Smichi - Das Geständnis

von Madlenii
OneshotRomanze, Freundschaft / P18 Slash
Michael "Michi" Beck Michael Bernd "Smudo" Schmidt
03.12.2018
03.12.2018
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Pairing: Smudo und Michi Beck
Sicht: Smudo
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Wie mir dieses geflirte auf die Nüsse geht. Die ganze Zeit schwänzelt sie um Michi herum, als wäre er irgendeine Schokotorte, von der sie unbedingt was ab haben möchte.
Eigentlich mag ich Yvonne ja, aber wenn sie die ganze Zeit in seiner Nähe herumlungert, könnte ich wirklich einen Vogel kriegen. Ach was Vogel... einen Vogel Strauß.
Genervt zog ich meine Jacke vom Stuhl und verschwand nach draußen.
Ich hatte keine Lust auf dumme Fragen, deswegen verließ ich das Studiogelände und setzte mich in das nächste Café und trank einen Espresso. Wütend auf mich selbst, atmete ich einige Male tief durch um meine Gedanken neu zu ordnen. Vor meinem geistigen Auge, ging ich die Situation gerade noch mal durch.
Yvonne bekam ihr Kleid nicht zu, wollte dass ihre Kostümfee ihr half, die war aber vor wenigen Sekunden an uns vorbei gestrahlt und Michi hat ihr dann geholfen. Jap Smu. Du bist ein Trottel. Ich bilde mir hier die skurrilsten Sachen ein, die so realitätsfremd sind, dass ich im hohen Bogen speien könnte. Warum musste ich mich denn ausgerechnet in meinen besten Freund verlieben?
Diese Frage stellte ich mir seit Monaten. Eine plausible Antwort dafür, habe ich bis jetzt nicht gefunden. Michi und ich kennen uns schon seit einer Ewigkeit. Mehr als die Hälfte unseres Lebens. Woher die Gefühle kamen, konnte ich mir genau so wenig erklären. In meinem gesamten Leben, hatte ich noch nie Interesse am männlichen Geschlecht. Was wäre das auch für eine verkehrte Welt? Smudo der schwule Rapper. Na Prost, Mahlzeit! Ich seh mich jetzt schon in jeder Klatschpresse auf der Titelseite. Gott, wie ich diese verdammten Gefühle gegenüber ihm hasse. Wenn der das wüsste, würde der mich entweder Monate lang damit aufziehen oder schlimmstenfalls mir die Freundschaft kündigen, was auch das Ende für die Fantas bedeuten würde.
„Entschuldigen sie junger Mann aber möchten sie nicht endlich mal an ihr Telefon gehen?"
Eine ältere Frau sah mich genervt durch ihre dicke Hornbrille an und deutete auf mein Handy. Ich entschuldigte mich knapp und nahm das Gespräch entgegen. Michi wollte wissen, wo ich steckte. Da ich ihm schlecht die Wahrheit sagen konnte, erklärte ich ihm, dass ich etwas besorgen musste und gleich zurück sei.
Schnell legte ich etwas Kleingeld für den Espresso an den Tresen und eilte schnellen Schrittes zurück zum Studio.
Dort angekommen stand Michi mit der Zigarette am Hintereingang und sah mich fragend an.
„Tut mir Leid. War wichtig!" erklärte ich knapp und wollte an ihm vorbei gehen. Michi zog mich am Arm zurück und sah mich an.
„Smu ich kenn dich. Du hast doch was?!"
Energisch schüttelte ich den Kopf, vermied es aber ihm in die Augen zu gucken. Michi trat seine Zigarette aus und legte seine Hand auf meinen Bauch, was mir einen Schauer über den Körper laufen lies.
„Lüg mich nicht an. Du bist schon seit einiger Zeit so komisch unterwegs. Hab ich was falsch gemacht? Ist irgendwas mit Esther?"
„Gott, Nein. Seit ich mich von ihr getrennt habe, hab ich jeglichen Kontakt abgebrochen. Ich hab keinen Bock auf diese falsche Schlange. Nein Michi du hast überhaupt nichts falsch gemacht. Ich bin nur etwas... angespannt im Moment. Glaub mir, es ist alles in Ordnung."
Michi zog mich in eine Umarmung und legte seine Lippen an mein Ohr.
„Smu wenn irgendwas ist... dann sprich bitte mit mir darüber. Ich bin immer für dich da!"
