. Meena zuckte mit den Schultern. Ich schau-te in ihr hübsches Gesicht. Nein, ein Ehemann in Boston passte nicht zu ihr, außerdem trug sie keinen Ehering. „Irgendwie schon. Mein Bruder hat sie für mich gekauft. Erst war er nicht so begeistert davon, dass ich mir eine Mitbewohnerin suchen möchte, aber inzwischen hat er eingesehen, dass sie für mich alleine viel zu groß ist.“ plapperte sie fröhlich darauf los. Sie hatte also einen Bruder, der ihr einfach so eine Wohnung kauft?