Lili und Arktos

OneshotFamilie, Fantasy / P12
03.12.2018
03.12.2018
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Hier findet ihr Tag 2. Einen Supernatural One-Shot

Und damit befinden wir uns an Tag drei meines Adventskalenders und ich habe mir hier ein Musical von Peter Maffay und Co. ausgesucht. Außerdem kann man dann besser diesen gruesligen Tabaluga-Kinofilm ignorieren.
Mal im Ernst, dieser Film ignoriert doch beinahe den gesamten Canon und das tut irgendwie sehr weh, wenn man mit den Musicals und der fernsehserie aufgewachsen ist.
Auf jeden Fall wünsche ich viel Spaß mit diesem One-Shot.
Einer kurzen Geschichte der Annäherung zwischen Lili und ihrem Vater, dem Schneemann Arktos.
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Feinfühlig schlug Arktos mit seinem Hammer und Meißel auf den großen Eisblock ein. Er war einsam, natürlich war er das. Jeder gute Bösewicht war einsam.
Und so schuf er sich eine Tochter. Sie würde zart sein und zierlich. Sie würde ihn mit Tanzen erfreuen und damit, wie ihr Kleid ihre Beine umflattern würde, wenn sie sich drehte.
Ihr Gesicht war fein und liebevoll und mit dem Daumen strich er über die kleine Nase, die er für sie erschaffte.
Er erschuf selten Leben, meistens nur für die Eismänner, die seinen Palast bewachten. Er grinste ein wenig, als er den Hammer für die letzten Schläge ansetzte und schmale Finger aus dem Rest Eis herausarbeitete. Eine Hand streckte sie geziert zur Seite und die andere Hatte sie über seinen Kopf erhoben.
Den Kopf hatte die Kleine ein wenig in den Nacken gelegt und das Bein in einer anmutigen Pose um das andere Bein gewunden.

,,Du wirst Lili heißen'', meinte Arktos, als er über seinem Kopf lautes Rauschen hörte und eine unangenehme Wärme verspürte, die der allseits bekannte Drachenjunge Tabaluga verströmte.
Er hasste diesen Knaben. Nicht nur wegen dem offensichtlichen, für ihn sehr gefährlichen Feuer.
Feuer mit dem man leidenschaftlich zerstören könnte, ehe er mit Eis Neues erschaffen könnte, seine Welt erweitern könnte.
Natürlich hatte er den Kleinen noch nie wirklich gesehen, aber Gerüchte über die Kinder von Drachen verbreiteten sich selbst in seinem Reich.
Grummelnd presste er die Lippen zusammen und fluchte dann laut, als er noch mehr Wärme spüren konnte und rief laut nach oben: ,,Wer stört mich in meinem Tal bei der Arbeit. Das kostet dich dein Leben du Wicht!'', ehe er mit einem lauten, wütenden Brüllen mit dem Hammer auf den Drachen zielte und Eis heraufbeschwor, um damit große, eisige Salven auf den Jungen abschoss.
Dann widmete er sich erneut seiner Tochter.
Er strich über ihren Rücken, in den er mit feinerem Werkzeug ein Schlüsselloch hineinkratzte. Irgendwo musste er doch auch noch einen passenden Schlüssel haben, überlegte er und ging los, danach suchen, um später dem Mädchen Leben einzuhauchen.

Ihre Lider zitterten ein wenig und schlossen sich kurz, ehe sie kurz die Lippen öffnete und testend über ihre Lippen leckte und sich leise räusperte, um dann ihre Stimme zu testen.
,,Vater?'', flüsterte sie, während er hinter sie trat, um den Schlüssel herumzudrehen. ,,Tanz für mich, Kleine'', wünschte sich Arktos und mit einem zarten Lächeln hob sie ihre Arme über den Kopf und drehte eine erste Pirouette.
Ihr Tanz war wunderschön und anmutig. Der Tanz einer Eisprinzessin. Arktos grinste wieder, als sie schließlich nach einigen Minuten in ihrer Endposition landete und leise seufzend zu Boden blickte.
,,Werde ich nur tanzen müssen?'', äußerte sie sich schon missmutig und wurde daraufhin auf der Wange getätschelt.
,,Nein. Nachdem ich den Drachen gesehen habe, habe ich Größeres mit dir vor'', beschloss er und führte sie an ihrer kleinen Hand in sein Schloss hinein. Er hatte ihr ein eigenes Zimmer geschaffen und sie bewegte sich nur, weil er ihr die ganze Zeit über Leben zuführte.
Sein Plan erlaubte nicht, dass sie selbstständig wäre.
Hätte der Drache ihn nicht gestört, wäre es womöglich so gekommen, aber nach dem Blick in den Augen des Jungen, den man nur zu deutlich erkannte, endete es nun so.
,,Heute Abend wird es ein Fest geben'', erklärte Arktos und führte sie zu einem Stuhl, der zu einem großen, eisigen Spiegel gehörte.
Er legte die Hand leicht auf ihren Kopf und überlegte. Ihr Haar war etwas zu kurz. Er konzentrierte sich und schon flossen silberglänzende Strähnen aus Eis über ihren Rücken bis ungefähr zur Mitte ihrer Schulterblätter hin.
,,Du wirst den kleinen Drachen bezierzen und für ihn tanzen'', flüsterte Arktos in ihr Ohr, ehe er sie alleine ließ, den Schlüssel in der Hand.
Es galt eine Party vorzubereiten.
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Hier findet ihr Tag 4 - Einen FairyTail-Drabble
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