Ich schluckte und versuchte mir meine Unsicherheit nicht anmerken zu lassen, welche durch Michis Lippen verursacht worden war. Liebevoll wuschelte er mir durch die Haare und zog mich mit zurück ins Studio. Da all unsere Battels schon feststanden, konzentrierten wir uns heute auf unser erstes Team. Die beiden übten gerade nochmals den Songtext, bevor wir uns an die Performance wagen wollten. Wir gingen zu ihnen, um zu sehen wie weit sie gekommen waren und setzten uns auf zwei Barhocker. Zufrieden hörten wir ihnen zu und Michis Kopf wippte im Beat mit. Zufrieden klatschten wir uns ab und sahen sie begeistert an.
„Wir wollen einen Sexy Auftritt sehen, damit die anderen Coaches vor Neid erblassen."
Michi wusste genau, was er wollte und wir ergänzten uns im Coaching immer sehr gut.
Unbeholfen tanzten sich unsere zwei Talents an, was mich und Michi lauthals zu lachen brachte.
„Ihr tanzt, als hättet ihr einen Stock im Hintern. Lasst doch mal dieses Steife weg und fühlt die Musik. Ihr seid der Rhythmus, werdet eins mit dem Beat." entgegnete ich in vollem Elan und wackelte dabei demonstrativ mit dem Hintern. Leider sah ich immer noch in zwei überforderte Gesichter, weswegen Michi und ich uns kurzerhand dazu entschlossen hatten, ihnen zu zeigen, was wir von ihnen wollten.
Die Musik startete und sie begannen zu singen. Ich mimte die Frau und Michi den Mann, da ich etwas talentierte mit den Hüften schwingen konnte wie mein Bandkollege.
Michi der genau hinter mir stand, zog mich an sich heran, während unsere Talents
„Hips don't lie von Shakira" sangen. In vollem Elan tanze ich meinen Kumpel an und ließ meine Hüften kreisen. Ich hörte Michi,der nach Luft schnappte, da mein Hinterteil die ganze Zeit an seinem Schritt rieb. Erst als Michi den Abstand zwischen uns etwas vergrößerte, wurde mir bewusst, was ich da tat. Doch statt ihm den Gefallen zu tun so weiter zu machen, tanzte ich wieder einen Schritt nach hinten und machte weiter mit meiner Showeinlage. Ich schlängelte mit meinem Rücken seinen Oberkörper nach unten und langsam wieder nach oben. Michi legte seine Hand an meinem Bauch und tanzte im Beat mit auf der Stelle und folgte langsam meinen Bewegungen.
Nach circa zwei Minuten hatte ich beschlossen, dass er genug gelitten hatte und unterbrach die Zeremonie. Begeistert klatschten sie und hatten endlich verstanden, was wir von ihnen wollten. Gemeinsam setzten sie sich vor das Tablet und schauten sich unzählige Male das Musikvideo an. Michi der ihnen mit Rat und Tat zur Seite stand, blieb bei ihnen, während ich nach draußen in den Aufenthaltsbereich der Coaches ging um uns etwas zu trinken zu holen. Dort angekommen traf ich auf Samu, der sich gerade eine Tasse Kaffee einschenkte.
„Hey Samu, na alles Fit?" erkundigte ich mich und stellte mich neben ihn.
„Ich habe keine Bock mehr heute. So schlecht geschlafen."
Ich nickte und musterte ihn. Er sah tatsächlich sehr müde aus und hatte tiefe Augenringe. Laut gähnend setzte er sich auf die Couch und nippte an seinem Kaffee. Ich hatte gerade zwei Tassen eingeschenkt, da hörten wir Mark und Yvonne näher kommen.
„Ey Kaddafeld wenn du mir jetzt den letzten Kaffee weg trinkst, dann hab ich echt den Glauben an das gute im Menschen verloren. Erst die Talents dann der Kaffee...." stichelte Mark und lief zügig zur Kaffeekanne. Yvonne folgte ihm Kopfschüttelnd und grinste uns breit an, nach dem sie ihrem Vordermann hinterrücks den Vogel gezeigt hatte.
Samu und ich sahen uns amüsiert an. Ich nahm noch zwei Flaschen Wasser und ging vollgepackt wieder zu den anderen zurück.

Zeitsprung: Gegen 19:30 Uhr

Relativ zufrieden kamen wir inzwischen in unserem Hotelzimmer an und legten unsere Taschen ab.
Erleichtert atmete ich durch. Michi sah mich prüfend an.
„Alles klar?"
„Ja aber ich bin jetzt trotzdem froh, dass wir endlich abschalten können und morgen frei haben."
Ich warf meine Schuhe in die Ecke und ließ mich aufs Bett fallen. Michi stimmte mir zu und setzte sich neben mir aufs Bett.
„Sollen wir uns was zum Essen kommen lassen?"
Ich nickte eifrig da mir auch der Magen knurrte. Die Entscheidung viel schnell und keine Viertelstunde später wurde uns das Essen gebracht.
