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Kollisionskurs

von Mary194
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Tragödie / P16 / MaleSlash
Aberforth Dumbledore Albus Dumbledore Ariana Dumbledore Bathilda Bagshot Gellert Grindelwald
02.12.2018
06.12.2021
76
231.851
69
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457 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
 
02.12.2018 1.353
 
Diese Geschichte ist nur als ein kleines Intermezzo geplant (das Interessante ist, dass die Idee vor meiner Geschichte „Monster“ entstand und eifrigen Lesern werden Parallelen auffallen).

Keine Panik, an meinen anderen laufenden Geschichten schreibe ich weiterhin.

Sie wird voraussichtlich 10 Kapitel umfassen. Es ist angelehnt an die Tatsache, dass das Trimagische Tunier zu Harrys Zeit nach 100 Jahren zum ersten Mal wieder durchgeführt wird.

Also liegt es nahe.... dass es zu Albus’ Schulzeit stattfand...
Hier habt ihr also den sehr, sehr  schlichten Prolog zum Warmwerden.












- Prolog –


- 1. September 1898 -








Albus warf seine Tasche auf die gegenüberliegenden Sitze und strahlte Elphias an. „Letztes Jahr.“

„Unglaublich, oder?“ Elphias steckte sich gerade einen Schokofrosch in den Mund und zwinkerte. Das schrille Geräusch der Dampflock ertönte und der Hogwarts Express setzte sich ratternd in Bewegung. Zufrieden lehnte Albus seinen Kopf an die Glasscheibe und ließ seinen Blick über die winkende Menschenmasse wandern. Der erste September war immer etwas Besonderes für ihn. Es war der Tag, an dem er seinem zu Hause entfliehen konnte und sich in seine Bücher vertiefen und Neues erlernen konnte.

„Deine Mutter kam wieder nicht zum Bahnsteig?“ Fragte Elphias und sah von seinen Schokofröschen auf.

„Nein.“ Albus schüttelte den Kopf. „Ariana ist wieder krank.“ Damit war das Thema für ihn beendet. Über die letzten Jahre hatte er die Geschichte um seine Schwester, die zu zart für die Schule war, mit Lügen und Ignoranz untermauert und duldete keine weiteren Fragen dazu.

„Und Aberforth?“

„Der ist sofort eingestiegen und hat sich ins letzte Abteil verkrochen. Wie immer.“ Albus zuckte mit den Schultern. In Hogwarts fragte man sich, wie die Beiden überhaupt miteinander verwandt sein konnten. Es gab fast keine zwei Menschen, die Unterschiedlicher waren als er und sein Bruder, doch entgegen der Gerüchte, verstanden sie sich so gut, wie es Brüder eben taten. Wenn es Reibereien zwischen ihnen gab, ging es ausschließlich um ihre kleine Schwester Ariana. Seine Schwester war seit ihrer Kindheit sonderbar und neigte zu unkontrollierbaren Verhalten; sie erlebte früher einen furchtbaren Übergriff durch 3 Muggel und seitdem weigerte sie sich zu zaubern und mit der Zeit entwickelte sie eine dunkle, parasitäre Kraft, die sie manchmal in den Wahnsinn trieb. Aberforth konnte sie in solchen Situationen oft beruhigen; er konnte sie auch zum essen und spielen bringen – etwas das Albus nie schaffte. Und mit der Zeit hatte er sich damit angefunden, dass sein Bruder besser mit Ariana klar kam als er und beschäftigte sich einfach mit anderen Dingen.

„Mein Vater sagte mir, dass dieses Jahr in Hogwarts irgendetwas Großes stattfindet.“ Elphias stopfte sich noch einen Schokofrosch in den Mund und sah Albus mit leuchtenden Augen an. „Hast du irgendetwas gehört?“

Albus runzelte die Stirn. Er war Schulsprecher und wusste so ziemlich über alles bescheid was in der Schule vor sich ging. Er pflege ein gutes Verhältnis zu seinen Lehrern und war bei seinen Mitschülern sehr beliebt. Einige eiferten mit seinen Fähigkeiten mit und suchten die Konfrontation, andere versuchten sich in seinen Licht zu sonnen und wieder andere nahmen Abstand, weil ihnen so viel Talent unheimlich vorkam.

„Ich habe nichts gehört. Woher hat dein Vater die Informationen?“ Er strich eine dunkle, wellige Strähne hinter sein Ohr und kniff seine himmelblauen Augen zusammen.

„Du weißt doch, manchmal schnappt er im Ministerium etwas auf.“

„Hmmm... nein. Mir ist nichts bekannt.“ Albus zog ein Buch aus seiner Tasche und schlug es an der Stelle mit dem Lesezeichen auf.

„Was ließt du?“

„Theorien transsubstantieller Transfiguration“ Erklärte Albus und lehnte sich zurück.

„Das kenne ich nicht.“ Sein Freund runzelte die Stirn. „Stand das auf unseren Bücherlisten?“

„Nein.“ Der junge Dumbledore lachte hell und schüttelte den Kopf. „Nein, ich habe es letzte Woche in der Winkelgasse gekauft. Es ist... sehr kompliziert – aber wirklich interessant. Willst du es später lesen?“

Elphias winkte ab. „Wenn du schon sagst, dass es kompliziert ist, verstehe ich es in 100 Jahren nicht.“

„Blödsinn.“

„Nein, Albus. Tu nicht so. Du bist der klügste Mensch der Welt.“

„Das ist nicht wahr.“

„Ich wäre mir da nicht so sicher.“ Elphias zwinkerte und warf sich einen weiteren Schokofrosch in den Mund.