Hungrig fielen wir über das Essen her und bald schon war alles verputzt.
Zufrieden strich sich Michi über den Bauch und rülpste. Ich begann zu lachen und trank einen Schluck, nur um mich für den noch größeren Rülpser vorzubereiten. Michi kugelte sich vor lachen und setzte noch einen drauf.
Ich genoss solche Momente mit ihm, denn wir waren alle zwei gleich bekloppt.
„Ich werd mal unter die Dusche hüpfen" teilte Michi mit und verschwand im Bad.
Ich legte mich aufs Bett und schloss meine Augen. Lächelnd lag ich nun da und freute mich darauf, die nächsten Stunden und den nächsten Tag alleine mit ihm verbringen zu können.
Ob ich ihm irgendwann erzählen kann, dass meine Gefühle ihm gegenüber nicht mehr nur freundschaftlich sind? Ich weiß es nicht. Ich war immer der Überzeugung, dass unsere Freundschaft alles aushalten kann aber in dieser Sache, war ich mir da nicht mehr so sicher. Lieber schmachte ich ihn den Rest meines Lebens an und alles bleibt so wie es ist, wie wenn ich ihn genau deswegen verlieren würde. Ich kann ohne ihn nicht Leben und will es auch gar nicht. Das Esther mich einen Tag bevor ich ihr einen Heiratsantrag machen wollte betrogen hat, war schon schlimm für mich, doch damit kann ich inzwischen Leben weil es schon ein gutes halbes Jahr her ist. Michi war derjenige, der die ganzen letzten Monate für mich da war, der mich anfangs bei sich aufgenommen hatte und mit mir zusammen gelacht und geweint hat. Ich hab am Anfang ja wirklich gehofft, dass ich mir die Gefühle nur einbilde aber inzwischen weiß ich sehr wohl, dass ich ihn liebe.
Plötzlich schreckte ich auf, weil ich Wassertropfen im Gesicht hatte. Michi stand vor mir, schüttelte seinen Kopf über meinem und das Wasser von seinen nassen Haaren, spritze mir direkt in die Visage.
„Ey du blöder Sack!" schrie ich und begann ihn zu kitzeln. Michi versuchte sich zu befreien aber ich war kräftiger als er. Ich zog ihn aufs Bett und kitzelte ihn gründlich aus. Lachend bettelte er um Gnade und ich ließ von ihm ab.
„Ich werd auch schnell duschen gehen" grinste ich und verschwand im Bad.
Ich genoss das warme Wasser, welches über meinen Körper lief. Ich spürte deutlich, wie die Anspannung des Tages von mir abfiel.
Nach dem Duschen zog ich mir eine Boxershorts an und ging zurück zu Michi, der mit dem Bauch auf dem Bett lag und in sein Handy guckte.
Bei genauerer Betrachtung sah ich, dass er gerade einen Videochat mit Thomas und Andy machte. Erfreut ließ ich mich neben ihm aufs Bett plumpsen und begrüßte die Jungs.
„Hey Michi Achtung da kommt der Blauwal." kam es grinsend von Andy.
„Reiß dich bloß zusammen, alder!" lachte ich und zwinkerte ihm zu.
Wir hatten bestimmt eine gute halbe Stunde mit den zweien Gesprochen als wir das Gespräch beendeten.
„Die zwei sind wirklich Knallköpfe" stellte Michi grinsend fest.
Ich nickte bestätigend, stand auf und holte mir eine Flasche Wasser aus dem Kühlschrank. Ich trank einige Schlucke, ehe Michi mich belustigt ansah.
„Superman?" fragte er und sein Grinsen wurde immer breiter.
Im ersten Augenblick war ich etwas verwirrt, wusste dann aber genau wovon er sprach und blickte auf meine Boxershorts.
„Ja. Dienstkleidung" lachte ich und warf ihm die Flasche zu.
Michi fing sie lachend auf und schüttelte den Kopf. Er trank ein paar Schlücke und stellte die Flasche neben das Bett.
„Sach ma Smu. Wie kommt es eigentlich, dass du so sexy tanzen kannst? Ich kenn das gar nicht von dir!"
Perplex sah ich ihn an und suchte nach Worten.
„Ähm... Ja... gute Frage... Ich .. kann das halt... irgendwie.. Sexy? Willst du mich verarschen? Das war mehr so... der gestrandete Wal... versucht zurück ins Meer zu gelangen."
Michi stand vom Bett auf und suchte den Video-Clip. Grinsend legte er sein Handy auf den Tisch und sah mich auffordernd an.
„Das würd ich dann doch gerne noch mal selber beurteilen."
HAT ER NICHT GESAGT!!!!!!! Ich hatte das Gefühl knallrot anzulaufen und versuchte noch ein Fünkchen Coolness zu bewahren.
Ich brauchte ein bisschen, bis ich mich sortiert hatte und begann Michi anzutanzen. Michi lachte und zog mich wieder genau so zu ihm hin, wie wir es vor unseren Talents auch gemacht haben. Im Gegensatz zum Nachmittag, fühlte ich mich jetzt ziemlich unwohl. Wären wir nicht alleine gewesen, hätte ich mir mit Sicherheit nicht so viel dabei gedacht.
Michi legte seine Hände an meine Hüfte und seinen Kopf auf meine Schulter. Ich versuchte zu relaxen und wackelte gekonnt mit meinem Hintern.
„Wärst du ne Frau, müsste ich dich jetzt vernaschen!"
NICHT SEIN ERNST!!!! Ich drehte meinen Kopf, so dass ich ihm in die Augen sehen konnte. Michi sah mich mit funkelnden Augen an und bewegte seine Hüften im Takt mit.
Plötzlich lag ein seltsames prickeln in der Luft und wir sahen uns noch tiefer in die Augen.
Ich wollte gerade etwas sagen, um die komische Atmosphäre zu unterbrechen, da spürte ich plötzlich Michis Lippen auf meinen. Ich wusste, dass es falsch war doch konnte ich nichts anderes tun als diesen unerwarteten Kuss zu erwidern. Einige Sekunden standen wir wie angewurzelt da und küssten uns, dann löste sich Michi von meinen Lippen und sah mich an. Innerlich machte ich mich jetzt schon auf ein riesiges Donnerwetter gefasst und atmete tief durch. Mit einem kräftigen Ruck, drehte er mich zu sich um, legte seine Hände an meinen Hintern und begann mich leidenschaftlich zu küssen. Ich lächelte überrascht in diesen Kuss hinein und schlang meine Arme um seinen Körper. Zielstrebig schob er mich immer näher ans Bett.
„Ich will dich!" nuschelte er während des Kusses und schubste mich aufs Bett. Schnell legte er sich auf mich und begann meinen Hals zu küssen. Zärtlich knabberte er an der empfindlichen Haut und spielte mit seiner Zunge an mir, was mir einen tiefen Seufzer entlockte. Gekonnt saugte er an meinem Hals und ich hatte das Gefühl, wieder 17 zu sein. Ich streichelte über seinen Rücken und genoss seine Zärtlichkeiten. Begeistert betrachtete er kurze Zeit später sein Meisterwerk, drückte mir einen Kuss auf die Lippen und rutschte ein Stück nach unten. Zielstrebig verteilte er kleine Küsse auf meiner Brust und wanderte mit seinen Lippen langsam nach unten. Am Bund meiner Shorts angekommen stoppte er und sah mich prüfend an. Ich warf ihm einen bestätigenden Blick zu, was ihn dazu veranlasst hatte, mit der Zunge über meine deutlich sichtbare Beule zu lecken. Leise stöhnte ich auf und genoss dieses neue Gefühl unendlich.
„Deine Arbeitskleidung brauchst du jetzt im Moment nicht mehr!" flüsterte er leise und zog sie mit Schwung nach unten und warf sie hinter sich. Ehe ich mich versah, hatte er meine bereits harte Latte in die Hand genommen und begann sie gekonnt zu verwöhnen. Ich stöhnte durch seine Berührungen auf und sah ihn erregt an. Michi zwinkerte mir zu, beugte sich über meine Latte und nahm sie in den Mund.
„Oh gott, Michi!" stöhnte ich auf und legte meine Hand an seinen Hinterkopf. Ohne lange zu zögern, begann er mir einen zu blasen und ich krallte mich in seine Haare fest.
Ich hatte mich noch nie so geil gefühlt wie in diesem Moment und wollte, dass dieser Augenblick nie endete. Egal was ich dafür tun musste.
Michi ging nach ein paar Minuten von mir herunter und forderte mich auf, mich auf den Bauch zu legen. Obwohl ich irgendwie Schiss hatte, tat ich was er von mir verlangte. Nervös legte ich mich hin und hatte schon eine Vorahnung, worauf er hinaus wollte.
Ich hatte gar keine Zeit darüber nachzudenken, da spürte ich schon seine Lippen an meinem Hintern. Ich hatte das Gefühl, dass es dort keine Stelle gab, die er noch nicht geküsst hatte und schloss daraufhin genießerisch die Augen. Plötzlich spürte ich seine Zunge an mir, was mich dazu brachte, laut aufzustöhnen. Gekonnt verwöhnte er mich mit seiner Zunge und ich hörte, wie nebenbei seine Hose vom Bett flog. Mein Herz begann noch ärger zu klopfen und ich spannte mich an.