„Ich schon. Irgendwo gibt es einen Zauberer, der so ist wie ich. Ich weiß es.“







* * *





Nachdem der Sprechende Hut alle neuen Schüler auf ihre Häuser verteilt hatte, verschaffte sich Amando Dippet das Gehör seiner Schüler für eine wichtige Ankündigung. Albus stieß Elphias in die Seite, wie immer hatte er sich von Enid Smeek in eine Diskussion über die neuen Gryffindore’s verwickeln lassen.

„Pssstttt.“ Zischte er und deutete auf den Schulleiter.

„Meine lieben Schüler und Schülerinnen, werte Kollegen. Ich freue mich Ihnen allen mitteilen zu können, dass unsere geliebte Schule dieses Jahr ausgewählt wurde, um Austragungsort einer ganz besonderen Veranstaltung zu werden.“  Er holte tief Luft und Albus’ Gedanken rasten durch seinen Kopf. Ein feines, aufgeregtes Kribbeln legte sich auf seine Haut als er den Blick über die neugierigen Gesichter seiner Mitschüler wandern ließ. Sein Bruder Aberforth saß ein paar Plätze weiter und blickte desinteressiert auf seinen leeren Teller.

„Hogwarts wurde außerwählt um das Trimagische Turnier auszurichten!“ Auf die Auflösung folgte ein wilder Gesprächssturm; überall flüsterten Schüler, manche riefen verwunderte Aussprüche aus und Elphias zog hektisch an Albus’ Robe.

„Hast du das gehört?“

„Natürlich, ich sitze ja neben dir.“ Lachte Albus und blickte erneut zum Schulleiter, der wieder zum sprechen ansetzte: „Das Trimagische Turnier ist ein Wettstreit von 3 Schulen, bei denen jeweils ein Schüler oder eine Schülerin antritt und sich Aufgaben stellt, die das magische Geschick des Teilnehmers fordern. Unsere Partnerschulen werden Beauxbatons und Durmstrang sein.“

„Dumstrang. Bei Merlins Bart.“ Elphias wirkte so aufgeregt wie noch nie. „Wir sehen Schüler aus Drumstrang, Albus.“

„Was soll an denen so Besonderes sein?“

„Sie kommen aus Drumstrang.“

„Na wenn das schon alles ist.“ Er zuckte mit den Schultern und nahm ein Schluck Kürbissaft. Er hatte die Mystik die um diese Schule herrschte noch nie verstehen können.

„Nach reiflicher Überlegung –“ setzte Dippet erneut an und sein Kopf war schon ganz rot von dem vielen, lauten sprechen.

„Große Reden sind nicht sein Ding.“ Enid grinste verlegen, während Albus nickte. „Absolut nicht.“

„- sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass kein Schüler, der jünger als 17 Jahre ist, am Turnier teilnehmen darf. Wobei Durmstrang die Ausnahme bildet – sie schicken Schüler ab 15 Jahren in den Wettbewerb.“

Ein wütender Proteststurm brach los und Albus konnte nur genervt den Kopf über seine naiven Mitschüler schütteln.

„Es geht schon los!“ Erklärte ihm Elphias. „Durmstrang tanzt mal wieder aus der Reihe.“

„Mal wieder?“ Wiederholte Albus und sah ihn interessiert an. „Wie oft hattest du denn schon Kontakt zu ihnen, dass du das weißt?“

„Du weißt wie ich das meine. Sie halten sich sicher für was Besseres.“

„Vielleicht sind sie besser.“ Dafür erntete Albus nicht nur empörte Blicke von seinen Freunden – nein, auch die anderen Schüler lauschten interessiert ihrem Gespräch.

„Ja klar.“ Nun lachte Elphias. „Albus, vielleicht kommt der eine Zauberer auf der Welt, der genauso ist wie du, aus Durmstrang. Wer weiß?“

„Ja, wer weiß?“ Pflichtete Albus bei und lachte nun ebenfalls über diese Absurdität.

Professor Dippet verkündete noch, dass die Schulen mit der Auswahl ihrer Schüler am Ende der Woche anreisen werden und bat alle um ein freundliches und respektvolles Miteinander, bevor er endlich das Festmahl eröffnete.





* * *





Müde und satt warf Albus sich in sein Himmelbett, mit den hässlichen roten Vorhängen, die er bereits in seinem vierten Jahr in Brand gesetzt hatte. Ausversehen, natürlich.

„Ich bin richtig gespannt auf die anderen Schüler.“ Rief Elphias neben ihn aus und warf sich ebenfalls ins Bett.

„Ja, das wird interessant.“

„Bewirbst du dich?“ Fragte er und Albus wusste, dass er sich die Frage bis kurz vor dem Schlafengehen aufgehoben hatte.

„Nie endender Ruhm? Ich weiß nicht... Aber Gewinner des Trimagischen Turniers... das fehlte irgendwie noch in meinem Lebenslauf.“

„Klingt auf jeden Fall gut.“

„Finde ich auch.“ Albus grinste und schloss genüsslich die Augen. „Bewirbst du dich?“ fragte er in seinen letzten wachen Momenten.

„Als hätte ich ne Chance. Nein, Danke. Aber ich feure dich an. Du gewinnst sowieso.“

„Hmmmm....“ Die Müdigkeit überrollte und begrub ihn unter sich. Aus der Ferne hörte er noch Elphias sarkastischen Ton...

„Wer könnte dir schon ebenbürtig sein?“








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Ja, wer nur?
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