„Ich bin vorsichtig. Versprochen!" hauchte er mir ins Ohr, küsste mein Genick und leckte mit der Zunge über meinen Rücken nach unten, bis hin zu meinem Hintern.
Ich erkannte deutlich das Geräusch, welches sich in mein Bewusstsein drängte. Michi war gerade dabei die Packung des Kondoms zu öffnen und ich drückte mein Gesicht ins Kissen.
Kurze Zeit später, spürte ich seine Latte an meinem Arsch und wurde richtig nervös.
„Entspann dich Smu" flüsterte er leise in mein Ohr, zog mich nach oben, so das ich vor ihm kniete und er langsam in mich eindringen konnte.
FUCK TUT DAS WEH! ALTER SCHWEDE!! Reiß dich zusammen Schmidt. Du hast jetzt was du wolltest.
Als Michi anfing sich in mir zu bewegen, stöhnte ich teilweise vor Schmerz, teilweise aber auch vor Erregung. Michi streichelte meine Seiten und bewegte sich anfangs nur vorsichig. Langsam entspannte ich mich und Michi drang nun endgültig in mich ein. Ich hatte das Gefühl, Sterne zu sehen und krallte mich mit schmerzverzerrtem Gesicht in das Bettlaken fest. Michi unterbrach sein tun und küsste immer wieder meinen Nacken, was mir wahnsinnig gefiel.
Ich war froh, dass er so auf mich einging und nicht nur an seinen Spaß dachte.
Als ich ihm zum dritten Mal nun bestätigt hatte, dass er weiter machen konnte, ließen auch meine schmerzen inzwischen nach und ich hatte mich an das ungewohnte Gefühl gewöhnt.
Michi legte seine Hände an meinen Arsch, massierte ihn und stieß nun immer schneller und fester zu, was mich immer und immer wieder aufstöhnen ließ.
Schon jetzt war ich mir sicher, dass das der Beste Sex meines Lebens war.
Stöhnend wand ich mich vor ihm und legte meine Hand nach hinten an seinen Arsch um ihn noch näher an mich zu drücken.
Beim Blick nach hinten, sah ich Michi, der mich angrinste und spürte sogleich seine Hand an meiner Latte. Ich genoss es, dass er den aktiven Part übernahm, da ich bei Esther und all meinen vorigen Freundinnen immer der Initiator war mit allem.
„DU machst mich verrückt Smu" stöhnte Michi und umschloss meine Latte noch fester mit seiner Hand.
Kurze Zeit später wechselten wir die Stellung. Ich lag auf dem Rücken vor Michi und er gekniet zwischen meinen Beinen. Als er erneut in mich eindrang, verspürte ich zu meiner Verwunderung gar keinen Schmerz mehr, stattdessen nur noch endloses Verlangen nach ihm. Während er mich wieder ziemlich hart ran nahm, legte ich meine Hand an meine Latte und wichste sie im selben Rhythmus mit Michis stößen.
Es dauerte nicht mehr lange und Michi kam laut stöhnend in mir und sank anschließend auf mich nieder. Unsere Lippen trafen sich zu einem langen, intensiven Kuss und unsere Zungen spielten unentwegt miteinander.
Schwer atmend legte sich Michi neben mich, legte ein Bein über meine Oberschenkel und begann meine Latte zu wichsen. Nach wenigen Sekunden, konnte ich es auch nicht mehr zurückhalten und kam laut stöhnend, in seiner Hand. Mein Oberkörper bebte, was Michi ein lächeln entlockte. Liebevoll sah er mir in die Augen, gab mir einen Kuss auf die Lippen und kuschelte sich in meine Arme. Es dauerte nicht lange, da war ich eingeschlafen.

Am nächsten Morgen wurde ich als Erster wach und sah Michi, der einen Arm auf meinem Bauch liegen hatte und seelenruhig schlief. Als ich an mir herunter sah, wurde mir urplötzlich wieder bewusst, was am Abend zuvor geschah. Ein lächeln bildete sich auf meinen Lippen und ich spürte unzählige Schmetterlinge in meiner Magengegend.
Wie er da liegt. Er sieht so unschuldig aus. Wahnsinn was er gestern Abend mit mir angestellt hat. Ich kann nicht glauben, dass das hier alles wirklich passiert ist. Ohne es darauf angelegt zu haben, ist einer meiner sehnlichsten Wünsche in Erfüllung gegangen.
Schlagartig wurde mir schlecht.
Scheiße... Er wird es bereuen, wenn er aufwacht... Er wird ausflippen, wird sich vor sich selbst ekeln und wird mich für alles verantwortlich machen. Ich hätte es unterbinden sollen. Wie konnte ich nur so dumm sein?
Ich spürte einen dicken Kloß in meinem Hals, legte vorsichtig seinen Arm aufs Bett und verschwand im Bad. Ich beschloss unter die Dusche zu gehen und die Spuren von gestern Abend auf meinem Körper zu beseitigen.
Als ich aus dem Bad kam, blickte ich in ein leeres Bett. Angst stieg in mir auf und ich hatte das Gefühl keine Luft mehr zu bekommen. Panisch sah ich mich um und entdeckte ihn dann auf dem Balkon. Erleichtert atmete ich auf, ließ das Kondom verschwinden, welches auf dem Nachttisch lag und sammelte unsere Wäsche vom Boden auf. Ein räuspern ließ mich aufschrecken und ich sah Michi, der nun wieder im Raum stand.
„Guten Morgen Smudi" begrüßte er mich schon fast schüchtern und sah mich an.
„Guten Morgen Michi. Alles Fit?" rutschte es mir heraus und vernahm deutlich sein verlegenes nicken.
Zu meiner Erleichterung verschwand er daraufhin im Bad und ich klatschte mir mit der flachen Hand ins Gesicht.
Alles Fit? Ich bin so ein Freak. Alles Fit. Gott! Wie soll das denn bitte heute nur werden? Ich könnte gerade vor Scham im Erdboden versinken.
Nach dem ich das Bett gemacht hatte, setzte ich mich darauf und zog mein Handy aus der Tasche. Auf dem Startbildschirm, stach mir direkt das Foto von Michi und mir ins Auge, welches wir auf unserer letzten Tour geschossen hatten.
Da war die Welt noch in Ordnung. Naja so halbwegs.
Ich versuchte auf andere Gedanken zu kommen und öffnete die App mit den Kreuzworträtseln. Schnell hatte ich das erste komplett gelöst und war gerade dabei das nächste zu öffnen, als Michi aus dem Bad kam.
„Ich muss noch mal weg. Treffen wir uns um 12 beim Italiener? Du weißt schon welchen. Bei Antonio mit der leckeren Pizza."
Ich nickte und sah ihm einfach nur wortlos nach, als er das Zimmer verließ.
Mein Herz zog sich zusammen und ich fühlte mich elend. Tränen bahnten sich langsam den Weg über meine Wangen und ich begann leise zu schluchzen.
Er ist abgehauen. Er kann mit mir nicht in einem Raum sein. Was hab ich nur getan? Ich hab meinen besten Freund verloren. Schwuchtel-Rapper Smudo hat alles zerstört.
Tränenüberströmt ließ ich mich nach hinten aufs Bett fallen und vergrub mein Gesicht hinter den Händen. Es dauerte ziemlich lange, bis ich mich einigermaßen gefangen hatte.
Nervös blickte ich auf die Uhr.
Viertel nach Elf. Eine dreiviertel Stunde habe ich noch Zeit mir etwas zurecht zu legen. Soll ich ihm die Wahrheit sagen? Soll ich ihm irgendeine komische Geschichte auftischen?
Ich ging ins Bad und wusch mir das Gesicht ab.
Du siehst richtig scheiße aus Schmidt!
Ich sah mich im Spiegel an und betrachtete meine roten, verheulten Augen.
Schnellen Schrittes ging ich nach unten in die Lobby um mir dort an dem Automaten einen Kaffee heraus zu lassen.
Zurück im Zimmer angekommen, setzte ich mich auf den Balkon und dachte weiter nach. Als der Kaffee leer war, stand meine Entscheidung fest. Ich wollte mit ihm reden. Heute! Ihm die Wahrheit sagen. Egal welche Konsequenzen daraus entstehen sollten. Ich war bereit dazu. Alles oder nichts!
Ich holte aus meinem Koffer einige Kleidungsstücke, zog mich an und betrachtete mich im Spiegel kritisch.
Dunkelgraues Hemd, schwarze Jeans, Gürtel mit auffälliger goldener Gürtelschnalle, dazu meine neuen weißen air max. Relativ zufrieden ging ich zurück ins Bad, gelte meine Haare ein wenig, und legte etwas Parfüm auf.
Wünsch mir Glück Kumpel" sprach ich zu meinem Spiegelbild, drückte mir selbst die Daumen und machte mich kurz darauf auf den Weg zum besagten Treffpunkt.

Vor dem Eingang stiegen erste Bedenken in mir auf und ich hoffte, dass wir hier alleine verabredet waren. Bei Michi weiß man ja nie was ihm alles einfällt. Ich hatte Samu, Mark und Yvonne ja gerne aber... nicht heute. Nicht jetzt.

Aufgeregt wie am ersten Schultag, atmete ich nochmal tief durch und betrat dann das Lokal. Sofort wurde ich von Antonio, dem Chef begrüßt und freundschaftlich umarmt.
„Ciao Bello Smudo. Come stai?"
Ich lächelte ihn an, antwortete auf seine Frage, dass es mir ganz ordentlich ginge und ich hier mit Michi verabredet war.
„Si, der iste schon da. Kommst du mit, i zeige dir."
Ich nickte und folgte ihm zu unserem Stammplatz, der etwas abseits lag. Wir mochten unsere Fans gerne aber beim Essen wollten wir unsere Ruhe haben.
Michi saß mit dem Rücken zu mir und ich lief begleitet von Antonio an ihm vorbei.
„Hey Beck" begrüßte ich ihn und setzte mich auf den gegenüberliegenden Stuhl.
„Ich dachte schon du kommst nicht!" kam es von Michi, der von seinem Handy aufsah.
„Warum hätte ich nicht kommen sollen?" fragte ich vorsichtig nach.
Michi zuckte mit den Schultern und sah mich wortlos an.
Einige Sekunden herrschte eine unangenehme Stille, welche Antonio brach, da er mit unseren Getränken kam. Wie immer trank Michi Colaweizen und ich eine Cola. Wir stießen miteinander an und tranken jeweils einen Schluck.
Während Michi die Speisekarte studierte, musterte ich ihn sorgfältig.
Er sieht irgendwie anders aus heute. Geknickt. Oh man, wenn es mir doch nur leichter von den Lippen gehen würde. Normalerweise bin ich ein guter Redner und war mit Sicherheit nicht auf den Mund gefallen doch in dieser Angelegenheit war es anders.
Ich räusperte mich, was Michi von der Karte aufsehen ließ.
„Kann.... Können wir mal miteinander sprechen?"
Michi nickte, legte ein lächeln auf und sah mich Erwartungsvoll an.
„Na klar. Was liegt dir auf dem Herzen?"
Ich atmete hörbar auf und versuchte mich nochmals zu sammeln.
„Ich.... Ich weiß einfach gar nicht wo ich jetzt anfangen soll...Ich.. bin selbst total durcheinander und weiß gar nicht, wie ich das alles sagen soll ohne das es total idiotisch klingt."
Michi lachte auf.
„Ach Smu, chill mal. Wenn es wegen gestern Abend ist.... War ne krasse Erfahrung aber da brauchst du dir jetzt wirklich nicht den Kopf zu zerbrechen."
Genervt rollte ich mit den Augen und sah ihn an.
„Es geht nicht um gestern Abend. Ok vielleicht geht es doch um gestern Abend aber das ist nicht der Punkt."
„Ich sagte doch gerade, dass wir das Thema nicht durchkauen müssen. Bin eh nicht so scharf drauf, wenn das hier jemand mitbekommt. Scheiß auf gestern Abend und lass uns jetzt einfach was spachteln."
Wütend über sein desinteresse, rutschte ich mit dem Stuhl zurück, stand auf und sah ihn finster an.
„Hast du mir eigentlich nicht richtig zugehört??? Das geht mir eine Handbreit am Arsch vorbei, was die anderen hier denken oder nicht. Sollen die doch alle zuhören, das kratzt mich kein bisschen. Mich kotzt deine scheiß Reaktion hier gerade einfach richtig an."
Ich lief an ihm vorbei und er griff nach meinem Arm. Sauer schlug ich seine Hand von mir weg und stürmte nach draußen.
Antonio, dem das ganze nicht entgangen war, eilte zu mir und drückte mir einen Grappa in die Hand.
„Hier amigo."
Ich dankte ihm und leerte das Schnapsglas mit einem kräftigen Zug. Sogleich spürte ich das brennen im Hals und atmete durch.
„Grazie!" stieß ich schließlich hervor und lief vor dem Eingang auf und ab.
Beruhige dich Junge. Du reagierst total über!
Ich schüttelte den Kopf, ging an der Bar vorbei und ließ mir von Antonio erneut einen Grappa geben, trank ihn aus und ging zu Michi zurück.
Unsicher sah er mich an.
„Smudo, ich....!" weiter ließ ich ihn nicht reden, sondern sprach mit energischer Stimme weiter.
„Halt jetzt einfach mal 5 Minuten den Rand. Ich hab dir etwas zu sagen, was ich dir schon viel eher hätte sagen müssen. Wenn du meinst, dass das Thema für mich beendet ist, dann hast du dich geschnitten. Seit Monaten.... MONATEN..... geht es mir beschissen. Angefangen hat alles mit der Trennung von Esther und seit dem... Seit dem geht in meinem Leben alles drunter und drüber. Ich bin dir unheimlich dankbar, dass du in der schweren Zeit für mich da warst und mich unterstützt hast. Ohne dich wäre ich nur noch ein Häufchen Elend. Spannst du eigentlich nicht, dass zwischen uns irgendwas anders ist? Merkst du nicht, dass unser Verhältnis schon lange nicht mehr so freundschaftlich ist wie früher? Seit The Voice, hat sich bei uns so viel verändert. Nicht nur, dass wir enger zusammen gewachsen sind durch dieses Format... Nein auch unsere Freundschaft wurde noch mal um einiges inniger. Ich mag Andy und Thomas auch, aber du... DU bist einfach was besonderes.. Ich weiß, dass ich hier gerade die totale Scheiße verzapfe aber ich muss das hier und jetzt alles los werden... Ich platze sonst!"
Michi schluckte und sah mich ratlos an. Scheinbar hatte er eine leise Vorahnung, worauf ich hinaus wollte.
„Setzt dich doch bitte wieder hin Smudo. Die eine da hinten schauen echt schon alle."
Genervt seufzte ich, setzte mich auf den Stuhl und blickte zu den anderen Gästen.
„Es gibt nichts zu glotzen." Erschrocken wendeten die drei ihren Blick ab und ich widmete mich wieder Michi.
„Vielleicht war der Sex gestern Abend für dich nur ein netter Zeitvertreib... für mich aber nicht!"
Michi sah mich mit offenem Mund an und suchte deutlich nach Worten.
„Smudo... Ich...Was..?"
Ironisch lachte ich auf.
„Für mich ist das ganze kein Witz mehr. Ich bin auch nur ein Mensch mit Gefühlen.... Ich weiß, dass ich das jetzt bereuen werde und das es wahrscheinlich der größte Fehler ist, den ich begehen kann aber..." ich legte eine Pause ein, griff nach Michis Hand die auf dem Tisch lag und sah ihm in die Augen.
„... ich kann nichts dafür, dass ich mich.... in dich.... verliebt habe. Ja Fanta Rapper Smudo ist ne Schwuchtel. Genau das denkst du jetzt wahrscheinlich aber hey.. ist mir egal. Ich kann auch nichts gegen meine Gefühle machen." Schon wieder wurde ich lauter und redete mich in Rage.
Michi sah mich mit blitzenden Augen an und trat mir gegen das Schienbein.
„Himmel Herrgott nochmal.... Jetzt komm mal runter und schrei hier nicht den gesamten Laden zusammen.. Es gibt keinen Grund, dass du hier völlig ausflippen müsstest."
Bedrückt sah ich auf mein Getränk und wagte es nicht ihm noch mal in die Augen zu schauen. Wieder sammelten sich Tränen in meinen Augen und ich konnte sie nur schwer zurück halten.
Schnellen Schrittes war Michi bei mir, kniete sich vor mich und zwang mich ihn anzusehen.
„Smudo. Jetzt hör du mir mal zu. Meinst du mir ist das alles Wurst? Ich bin doch auch nicht vollkommen blöd. Meinst du ich bin so naiv und hab dass nicht mitbekommen? Natürlich hab ich gemerkt, dass etwas anders war. Ich hab deine Blicke immer gespürt und gesehen und hey.... weißt du was? Es hat mich nicht gestört. Ganz im Gegenteil. Ich wünsche mir seit Wochen nichts sehnlicher, als dir endlich näher zu kommen,... näher als wir uns eh schon immer waren.... Meinst du allen ernstes, dass ich mir dir geschlafen hätte, wenn ich nicht auf dich stehen würde? Was spinnst du dir eigentlich zusammen???"
Fassungslos starrte ich ihn an und er legte seine Hand auf meine Wange.
„Ich liebe dich Smu! Schon lange..." flüsterte Michi kaum hörbar und sah mich mit funkelnden Augen an. Ich schluckte und zog ihn zu mir auf den Schoß.
„Ist das dein Ernst?" fragte ich ungläubig.
Michi nickte und streichelte mir über die Wange.
„Ja aber nur wenn du es auch willst und zulässt?!"
Statt ihm zu antworten, legte ich meine Lippen auf seine und hielt ihn einfach nur fest.
Ich wusste, dass die anderen uns beobachteten, doch das war uns beiden egal. Von diesem Moment an, gab es nichts mehr, was uns beide
hätte jemals wieder trennen können.

*Ende*
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